Abmahnung Waldorf Frommer

  • Dann habe ich mal eine Frage... Ich bin ein Fall von 2011... Was ist das worst case scenario? Wenn es vor Gericht geht und man verliert... Wird man beispielsweise zu gegebenenfalls 1000 Euro verurteilt plus welche Kosten kommen dann maximal auf einen zu? Ich bin aktuell hinter dem Mahnbescheid und bin bereit es zu ertragen! Danke und Gruß

    Warum gehst du davon aus, dass es gerade DICH trifft? Waldi rollt wieder viele Altfälle auf, wahrscheinlich nur in der Hoffnung, dass Leute wie du einfach einknicken und zahlen. Und damit mit wenig Mühe (läppische Briefe) viel Geld "generieren" kann.


    Wenn du zahlst, hälst du (mit vielen anderen!) nur dessen Geschäftsmodell am Laufen.

    Ertragen... Den Phychoterror... Habe mittlerweile 10 Briefe erhalten...

    Wenn du meinst, das als Psychoterror betiteln zu müssen :/ Waldi will nur Geld, sonst nix.


    Ich selbst habe ohne MB 6 Briefe (aus einem Fall) erhalten. Knicke aber dennoch nicht ein. Also mit MB sogar 7 Briefe.

    grob das gleiche

    es gibt aber auch "Prozesskostenrechner" im Netz.

    Sollte es vor Gericht gehen und eine Verhandlung stattfinden, denke ich nicht, dass es grob das Gleiche sein wird. Kommen ja noch Fahrtkosten etc. obendrauf. :/

  • Nein insgesamt habe ich 10 Briefe ink MB bekommen. NEIN ich Knicke nicht ein und werde nicht zahlen. Wollte nur wissen wieviel Geld ich zurück legen muss falls der Fall der Fälle Eintritt.

    Zu dem Download Zeitraum in 2010 war ich nicht anwesend und ich habe Zeugen... Nur weiß man nicht wie Richter es sehen und ob die Zeugen noch ermittelbar sind.

    Ich befinde mich halt in der Vorbereitung falls es vor Gericht geht.

    In den letzten 12 Monaten habe ich 3 Briefe ink MB bekommen...

  • Nein insgesamt habe ich 10 Briefe ink MB bekommen. NEIN ich Knicke nicht ein und werde nicht zahlen. Wollte nur wissen wieviel Geld ich zurück legen muss falls der Fall der Fälle Eintritt.

    Zu dem Download Zeitraum in 2010 war ich nicht anwesend und ich habe Zeugen... Nur weiß man nicht wie Richter es sehen und ob die Zeugen noch ermittelbar sind.

    Ich befinde mich halt in der Vorbereitung falls es vor Gericht geht.

    In den letzten 12 Monaten habe ich 3 Briefe ink MB bekommen...


    Danke für die Klarstellung :thumbup::) Hatte dich dann wohl missverstanden :|


  • Mich hat's heut auch getroffen. Sind gerade vom Wochenendausflug zurückgekommen. Da liegt der gelbe Briefumschlag im Briefkasten.


    Meine Vorgeschichte (Zusammenfassung):


    • Ende 2010 wegen 2 Musikalben abgemahnt worden: 700€ Schadensersatz + 700€ Anwaltskosten
    • modUE hingeschickt. Bis Anfang 2013 zahlreiche Korrespondenz von WF erhalten. Nie darauf geantwortet.
    • Ende 2013 verjährt.
    • Anfang 2019: Neues Drohschreiben von WF mit Bezug auf das BGH-Urteil. Geforderte Schadenssumme diesmal: 1400 €
    • Dieses Wochenende: Mahnbescheid über 2000€ + Verfahrenskosten + Zinsen


    Dazu steht auf dem MB weiter unten:

    Zitat

    Der Antragsteller hat angegeben, ein streitiges Verfahren sei durchzuführen vor dem Amtsgericht *Stadt in der Nähe*

    An dieses Gericht, dem eine Prüfung seiner Zuständigkeit vorbehalten bleibt, wird die Sache im Falle eines Widerspruchs abgegeben.


    Antragssteller ist Sony Music, Prozessbevollmächtigter WF. Die Hauptforderung ist "Schadenersatz aus dem Unfall/Vorfall gem. Schadenersatz wg. UrhR-Verletzung gemäß Schreiben vom xx.xx.2010"


    Meine Gefühlslage: 🤮.


    Und auch der Rest ist identisch zum Fall von Zorro12. Der einzige Unterschied: Ich hab noch die gesamte Korrespondenz von WF seit der Abmahnung 2010.


    Fragen:

    • Widerspruch gegen den gesamten Anspruch oder nur gegen einen Teil? Logisch erscheint mir der Widerspruch gegen den gesamten Anspruch.
    • Kann WF einfach so verschiedene Beträge in jeder Mahnung fordern, oder könnten diese unterschiedlichen Betragsforderungen schon ein Vorteil für mich sein?
    • Die Hauptforderung "Schadenersatz aus Vorfall gem. Schadenersatz" klingt komisch. Verlangen die jetzt Schadenersatz für ihren Schadenersatz?
    • Wann sollte ich die Notbremse ziehen und zum Anwalt rennen? Jetzt muss ich sowieso erst mal Widerspruch einlegen um die Zweiwochenfrist nicht zu überschreiten. Lieber dann gleich einen Anwalt suchen oder warten, bis der Vollstreckungsbescheid oder die Klagezustellung kommt?
    • Wie ist die Sache mit dem Täter? Anschlussinhaber ist meine Frau. Die weiß nicht mal, was Bittorrent überhaupt ist. Allerdings ist es sehr naheliegend, dass ich wohl der "Täter" gewesen sein muss. WF adressiert den MB allerdings gegen meine Frau. Wie können wir diesen Umstand nutzen?


    Gerade noch gefunden:

    Übrigens.. "Abgabe ans Streitgericht"bedeutet immer noch nicht das Waldi dich verklagt. Es bedeutet nur das das Gericht, welches dir den MB zugesendet hat, nicht mehr zuständig ist. Deren Job ist getan: Waldi hat einen MB veranlasst. Du dem widersprochen.


    Das ist ein Automatismus. mehr nicht.


    Ok, das ist schon mal ein winzig kleiner Lichtblick.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Wickie1 ()

  • Klar, Widerspruch Gesamt (ist, glaube ich, Punkt 2) - Datum - Unterschrift - Kopie für die eig. Unterlagen machen - und zurück ans Mahngericht


    Nein, es kommt kein Vollstreckungsbescheid, wenn der Mahnbescheid fristgerecht widersprochen wird


    Anwalt?

    Es hat sich als sinnvoll und kostengünstig erwiesen, einen RA erst dann zu beauftragen, wenn man sich gegen eine Klage verteidigen möchte. Da aber ein Mahnbescheid keine Klage ist, ist es derzeit auch nicht erforderlich. Es schadet allerdings auch nicht, wenn man sich in seiner Stadt mal umhört, was es an RAten so gibt. Allerdings nur, falls man beabsichtigt, sich gegen eine mögliche Klage verteidigen zu wollen


    Klar, Abmahnung sowie jeder weiterer Schriftverkehr geht an den Anschlussinhaber, also an den, auf dessen Namen der Internetanschluss läuft


    Zum Schluss der Blick in die Glaskugel (kann passieren, muss es aber nicht)

    Das Mahngericht schickt dir nach Erhalt des Widerspruchs eine sogen. Abgabemitteilung. Heißt, Widerspruch ist beim Mahngericht eingegangen und das Verfahren wird an das für deinen Wohnort zuständige Amtsgericht abgegeben.

    Nun ist der Abmahner wieder am Zug. Klageschrift einreichen, Prozesskostenvorschuß leisten und es geht in die nächste Runde ... oder eben auch nicht. Deshalb ja auch Glaskugel

  • Alles richtig erklärt Claudia.

    Aber wir haben nicht das Jahr 2010 wo wir in der Netzwelt noch geträumt haben.Heute sieht es ein bisschen anders aus. WF haben mit Sicherheit bestimmt noch 10000 Fälle liegen oder mehr. Und die werden es gnadenlos durchziehen. Und wenn die Ersten positiven Urteile für WF vorliegen wird sich der Rest der Abgemahnten vergleichen. Und dann werden für WF wieder die Millionen fliessen.Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.


    Wolff

  • Guten Tag,


    wir haben in 2012 eine Abmahnung erhalten und eine Mod UE abgegeben. Schreiben haben wir danach keine erhalten. Nach einigen Jahren sind wir umgezogen und heute war dann ein Brief in der Post "Zahlungsaufforderung vor Klageerhebung".

    Einmaliges Angebot einer aussergerichtlichen Klärung für 500€ (deutlich günstiger als damals im Schreiben).

    Erwähnung des Urteils aus 2016, dass die Verjährung erst nach 10 Jahren eintritt ist auch angegeben.

    Zudem werden wir darum gebeten unsere ladungsfähige Anschrift zu bestätigen, wenn wir eine gerichtliche Auseinandersetzung anstreben.

    Bettelschreiben abheften und nicht reagieren? Da ich keine gerichtliche Auseinandersetzung möchte werde ich auch nicht die Anschrift bestätigen oder?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von dbuergi ()

  • Mein persönlicher Rat : Abheften und sonst nicht reagieren. Da der Brief trotz eurem Umzug zu euch gefunden hat, ist eure neue Anschrift schon bekannt. Das steht wahrscheinlich bei euch im Brief, da dies Standartschreiben sind, die sie jedem senden. Die Schreiben werden nicht für jeden Fall extra geschrieben. So viel Arbeit machen die sich nicht.

  • Ich lese schon länger mit, hatte anfangs der Abmahnung durch WF widersprochen und im Sinne der sek. Darlegungslast geantwortet (bin in IT / Internet tätig). Dies wurde durch WF beharrlich ignoriert. Nun ignoriere ich schon länger die WF-Schreiben.


    Hier auf der Seite werden immer die WF-Siegesmeldungen ("Richter war überfordert, Beklagter nicht vorbereitet - WF erfolgreich"). Mein Tipp ist es sich die für den Abgemahnten erfolgreichen Fälle anzuschauen (einige Anwälte werben damit auf ihren Seiten, z.B. hier). Daraus habe ich für den Fall der Fälle eine Verteidigungsstrategie entwickelt und in der Schublade, die ich einem Anwalt direkt vorlegen könnte.


    Die Strategie brauche ich dann bei Stufe 9. Bis dahin können die Schreiben ignoriert werden, WF macht das auch.

  • Hallo in die Runde,


    auch ich bin einer der WF-Altfälle, der nach 5 jähriger Funkstille jetzt wieder von der Kanzlei ausgegraben wurde. Hatte eigentlich mit dem Thema abgeschlossen, aber bin jetzt doch wieder hier gelandet und lese interessiert mit.


    Der vorherige Beitrag mit dem link zu einigen verlorenen Fällen von Abmahnern stimmt mich aber dann doch zuversichtlich. Die Gerichte scheinen häufig Klagen abzuweisen, wenn dritte Personen im Haushalt des Anschlussinhabers Zugriff auf den Anschluss hatten und somit die Täterschaft nicht eindeutig geklärt ist. Das wäre in meinem Fall die Ehefrau.


    Kann ich davon ausgehen, dass hier immer so entschieden wird, oder ist es trotzdem Glückssache, wie das Gericht gerade aufgelegt ist?

  • ... auf beides (Gericht und eine Seefahrt) kann man sich vorbereiten. Für das Gericht z.B.:

    • von sich aus ausführlich über den Anschluss und die Nutzer berichten (sekundare Darlegungslast mehr als erfüllt)
    • weitere Mitbewohner haben oder gehabt haben, die alle belehrt wurden
    • andere Sehgewohnheiten: das Werk passt nicht in das Verhaltensmuster
    • nicht zuhause gewesen sein (kein Täter) und als AI zumindest alles abgesichert haben
    • einen gestörten Anschluss mit häufigen IP-Neuzuweisungen gehabt haben
    • wissen, ob nur einmal oder mehrmals ermittelt wurde
    • ....
  • zu 1 u 2

    in Sachen sekundäre Darlegung gehen die Auffassungen der Gerichte, was muss, was nicht, so weit auseinanderwie ein Flusspferd sein Maul aufreißen kann....von daher ....


    3. wer sagt dass das Werk für den "Eigenkonsum" gedacht war und nicht eine Gefälligkeit für die nette Nachbarin?

    "Verhaltensmuster" ....^^^^:D


    4. auch Richter wissen um die Möglichkeit von "Aufgabenplaner" zudem muss man bei einem DL nicht anwesend sein.


    5. dann auch rechtzeitig um eine schriftliche Bestätigung des I-net-Providers bemühen :rolleyes:


    6. woher? Auch der RI hat Asse im Ärmel.

    fünf mal im Abstand von 8 Tagen und immer abwesend..

  • meine Punkte bezogen sich auf die Auswertung durch Anschlussinhaber gewonnene Fälle:

    • z.B. Film passt nicht in glaubhaft vorgetragenes Sehverhalten => AI hat gewonnen
    • viele durch WF gewonnene Fälle sind "AI hat nicht ausführlich berichtet", allerdings haben WF und Co häufig bei entsprechendem Bericht durch AI verloren (so meine Auswertung)

    Ich denke, wenn jemand selbst zigmal über Tage oder Wochen hinweg im p2p mit Uploads aktiv war und dies dokumentiert wurde, dann sind die Chancen eher gering.

  • Aussitzen aussitzen aussitzen hab ich mir jetzt vorgenommen..... ! Zu meinem Fall nochmals: juni 2018 brieffreundschaft mit waldi angefangen , mod UE abgegeben. Ein zwei bettler mit ratenzahlung .. keine reaktion .. vor 10 jahren sehen die nix ... von mir... oder vielleicht schaffen sie waldi und co bis 2028 ja ab..hahahha... lege mir sitzfleisch an !!!!!!!!!! Vorausgesetzt ich bekomme den dicken gelben dann grübel grübel :/=O8)<X

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Schortes ()

  • Frage ist doch auch, wie reagiert man auf so ein Schreiben wenn die Verjährung bereits eingetreten ist?


    Reagiert ihr etwas auf diesen "Bettelbrief"? Weil auf Unterlassungserklärungen kann ja verzichtet werden.


    Einfach abheften?

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