Abmahnung Waldorf Frommer / Frommer Legal

  • Hallo, mein Provider hat mir gerade bestätigt, dass ich zu dem Zeitpunkt des vermeindlichen Abmahnungsgrundes bereits seit mindestens einem Jahr bis heute eine andere Benutzerkennung hatte. Die Benutzerkennung könnte von meinem vorherigen Provider stammen.


    Dann lass Dir das am Besten schriftlich geben.


    Die Frage ist aber eher, wie kommen die an die "alte" Benutzerkennung des vorherigen Providers? Und von wem haben die die bekommen?
    Wohl kaum vom neuen Provider.

    Nächste Woche kommt der [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] von WF und dann nehme ich mir einen guten Rechtsanwalt. Gibt es irgendwo eine Empfehlungsliste?


    Wieso schon beim [lexicon]MB[/lexicon]?
    Da braucht man einen nicht kostenlosen [lexicon]AW[/lexicon] eigentlich noch nicht.
    Ein X an der richtigen Stelle und unterschreiben kann man noch ganz gut alleine.

  • Nicht besonders clever.Richter lassen sich nicht gern vorführen

    Wer redet denn hier von Richter vorführen ???? Wenn ich minderjährige Kinder habe die das Internet benutzen,lass ich mir frühzeitig von denen schriftlich bescheinigen ,das ich Sie auf das Verbot der Benutzung von Fileshareprogrammen hingewiesen habe.Die Betroffenen werden sich hier schon Ihre eigene Einstellung dazu haben ,Herr Löwe

  • Ich lasse mal das Vollzitat stehen.Meine Kinder sind über 30 also abgehakt.Wenn meine Enkel mal übernachten und den PC benutzen dann soll ich mir sowas unterschreiben lassen? Wenn ich sowas tun würde wäre ich genau so kaputt wie die Abmahner und meine Enkel würde ich nie wieder sehn.Das mal zur Perversität unserer Gesellschaft.


    Gruß Löwe


    Korrigiert by Tigger

    Der Weg ist das Ziel

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  • ... lassen wir mal die Sache mit der Zitiererei außen vor und da ich den Zusammenhang auch erst nicht verstanden hatte, eine Zusammenfassung der 'Ereignisse':


    Der Forenteilnehmer 'Palermo' berichtete am 25.04. von einem Mahnbescheid und fragte nach einer Verteidigungsstrategie worauf seine Frage auf das Morpheus-Urteil abzielte.


    Ohne weiteren Kommentar gab es dann von mainz05bub einen Tipp mit Verlinkung zu einem Musterdokument der vertraglichen Regelung zwischen AI und Kind(ern).


    Auf die Hinweise von Shual und Berglöwe , dass es kein Tipp sei, sondern möglicherweise als Anstiftung zum Prozessbetrug gewertet werden kann, ging man daraufhin garnicht erst ein, sondern schrieb plötzlich von 'frühzeitig'.


    So, damit es auch mainz05bub versteht:
    Welchen 'Nutzen' soll einem Betroffenen, der im zweiten Quartal 2010 seine Abmahnung erhielt und die sich damit ganz sicher auf eine noch frühere Tathandlung bezog, ein Dokument bringen, welches erst seit November 2012 existiert?
    Da Verträge erst ab Unterschrift gelten, ist das kein Tipp, sondern ...
    ... womit sich der Teilnehmer mainz05bub auf der nach oben nicht offenen Verwarnungsskala emporgehangelt hat.


    PS. Geduld ist etwas, was hier nicht unbegrenzt zur Verfügung steht!

  • Was mich mal, irgendwie, interessieren würde ist, welche RI bei WF die meisten Klagen anstrebt. Wenn ich die 27 Seiten so durchklicken ist die Zeit zwischen Punkt 5 und dem Punkt 6 ([lexicon]MB[/lexicon]) bei einigen recht kurz. Und bei anderen dauert es, teilweise, bis kurz vor die [lexicon]Verjährung[/lexicon]. (Was wiederum als "sich Zeit kaufen" betitelt werden könnte)
    Entweder liegt das am bearbeiteten [lexicon]Anwalt[/lexicon] oder aber der/die RI legen da nicht so viel Wert drauf, die Abgemahnten, bis alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, zu verfolgen.


    Immerhin handelt WF ja nur auf Anweisung der Mandanten...

  • ... also abgehakt.Wenn meine Enkel mal übernachten und den PC benutzen dann soll ich mir sowas unterschreiben lassen? Wenn ich sowas tun würde wäre ich genau so kaputt wie die Abmahner und meine Enkel würde ich nie wieder sehn.Das mal zur Perversität unserer Gesellschaft.

    Bevor ich als [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] in Teufels Küche komme ,lasse ich mir das FRÜÜÜÜÜHZEITIG unterschreiben.Egal wie kaputt einer ist.

  • ... da gegenüber minderjährigen Internetnutzern bis zu einem Anlass (Abmahnung) allerdings eindeutige Belehrungen ausreichen, um die elterliche Prüf- und Sorgfaltspflicht zu erfüllen, wäre ein "Vertragsdokument" nicht nötig. Nach der ersten Abmahnung wohl schon eher, obwohl es dann die geforderten Überwachungen/Kontrollen auch nicht ersetzen kann.


    Betreten wir jedoch die philosophische Ebene, müssen wir erkennen das so ein Vertrag da durchaus der musikindustriellen Ohrfeigenmethode nahe kommt. Der [lexicon]BGH[/lexicon] spricht: "[Da]nach [§ 1626 Abs. 2 Satz 1 BGB] sollen die Eltern bei der Pflege und Erziehung die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbständigem verantwortungsbewusstem Handeln berücksichtigen." Dies ist eher kaum mit einem Knebelvertrag zu vereinbaren, bzw. sollten sich Eltern gewiss nicht mit irgendwelchen Erklärungen aus der erzieherischen Arbeit herausreden können. Der [lexicon]BGH[/lexicon] hat zwar den Satz 2 des des § 1626, Abs. 2 BGB nicht ausdrücklich zitiert. Er ist hier jedoch nmE relevant: "Sie besprechen mit dem Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an." Zudem läßt ein Vertragswerk ganz außer Acht, ob das Kind zu dem Zeitpunkt der Unterzeichnung überhaupt deliktsfähig war, sprich die nötige Grütze und Einsicht in das eigene Handeln in sich trug.


    Beachtlich ist hierbei auch im Weiteren: "Das Ausmaß der Gefahr, die Dritten dadurch droht, dass ein Kind urheberrechtsverletzende Tauschbörsen nutzt, ist wesentlich geringer als beispielsweise die Gefahr, der Dritte durch das Fehlverhalten eines Kindes im Straßenverkehr oder beim Umgang mit Feuer ausgesetzt sind." (Auf Seite 9352 im Aktenschrank 5, Buch 17 findet sich im Generalvertrag zur Belehrung zu allen bisher bekannten Vorkommnissen zwischen 4 und 18 Jahren das Filesharing, or what?)


    Genug!
    Hinfort!
    Belehren heißt nicht Vertrag machen!


    ---- zusammengefasst ----


    Wenn meine Enkel mal übernachten und den PC benutzen

    Hier sieht zumindest das LG Hamburg gar keine Belehrungspflichten, auch wenn ich das nur von regelmäßig zu Besuch kommenden Neffen kenne.

  • Also einen schriftlichen Vertrag mit 9 bis 11 Jahre alten kindern bzgl. Internetnutzung finde ich auch sehr absurd. Bis zum Erhalt der Abmahnung habe ich mir auch keine großen gedanken gemacht und wenn ich einen schriftlichen vertrag für notwendig erachtet hätte, dann wohl nur aus dem grund, dass ich meinen Kindern misstraue. Die Belehrung erfolgte mündlich und bezog sich auf Gefahren des Internets und mögliches verbotenes Handeln.


    Sinn und Zweck meiner Frage war ursprünglich gewesen, dass ich gehofft hatte, jemand könnte mir eine Wahrscheinlichkeit nennen, mit der ich durch die Umstände in meinem Fall, glücklich aus der Sache rauskomme. Da ich nur ungern vor Gericht ginge um zu verlieren. Der [lexicon]MB[/lexicon] hat nun auch bei mir etwas Panik ausgelöst, obwohl ich eigentlich täglich hier bzw. vormals in NW mitgelesen habe seit Q2/2010 und somit jeden Schritt der Waldörfer bereits im Vorfeld kannte und mich darauf einsetllen konnte. Aber ein eingeschriebener gelber Brief macht halt doch Eindruck. Bislang hatte ich gehofft mich in die [lexicon]Verjährung[/lexicon] retten zu können, aber nun, wieviele mit [lexicon]MB[/lexicon] haben denn je die [lexicon]Verjährung[/lexicon] erreicht?


    Gruß an das tolle Forum!

  • aber nun, wieviele mit [lexicon]MB[/lexicon] haben denn je die [lexicon]Verjährung[/lexicon] erreicht?

    Ich glaube darauf kann Dir keiner eine "richtige" Antwort geben, darüber streiten sich die Götter/User seit langen. Da gibt es eine große Dunkelziffer, behaupte ich mal vorsichtig ausgedrückt!

      Weigere Dich niemals, einen Fehler wieder gutzumachen.


    Mfg.
    der Graf

  • .

    Es ist doch eher absurd zu glauben, die Tathandlung könne von 9-11-jährigen begangen worden sein. Deinen Kindern geschieht da gar nichts.


    Ob in Deinem Fall nun Argumente zur Erschütterung der Tätervermutung des Anschlussinhabers existieren, oder nicht, sollte man dann fest stellen, wenn die Akte vorliegt. Also dann wenn es gilt.


    Du kannst Dich schon mal vorbereiten, in dem Du die zur angeblichen Tatzeit relevanten Ereignisse zusammenträgst. Dann wird man sehen.


    PS: Es bleibt dabei. Die Leute lassen sich gerne von der Dynamik der "Bettelbriefe", oder "Mahnbescheide" von der wichtigen Dynamik ablenken. Gerichtsverfahren haben ihe eigene Dynamik, eigene Zeitrechnung, ihr eigenens Leben. Der Streß dazwischen lohnt nicht.


    Ich erklärs gerne so: Ein Bekagter (von mr aus vor drei Jahren abgemahnt) hat am 24.04.2013 kein Fax zur Verfügung, um sicher zu stellen, dass die Erwiederung rechzeitig eingeht? Bemerken wir am 23.04.2013 um 18:00 Uhr? Egal... schickts eben eine Kanzlei fristgerecht raus. Die haben Fax...


    Es ist schwer den ganzen Terror der Jahre abzustreifen. Aber es interessiert im Gerichtsverfahren nur die Frist. Da wirs eben "ernst".


    Die meisten Vergleicher sind schon durch die "Jahre" abgenutzt. Sie verstehen ihre Situation nicht; sie hängen nur in der Schleife der Bettelbriefe + [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon]. Und wenns Ernst wird ... rennen sie mehr-oder-wengier kreischend davon.


    Ok by me, ich mach dann nur meinen Job. Musikkonzerne gegen Privtleute... schlechtes Feld. Da muss jeder selbst entscheiden, ob er den Ballast abwerfen kann.

  • Zitat von »Palermo«




    .
    Es ist doch eher absurd zu glauben, die Tathandlung könne von 9-11-jährigen begangen worden sein. Deinen Kindern geschieht da gar nichts.

    Naj wir hatten damals auch ein Pflegekind mit 11 Jahren, das war schon sehr aktiv im Internet unterwegs, auch auf Facebook vertreten, hatten wir auch nur halbe Stunde pro Tag gestattet, angeblicher Log ist auch recht kurz, also wahrscheinlich nicht bis zum Ende durchgeführt. Von daher kann ich mir schon vorstellen, dass mit 11 Jahren Filesharing begangen werden kann, das angeblich geladene Album würde auch zum typischen Geschmack passen. Kann ich mich bei Pflegekindern über das Jugendamt auch auf Nichtbelastung von Familienangehörigen berufen?


    Wieso meinst du, dass den Kindern nichts passieren könnte?

  • Wieso meinst du, dass den Kindern nichts passieren könnte?

    Ds glaubt Dir keiner, dass es en 11-jähriger gewesen sein soll. (Es sei denn, er bezuegt das.)


    EDIT BY PRINCESS
    In der Tat geht das mit dem 11-Jährigen an der Lebenswirklichkeit vorbei ... Rest ins OT verschoben

  • EDIT BY PRINCESS
    In der Tat geht das mit dem 11-Jährigen an der Lebenswirklichkeit vorbei ...

    .......meine Tochter war beim Log 11 1/2 und es geht wahrlich nicht an der Wirklichkeit vorbei ! Die Kids sind fit im Netz und was Torrents usw. sind wissen sie ganz genau.


    Unwirklich eher das ich mir 3 ??? runterlade............ :thumbdown:

  • Ich denke auch, dass die Kids heut zu Tage fiter sind als wir damals. Liegt vielleicht auch daran, dass sie damit aufwachsen und es das bei "uns" damals noch nicht gab :P (Jetzt komm ich mir alt vor :( )


    .......meine Tochter war beim Log 11 1/2 und es geht wahrlich nicht an der Wirklichkeit vorbei ! Die Kids sind fit im Netz und was Torrents usw. sind wissen sie ganz genau.


    Unwirklich eher das ich mir 3 ??? runterlade............ :thumbdown:

    Es soll auch Erwachsene geben, die sich das anhören :P Aber nichts desto trotz.
    Ich denke es geht auch darum, es dem Richter auch "verkaufen zu können" immerhin könntest Du es für deine Kids geladen haben.

  • Hallo,


    ich habe da eine Frage, ich hoffe, dass ich in diesem Foren-Bereich richtig liege. Zu den Fakten: Ich habe vor etwa zwei Jahren eine Abmahnung von Waldorf Frommer bekommen (Finde sie seit meinem Umzug nicht mehr). Nachdem ich micht im Internet schlau gemacht hatte, habe ich micht entschlossen, nicht zu zahlen und weitere Schritte der Gegenseite abzuwarten.


    Nun ist es so weit, dass ich nach dem Mahnverfahren (Einspruch eingelegt) nun wohl verklagt werden. Die Gerichtsverhandlung soll in München stattfinden.


    Ich habe auf keinen Fall Lust ein Gerichtsverfahren zu führen. Ich habe kein Geld für einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] über. (Zwei Kinder fressen mir die Haare vom Kopf)


    Was soll ich tun, haben andere Erfahrung?


    Gruß, Frederik