Abmahnung Waldorf Frommer

  • Das [lexicon]Aktenzeichen[/lexicon] ist mir bekannt.
    Der [lexicon]Anwalt[/lexicon] meines bekannten wird keine [lexicon]modUe[/lexicon] zu WF schicken, da er sich keiner schuld bewusst ist.
    Sollte ich also nun warten bis die, durch meinen Namen im anwaltlichen Schreiben von meinem Bekannten an WF, mich anschreiben oder sollte ich die Initiative ergreifen und zuerst dorthin schreiben?

    1. Dann solltest du auch eine [lexicon]modUE[/lexicon] abfassen können.
    2. Die Rechtslage hier ist nmE nicht so eindeutig, dass man in der WG-Situation mit einer bloßen Behauptung als Abgemahnter keine UE abgeben sollte. Vorraussetzung ist ind bleibt das klare Bekenntnis des Täters. Vulg.: Morgen schlagt ihr euch aufs Maul - und er kann sehen wo er mit seiner Behauptung bleibt, die er niemals von alleine beweisen kann. Es bleibt die Gefahr des Antrags auf Einstweilige Verfügung - Waldorf ist da wohl nicht mehr aktiv - aber wissen kann man das nicht. Dagegen steht auch die hier vor kurzem erläuterte grundsätzliche Meinung, dass ein Abgemahnter außer der UE nichts anzugeben hat. Dabei gilt auch die alte Regel: Wer sich auf Zeugen verläßt ... ist gerne verlassen. Man kann hier zudem schon fast versprechen, dass der [lexicon]Anwalt[/lexicon] des Beklagten bei Dir sehr schnell Kasse machen will.
    3. Es hebt sich auf - da man nicht wissen kann, wie Waldorf nun reagiert, uA auch weil man nicht weiß, was der [lexicon]Anwalt[/lexicon] eigentlich schreibt. Wir haben auch schon Fälle gesehen, in denen Waldorf schlicht einen Bettler schrieb und nach den üblichen drei Jahren ... kam der [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] + Klage - das Geschriebene hat niemand interessiert. Es ist dann 2018 und Du in Paraquay. :-)


    Du kannst versuchen die Sache für Dich schnell zu bereinigen. Der Versuch wäre es wert - dann hast Dus hinter Dir. Prozessual wäre Dir von der AI-Seite nicht/schwer bei zu kommen, wenn es um deren Kosten geht.


    Andererseits kannst Du auch warten, ob Waldorf überhaupt Lust hat etwas zu unternehmen - und wenn ja wann. Die Verhandlungen können auch später statt finden.


    Es gibt hier keine "richtige" Antwort, weil "man" schlicht vom rechten Weg abgekommen ist. Und der sagt schlicht, dass man sowas untereinander klärt. Der Abgemahnte gibt die UE ohne [lexicon]Anwalt[/lexicon] ab - warten. Kommt es zur Klage kann der Beklagte recht sicher sein, dass er ohne Kostenbelastung aus der Sache raus geht. Die hat er jetzt schon - [lexicon]Anwalt[/lexicon]. Und wie oben gesagt - Einzelfall kennt man nicht. Man sitzt nicht in Deinem Wohnzimmer und weiß nicht, was der Abgemahnte denn nun eigentlich wußte.


    Bislang gibt es keine Rechtsprechung zum Thema, was das nun Viererverhältnis aus zwei Nutzern + zwei Anwaltskanzleien angeht.

  • Okay, also sollte ich erstmal warten was WF schreibt?
    Wenn die das Schreiben meines bekannten nicht akzeptieren,hänge ich auch irgendwie weiter in der Schwebe, da ich ja sein Verhalten bezüglich der [lexicon]modUe[/lexicon] nicht beeinflussen kann.
    Mir stellt sich nur die Frage, was ich zum jetzigen Zeitpunkt machen kann?
    Und wenn die dann mich irgendwann anschreiben, kann ich den Betrag dann verhandeln, da ich noch Geringverdiener bin?

  • Mir stellt sich nur die Frage, was ich zum jetzigen Zeitpunkt machen kann?

    Es gibt da eben keine keine ultimativ richtige Lösung, da in der Sache nicht der richtige Weg eingeschlagen wird.


    Der richtige Weg führte schon in zig Fällen vor Gericht zu einem Vergleich, den der Beklagte auch für Nutzungsberechtigte verhandelte - der Betrag wäre dann zu erstatten. Damit sind schon sehr viele verhältnismäßig billig gefahren.


    Die andere Lösung - Gerichtsverfahren gewinnt der Eine - Kläger stellt hernach a) sachliche Forderungen und bekommt das Geld ... dürfte man kaum mitbekommen (nicht mal ich weiß zB was der Sohn aus [lexicon]BGH[/lexicon] - "Bearshare" gesondert bezahlt hat), oder b) Fantasie-Forderungen und klagt (keine Urteile bislang und die Fälle, in denen ich weiß, dass es solche Klagen gibt sind nicht entschieden) ist genauso wenig prognostizierbar ($$$), wie außergerichliches Rumgewurschtel.

  • Das Problem ist, das ich das Verhalten Meines bekannten nicht beeinflussen kann.
    Er hat sich auf das Schreiben versteift in dem er mich als Täter nennt.
    Mir stellt sich nur die Frage ob ich dann demnächst selber post bekomme in der ich dazu gefragt werde und ob ich dann verhandeln kann oder ob es Sinn macht, schon ohne das Schreiben von WF an mich, eine [lexicon]modUE[/lexicon] abzugeben.
    Entschuldigt bitte wenn ich geradeauf dem Schlauch stehe, aber den fall der GerichtsVerhandlung gibt es bei mir nicht.

  • Hallo liebe mit betroffene
    Ich verfolge eure Hilfreiche Beiträge ab und zu nun kam auch bei mir wieder ein Brief ins Haus besser gesagt meiner Mutter die aber zum Tatzeitpunkt in einer Klinik 500km war ... Aber ich habe 2 Fragen: Nummer eins sie war zum Tatzeitpunkt nachweislich nicht vor Ort . Netzwerk war geschützt und da frage ich mich ob ich dies nicht den W&F vortragen kann das eine Klage keinen Sinn hat. Frage 2 wenn man andere Foren liest klingen hört man hauptsächlich Nutzer die doch zahlen musste oder die eingeknickt sind. Ich muss zugeben das ich hier auch nicht jede Seite gelesen habe aber die Resonanz wirkt wesentlich positiver

  • frage ich mich ob ich dies nicht den W&F vortragen kann


    Nicht Du, sondern die abgemahnte Anschlussinhaberin...
    In der Regel lohnt es sich nicht, oder ist sogar schädlich, wenn man vor einer eventuellen Klage zuviel über die eigene Situation preisgibt. Der Abmahner interessiert sich kaum für Eure Geschichte, sondern eher für Euer Geld. Wenn der Abmahner Eure Story kennt, kann er sich besser auf einen eventuellen Rechtsstreit vorbereiten.

    schreibe mit Windowsphone

    Windows Phone hat aber schon [lexicon]Satzzeichen[/lexicon], oder? ;)

  • Und noch ein weiteres Problem:
    Wenn der Bekannte mich beschuldigt und ich die [lexicon]modUE[/lexicon] abgebe die hier als Vorlage ist, mit dem Satz:
    "Hiermit verpflichte ich (Name, etc...) mich ohne Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung dazu und ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage, gleichwohl rechtsverbindlich gegenüber..."
    Kann ich dann überhaupt die Summe begleichen und alles ist erledigt, oder streite ich dadurch die Vorwürfe ab und es geht wieder auf meinen Bekannten zurück?

  • Und noch ein weiteres Problem:


    Mal als kleine emotionslose Zusammenfassung... (Hardlinerversion)


    Ein AI 'Nutzer X' wird abgemahnt und glaubt, den Internetmitbenutzer zu kennen ('Nutzer Y'), der als Verursacher für die Abmahnung verantwortlich zeichnet. Der Nutzer X kann nun wie Rumpelstilz ums Feuer tanzen und Nutzer Y privat beschuldigen und ihm viele nette Worte an den Kopf knallen ... wird aber alles nichts nützen, denn der AI 'Nutzer X' ist gegenüber dem Rechteinhaber in Vertretung durch den anwaltlichen Abmahner im eigenen Interesse zur Reaktion verpflichtet.
    Das kann sein:
    -Der AI schickt eine [lexicon]mod.UE[/lexicon] und sonst nichts.
    -Der AI schickt nur einen 'Erklärungsbrief' - z.Bsp...war zum angegebenen Zeitpunkt im Urlaub und die böse Putzfrau wars...hier die Anschrift:..
    -Der AI reagiert als Kombination aus den ersten beiden Anstrichen


    Es wird wohl eher seltenst der Fall sein, dass der Abmahner dem 'Erklärungsbrief' Glauben schenkt und es nicht als Schutzbehauptung des Abgemahnten abtut. Der Brief hinterlässt auch kaum einen höheren Wert, wenn der [lexicon]Anwalt[/lexicon] vom 'Nutzer X' auf dem Briefbogen steht, denn der schreibt auch nur das, was sein Mandant ihm erzählt. Damit steht 'Nutzer X' genauso wie unmittelbar nach der Abmahnung da: Forderung Geld und Unterlassung.


    Zur Gret-/Ent(e)-/chenfrage:
    Grundsätzlich kann jeder Unterlassung für irgendein Verhalten, bzw. hier künftiges Nichttun erklären. Über die unterschiedlichen Arten von Unterlassungserklärungen klärt dich der Grundkurs (römisch II, Pkt. 5 bis Pkt. 8 ) auf.
    Eine Unterlassungserklärung hat zudem nichts mit Geld zu tun!


    Wird eine [lexicon]mod.UE[/lexicon] mit einem gültigen [lexicon]Az[/lexicon]. aber 'falschen'/anderen Namen als der, der in der Abmahnung steht zum Abmahner geschickt, scheint für den RI zwar das Unterlassungsbegehren erfüllt zu sein und der abweichende Namen kann auf eine veränderte Anschlussinhaberschaft hindeuten - woher soll der Abmahner das wissen. Auf jeden Fall bleibt sein Zahlungsbegehren gegenüber dem AI 'Nutzer X' bestehen.
    Wenn schon Geld fließt, dann sollte von seitens des 'Nutzer Y' über die Höhe verhandelt werden.


    Meine persönliche etwas emotionalere Meinung ist da ganz anders.
    Wer sich nach einer Abmahnung einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] holt, um einen Ex-Mitbenutzer zu 'beschuldigen', kann die Verbundenheit zwischen 'Nutzer X' und 'Nutzer Y' nicht weit her sein. Eine einvernehmliche Beilegung wäre viel besser zu lösen, wenn beide miteinander kommunizieren würden.
    Und wenn eine Situation bereits so 'verfrostet' ist, was kümmert dich dann dein Bekannter?

  • Ente :
    Bisweilen ist @Shual zwar schwer zu verstehen, wenn er etwas kommentiert, aber hier ist er mMn recht eindeutig:

    Die andere Variante ist, dass Du Dich it dem Vorgehen oben einverstanden erklärst und eine eigene Unterlassungserklärung abgibst, damit man Dich nicht mehr abmahnen kann. Dann regelst Du die Sache mit dem Schadensersatz persönlich mit Waldorf-Frommer.


    Davon abgesehen: du solltest zusehen, dass du dich in die Materie selbst erstmal in Ruhe einliest! Einen "Königsweg" zum Vorgehen gibt es nicht, wie dir auch zuvor mitgeteilt wurde..


    P.S.: diesmal hat Madame schneller geantwortet ;)

  • Nein, der [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] ist schon da und ich habe ihm Widersprochen.
    Die Frage ist nur ob das Standard ist, dass da ein Termin steht oder ob die das nur in Fällen machen wo sie wirklich vorhaben zu klagen?

  • Hallo Zusammen,
    bin neu hier und hätte mal eine Frage, ist es sinnvoll nach Erhalt eines Mahnbescheids einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] einzuschalten oder reicht es dass ich den Widerspruch einlege und dann warte ob was kommt?


    Abmahnung von W&F: 14.02.2012
    Diverse Bettelbriefe
    [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon]: 06.09.2014


    Danke schon mal für eure Hilfe :)

  • Ja das hab ich schon gesehen, nur will ich es auch richtig ausgefüllt zurückschicken.
    Kreuz bei "ich widerspreche dem Anspruch insgesamt" ist gemacht.
    Muss ich außer meiner Unterschrift noch etwas angeben? Bezeichnung des Absenders?