Abmahnung Waldorf Frommer

  • Hallo,


    Ratenzahlungsvereinbarung unterzeichnet und die erste Rate überwiesen. In der Vereinbarung hieß es:


    "Zur Absicherung der Ansprüche unserer Mandantschaft ist es zwingend erforderlich, den Erlass eines rechtskräftigen vollstreckbaren Titels herbeizuführen. Auf die Einlegung eines

    Rechtsmittels wird bereits jetzt verzichtet. Ein gegebenenfalls bereits eingelegtes Rechtsmittelwird umgehend zurückgenommen. Bei vollständiger und fristgerechter Erfüllung der Zahlungsverpflichtung werden keine Zwangsvollstreckungsmaßnahmen eingeleitet."


    nun also der vollstreckungsbescheid.


    seh ich das richtig dass damit noch keine Vollstreckung ausgelöst wird, sofern die raten weiterhin fristgerecht überwiesen werden?

    Muss ich also auf den bescheid reagieren?

    und was mache ich mit dem VB, wenn ich mich dazu entschließe die Summe in den kommenden tagen dann doch in einem abzubezahlen? in dem fall die runtergehandelte und in der vereinbarung festgehaltene summe, und nicht die im mb/vb aufgelistete ursprüngliche forderung?


    ich bin einfach dadurch verunsichert, dass wenn ich die ausgehandelte summe aus dem vergleich zurückzahle und dann nicht mehr auf den vb reagiere, mir die differenz aus vergleich und ursprungsforderung zu lasten gelegt wird. ich will ehrlich gesagt die sache einfach nur noch vomt isch


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  • Ich habe heute einen gelben Brief bekommen mit Mahnbescheid Waldorf meint es wirklich ernst,werde mir nun doch einen Anwalt nehmen müssen...es kotzt mich an... hoffe das endet gut für mich und nicht mit den ca.1140€ Strafe zahlen,der Ursprungsfall ist von 2011 und ich dachte der wäre Ende 2014 verjährt gewesen,hab auch keine Briefe oder Unterlagen mehr von den den letzten Jahren bis 2014 aufgehoben...hat jemand hier da schon Erfahrungen,werde erstmal Widerspruch gegen alles einlegen auf jeden Fall

  • Hallo Leute, ich bin hier der neue und erzähle mal kurz was ich bisher so erlebt habe.


    Momentan liegt ein aktueller Fall aus dem Jahre 2011 vor. Da ich etwa in den letzten 8 Jahren von ca. 10 Abmahnanwälten angeschrieben würde kann ich euch nicht sagen, welcher Fall zu wem gehört. Natürlich hab ich alle Unterlagen.


    Bis dato würde mir mit dem Brief von gestern, insgesamt 4 vom Amtsgericht zugestellt, wobei 1 Klage für mich negativ ausging (musste etwa 1200€ zahlen)


    Wie schon erwähnt kam gestern ein Brief vom Amtsgericht. Gefördert wären vorher 956€, jetziger Streitwert gesamt knapp 1400€.


    Widerspruch mach ich morgen noch fertig, mal sehen ob die sich wieder melden.

  • was noch zu erwähnen wäre, zu Beginn Mut dem ganzen Kram musste ich zum Anwalt, der sagte mir, wenn noch was kommt fülls selbst aus, Vorlagen sind ja jetzt da und ich sollte mich nur bei Klage melden. Is zwar kein Spezialist, jedoch ist der voll korrekt.

  • wobei 1 Klage für mich negativ ausging (musste etwa 1200€ zahlen)

    und die anderen 3?

    von ca. 10 Abmahnanwälten angeschrieben

    gestern ein Brief vom Amtsgericht. Gefördert wären vorher 956€, jetziger Streitwert gesamt knapp 1400€.

    sieht nach Walldorf aus.

    war das im negativen/verlorene Fall auch Walldorf?


    Wenn ja, hast Du schlechte Karten.

    Da hilft Dir dann Dein "voll korrekter" Anwalt auch nicht mehr weiter.

  • von den anderen 3 hab ich nix mehr gehört, das ist auch abgeschlossen. Mit dem Anwalt wollte ich nur sagen, das der nicht so einfach einem die Kohle aus der Tasche zieht.
    Welche Kanzlei das war muss ich mal schauen, ich glaube aber das war ne andere


  • Moin.

    Ich möchte mal meinen Fall zusammen fassen, da ich kurz vor Abschluss bin. Teilweise hilft es evtl. jemanden, aber ich habe am Ende auch ein problem bzw. eine Frage:

    - 2010 Abmahnung erhalten, modUE raus, dann nix mehr gemacht

    - Jahrelang Briefe erhalten, alle ignoriert.

    - Jahrelang Pause, dann Ende 2018 wieder ein Brief. Ignoriert.

    - Nun vom Gericht ein Mahnbescheid bekommen. Deswegen erstmal mit verschiedenen Anwälten kurz geschlossen.

    Option 1: Mahbescheid widersprechen, zahlen

    Option 2: Mahbescheid widersprechen, nichts machen wie vorher, dann evtl. Gerichtsverfahren

    Option 3: Mahbescheid widersprechen, Anwalt einschalten, Vergleich zahlen

    Option 4: Mahbescheid widersprechen, selbst anrufen, Vergleich ausmachen und zahlen


    Ich habe dann direkt erstmal den Widerspruch selbst per Einschreiben raus gesendet, auch wenn das die Kanzleien auch gemacht hätten.

    Und dann die Entscheidungsfindung:

    Option 1: raus gefallen

    Option 2: wird mir persönlich zu heiß

    Option 3: Die meisten Anwälte wollten 350-470€. Um wie viel % raus zu holen? Wussten sie nicht mal!! Bitte was??!! SELBST wenn die 50% Ermäßigung raus holen (WENN), bringt es nix.

    EINE Kanzlei wollte 100 € und sagte 20% Ermäßigung ist drin, also bei mir wären das 800€+128€ Gerichtskosten (inkl. Verhandlung Ratenzahlung). Hmmmm…


    Übrigens: Ein Vergleich ist KEIN Schuldeingeständnis (soweit mir bekannt und hier im Forum schon erörtert).


    Ich habe einfach mal Option 4 gewählt, weil ich dachte mir: die 20% kann ich auch selbst aushandeln, vielleicht mehr. (und weiter aussitzen will ich nicht mehr, sorry)

    Dann angerufen: Ich wurde zu einer „netten“ Dame durchgestellt. Ich sagte: mein Anwalt sagte, er kann einen Vergleich erzielen, ich möchte es selber machen. Sie gab mir sofort die 20%. 10 Minuten lang versuchte ich weiteres raus zu handeln, mehr sagte sie darf sie nicht. Irgendwann habe ich aufgegeben, konnte aber eine Ratenzahlung ausmachen, ohne dass sie einen Einkommensbescheid oder einen schriftlichen Vergleichsantrag wollten. Ratenzahlung: 50€/M für die 928€.



    Soweit so gut, Zusammenfassung eigentlich Ende.

    Aber dann, kurz vor Ende, hat sie noch folgendes gesagt: Ich muss den Widerspruch zurück ziehen.

    Ich: Nein

    Sie: dann kein Vergleich

    Ich: Ok ich frage meinen Anwalt

    Sie: soll ich den Vergleich erstmal stoppen

    Ich: nein, schicken sie den gerne raus

    Sie irgendwann zwischendurch: Ist Bestandteil unseres Vergleichs, Punkt Nummer 5.


    Gestern im Briefkasten: der Vergleich:

    „…zur gütlichen Beilegung…wird vereinbart:

    1. …Vergleichsbetrag 800€ sowie im Mahnbesch. Ausgewiesene Kosten des Verfahrens von 128€ wird durch fristgerechte Rücksendung der beigefügten Erklärung bestätigt.

    2. Monatliche Raten 50€….

    3. Zahlungsbedingungen

    4. Mit vollständiger und fristgerechter Zahlung sind sämtliche Ansprüche …erledigt.

    5. Zur Absicherung der Ansprüche unserer Mandantschaft ist es zwingend erforderlich, den Erlass eines rechtskräftigen vollstreckbaren Titels herbeizuführen. Auf die Einlegung eines Rechtsmittels wird bereits jetzt verzichtet. Ein gegebenenfalls eingelegtes Rechtsmittel wird umgehend zurückgenommen. Bei vollst. und fristgerechter Erfüllung der Zahlungsverpflichtung werden keine Zwangsvollstreckungsmaßnahmen eingeleitet.

    Die Vereinbarung kommen erst durch Unterzeichnung…zustande.“


    Beigefügte Erklärung: Zahlungsverpflichtung…betrag 800+128€ zu je 50€….Zahlungsverzug dann…Unterschrift.


    So, jetzt mein Problem/meine Frage: Wie ist Punkt 5 zu verstehen bzw. was haltet ihr im zweiten Moment vom zurückziehen des Widerspruchs des Mahnbescheids? (im ersten Moment ist es sowieso klar ein NEIIIIIN).


    Danke schon mal, auch wenn nix rum kommen sollte …

    Gruß

  • Hallo zusammen,


    ich gehöre auch zu den Fällen, bei denen nach knapp 10Jahren jetzt der MB im Briefkasten lag.


    Historie:

    Abmahung für einen Film 2010 -> modUE verschickt (Dank dieses Forums)

    Abmahung für ein Hörbuch 2010 -> modUE verschickt


    Drohbriefe in den 2 Jahren danach, dann Ruhe.


    In 2019 jetzt ein Vergleichsangebot für einen der Fälle. Hätte ich es rechtzeitig bekommen, hätte ich es wohl angenommen um endlich einen Strich unter die Sache zu machen. Durch 2 Umzüge seither ist beim Posteingang aber schon die Antwortfrist abgelaufen gewesen.


    Jetzt MB und die Schadensersatzforderung ist wieder gestiegen. Widerspruch angekreuzt. So ganz ohne Bauchschmerzen fühlt es sich aber nicht an.


    Möglichkeit 1: Walldorf kontaktieren?

    Möglichkeit 2: Eine dieser "Abmahnhilfen" kontaktieren und Sie als 3. Person verhandeln lassen?


    Ich würde das Buch einfach gerne zuklappen, bin damals etwas naiv mit meinem Internetanschluss umgegangen...Tipps highly welcome.

  • Muss man

    was möchtest du....

    einen Vergleich anstreben oder im Streit nachgeben.

    das liest sich jetzt ganz doof, ist aber so.

    wenn Du einen Vergleich anstrebst, musst Du auch nachgeben können, indem Du den Einspruch gegen die Drohung (Mahnbescheid) zurück nimmst.

    Machst Du das nicht, fühlt sich der Gegner immer noch nicht ernst genommen und hat somit keine Handhabe (keinen Titel) gegen Dich.

    Also....

  • Hat WF überhaupt eine active legemitation für diese Altfälle ? Ps. watt_ihr_volt hat schon im Netwelt Forum sein Unwesen getrieben und das war 2010.


    Denska

    Danke erstmal für die Antwort.

    Nein es geht mir allgemein erstmal darum, ob mann das tatsächlich so handhabt (blöd gefragt) oder ob ein Rückzug ein Schuldeingestädnis ist, denn das ist ein Vergleich ja nicht.

    Daher die ernste, vielleicht leienhafte Frage: Ist ein Vergleich nur mit Rückname des Widerspruchs möglich oder sollte der Vergleich auch mit Widerspruch möglich sein?

    Bzw. einfach gesagt: ist da ein Haken, wenn ich den Widerspruch zurück nehme?

  • Die wollen ja das du zahlst und den Widerspruch zurück nimmst. Da is auch kein haken dran wenn du zurück ziehst, die haben dann immer noch den weg zur Klage wenn du die abgemacht Summe nicht zahlst. Irgendwas brauchen die in der Hand, falls du nicht zahlungsfähig bist

  • Meines Erachtens ist die ganze Sache längst verjährt.

    1. Abmahnung muss innerhalb 3 voller Kalenderjahre seit Kenntnis des Anspruchsstellers (§§195 BGB) durchgeführt werden sonst Verjährung. Da er das Ganze in 2010 angezeigt hat also mit dem 1.1.2014.

    Der Text dazu:

    „mit dem Schluss des Jahres, in dem 1. der Anspruch entstanden ist und 2. der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste“.


    2. Der Mahnbescheid kann INNERHALB der 3 Jahre die Verjährung hemmen für 6 Monate (§203, 204 BGB). Also 3 1/2 Jahre.


    Dann kann W&F vielleicht etwas drauf legen für die späte Klageeinreichung .... aber nach großzügig 4 Jahren ist finito.


    Zwischenzeitlich haben mehrere Amtsgerichte entschieden, dass Ansprüche auf Zahlung von Anwaltskosten und Schadensersatz der regelmäßigen Verjährung von drei Jahren unterliegen (AG Kassel, Urteil vom 24.07.2014, Az. 410 C 625/14; AG Bielefeld, Urteil vom 06.03.2014, Az. 42 C 368/13).


    Leider hat dann der BGH (12.05.2016 (BGH I ZR 48/15)das Ganze für den Schadensersatz auf 10 Jahre verschoben.


    Ich würde auf 3 Jahre Verjährung insgesamt (Unterlassung und Anwaltskosten sowieso, Schadensersatz aufgrund diverser Urteile) plädieren und die Klagen lassen.


    Gruss, derwahreklopp

  • Hallo zusammen,


    ich bin Neu hier und habe damals dieses Forum neugierig verfolgt, also mitgelesen.


    Auch bin ich ein "Alt-Fall" der wohl ausgegraben wurde.


    Zu meinem Fall: Nov. 2012 Abmahnung wegen ein paar Sekunden Filmdownload.

    Gleich sofort modUE aus dem Forum abgeschickt und anschließend ein paar Bettelbriefe erhalten aber kein MB bekommen. Nie reagiert.

    01.2016 --> "verjährt" und innerlich damit abgeschlossen.

    Zwischenzeitlich Umzug Ende 2016

    Dann jahrelang nix von denen bekommen und irgendwann Anfang 2019 die "alten" Unterlagen von WF entsorgt ;)

    Ende Oktober 2019 dann ein neuer Bettelbrief "Zahlungserinnerung vor Klageerhebnung mit dem Standardparagraf 10 Jahre Verjährung Lizenzschaden.

    Soll 1000 Überweisen. Bitte Ladungsadresse bestätigen. Ratenzahlung möglich.

    Bin gepannt was noch so kommt!

    So wie ich gelesen habe bekommt wohl jeder "Altfall" noch ein MB hinterhergeschmissen oder? Komplettverjährung wäre wohl bei mir ohne MB 1.2013, richtig?

    Ich möchte mich allerdings weiterhin bis MB "totstellen" und nach dem MB (falls er kommt) insgesamt wiedersprechen und dann bis evtl. Klage warten. So habe ich die letzten 7 Jahre durchgehalten und werde es weiterhin durchziehen :P

    ...und hoffe natürlich das kein Altfall zwischenzeitlich vor Gericht landet.