Die große Abmahnstatistik 2009 08.01.2010

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Es ist Zeit für eine Einschätzung, eine Bilanz und einem möglichen Ausblick. Gingen wir noch 2008 von ca. 250.000 Abgemahnten aus, können wir in 2009 einen Anstieg auf ca. 453.000 Abgemahnte annehmen

statistik.pngFreitag, den 08.01.2010


Wir schreiben 2010 und befinden uns im fünften Jahr des Abmahnwesens. Es ist Zeit für eine Einschätzung, eine Bilanz und einem möglichen Ausblick. Eines kann man aber bereits jetzt mit Bestimmtheit sagen: das vergangene Jahr war dasjenige mit den meisten Abmahnungen im Bereich Verstoß gegen das Urheberrecht wegen Filesharings. Gingen wir noch 2008 von ca. 250.000 Abgemahnten aus, können wir in 2009 einen Anstieg auf ca. 453.000 Abgemahnte annehmen. Natürlich stellen die nachfolgenden Zahlen keine Tatsachenbehauptung dar, sondern nur Schätzungen, können aber trotz der Höhe noch als „untertrieben“ gelten. Die im März angekündigte Offensive der Musikindustrie (Heise Online), verstärkt Urheberrechtsverletzungen strafrechtlich und zivilrechtlich zu verfolgen, hat sich bewahrheitet. Die abmahnenden Kanzleien Rasch Rechtsanwälte, Waldorf, Nümann + Lang sowie die vier um den Rechteinhaber DigiProtect beauftragten Kanzleien verschoben das Gleichgewicht zugunsten der Abmahnungen hinsichtlich Musik. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4Im Jahr 2008 betrugen die Abmahnungen hinsichtlich Musik gerade einmal 12,6 %. Den Löwenanteil mit immerhin 52,9 % stellten Filme mit pornografischem Inhalt dar. 2009 dagegen ist klar erkennbar, dass 62,3 % aller Abmahnungen Musik (Album, Lied) betreffen. Klare Verlierer im Geschäftsmodell Abmahnung sind dabei die Rechteinhaber der pornografischen Industrie. Hier lag der Anteil nur noch bei 15,2 %.

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