Abmahnung Waldorf Frommer

  • HiHo,


    ich bin auch ein W&F Anhänger geworden*g*
    Mein Fall:
    Ende 2011 wurde ich als Anschlußinhaber abgemahnt einen Film über Torrent verbreitet zu haben. Der Film war zum Zeitpunkt der angeblichen Verbreitung bereits 17 Monate auf DVD erhältlich. Das mit dem "gewerblichen Ausmaß der Urheberrechtsverletzung" war mir so im Gedächnis gilt nur 6 Monate nach DVD Release. Aber jetzt nach einer erneuten Internet Recherche finde ich diese Aussage nicht wieder, das entscheidet jedes Gericht anders?
    1. Die Anschuldigung " gewerblichen Ausmaß der Urheberrechtsverletzung" bezieht sich nur auf Herausgabe der IP Daten und hat im späteren Verfahren erstmal keine Bedeutung? Allerhöchstens das man den Schadensersatz ordentlich drücken könnte? Den nach 17 Monaten greift man kaum noch in die gewerbliche Verwertungsphase des Filmes ein.


    Ich habe den besagten Film nicht herunter geladen. Es war vermutlich einer der WG Bewohner. Bei der WG hat es außerdem eine mündliche Belehrung über das Filesharing gegeben, was die Bewohner schriftlich bestätigen können. Auf die Abmahnung wurde mit Abgabe einer [lexicon]modUE[/lexicon] reagiert. Danach kamen die üblichen Bettelbriefe die unbeantwortet abgeheftet wurden. Nun, 4 Monate vor [lexicon]Verjährung[/lexicon] kam der [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] vom [lexicon]Amtsgericht[/lexicon] aus Coburg, diesem werde ich widersprechen.
    2. Laut manchen Internet Quellen hemmt der [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] die [lexicon]Verjährung[/lexicon] um 6 Monate? Hier im Forum stehen aber auch andere Angaben (2 Monate) In eurem Fragenkatalog finde ich auch keine konkrete Antwort. Wenn ich dem [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] nächte Woche Widerspreche und die gesamte Sache Ende 2014 "normal" verjähren würde, wann verjährt die Sache dann wirklich?


    Da ich aus der WG ausziehen werde muß ich W&F meine neue Adresse mitteilen. (Steht hier im Forum). Ihr schreibt das man W&F freiwillig keine Informationen mitteilen sollte. Also bei Telefonnummer und persönlicher Lebensgeschichte sehe ich das ein: Damit man nicht telefonisch bequatscht wird und damit man nicht in einen Topf kommt wo W&F sich höhere Erfolgswahrscheinlichkeit ausrechnet. Aber ich könnte doch den WG Mietvertrag mitschicken und die Belehrungen zum Filesharing mitschicken. Damit die Wahrscheinlichkeit einer Klageerhebung reduziert wird, weil dann muß ich mir ja einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] suchen der Geld kostet. Auf der anderen Seite würde ich Nerven zeigen, W&F könnte glauben durch schriftlichen "Terror" doch etwas erreichen zu können.
    3. Was spricht dagegen bei W&F vorab entlastendes Material einzureichen? Ich möchte die Wahrscheinlichkeit eines Verfahrens reduzieren.



    Vielen Dank


    Martin

  • [quote='martin.salo','http://www.iggdaw.de/iggdawforum/index.php/Thread/1391-Abmahnung-Waldorf-Frommer/?postID=27394#post27394'] 2. Laut manchen Internet Quellen hemmt der [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] die [lexicon]Verjährung[/lexicon] um 6 Monate? Hier im Forum stehen aber auch andere Angaben (2 Monate)[/quote] Generell sind es 6 Monate bei jeder Verfahrenshandlung. Die 2 Monate sollte man zur Sicherheit noch hinzurechnen [quote='martin.salo','http://www.iggdaw.de/iggdawforum/index.php/Thread/1391-Abmahnung-Waldorf-Frommer/?postID=27394#post27394']Da ich aus der WG ausziehen werde muß ich W&F meine neue Adresse mitteilen. (Steht hier im Forum).[/quote] ?( [quote='martin.salo','http://www.iggdaw.de/iggdawforum/index.php/Thread/1391-Abmahnung-Waldorf-Frommer/?postID=27394#post27394']3. Was spricht dagegen bei W&F vorab entlastendes Material einzureichen? Ich möchte die Wahrscheinlichkeit eines Verfahrens reduzieren. [/quote] Ich würde mich hüten entlastendes schon im voraus bekannt zu geben. Warum? -> Ich arbeite dem Gegner doch nicht zu, nur damit der seine Klage (falls sie denn kommt) besser auf Dich zuschneiden kann ;)
  • Aber W&F wird doch vorher kalkulieren was die Chancen sind? Wenn es zu einem Verfahren kommt, dann muß ich mir einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] nehmen, dann legt der [lexicon]Anwalt[/lexicon] die entlastenden Materialien vor und dann einigt man sich auf irgeneinen Betrag. In diesem Fall zahle ich die eigenen Anwaltsgebühren und den Betrag an W&F. Wegen des Abmahnungs-Standardbriefes darf W&F mir ja gedeckelt diesen ~100 Euro Betrag abknöpfen. W&F bei Gericht nachweisen das die Deckelung in meinem Fall nicht gilt, was ihnen vermutlich aufgrund des geringen Schadens nicht gelingt. Also komplett heile komme ich aus dem Verfahren dann nicht raus. Was mich schützt ist das W&F einen großen Aufwand betreiben muß um die ~100 Euro einzutreiben und lieber von den Menschen mit schwachen Nerven einen ~1000 Euro Betrag (überzogene Vorderung aus Abmahnung) ohne Aufwand einsackt.


    Wenn ich jetzt schreibe das ich in einer WG lebe, den Film nicht herunter geladen habe und eine Belehrung damals durchgeführt habe, wie können die dann die Klage besser zuschneiden? Auf der anderen Seite wird doch W&F sehen gerichtlich bei mir nicht allzuviel drin ist?

  • Aber W&F wird doch vorher kalkulieren was die Chancen sind?

    In diesem Text ist so ziehmlich alles falsch, was falsch sein kann.


    1. Es ist nicht belegt, dass eine Abmahnkanzlei vor dem gerichtlichen Mahnverfahren/Verfahren auf Schriftstücke von Abgemahnten eingeht, schon gar nicht wenn da steht: "vermutlich einer von vielen WG-Mitbewohnern".
    2. Legt man entlastendes Material vor einigt man sich überhaupt nicht mehr - denn schließlich kommt es zuerst darauf an, ob man den "vermuteten" Täter tatsächlich als Zeuge nennen kann. Kann man den Täter bennen und besteht dieser die Zeugenvernahme - gewinnt man bei obigem Gesamtsachverhalt insgesamt und hat nichts zu erstatten.
    3. Eine "Deckelung" findet auch heute noch nur an "ausgesuchten Gerichtsständen" statt - an sehr wenigen. Mit dem Sachverhalt selbst hat die "Deckelung" nichts zu tun.
    4. "Klagebegründungszuschnitt"??? Sehr witzig - man wird da sicher nicht vom üblichen Textbausteinmonster abweichen. Weshalb auch? Erstmal bleibt es bei der "tatsächlichen Vermutung", der [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] selbst habe die Verantwortung für den Vorfall zu tragen. Und ob nun Leute wie zB Sony es interessiert, ob bei dem einen von Tausend "weniger" zu holen ist?


    Ohne Täter und dessen aktive und freundschaftliche Mithilfe - er muss ja auch was tun, sonst bekommt er unnötiger Weise die nächste Abmahnung - geht da weder heute noch später etwas....

  • Hallo,


    Auch in zähle nun zum ehrwürdigen Kreis der "Abgemahnten".
    Zunächst habe ich folgendes Problem. Ich war einige Tage nicht zuhause, jetzt habe ich nurnoch wenige Tage Zeit um meine Frist einzuhalten.
    Ich verpasse mir sozusagen grade einen Crash Kurs in der Materie.


    Meine Fragen vorweg:


    1. Ist es nicht gefährlich wenn ich die [lexicon]mod.UE[/lexicon] selbst anpasse, weil Abmahnung unterschiedlich sein können? Bin ich auf der sicheren Seite wenn ich die hier im Forum angepriesene [lexicon]mod.UE[/lexicon] selbst anfertige?


    2. Thema [lexicon]Anwalt[/lexicon]: Lohnt es sich nahmenhafte Anwaltskanzleien wie WBS u.ä. zu beauftragen? Kostenpunkt 500-600€


    3. Stattdessen einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] aus meiner Stadt zu beauftragen der auf Urheberrecht spezialisiert ist... 2 Mann Kanzlei, würde mich für 225€ beraten und nicht vertreten.


    4. Lohnt sich ein sofortiger Vergleich? Mit oder Ohne [lexicon]Anwalt[/lexicon]... sagen wir mal man würde statt 815€ nur 400€ anbieten?


    Danke für eure Hilfe.

  • ...Meine Fragen vorweg:....


    1. Schau dir die [lexicon]modUE[/lexicon] samt Erläuterungen hier an....das ist eine "Standard"-Vorlage mit der ein Unterlassungsanspruch erfüllt wird und damit die Gefahr einer EV gebannt. (man kann das noch bezüglich der öffentlichen Zugänglichmachung auf "Tauschbörsen" beschränken und bezüglich der Ermöglichung auf ein nicht ausreichend gesichertes WLAN....wichtiger ist aber die Formulierung "ohne Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung und ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage, gleichwohl rechtsverbindlich.....")
    2. [lexicon]Anwalt[/lexicon] lohnt mE frühestens bei Klageeingang.
    3. Beratung gibt es im Netz (hier) genug....
    4. Meiner Meinung nach NEIN!


    Die mod UE kannst du vorab per Fax abschicken, danach hast du ausreichend Zeit (und diese spielt aktuell eher "zugunsten" der abgemahnten Verbraucher) dich intensiver mit dem Thema zu befassen.

  • So


    Abgemahnt 3Q 2010
    [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] 2Q 2013
    Verjährt ca. seit Juli 2014


    Da mein LG sehr lahm ist habe ich noch gewartet, denke ab so langsam kann ich den Sekt aufmachen.


    Also an ALLE, durchhalten bis zum Ende, es lohnt.


    Danke an das Netzwelt Forum und an hier das Forum, dadurch hat es mir nur das Einschreiben mit Rückschein gekostet (von den Nerven damals abgesehen)

  • Guten Tag,


    auch ich bin nun in der Familie der Abgemahnten, leider.
    Eine Abmahnung habe ich erhalten im Mai 2011 für das anbieten über Filesharing des Werkes "Säulen der Erde" das lief zu dem Zeitpunkt im TV!
    Darau, habe ich Post von WF erhalten mit den üblichen Minifristen. Da ich niemals über Filesharing downloade habe ich eine Entsprechende [lexicon]modUE[/lexicon] ausgefüllt und wie empfohlen vorab per Fax und im Nachgang per Einschreiben mit Rückschein.. Dann war lange Ruhe. Anfang diesen Jahres kamen plötzlich weitere Droh und Bettelbriefe.. mit "Klageverfahren - Einleitung abgeschlossen" und ähnliches.. Natürlich nicht reagiert. Alles fein abgeheftet und gewartet. Nun kam Samstag ein Brief vom [lexicon]AG[/lexicon] Coburg. Da habe ich meinen [lexicon]Anwalt[/lexicon] konsultiert und der hat den Widerspruch eingeleitet. Das Blöde an der sache ist.. Meine fein säuberlich abgehefteten Unterlagen zu dem Fall sind einem Diebstahl zum Opfer gefallen. Mir wurde beim Beladen meines PKW`s in einem unbeachtetem Moment eine Aktentasche mit dem gesamten Schriftverkehr :-( aus dem Auto gestohlen. Bemerkt habe ich das leider erst viel zu spät. Da es sich nur um den Aktenordner und einem Weiteren Hefter mit belanglosen Papieren handelte war es nicht weiter tragisch. Leider.. fehlen mir diese Unterlagen von WF .. Meint Ihr das ich das noch mal brauche? Sie müssen ja in der Klagebegründung eh alles vorlegen. und es wurde nie die geforderte UE angemahnt in den nun fehlenden Briefen von WF. Mein [lexicon]Anwalt[/lexicon] meinte das die Forderung nun viel zu hoch sein (2200€) .. Hoffe ich komm da raus.. Es ist ein graus mit dieser Pest von Abmahnspacken.
    Natürlich gilt es die Rechte von Urhebern zu verteidigen, aber schlimm das es so einfach ist einem Menschen Schaden zuzufügen der nie etwas in diese Richtung gemacht hat. Ich wüsste nicht mal wie man etwas in einer Tauschbörse runter läd :-/

  • meinen [lexicon]Anwalt[/lexicon] konsultiert

    Der [lexicon]Anwalt[/lexicon] könnte sich die Unterlagen wiederbeschaffen.


    Ob das sein muss, sei dahin gestellt, da wie Du richtig sagst die wesentlichen Dinge in/mit der Klagebegründung vorgelegt werden. Ob man hier Daten abgleichen sollte (Fehler) ist auch fraglich, da Walldorf eigentlich solide arbeitet.

  • [quote='Badbambi','http://www.iggdaw.de/iggdawforum/index.php/Thread/1391-Abmahnung-Waldorf-Frommer/?postID=27511#post27511']Leider.. fehlen mir diese Unterlagen von WF[/quote] Dein [lexicon]Anwalt[/lexicon] sollte eigentlich den kompletten Schriftverkehr mit WF kopiert und in einer Akte geheftet haben. Einfach mal anrufen und fragen! Gruß thats it
  • So, melde mich auch mal wieder!
    Erstmal vielen Dank für die liebe Unterstützung hier!
    Habe nun eine neue Frage.
    Werde mich nun von Selbst mit einer [lexicon]modUE[/lexicon] an WF wenden und somit den AI entlasten.
    Wie kann ich am besten ein Schreiben aufsetzen in welchem ich den Betrag, welcher zu Zahlen wäre, nachzuverhandeln?
    Man könnte sagen ich bin Geringverdiener und kann daher nur eine kleinere Summe monatlich zahlen.

  • Hallo


    Ich gehöre auch zu den WF abgemahnten. Vor dem Lesen des Threads meinte mein [lexicon]AW[/lexicon] das ich eine mod UE abgeben soll und dann verhandeln. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher nach dem lesen. Was meint ihr abwarten oder verhandeln?

  • Mod. Ue ist klar aber ein Verhandeln ist ja dann wohl so zu sehen, dass du willens bist zu bezahlen, egal wie hoch der Betrag auch immer ausfällt!?


    Diese Entscheidung kann dir aber weder ein [lexicon]Anwalt[/lexicon] noch eine Forenmeinung abnehmen. Sie hängt sehr von deiner individuellen Fallkonstellation ab, für die Möglichkeit, dass es bei Nichtzahlung zu einer Klage kommen könnte. Existieren Argumente, mit der der AI die unterstellte Tathandlung entkräften kann - warum dann zahlen (egal, wie viel)?

  • Ich wohne in einer WG und habe alle Bewohner mündlich darüber aufgeklärt das jede Art des Filesharings zu unterlassen sei. Ich selber habe mich erst nach Eintreffen des Schreibens selber mit dem Thema "BitTorrent" befasst. Jeder WG Bewohner streitet das "Sharen" auch ab.

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