Abmahnung Waldorf Frommer

  • Ich melde mich sicher. Allerdings machen die Gänge zum Briefkasten gerade keinen Spass...


    So geht es mir auch... Aber ein paar Wochen noch durchhalten und dann ist es geschafft...


    Verlängert sich die gerichtliche Frist zur Verteidigung eigentlich wenn man nachweislich im Ausland ist? Ist ja gerade zur Ferienzeit wichtig...

  • Auch mal ein kleiner Zwischenstand von mir:



    Ende 2010 abgemahnt
    Bis Mitte 2013 diverse Bettler
    Juni 2013 [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] und widersprochen


    Aktueller Plan ist abzuwarten was man von den 2009ern hört bzgl. verjährt oder nicht. Anscheinend haben auf den ersten Seiten einige 2009er berichtet sie hätten Abgabemitteilungen bzw. Klagebegründungen, im Moment scheinen aber auch ein paar zu verjähren, was mich wieder optimistischer stimmt ;)


    Nur nochmal kurz damit ich die Lage einschätzen kann:
    Das nächste was ich jetzt hören würde wäre eine Abgabemitteilung vom Mahngericht. Wenn die kommt, dann kommt mehr oder weniger sicher auch die Klage, man kann sich aber immer noch, wenn auch etwas teurer als im Moment, vergleichen?
    Außerdem: Die letzte Amtshandlung verlängert ja um 6 Monate. Kommen die 6 Monate auf das Ende der Frist oder gelten die 6 Monate seit der letzten Amtshandlung. Bei mir wäre das ja Juni, d.h. es würde immer noch Ende 2013/Anfang 2014 auslaufen.
    Außerdem: Bekommt man diese Abgabemitteilung zeitnach nach der tatsächlichen Abgabe von WF? Falls nicht könnte man ja theoretisch noch Monate nach Ablauf der [lexicon]Verjährung[/lexicon] Post bekommen in der Art: Achja, WF hat jetzt doch noch kurz vor der [lexicon]Verjährung[/lexicon] was abgegeben, wir sind nur noch nicht dazu gekommen diese Information weiter zu geben...


    Gruß und Danke für das tolle Forum!

  • Der nächste Schritt in der Kette nach Widerspruch wäre jetzt die Zahlung des Gerichtskostenvorschusses (ab dieser Verfahreshandlung dann wieder 6 Monate Hemmung), voraufhin dann die Abgabe an das Streitgericht erfolgen würde.


    Über die Zahlung selbst wird man nicht informiert, wohl aber über die Abgabe


    Also reicht es wenn WF am Sa./29.6. GKV leistet, wir erfahren es nicht und Ende Dez.2013 kommt dann die "Abgabe ans Streitgericht", womit wir dann sogar 2014 mit der Klageschrift rechnen könnten. Verwirrende, erschreckende und ernüchternde Gedankenspiele X(

  • Ich zitiere mal (2) aus 204 BGB "Hemmung der [lexicon]Verjährung[/lexicon]"
    Die Hemmung nach Absatz 1 endet sechs Monate nach der rechtskräftigen Entscheidung oder anderweitigen Beendigung des eingeleiteten Verfahrens. Gerät das Verfahren dadurch in Stillstand, dass die Parteien es nicht betreiben, so tritt an die Stelle der Beendigung des Verfahrens die letzte Verfahrenshandlung der Parteien, des Gerichts oder der sonst mit dem Verfahren befassten Stelle...


    Insofern: in der tat verwirrende, erschreckende und ernüchternde Gedankenspiele, aber " 6 Monate nach der letzten Verfahrenshandlung" ist halt mal im § so vorgegeben...

  • Mhhh... meine bisherigen Erfahrungen mit WF sind, das sie formal recht sauber arbeiten.
    So gesehen, glaube ich nicht das sie (im Pkt [lexicon]Verjährung[/lexicon]) einen formalen Fehler machen würden, mit dem man sie "abschmettern" könnte.


    LG, 3xSum

  • Hallo zusammen, jetzt hab ich aber lange gebraucht, um das neue Forum zu finden...uff.


    Mein aktueller Stand: 2009 abgemahnt, Ende Dezember 2012 [lexicon]MB[/lexicon], seitdem nichts mehr gehört und ich hoffe das bleibt auch so.


    Und super, das so schnell reagiert wurde und hier etwas neues auf die Beine gestellt wurde. Vielen Dank!


    Gruß an alle :thumbup:

  • Ich zitiere mal (2) aus 204 BGB "Hemmung der [lexicon]Verjährung[/lexicon]"

    Hemmt dann überhaupt ein frühzeitig in 2013 ergangener [lexicon]MB[/lexicon] die Verjährungsfrist einer in 2010 erfolgten Abmahnung, wenn zum Zeitpunkt des erfolgten Mahnbescheides noch mehr als sechs Monate bis zum Ablauf der regulären Verjährungsfrist verbleiben?


    Es ist davon auszugehen, dass generell deutlich mehr Mahnbescheide beantragt werden als letztendlich Klagen geführt werden.
    Es ist gegenüber den Vorjahren auffallend, dass Mahnbescheide diesjährig sehr frühzeitig ergehen.
    Es ist in diesem Zusammenhang feststellbar, dass viele Abgemahnte, wenn nicht sogar die Mehrzahl, sich erstmalig mit Erhalt des Mahnbescheides Gedanken über eventuelle Vergleichsverhandlungen und ihre Zahlungsbereitschaft machen. Und nicht vorher.
    Es ist bekannt, dass die Gesetzeslage noch vor Ende der Legislaturperiode nicht so bleiben wird wie sie derzeit ist (ob nun durchgreifend verändernd ist zunächst erst mal zweitrangig, wichtig ist der daraus resultierende Unssicherheitsfaktor bei den Abmahnern)
    Es ist zu vermuten, dass man dies auch in München weiß und WF gegenüber den Jahren 2011 und 2012 eine andere Strategie fährt.

  • Hallo,


    leider hatte es mich (2009er) nach [lexicon]MB[/lexicon] im Nov. 2012 mit einer Klage im Mai 2013 erwischt.
    Nach ein paar weiteren Recherchen stand klar, das ich leider keinerlei
    Beweise anbringen kann, die diese Forderung aushebeln würden.


    Ich bin dann in dieser Situation den wirtschaftlich sinnvollsten Weg
    gegangen und habe mich mit WF verglichen.


    Ich zahle jetzt nach dem ganzen Drohen etc. über die letzten drei Jahre ca. 120 Euro mehr als die eigentliche
    Forderung (756€) in der Abmahnung.


    Für diese 120 € mehr bestand aber immer die Hoffnung der [lexicon]Verjährung[/lexicon], weswegen ich diesen
    Weg auf jeden Fall noch gehen würde.


    Also, lasst euch nicht entmutigen.


    Vielen Dank an Princess & Shual für ihr
    Engagement.


    Und vielen Dank an die gesamte Community, die einen mit zahlreichen
    Tipps & Hilfen zur Seite stand.



    Gruß


    Pilou

  • Jetzt habe auch ich das neue Forum gefunden


    Kuzes Update von mir


    Angeblicher Log 2009, Abgemahnt 2010, Alle Bettelbriefe bekommen, Dez. [lexicon]MB[/lexicon], bis jetzt nichts neues


    Ist es nicht so das lt. § 204 BGB die Hemmung mit der letzten Handlung (Widerspruch) beginnt


    Wenn jemand z.B. am 30.11.2012 einem [lexicon]MB[/lexicon] Widersprochen hat, müsste die Sache doch am 3105.2013 verjährt sein ???

  • Die fristgerechte Beantragung des [lexicon]MB[/lexicon] hemmt die [lexicon]Verjährung[/lexicon] um 6 Monate. Insofern wird aus der [lexicon]Verjährung[/lexicon] "31.12.2012" dann "30.06.2013".


    Sollte innerhalb dieser Hemmung eine weitere fristgerechte Verfahrenshandlung erfolgen (z.B. Zahlung Gerichtskostenvorschuss im Juni 2013), dann beginnt ab diesem Zeitpunkt erneut die Wirkung der Hemmung um weitere 6 Monate.


    Gruß

  • (z.B. Zahlung Gerichtskostenvorschuss im Juni 2013), dann beginnt ab diesem Zeitpunkt erneut die Wirkung der Hemmung um weitere 6 Monate.


    Könnte ich nicht beim Mahngericht unter Nennung des [lexicon]AZ[/lexicon] nach dem Sachstand fragen??
    Wenn sich nichts getan hat könnte man sich ggf. sicherer fühlen .


    Gruß

  • Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken verabschiedet!




    Freitag, 28. Juni 2013 10:17 | Geschrieben von Rechtsanwalt Marcus Dury LL.M. | | | Zugriffe: 34




    Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken verabschiedet!


    Der Bundestag hat am 27.06.2013 das Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken verabschiedet. Im Bereich der Filesharing-Abmahnungen werden die Abmahnkosten, die die Abmahnkanzleien geltend machen können, stark abgesenkt.


    Dies wird über eine Reduzierung des Streitwertes auf 1.000 € erreicht. Zukünftig können dann nur noch 155,29 € an Anwaltskosten geltend gemacht werden.


    Ein Schlupfloch wurde aber in das Gesetz
    eingebaut! Die Deckelung der Abmahnkosten greift nämlich nicht, wenn
    die Einschränkung „nach den besonderen Umständen des Einzelfalls unbillig
    ist. Man darf gespannt sein wie dies in der Praxis ausgelegt wird!
    Ebenso wird bei Filesharing-Abmahnungen der sog. fliegende Gerichtsstand
    abgeschafft, d.h. der Verbraucher muss fortan vor dem Gericht an seinem
    Wohnsitz verklagt werden.


    Zweifel am Ende des Abmahnwahns!


    Darüber hinaus ist fraglich, ob der
    Abmahnwahn durch das Gesetz effektiv eingeschränkt werden kann, denn den
    Abmahnkanzleien bleibt es weiterhin vorbehalten, extrem hohe
    Schadensersatzforderungen gem. der sog. Lizenzanalogie im Namen ihrer
    Mandanten geltend zu machen. An der Gesamtforderungshöhe dürfte sich
    daher nichts ändern.


    sehr spannend, besonders die abschaffung des fliegenden gerichtsstand find ich super. ob andere amtsgerichte außerhalb von münchen ebenfalls so wf "gesonnen" entscheiden werden, bleibt abzuwarten :)

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