Abmahnung Waldorf Frommer

  • so, bin umgezogen, WF hat offenbar meine neue adresse rausgefunden und mir nen weiteren bettelbrief zugeschickt.


    erwaehnen irgendwas von Tauschboerse I, II und III, kuerzliche beschluesse etc. die ihre position staerken.
    glaube ich gerne, aber ob die position stark genug ist? ....


    dumm, dass ich mein erstes schreiben januar 2013 bekommen habe. dauert also noch 16 monate bis zur verjaehrung....

  • @jesse_pinkman
    Was die [lexicon]Verjährung[/lexicon] angeht,kommts nicht drauf an,wann du abgemahnt wurdest,sondern wann die Beauskunftung durch den Provider erfolgt ist. Und wenn dein erstes Schreiben im Januar 2013 ankam, ist die Wahrscheinlichkeit hoch,daß die Beauskunftung noch im Dezember 2012 stattfand (schau mal in deine Abmahnung,ob da eine Kopie der Beauskunftung beiliegt...ist oft nur eine Kopie eines Fax). §199 Abs.1 BGB,der die [lexicon]Verjährung[/lexicon] regelt, besagt dazu nämlich folgendes:


    (1) Die regelmäßige Verjährungsfrist beginnt, soweit nicht ein anderer Verjährungsbeginn bestimmt ist, mit dem Schluss des Jahres, in dem
    1.der Anspruch entstanden ist und
    2.der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen
    müsste.

    Die [lexicon]Verjährung[/lexicon] tritt also nicht erst Ende 2016,sondern bereits Ende 2015 ein,sofern die Beauskunftung wirklich noch 2012 stattfand....und Waldi nicht noch mal eben einen [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] erwirkt. Aber das ist wieder eine andere Sache. Manchmal behauptet Waldi noch,daß zumindest die Abmahnkosten erst mit ihrer Entstehung verjähren können (und damit nach Waldis Meinung frühstens mit Erhalt der Abmahnung),doch damit will er sich m.E. nur Zeit verschaffen,weil er nicht mit der Arbeit hinterherkommt.


    Hierzu möchte ich mal von der Webseite der Kanzlei Feuerhake zitieren:


    Grundsätzlich unterliegen der Unterlassungsanspruch und der darauf beruhende Kostenerstattungsanspruch auf den gleichen verjährungsrechtlichen Bestimmungen – so sagt es das [lexicon]AG[/lexicon] Bielefeld (42 C 368/13, Rz. 19). Dass der Verjährungsbeginn für den Anspruch auf Erstattung des Aufwendungsersatzes kein anderer sein kann als für den Unterlassungsanspruch, ergibt sich aus den folgenden grundsätzlichen Erwägungen:Zunächst gilt der Grundsatz der Schadenseinheit (Palandt, § 199, Rn. 14). Danach entstehen Schadensersatzansprüche grundsätzlich einheitlich, auch für die erst in Zukunft fällig werdenden Beträge, sobald ein erster Teilbetrag geltend gemacht werden könnte. Da es im Falle des Verschuldens auch möglich ist, die Rechtsanwaltskosten im Rahmen des Schadensersatzes nach § 97 II UrhG zu fordern – dessen Verjährungsbeginn dann ohne Zweifel nach dem Grundsatz der Schadenseinheit der gleiche Zeitpunkt ist, wie beim Lizenzschadensersatz oder dem Unterlassungsanspruch – ist es ein Widerspruch, wenn die [lexicon]Verjährung[/lexicon] beim nicht verschuldeten Aufwendungsersatz erst mit Absenden der Abmahnung beginnt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Werniman ()

  • Hallo zusammen,


    'kleiner' Zwischenstand von mir: Vergleich auf ca. 80% der Geamtsumme nach [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] und der Klage.


    Vor Gericht gehen hatte ich keine keine Lust und nach dem [lexicon]MB[/lexicon] war ich bei ca. 1100. Somit sind 880 + 380 Gerichtskosten draus geworden.


    Sie mussten jetzt also gute 3 Jahre drauf warten, ich habe mir nichts gespart aber ein Rechtsanwalt meinerseits hat auch nichts verdient.


    VG

  • Was sollen wir machen?

    Zunächst wäre klar zu sagen, dass am [lexicon]AG[/lexicon] Frankfurt durchaus bessere Chancen bestehen ein Verfahren erfolgreich zu bestehen, wobei an einer Anwaltseinschaltung kein Weg vorbei geht. Dabei gibt es sicherlich eine Reihe von örtlichen Anwälten, die Erfolge vorweisen können und die ansonsten auch etwas taugen. Allerdings reicht eine Info wie "Wir waren es nicht" keinesfalls aus. (Außerdem seid Ihr schon "verklagt".)


    Trotzdem liegt hier in der Ruhe die Kraft - was jetzt uns hier betrifft: Einfache Kontaktaufnahme zur Moderation. Dann sieht man mal weiter..... ansonsten in Ruhe übers Wochenende eine passende anwaltliche Vertretung suchen.

  • Soll ich da noch ein paar mal machen?

    Ich gehe mal davon aus, dass Du Dich entschlossen hast zu zahlen. Andernfalls verstehe ich Deine Vorgehensweise nicht.
    Den hier propagierten Weg ([lexicon]modUE[/lexicon], kein weiterer Kontakt, [lexicon]Verjährung[/lexicon] oder Klage abwarten) hattest Du ja von Anfang an nicht beschritten.


    Du solltest natütlich versuchen, den Preis soweit wie möglich zu drücken. Aber Spielchen wird der Abmahner nicht mit sich machen lassen. Sobald eine Einigung erreicht ist, wirst Du auch "liefern" müssen. In jedem Falle hat Dich der Abmahner jetzt auf dem Radar, Du wirst Dich also nicht mehr in der großen Masse verstecken können.
    Auch solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass Verhandlungen den Fortgang der [lexicon]Verjährung[/lexicon] hemmen. Deine [lexicon]Verjährung[/lexicon] beginnt, Deinen früheren Angaben zu Folge, Ende 2015 und endet mit dem Ablauf des Jahres 2018. Wenn Dein Briefverkehr mit WF 2016 fortgesetzt wird, verlängert sich die [lexicon]Verjährung[/lexicon] entsprechend.

  • Im April 2013 Abmahnung bekommen, mod. UE verschickt, ein paar Wochen später Zahlungsaufforderung bekommen, ignoriert, und dann war Ruhe. Und jetzt krieg ich vor einer Woche die "Zahlungsaufforderung vor Klageerhebung" :( Einfach abwarten?

  • Hallöchen Ihr Lieben,


    was heisst eigentlich in einem vorherigen Post 'ich war's nicht reicht nicht' ??? Ich hatte bis vor kurzem 3 minderjährige Söhne im Haushalt. Soll das jetzt heissen, ich könnte mich nicht damit 'rausreden' alle wurden aufgeklärt bezüglich Downloads, ich habe meine Fritzbox mit einem sehr guten Passwort gesichert und trotzdem bin ich der 'Depp' ??? Ich dachte da gab es vom [lexicon]BGH[/lexicon] ein Urteil, wo der Vater freigesprochen wurde, oder holt sich die Abmahnmafia jetzt das Geld bei den Kindern ?


    viele grüße

  • Hallo,


    2013 kam die Abmahnung für zwei Fälle nämlich für mich und meine Freundin (eigener Anschluss) aufgrund der selben Datei. Damals haben wir ne Mod UE. hin geschickt und beschlossen auf [lexicon]Verjährung[/lexicon] zu hoffen. Aktuell kam nun wieder ne Zahlungsaufforderung.
    Aktuell überlegen wir aufgrund des Drucks doch nachzugeben und überlegen einen Vergleich zu machen.
    -Ist es denn überhaupt empfohlen einen Vergleich ohne [lexicon]Anwalt[/lexicon] zu machen?
    -Kann der dies für einen Pauschalpreis für uns beide machen?
    -Gibt es Anleitungen wie man solch einen Vergleich anstrebt?
    -Lässt sich WF erfahrungsgemäß darauf ein?
    -Wenn ja wie ändert sich die Summe (aktuell sind es die üblichen 956)?
    -Wenn ich nun doch bis nächstes Jahr abwarte, lassen die sich erfahrungsgemäß dann immer noch auf einen Vergleich ein? Wenn ja für die gleiche Summe?

  • Wenn ja wie ändert sich die Summe


    Wenn Du Dir einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] nimmst und der einen Vergleich aushandelt, der natürlich ein Stück weit
    unter der ursprünglich geforderten Summe liegt, musst Du aber auch deinen [lexicon]Anwalt[/lexicon] bezahlen und hast
    zum Schluß die selbe Summe oder sogar mehr bezahlt, als wenn Du den in der Abmahnung geforderten Betrag gleich bezahlt hättest!
    Denk mal drüber nach......
    Gruß
    thats it ^^

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