Abmahnung Waldorf Frommer

  • Hallo,


    ich hab den Grundkurs, die Einleitung und sonst noch etwas hier im Thread und sonst im Netz gesucht, aber eine Frage auf die ich bisher keine Antwort gefunden habe, aber die vielleicht hier jemand kennt:


    Wenn ich eine mod UE abgegeben habe und ab dann das ganze aussitze, wie ist das in dem Fall wo das vor Gericht geht: Kommt auf jeden Fall ein gerichtlicher Mahnbescheid, den man zur Not noch begleichen könnte wenn man sich dem Stress und dem Kostenrisiko eines Gerichtsverfahrens nicht aussetzen möchte, oder kann WF direkt Klage erheben?


    Was mich auch verunsichert -und das ist seitens WF ja Absicht- ist die Androhung im Falle eines Gerichtsverfahrens den tatsächlichen Schaden schätzen zu lassen. Aber wenn der zur Einleitung des ganzen gerichtlichen Mahnvorgangs nicht bekannt ist, wie kann es dann vorher einen gerichtlichen Mahnbescheid mit einer konkreten Summe geben? Das würde ja wieder direkte Klageerhebung aus heiterem Himmel bedeuten oder?

  • Die Drohung mit der Schätzung steht in der UE-Fassung von WF. In der Abmahnung steht deren Forderung zum Zeitpunkt des Schreibens und sie ändert sich je nach Wetterlage. Die Gesetzgebung und höchstrichterliche Entscheidungen haben die Forderungshöhen bzw. Höhen für Schadensersatz begrenzt. Gleiches gilt für die Anwaltsgebühren.

  • Kommt auf jeden Fall ein gerichtlicher Mahnbescheid, den man zur Not noch begleichen könnte wenn man sich dem Stress und dem Kostenrisiko eines Gerichtsverfahrens nicht aussetzen möchte

    bei W&F zu 100% (ich bin mir deshalb so sicher weil ich noch nichts anderes gelesen habe.)


    kann WF direkt Klage erheben?

    können schon. Nur wird er das nicht, weil ein Mahnbescheid der zusätzlich als Drohkulisse aufgebaut wird günstiger ist als eine Klage mit ungewissem Ausgang. Außerdem geht er das Risiko ein, bei einem Anerkenntnis gleich mal kplt. auf den Gerichtskosten sitzen zu bleiben.

    Aber wenn der zur Einleitung des ganzen gerichtlichen Mahnvorgangs nicht bekannt ist, wie kann es dann vorher einen gerichtlichen Mahnbescheid mit einer konkreten Summe geben?

    die Summe auf dem Mahnbescheid ist die, die in der Abmahnung steht, zzgl. Porto u. Schreibgebühren für 10 Erinnerungsschreiben und Kosten Mahnbescheid und 5€ Kaffeekasse.

    Sind bis zur Klage 3 Jahre um, muss er sogar seine eigenen Gebühren streichen. Dafür wird eben der Schadenersatz etwas höher ausfallen.

    Und wenn Du keine UE abgegeben hast, muss er erst mal auf Unterlassung klagen bevor er sonst was einklagen kann.

  • Hallo,


    ich habe versucht mir vorab selbst möglichst viel Wissen anzulesen, habe aber das Gefühl, dass ich (leider) schon in einem fortgeschrittenerem Stadium als der durchschnittliche Abgemahnte befinde und bin letztlich auch einfach etwas verunsichert...


    Die Frage von "Forennutzer" ein paar Posts weiter oben, gehen meines Erachtens zwar in dieselbe Richtung, aber ich meine, dass ich noch einen Schritt weiter bin (?).


    Ich habe im Januar 2018 eine Abmahnung über 450€ erhalten und daraufhin eine (in diesem Bereich) namenhafte Kanzlei eingeschaltet, da ich einerseits einfach meine Ruhe haben wollte und andererseits auf eine gewisse abschreckende Wirkung in Hinblick auf weitere Abmahnungen gehofft habe. Diese blieben dann auch aus. Dazu gleich die erste Frage:


    Frage 1) Ich habe gelesen, dass die Verjährungsfrist drei Jahre beträgt. Wenn ich das aber richtig verstanden habe, bezieht sich das auf die Abmahnung (?) und nicht auf die "Tat" (hier zehn Jahre?), oder? Ich kann doch hoffentlich sehr sicher davon ausgehen, dass hier nichts mehr nachkommt?!


    Ich habe dann alles so gemacht, wie es mir geraten wurde, also die mod. UE abgegeben und zuletzt dem Mahnbescheid widersprochen. Gestern habe ich dann zunächst die Nachricht erhalten, dass das Ganze vom Mahngericht an das Streitgericht übergeben wurde und zwei Stunden später ging dann auch schon die Klageschrift ein. Da ich wohl erst im Laufe der nächsten Woche Rücksprache mit meinen "Vertretern" halten kann und sichergehen möchte, dass ich dort nicht abgespeist werden, möchte ich mich gerne schon vorab informieren, was das jetzt tatsächlich bedeutet.


    Frage 2) So wie ich das verstehe, weiß ich jetzt sicher, dass ich nicht zu den glücklichen 95-98% (?) gehöre, bei denen sich das Ganze im Sande verläuft, richtig?


    Ich verstehe zwar die Aufrufe, dass man es "denen nicht so einfach machen soll" aber ich habe schlichtweg keinerlei Interesse daran, tatsächlich vor Gericht zu erscheinen o. ä. und möchte, wie oben erwähnt, einfach nur meine Ruhe haben.


    Frage 3) Es macht jetzt doch keinen Sinn mehr, noch weitere Entwicklung abzuwarten und es ist ausgeschlossen, dass sich das Ganze noch im Sande verläuft, oder?


    Im bisherigem Verlauf wurde mir immer wieder zugesichert, dass ich, falls es tatsächlich auf eine Klage hinausläuft, quasi jederzeit die Notbremse ziehen kann und einfach vergleichen/bezahlen kann.


    Frage 4) Ist das richtig und mit welcher Summe muss ich rechnen? Der Streitwert sind knapp 600€ (Schadensersatz, Hauptforderung, Nebenforderung und Zinsen). "Kosten des Rechtsstreits" sollte es ja noch keine geben, oder?


    Frage 5) Wie gehe ich dazu weiter vor? Eine Vertretung in einem Gerichtsverfahren seitens "meiner" Kanzlei war damals nicht Teil der Vereinbarung, das "rechtssichere" Aushandeln eines Vergleichs würde ich aber durchaus noch in deren Zuständigkeitsbereich sehen?! Gibt es da Erfahrungen?


    Schon einmal vielen Dank für jede Hilfe und noch einmal Sorry, falls das alles schon irgendwo steht. Wie gesagt, ich bin etwas verunsichert :-).


    Beste Grüße

  • Bei uns sieht’s ähnlich aus, nur dass die Klageschrift bei uns noch nicht eingegangen ist. Bin mir auch nicht sicher wie das nun weitergehen soll. Die Abmahnung erhielten wir Anfang 2017.


    Lohnt sich das vor Gericht zu gehen? AI ist meine Mutter, die nicht besonders technikaffin ist, und kaum mit ihrem iPhone zurechtkommt. Das Internet wurde sonst von meinem Vater, meinen Geschwistern, Gästen und mir genutzt.


    Müsste nicht schon die eine Verjährung eingetreten sein?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Zagreus ()

  • oder?

    Rechtsanwalt u. Ermittlungskosten 3 Jahre.

    Schadenersatz 10 Jahre

    Frage 2) So wie ich das verstehe, weiß ich jetzt sicher, dass ich nicht zu den glücklichen 95-98% (?) gehöre, bei denen sich das Ganze im Sande verläuft, richtig?

    warum...was hast Du wie verstanden?

    Es macht jetzt doch keinen Sinn mehr, noch weitere Entwicklung abzuwarten und es ist ausgeschlossen, dass sich das Ganze noch im Sande verläuft, oder?

    siehe oben

    am besten wird sein du liest erst mal den Grundkurs...

  • Bin mir auch nicht sicher wie das nun weitergehen soll. Die Abmahnung erhielten wir Anfang 2017.

    da fängt die Verjährung 2018 an und endet ohne Mahnbescheid 3 Jahre später.

    wann das ist musst du selbst herausfinden. Mein Tischrechner ist gerade zur Reparatur.

    AI ist meine Mutter, die nicht besonders technikaffin ist, und kaum mit ihrem iPhone zurechtkommt.

    :rolleyes: solche Leute liebe ich ...

    ....können ihren Namen nicht richtig geradeaus schreiben aber mit nem Montblanc classique gold in der Brusttasche protzen

  • warum...was hast Du wie verstanden?

    siehe oben

    am besten wird sein du liest erst mal den Grundkurs...

    Danke für die Rückmeldung. Ich habe den Grundkurs gelesen und er hat mir während der letzten Jahre auch gute Dienste geleistet, um, trotz anwaltlicher Unterstützung, immer nachvollziehen zu können, was gerade passiert und warum.


    Auch die Schritte so eines Verfahrens habe ich mir noch einmal angesehen und meines Erachtens befinde ich mich jetzt unmittelbar vor Schritt 9, dem Gerichtsverfahren.


    Vielleicht habe ich mich als juristischer Laie im erstem Post einfach falsch ausgedrückt: Ich habe die Klageschrift erhalten und ein Richter vom Amtsgericht vor Ort fordert mich auf, innerhalb von zwei Wochen "eine schriftliche Klageerwiderung" inklusive zu stellender Anträge, Beweise, Zeugen usw. einzureichen.


    Diesen Fall sehe ich im Grundkurs nicht abgedeckt. Hier gibt es keine vorgefertigten Formulare oder den Hinweis, einfach irgendwo ein Kreuzchen zu setzen. Ich lasse mich hier wirklich nur zu gerne belehren, gerne auch mit dem Hinweis, doch gefälligst genauer zu lesen, aber habe ich wirklich etwas ganz grundlegendes übersehen?


    Noch einmal besten Dank!

  • Wenn du die Klageschrift erhalten hast, dann wurdest du verklagt. Das Gerichtsverfahren hat damit begonnen.


    Du musst innerhalb von 2 Wochen nach Zustellung deine Verteidigungsbereitschaft anzeigen, in weiteren 2 Wochen die Klageerwiderung - also deine Art Verteidigung - einreichen.


    Was meinst du mit "Amtsgericht vor Ort"? In den meisten Bundesländern sind die Urheberrechtsverfahren zentral auf 1-2 Amtsgericht konzentriert. In Bayern sieht das z.B. so aus, in Baden-Württemberg so und in NRW sind es diese Gerichte.


    Wenn du also vom zuständigen Gericht die Klageschrift erhalten hast mit der Aufforderung, dich zu verteigen, dann must du aktiv werden. Das könnte das Aushandeln eines Vergleichs sein (ruf doch mal bei WF an) oder das Durchziehen der Verteidigung.


    Ich rate dazu, schon bei der Entscheidung die Sache auszusitzen, alles für die Verteidigung griffbereit zu legen bzw. zu dokumentieren. Hast du so etwas?

  • OK, Danke. Dann hab ich dahingehend zumindest Gewissheit. Mist :-).

    Also bei mir (Bayern) steht hier weder München noch Nürnberg, sondern eben die nächste größere Stadt zu meinem Wohnsitz...


    Ich möchte, wie gesagt, jetzt eigentlich nur möglichst schnell und ohne großen Aufwand meine Ruhe haben. Einzige Ausnahme wäre, wenn durch ein Nachgeben die Wahrscheinlichkeit steigt, dass noch ggf. weitere Fälle von vor X Jahren ausgegraben werden, was aber ja anscheinend quasi ausgeschlossen ist (?).


    Meine bisherige Vertretung hat mir angeboten, mich an eine kooperierende Anwaltskanzlei weiterzuleiten, was sich aber wieder danach anhört, dass es mich Zeit und Nerven kosten wird, was ich gerade im Moment nicht brauchen kann.


    Letztendlich würde ich hoffen, dass das mit dem Vergleich einfach noch meine bisherige Vertretung übernimmt, also quasi noch als Teil ihrer Leistung "vor dem Gerichtsverfahren" und die Gegenseite dann die Klage "zurückzieht", ohne dass ich da nochmal einen neuen Anwalt einschalten oder anderweitig aktiv muss. Ist das realistisch/machbar? Wie gesagt, ich weiß nicht, wann ich da jemanden ans Telefon bekomme und die Fristen sind ja überaus knapp.


    Ich habe mir auch schon den hier verfügbaren Vordruck für einen Vergleich angesehen. Das scheint mir auch kein großes Hexenwerk zu sein, oder? Mich verwirrt lediglich die "Strafbewehrte Unterlassungserklärung". Das hat ja mit meiner mod. UE nichts zu tun, oder? Ist diese Vergleichsvorlage für mich überhaupt noch relevant oder bin ich schon "zu weit"? Direkt bei WF anrufen ginge natürlich auch, wobei ich da als Volllaie schon etwas Angst hätte, dass die mir irgendwas aufquatschen ;-).


    Abschließend: Womit muss ich rechnen? Streitwert sind knapp 600€.


    Danke für die Aufklärung und die Ratschläge.

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  • Hallo ich habe eine frage.


    Wie vielen Euro muss man bezahlen wenn eine kleage von gericht gegen waldorf frommer verliert?


    Mein fall ist für eine 935 euro Abmahnung.

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  • Hallo ich habe eine frage.


    Wie vielen Euro muss man bezahlen wenn eine kleage von gericht gegen waldorf frommer verliert?


    Mein fall ist für eine 935 euro Abmahnung.

    Eine Beispielrechnung findest du hier. Da werden die eigenen und die WF-Anwaltskosten mit je 1400 EUR angesetzt, zudem der Schadenersatz und vorgerichtliche Kosten. Die Gesamtsumme ist dann über 4000 EUR. Das war aber wohl vor der gesetzlichen Kostenbegrenzung. Es sind aber immer noch 2000 EUR oder mehr.


    Wenn du eine Klageschrift erhalten hast und dir sicher bist zu verlieren, dann versuch einen Vergleich auszuhandeln.

  • Hallo, ich habe heute schon eine monat ein abmahnung von waldi hier. Ich habe noch nicht geantwortet. Was passiert wenn ich bezhale und sende dei original unterlassung züruck später die fristen?


    Und Ist diese orig. unterlassungerklärung gilt nur für Universal zbs, oder für alle waldi mandanten?

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von enry ()

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