Abmahnung Waldorf Frommer

  • Ja, ich habe das Erbe, aber es war explizit nur an den Anschlussinhaber adressiert.

    ...an wen sollen sie denn die Abmahnung schicken, wenn der Povider (aus nachlässigkeit des Erben, das Ableben des Vertragpartners zu melden und den Anschluss auf sich anzumelden) die, für den Anschluss gemeldete Inhaberadresse herausgibt. :?:

    Wenn Du jetzt die Sterbeurkundenkopie an W&F schickst, wird als nächstes nach dem Erben bzw. neuen AI gefragt weil:

    Der AI beim festgestellten Verstoß schon unter der Erde verweilte.

    zack....

    das nenn ich Rechtsstaat weil: auch der Geschädigte ein Recht darauf hat seinen Schaden ersetzt zu bekommen.

  • Wie sieht denn so eine Klageschrift aus und in welcher Form kommt diese? Normaler Brief von WF oder vom Gericht?

    Hallo! Die Klageschrift enthielt vier Seiten vom Amtsgericht, mit Aufklärung über Inhalt des Rechtsstreits sowie Infos über den Kläger, gefolgt von ca. 100 Seiten von WF, Darlegung des Streits sowie Kopien aller Briefe. Ein dicker Gelber Umschlag.


    Wann war denn „damals“? 2015?

    Zwei oder mehr Datensätze?

    Alleine an der Adresse gemeldet?

    Hallo! Damals war 2016, die Verjährung wäre also (nach der ursprünglichen Idee von 3 Jahren (ist, glaube ich, nicht mehr aktuell?!) wäre jetzt die Verjährung gewesen, dachte ich zumindest.)


    Ein Datensatz, ca. 1 Minute geloggt. Ich bin innerhalb einer WG gemeldet gewesen und habe per Telefonat ein Vergleichsangebot von 0,4 vorgeschlagen. Mir wurde ein Gegenangebot von 0,7 gemacht mit niedrigen Raten, beginnend in einem halben Jahr. Der RA hatte zwar bestätigt, dass realistische Chancen bestehen, den Prozess zu gewinnen, aber der Zeitaufwand, verbunden mit dem Risiko, evtl. durch mehrere Termine und/oder Instanzen weitere Kosten entstehen zu lasse, haben mich bewogen, den Vergleich anzunehmen und die Kosten innerhalb der Bewohner zu dritteln, weil es bisher auch niemand zugegeben hat und damit alle im Boot sitzen.


    Zum Telefonat mit WF meine persönliche Einschätzung: Ich hatte einen jungen RA am Telefon, ca. 25-30 Jahre alt, der sehr freundlich war und gewillt war, mir aufzuzeigen, mit welchen Kosten ich noch rechnen müsste, also entsprechend vom Prozess lieber abzusehen, aus Kostengründen natürlich. Er hatte auch nach dem Tathergang gefragt und ich hatte das Gefühl, dass er schon nach Argumenten sucht, die ihnen helfen würden vor Gericht. Die Fragen waren aber leicht zu parieren, weshalb ich denke, Telefonat zum Verhandeln funktionieren ohne Anwalt auch gut.

  • Alles klar, danke euch sehr für die Hilfe über die Jahre!

  • Hallo zusammen,


    ich habe in 2015 den ersten Brief von WF bekommen. Über einen Anwalt eine mUe geschickt. Die Briefe bekommen und lange nichts. Ich bin in der zwischen Zeit umgezogen und mein Anwalt hat die Kanzlei gewechselt. Jetzt ist es so, dass in meiner alten Wohnung ein Cousin mit gleichen Nachnamen wohnt aber ich bin an der neunen Adresse gemeldet.

    Im Jahr 2019 hat leider für 3 Tage mein VPN nicht funktioniert und ich habe leider einen neuen Brief bekommen, an die neue Adresse. Hier habe ich eine mUe geschickt und watete nun ab.

    Gestern wurde an die alte Adresse zum alten Fall eine letzte Drohung vor Klageerhebung geschickt. Mein Cousin hat mir den Brief heute gegeben. In diesem Brief wurde von einem Vergleichsangebot geschrieben welches ich (oder mein Cousin) nie bekommen hat.

    Jetzt ist die Frage abwarten und den Mahnbescheid an die alte Adresse abwarten, weil nicht gemeldet? WF meine neue Adresse mitteilen? Zahlen? Es geht um 4 Serien und 1350€

  • Guten Tag,


    mich hat es erwischt: WFAbmahnung.


    Der Anschluss läuft auf mich als Privatperson, wird jedoch gewerblich genutzt. Das heißt der Anschluss wird meinem Café betrieben, ist nicht verschlüsselt und wird Gästen zu Verfügung gestellt.


    So wie ich die Rechtslage verstehe, hafte ich seit Ende der "Störerhaftung" in Fällen wie meinem nicht mehr.


    Wie soll aber mit der Unterlassungserklärung umgehen?


    Gibt es in Fällen wie meinem, Gastrobetrieb und öffentliches W-Lan, einen Weg die Angelegenheit mit WF tatsächlich sofort zu beenden und zu vermeiden, dass WF die Sache auf dem Standardweg bearbeitet und ich irgendwann dann einen Mahnbescheid erhalte.


    Danke für die Hilfe!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Abgemahlt ()

  • Naja, der Anschluss läuft auf mich. Es ist mein Laden. Und ich betreibe das ganze als Privatperson und nicht als Rechtsform. Ob da jetzt "Mein Cafe" oder "Vor und Zuname steht" ändert ja nichts daran, dass es ein Anschluss ist, der im Tagesbetrieb den Gastro-Gästen zu Verfügung gestellt wird?!


    Ich kann doch eben nicht garantieren, dass der Film nicht erneut angeboten wird. Es ist ja eben ein Netzwerk, dass von Gästen genutzt wird?


    Wenn ich jetzt die mod UE abgebe und der Gast zufälligerweise morgen wieder mit seine Laptop vorbeikommt und erneut lädt und erneut protokolliert wird, würde doch eine Vertragsstrafe fällig?


    Theoretisch dürfte ich doch nach Abgabe der mod UE keinen Dritten mehr Zugang gewähren, um ausschließen zu können, dass dieser Film nicht erneut von Dritten geladen wird.

  • ?


    Ich bin Betreiber eines öffentlichen W-LAN Netzwerkes und wurde abgemahnt.


    Ich ging davon aus, dass ich nach Änderung des TMG und BGH Dead Island als Betreiber eines öffentlichen W-LAN Netzwerkes eben nicht mehr als Störer hafte.


    Die Abgabe einer Unterlassungserklärung setzt mich doch einem erheblichen Risiko aus: Theoretisch kann die Datei von einem Dritten ohne meine Kenntnis erneut geladen und protokolliert werden.


    Daher die erneute Frage:

    Als Betreiber eines öffentlichen W-LAN hafte ich doch nicht mehr automatisch als Störer für eine urheberrechtliche Verletzung.


    Wie verteidige ich mich also? Gibt es hier Erfahrungswerte nach Änderung TMG und BGH Entscheidung aus 2018?

  • Moin

    Als Betreiber eines öffentlichen W-LAN hafte ich doch nicht mehr automatisch als Störer für eine urheberrechtliche Verletzung.

    soweit richtig, aber dass weiß doch WF nicht.

    Musst denen schon die Info zukommen lassen.

    Dann läuft es eventuell auf eine Klage hinaus, doch dazu wirst Du dann die Hilfe eines Anwaltes in Anspruch nehmen müssen.


    Und modUE natürlich nicht!

  • Vielen Dank!


    Wie wahrscheinlich ist die Klage? Gibt es da auch nur irgendwelche belastbare Zahlen? Ich finde nur "alte" Statistiken...


    Der Kollege oben schrieb, dass ungünstig sei, dass der Anschluss von außen wie ein Privatanschluss aussieht, also auf meinen privaten Namen läuft.


    Sollte ich dann auch direkt einen Nachweis über beispielsweise meine Gewerbeanmelung an dieser Adresse mitschicken oder ersteinmal nur pauschal erklären, dass an dieser Adresse Gastronomie stattfindet und keine Wohnadresse vorliegt, ich nicht anwesend und Gäste Zugriff hatten?


    Ich hatte früher mehr Kenntnis und eigentlich immer das Gefühl, dasss es keine Rolle gespielt hat, ob und was man WF geschickt hat. Man wurde einfach standartisiert bearbeitet bis zum Mahnbescheid - außer bei Schuldeingeständnis.

  • Moin

    Ich hatte früher mehr Kenntnis und eigentlich immer das Gefühl, dasss es keine Rolle gespielt hat, ob und was man WF geschickt hat. Man wurde einfach standartisiert bearbeitet bis zum Mahnbescheid - außer bei Schuldeingeständnis.

    eben.

    Mitteilung und nicht mehr.

    WF wird eventuell mehr einfordern wenn denn überhaupt.

    Es kann halt zu Klage kommen, aber dann hast Du die besseren Karten, je nachdem wie Dein WLAN gesichert ist


    Die BGH-Richter haben nun aber über diesen Fall hinaus bestätigt, dass die Abschaffung der Störerhaftung aus dem seit Herbst 2017 erneuerten TMG mit Europarecht vereinbar sei. Die Begründung: Die geschädigten Firmen könnten den Wlan-Betreiber immer noch gerichtlich zur Sperrung bestimmter Inhalte verpflichten. Damit seien ihre Urheberrechte ausreichend geschützt.

    Nach dem neuen Telemediengesetz lässt sich weder ein Unterlassungs- noch ein Schadenersatzanspruch ableiten. Werden Urheberrechte verletzt, sind aber eben Nutzungssperren möglich. Das Gericht bleibt allerdings vage, wie solche Sperren konkret aussehen sollen.

  • Hallo zusammen,


    brauche bitte kurzfristig Unterstützung.


    Vorfall und Abmahnung im 09/2000

    mUE 2000

    Danach Klageandrohung


    Im 2015 bin ich umgezogen

    Klage und Mahnbescheide im 06/2019 auf der alten Anschrift (Steht im Bescheid)

    Jetzt Vollstreckungsbescheid vom Amtsgericht Coburg --> 1180€ vom 11.12.2019 und zugestellt am 17.12.2019 auf der neuen Anschrift!


    Was könnte ich jetzt noch machen?

  • Hallo,


    Ich habe nun nach reichlichem Abwarten zwei Mahnbescheide von WF bekommen. Ich hatte mich ursprünglich entschieden nicht zu Zahlen und einfach auf Glück zu spielen, aber da jetzt so ziemlich der letzte Moment da ist die Reißleine zu ziehen und einen außergerichltichen Vergleich einzugehen wollte ich die Situation noch einmal Reevaluieren.


    WBS hat mir gesagt, dass die Klagewahrscheinlichkeit grundsätzlich bei 5-10% liegt, konnte oder wollte aber nichts zu meinem Bestimmten fall sagen. Vielleicht könnt ihr ja zu dem einen oder andren Punkt was beitragen.


    Daher folgende Fragen:


    1. Ich habe ja zwei Abmahnungen im Auftrag unterschiedlicher Unternehmen bekommen. Insgesammt belaufen sich die Hauptforderung auf rund 2.5k€ plus rund 750€ Verfahrenkosten, Nebenforderungen, Zinsen etc.. Wird eher geklagt wenn die Forderungen höer sind ? Sind die Forderungen hier überhaupt als "hoch" einzustufen ? Wird eher geklagt wenn es mehrere Forderungen von unterschiedlichen Unternehmen gibt ?


    2. Is der Wohnort wirklich relevant ? Ich wohne in einer größeren Stadt in Niedersachsen, was ja durchaus ein paar Meter von München weg ist.


    Außerdem:


    Sollte es zum Gerichtsverfahren kommen und ich diesen Gewinne (es kommen zwei weitere Personen in der WG in Frage), wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass diese wieder Abgemahnt/Verklagt werden ? Möglicherweise ist es ja sinnvoll einfach einen Vergleich zu schließen und die Kosten dann Privat in der WG zu verhandeln. (Mir ist zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt ob und welcher der Mitbewohner Filesharing betrieben haben.)


    vg.


    Tomke

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Tomke ()

  • Wird eher geklagt wenn es mehrere Forderungen von unterschiedlichen Unternehmen gibt ?

    m.M.n. steigt die von WBS geschätzte Wahrscheinlichkeit um weitere 15%

    Sind die Forderungen hier überhaupt als "hoch" einzustufen ?

    Kleinvieh macht auch Mist.

    Wenn W&F nun sein KI-Programm startet und sieht, was Tomke schon für Anwalts-Ressourcen gekostet hat und wie das "Jahresergebnis" ohne diesen Fall aussehen könnte, wird schon ein kleines Lämpchen blinken.

    2. Is der Wohnort wirklich relevant ?

    noch relevanter das Wohngebiet

    die Entfernung zu München spielt da keine Rolle. Schließlich muss der Unterlegene die Reisekosten zahlen :whistling:


    wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass diese wieder Abgemahnt/Verklagt werden ?

    diese werden wahrscheinlich nicht verklagt, da W&F nur den Anschlussinhaber (das scheinst ja Du zu sein) kennt.

    Möglicherweise ist es ja sinnvoll einfach einen Vergleich zu schließen und die Kosten dann Privat in der WG zu verhandeln.

    wäre 1 Möglichkeit. nur ich als WG-Mitbewohner würde dir den Effe(nberg)-Finger zeigen.

  • Hallo,


    angenommen jemand bekommt eine Abmahnung wegen eines angeblichen Downloads einer Folge einer Serie, deren Titel die entsprechende Person nicht kennt und daher nicht runtergeladen haben kann. Angenommen weiterhin diese Person hätte vor mehreren Monaten einmal filesharing/streaming betrieben, jedoch nur zwei Mal. Einmal bei einem Computerspiel per filesharing, welches nicht in der Abmahnug benannt wird und das zweite Mal bei ein paar Folgen einer Serie per stream, die jedoch in der Abmahnugn ebenfalls nicht benannt sind.

    Ansonsten ist sich die betreffende Person zu 100% sicher diese Serien-Folge, für die sie eine Abmahnung bekommen hat, nie runtergeladen zu haben. Betreffende Person kennt nicht einmal den Titel dieser Serie. Angenommen auch alle anderen Personen, mit der sich die betreffende Person den Internetanschluss teilt, wissen nichts von dieser Serie.


    Wie sollte betreffende Person handeln?


    Auf dieser Seite werden 2 Szenarien vorgeschlagen:


    "Szenario 1: - Ungerechtfertigte Abmahnung" und "Szenario 2: - Gerechtfertigte Abmahnung"


    Eine Anmerkung: Die betreffende Person hat eine Rechtsschutzversicherung.


    Sollte sich entsprechende Person für Szenario 1 "Ungerechtfertigte Abmahnung" entscheiden, da die in der Abmahnugn genannte Serien-Folge der Person völlig unbekannt ist und daher die Abmahnug als ungerechtfertigt angesehen werden sollte? Oder sollte die betreffende Person nach Szenario 2 "Gerechtfertigte Abmahnung" vorgehen, da trotz der Klarheit der Person darüber, dass sie die betitelte Serie nicht runtergeladen hat, in der Vergangenheit einmal andere Daten runtergeladen wurde (einmal das Streaming einer Serie und das zweite Mal ein Computerspiel), die jedoch nicht in der Abmahnung benannt werden?


    LG und Vielen Dank im Voraus!

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  • So, Leute, hier nach langer Zeit mal wieder ne Nachricht von mir: Nach 10jähriger Frist kann ich nunmehr mit Freude und Stolz meine endgültige Verjährung bekannt geben.

    Nachdem ich 2009 abgemahnt wurde, entdeckte ich dieses Forum (damals noch bei netzwelt.de) und verhielt mich so, wie hier allgemein empfohlen wird: modUE + nichts. Außer den üblichen Bettelbriefen (bis Stufe 5) kam von WF dann auch nichts mehr, sodass ich 2013 hier meine Verjährung kundgegeben und dem Forum als Dankeschön eine Spende überwiesen habe.

    Nach dem BGH-Urteil von 2016 (Erhöhung der Verjährungsfrist für den Lizenzschadensersatz auf 10 Jahre) wurde es dann noch mal spannend, da fraglich war, ob ich zu denjenigen Altfällen gehören würde, die WF erneut versucht abzuzocken. Doch es kam von denen nichts mehr.

    Die Moral von der Geschicht’ für alle noch nicht Verjährten lautet folglich: Die Füße still halten und nichts weiter tun als abwarten und Tee trinken!

    In diesem Sinne wünsche ich allen ein geruhsames Jahr 2020!

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