Abmahnung Waldorf Frommer

  • Aha interessant, hab den Widerspruch im Oktober 2019 zurück geschickt und bis jetzt nach 8 Monaten nichts nichts wieder gehört. Mein Ursprungsfall ist von 2010 oder 2011,dh.ab Dezember 2020 oder 2021 sollte ich dann endlich meine Ruhe vor denen haben?

    Wundert mich ehrlich gesagt. Ich hatte auch zwei Fälle die noch viel aktueller waren und es wurde Klage eingereicht. Vll weil ich auf Solmecke reingefallen bin und WF deren System wohl auch kennen wird...


    Und bei mehreren Fällen lohnt es sich sicher zu klagen, denn knickt man ein bzw verliert einen Fall, dann hat man idR gleich einen Dominoeffekt (außer Beweislage für die anderen Fälle änderten sich).

  • Dummerweise habe ich diese erst am 15. Tag nach Erhalt per Fax (Unterschrift vergessen) abgegeben und dann einen Tag später nochmal mit Unterschrift per Einschreiben.

    späte Einsicht und dann auch noch übertreiben.

    Ich habe Angst, dass das zeitliche Überschreiten der 2-Wochen-Frist nun negative Konsequenzen haben könnte.

    sach ma...Legasthenieanfälle?


    Da steht doch bei:

    Zitat

    Wenn Sie nicht innerhalb der Ihnen gesetzten Frist von zwei Wochen durch den zu bestellenden Rechtsanwalt anzeigen, dass Sie sich gegen die Klage verteidigen wollen, kann das Gericht auf Antrag des Klägers ohne mündliche Verhandlung Versäumnisurteil gegen Sie erlassen; in diesem Fall haben Sie auch die Gerichtskosten und die notwendigen Kosten der Gegenseite zu tragen (§ 91 ZPO). Aus dem Versäumnisurteil kann der Kläger gegen Sie die Zwangsvollstreckung ohne vorherige Sicherheitsleistung (§ 708 Nr. 2 ZPO) betreiben.

    also Angst berechtigt.

    Mit was muss ich jetzt rechnen,

    steht doch im Zitat

    bzw. was kann ich jetzt noch tun?

    einen Rechtsbeistand kontaktieren und derweil an der Verteidigung feilen?


    dass es jetzt definitiv zu einem Gerichtsverfahren kommen wird?

    wenn vorher keine anderweitige Einigung erzielt wird, definitiv.

  • Erstes Mahnschreiben von WF im Sommer 2016 erhalten. Danach folgten ein paar weitere Briefe mit Aufforderung zu zahlen. Ende 2018 dann der Mahnbescheid. Dem habe ich widersprochen. Eine UE oder eine mod. UE habe ich nie abgegeben. Jetzt kam ein Brief per Einschreiben vom Amtsgericht. Es handelt sich um eine Verfügung. "Es wird ein schriftliches Vorverfahren durchgeführt...". Ich hatte eine Notfrist von zwei Wochen um meine Absicht zur Verteidigung anzuzeigen.

    Du schreibst nichts von einer Klageschrift. Wurde dir die Klageschrift mit der Verfügung zugestellt? Hast du schon etwas Konkretes, auf das du inhaltlich reagieren könntest?

  • Du schreibst nichts von einer Klageschrift. Wurde dir die Klageschrift mit der Verfügung zugestellt? Hast du schon etwas Konkretes, auf das du inhaltlich reagieren könntest?

    Ja, was mir konkret vorgeworfen wird, habe ich schon mehrfach mitgeteilt bekommen (Illegales Tauschbörsenangebot über Ihren Internetanschluss)...also auch mit Einzelheiten über welche Ip dresse und zu welchem Zeitpunkt usw.

  • wurde dann an eine Partnerkanzlei

    Du meinst, der durch Film u. Fernsehen deutschlandweit bekannte Solmecke verdient seine Kohle mit der Weitervermittlung von peanuts Sachen an Speichellecker die seiner Fährte folgen. Und W&F kennen zwischenzeitlich dieses System. :/

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von watt_ihr_volt_vol2 () aus folgendem Grund: Rsf bei Solmecke ausgebügelt

  • Ganz konkret: Wurde dir die Klageschrift zugestellt? Klageschrift ist etwas anders als die vielen WF-Briefchen.

    Ja, ich denke schon. Es steht nicht wirklich Klageschrift oder Klage drauf. Aber es sind die wohl typischen Elemente "In Sachen", "Klägerseite", "Beklagtenseite", "wegen" drauf. Ist eine beglaubigte Abschrift. Wurde von WF ans Amtsgericht geschickt.

  • Hallo,

    wie sieht es aus, wenn man dem Gericht, in Bezug auf eine erhaltene Verfügung und dem Hinweis auf ein schriftliches Vorverfahren, mitgeteilt hat, dass man sich selber verteidigen wird und man nun doch noch einen Anwalt einschalten möchte. Geht das dann noch oder nicht mehr?

  • Hallo,

    wie sieht es aus, wenn man dem Gericht, in Bezug auf eine erhaltene Verfügung und dem Hinweis auf ein schriftliches Vorverfahren, mitgeteilt hat, dass man sich selber verteidigen wird und man nun doch noch einen Anwalt einschalten möchte. Geht das dann noch oder nicht mehr?

    Frag doch den Anwalt...! Natürlich geht das noch. Und auf Grund deiner Fragen hier würde ich das auch empfehlen.

  • Hallo allerseits, wenn man meint, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann als COVID-19, kommt eine Abmahnung von WF.

    Mir wird zur Last gelegt im Juni 2020 zwei Folgen einer Serie über bittorrent geteilt zu haben von der ich bis zum Erhalt des Schreibens höchstens peripher gehört hatte, deren Zielgruppe ich auch nicht bin und ... Ende vom Lied: ich soll nun knapp 1200€ zahlen + UE ("die die niemand unterzeichnen sollte"). Zum gegebenen Zeitpunkt des "Übertragens und Anbietens" war ich definitiv alleine und am schlafen. Nach einigem Warten und Forensik (mittels nmap) habe ich in meinem mit WPA2 "gesicherten" Netzwerk ein mir unbekanntes Gerät gefunden. Damit ich nicht als "Störer" haftbar gemacht werden kann unterbinde ich gerade p2p und versuche Netzwerkzugriffe/-aufrufe zu protokollieren in der Hoffung, dass da jemand dumm genug ist sich auf FB oder was auch immer einzuloggen. Werde dem Spuk aber aus Sicherheitsgründen bald ein Ende bereiten.


    Das ist der aktuelle Stand wie er sich mir darstellt. Nach "kostenloser telefonischer Beratung" wurde mir von einem Anwalt der "hacken" wie "hakken" ausspricht mitgeteilt, dass der Vorwurf von unautorisierter Nutzung von gesicherten W-LAN Netzwerken durch unbekannte Dritte (aka Hacker) vor Gericht bestenfalls dafür sorgt, "dass man mich auslacht" (Zitat) und chancenlos sei. Tatsächlich habe ich einige von WF gewonnene Fälle gefunden, bei der eine entsprechende Argumentation zum Verlust des Prozesses gefürt hat. Wobei da die Argumentation sehr dünn bzw. die Datenlage "zwei Jahre später fiel mir ein, dass der Router damals ja eine Sicherheitslücke hatte"... wie genau das in meinem Fall wohl zustande kommen konnte erwähne ich aus Taktikgründen mal lieber nicht.


    Tatsache ist, dass ich AI bin, zum Tatzeitpunkt alleine vor Ort war (wenn auch in der horizontalen), es keine Zeugen dafür gibt, ich keinen dritten namentlich als Täter benennen kann (scheinbar benötigt man ja heute Name, Perso, Anschrift und Schuldbekenntnis von entsprechenden Leuten... wenn man nur basierend auf einer IP Klagen könnte ... ;( kann sogar noch die MAC drauflegen) und ich dies auch ohne begehen einer Straftat* (oder sehr viel Glück) wohl auch nie bereitstellen können werde. Wie weit muss man für die sekundären Darlegungslast denn gehen? Da zwischen "Urheberrechtsverletzung" und Eintreffen des Schreibens einige Wochen vergangen sind, kann ich nicht mit Sicherheit davon ausgehen, dass es zu weiteren "Urheberrechtsverletzungen" gekommen ist. Von der angemahnten Serie sind bspw. seitdem 2 neue Folgen erschienen...


    Mit Hinblick auf die laufende Frist für die UE stellt sich mir jetzt die Frage ob ich "das Programm" verfolge, also mod_UE, mod_UE+neue Folgen der Serie (zur Sicherheit), ... oder anders tätig werde:?:


    Ich danke schonmal im Voraus für eine Rückmeldung.

    *die ich nicht begehen werde

  • Du wirst dazu unterschiedliche Meinungen bekommen. Ich habe z.B. keine modUE geschickt, sondern erst einmal so auf das WF-Schreiben geantwortet und eine Täterschaft und Störerhaftung unter Darlegung von Gründen abgestritten.


    Mir ist nicht ganz klar, was du mit nmap gemacht hast. Hast du mal deine regulären dir zugewiesen IP-Adressen überprüft, ob die mit den ermittelten übereinstimmen? Taucht das die unbekannte Gerät irgendwo im Router / Access Point in den Protokollen auf?


    Aus eigener Erfahrung kannst du davon ausgehen, dass dein Schreiben bei WF nicht wirklich gelesen wird. Das wird kurz unter der Art der Reaktion abgelegt, dann geht deren Standardprozess weiter.

  • Wie sinnig ist es zusätzlich zu der mod UE einen Antrag auf Offenlegung der Zahl der gleichen Abmahnungen zu stellen?


    Stellt das ein zusätzliches Risiko da?


    Wird von RA Wachs hier erwähnt.


    Grundlage für diese Verteidigung ist das BGH Urteil vom 6.6.2019 , AZ I ZR 150/18 – Novembermann. Nach meiner Auslegung folgt daraus, dass die für einen Rechteinhaber binnen eines Quartals ausgesprochenen Abmahnungen hinsichtlich des Streitwerts zu addieren sind und nach diesem Wert die Abmahnkosten für alle Abmahnungen zu errechnen sind und dann durch die Anzahl der ausgesprochenen Abmahnungen zu teilen sind.

  • Willst du bezahlen, u.a. weil du die Schuld anerkennst? Dann kannst du versuchen, über die Auskunft die Kosten zu senken.


    Wenn du sowieso nicht vorhast zu bezahlen, warum dann der Aufwand? Das weckt doch bei WF nur Interesse.

  • Guten Tag liebes Forum, über eine kurze Einschätzung wäre ich dankbar:


    Ich bin ganz frisch Betroffener im Abmahn-Business.

    Vorgeworfene Verletzung: Anfang Juli

    Abmahnung von WF: ca. 10 Tage später per Post im Briefkasten


    Als Ratsuchender, gestresst von den knappen Fristen, stößt man im Internet häufig auf abmahnungshilfe.de: Ein Mediator verhilft zu einem günstigeren Vergleichsangebot und streicht dafür 25% der Ersparnis zur ursprünglichen Forderung von WF ein.


    Wenn mein Plan folgender ist, um die Sache zu den Akten legen zu können:

    - mod.UE abgeben

    - (möglichst etwas reduzierte) Forderung zahlen


    a) bin ich dann besser bei z.B. abmahnungshilfe.de aufgehoben? (hat jemand hier Erfahrung mit denen?)

    b) hat es Aussicht auf Erfolg ohne externe Hilfe die mod.UE abzugeben und WF ein Vergleichsangebot im Bereich von 50% der Ursprungsforderung zu unterbreiten?


    ... oder vertreten hier viele die Meinung: mod.UE abgeben und dann abwarten?


    Ich bedanke mich für euer kurzes Feedback!

  • Genau so! Zahlen kannst du immer noch, ..

    Vielen Dank für diese schnelle Rückmeldung. Mal angenommen ein Gerichtsverfahren kommt für mich nicht in Frage. Dann zahle ich doch also früher oder später. Glaubt ihr nicht als "Frühverhandler" kann man eine bessere Quote erzielen? Ist denn die Wahrscheinlichkeit für "gar nicht Zahlen" ausreichend hoch, als dass es sich lohnen würde es drauf ankommen zu lassen? Was ist mit Inkasso (auf die man sich laut Organigramm ja fast mit Gewissheit einstellen kann), die kann man doch nicht folgenlos aussitzen? Kurz vor einer Verhandlung lassen sich WF doch nicht mehr auf einen z.B. 50%-Nachlass ein.


    Bitte entschuldigt das Nachhaken, es würde mir bei meiner Entscheidungsfindung helfen hierauf nochmals Feedback zu erhalten. Danke.