Abmahnung Waldorf Frommer

  • Hallo an alle W.F. geschädigten,


    wollte mich mal wieder in diesem Forum umsehen um mal die Aktenlage zu checken.
    Ich meinerseits gebe hiermit kund das ich nach erfolgter Abmahnung Anfang 2010 bis
    zum [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] in 08/14 gekommen bin und seit daher ist Ruhe . Somit bin ich
    definitiv durch. Habe in diesem Forum ziemlich viel gelesen, auch die Statistiken,
    und bin zu der pers. Erkentniss gelangt das " Einzeltäter " ganz gut durchkommen.
    [lexicon]Grundkurs[/lexicon] lesen, mod. Unterlassungserkl. abgeben, Fresse halten,keinen Kontakt herstellen
    oder anstreben,keine Verhandlungen ,[lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] richtig ausfüllen und zurückschicken.
    Habe nie einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] kontaktiert was finanziell betrachtet wahrscheinlich eh nicht
    viel bringt. Wenn der eigene [lexicon]Anwalt[/lexicon] jemand raushaut dann kriegt der halt die Kohle
    denn die sind alle keine Weihnachtmänner und wollen schlicht verdienen.Kommt aber
    sicher auf den Einzelfall an.
    ALSO WARTET EINFACH AB UND LAßT EUCH NICHT EINSCHÜCHTERN.IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT! :thumbup:

  • [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] in 08/14 gekommen bin und seit daher ist Ruhe . Somit bin ich
    definitiv durch.


    Da wäre ich mir nicht sooo sicher. Wie fast alle Abmahner ist auch Waldi auf den Itzehoe-Zug aufgesprungen und vertritt nun die Meinung,daß die Verjährungsfrist 10 Jahre beträgt. Und solange die meisten Richter nicht den Mut haben, ein Urteil aufgrund Rechtslage am Schreibtisch zu fällen und Klagen abzuweisen, besteht auch weiterhin die Gefahr, daß Waldi noch Klage einreicht und es zu einem Prozess kommt.



    Zitat

    Habe in diesem Forum ziemlich viel gelesen, auch die Statistiken,
    und bin zu der pers. Erkentniss gelangt das " Einzeltäter " ganz gut durchkommen.


    Das ist sehr vom Abmahner abhängig,ob und wieviele Klagen er einreicht. Gerade die kleinen Abmahner sind ziemlich klagefaul, während die Klagewahrscheinlichkeit bei den "großen Nummern" im Abmahnbusiness (z.B. Waldi oder Sasse) weitaus höher ist. Bei diesen besteht auch bei Einzeltätern die Gefahr, vor Gericht gezerrt zu werden. Woran die das festmachen, wen sie nun vor Gericht zerren, ist ein eine andere Frage.



    Zitat

    Wenn der eigene [lexicon]Anwalt[/lexicon] jemand raushaut dann kriegt der halt die Kohle
    denn die sind alle keine Weihnachtmänner und wollen schlicht verdienen.


    Auch die Verteidiger haben kein Interesse, die Abmahnwelle zum Erliegen zu bringen. Wo sonst können sie mit relativ geringem Aufwand soviel Geld verdienen ? Denn letztendlich schreiben sowohl Abmahner als auch Verteidiger doch immer wieder nur die selben Bausteinbriefchen. Mehr brauchen sie auch nicht,denn im Grunde unterscheiden sich die wenigsten Fälle wirklich gravierend von der großen Masse.

  • Guten Abend allerseits,


    Bisher hab ich hier nur etwas quergelesen und dadurch ein paar hilfreiche Informationen herausgefiltert - habt Dank!



    Abgemahnt von WF wurde ich als [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] im Frühjahr 2013:
    Angeblich wurde im Frühjahr 2013 ein paar Minuten lang ein Musikstück über meinen Anschluss zum Download bereitgestellt.


    Ich habe brav eine modifizierte Unterlassungserklärung unterzeichnet und mich ansonsten totgestellt.


    Lange kam dann nichts, bis nun in kurzer Folge 'Zahlungsaufforderung vor Klageerhebung', 'Vorbereitung Klageverfahren' und 'Vorbereitung Klageverfahren abgeschlossen' ins Haus flatterten.
    Voller 'Begeisterung' erwarte ich also demnöchst meinen ersten gerichtlichen [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon]. =/


    (Ausgehend von einer 3-jährigen Verjährungsfrist wäre die Sache erst Ende 2016 verjährt - noch mehr als ein Jahr hin...)



    Offizielle Mitbewohner hatte ich nicht, jedoch lag die Wohnung in einer stark besiedelten Gegend mit häufig wechselnden Mietern.
    Manchem Besuch und auch Nachbarn gab ich Zugriff auf mein W-Lan. Auch nutzte mein router nicht die bestmögliche Verschlüsselung.
    Ist dies ausreichend für das Argument der Störerhaftung?



    Ich bin dankbar für aufbauende Worte und hilfreiche Tips - und werde mich in der nächsten Zeit voraussichtlich mit dem Thema wieder etwas eingehender beschäftigen müssen.


    Gruß,
    V.



    PS: Lieber bezahle ich irgendwann einen eigenen [lexicon]Anwalt[/lexicon], als diesen Halsabschneidern ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.

  • >>Manchem Besuch und auch Nachbarn gab ich Zugriff auf mein W-Lan.


    Prinzipiell sollte dann auch jemand "da" sein, der das ggf. als Zeuge bestätigen könnte.


    >>Auch nutzte mein router nicht die bestmögliche Verschlüsselung.


    Darin könnte man ein Problem sehen.


  • Prinzipiell sollte dann auch jemand "da" sein, der das ggf. als Zeuge bestätigen könnte.


    Spätestens wenn sie erfahren, wozu sie diese Aussage machen sollen,werden zumindest die,die sich nicht über das Thema Störerhaftung etc kundig machen, wohl ganz schnell einen Rückzieher machen und keinesfalls zugeben wollen,daß sie das Netz mitnutzen konnten/können. Die Angst,selbst in die Haftung genommen zu werden,dürfte wohl ziemlich groß sein. Insofern muss man erstmal ´ne Lehrstunde mit den betreffenden Personen machen.



    Zitat

    Darin könnte man ein Problem sehen.


    Allerdings. Es gibt zwar Gerichte,die das vorhandensein *irgendeiner* Verschlüsselung als ausreichend erachten, aber üblich ist wohl eher,daß auf die als ausreichend sicher geltende WPA2-Verschlüsselung bestanden wird. Insofern sollte man vermeiden, das Thema Verschlüsselungsverfahren irgendwie näher zur Sprache zu bringen.

  • Insofern sollte man vermeiden, das Thema Verschlüsselungsverfahren irgendwie näher zur Sprache zu bringen.

    Das ist sicherlich ein falscher Rat, da man eine vernünftige Aussensicherung -wahrheitsgemäß- immer zu besprechen hat.


    Es kommt auch immer auf den jeweiligen Gerichtsstand und auf Details an (wie eben wann und wie der strittige Router eingerichtet wurde). Andererseits könnte sogar im schönen München, wo man fast immer den Täter zu präsentieren hat - ein nicht ausreichend gesichertes W-LAN die Täterschaftvermutung abwenden. Mit der negativen Folge der Störereigenschaft, aber eben auch der positiven Folge einer weitaus besseren Verhandlungsbasis wenn der Schadensersatzanteil wegfallen würde.

  • Insofern muss man erstmal ´ne Lehrstunde mit den betreffenden Personen machen.

    Mir scheint ne Lehrstunde hier im Forum auch mal angebracht ;)
    Um der Störerhaftung zu entgehen, sind in jedem Falle Prüf- und Sicherungspflichten zu erfüllen, insbesondere, wenn man sich nicht auf den besonderen Schutz der Familie berufen kann. Hierzu gehören Nachforschungen (also beispielsweise eine Liste von Personen, die im Zeitraum der Rechtsverletzung Zugriff hatten) und Belehrungen (also ein Nachweis, dass die anderen Teilnehmer ausreichend über die Gefahren durch illegale Aktivitäten aufgeklärt worden sind).
    Die Diskussion hier kommt grad so rüber, als ob man nur sagen müsste, dass andere den Anschluss mitnutzen, und man wäre aus dem Schneider. Das Gegenteil ist der Fall: Nicht die "Anderen" sind die Störer, sondern derjenige, der seinen Anschluss fahrlässigerweise (also ohne ausrechende Kontrolle) anderen überlassen hat.

  • @waldibrieffreund
    Ich glaube,du hast mich da etwas falsch verstanden. Versetz dich mal in die Lage desjenigen hinein, der den Anschluß mitbenutzt hat. Ob er nun Täter war oder nicht,spielt an dieser Stelle keine Rolle. Diese Person soll nun plötzlich vor Gericht bestätigen,daß er belehrt war, nichts illegales zu tun, damit der Anschlußinhaber nicht mehr automatisch als Störer gilt, weil es ja dann noch alternative Geschehensabläufe gibt. Wie wird der Mitbenutzer dann wohl reagieren ? Der wird sich wohl in der Regel denken,daß sich der Anschlußinhaber reinwaschen und ihm die Schuld in die Schuhe schieben will. Anders gesagt: Niemand entlastet gerne eine andere Person,wenn die Gefahr besteht,dann selbst als Täter zu gelten.

  • du hast mich da etwas falsch verstanden

    Nee nee, hab Dich schon richtig verstanden. Mir gings nur darum, dass beim Punkt Mitnutzer am Thema vorbeidiskutiert wird. Der Mitnutzer kommt muss ja gar nichts zugeben. Entscheidend ist, dass der [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] nachweisen kann, dass er eventuelle Mitnutzer belehrt hat. Hat er dies nicht getan (so wie wahrscheinlich hier) kommt es auf die Aussage der Mitnutzer gar nicht mehr an.

  • Hm...


    Zum Thema Verschlüsselung:
    Auch WEP und WPA galten zeitweise als sicher, und nicht alle Geräte älteren Datums lassen sich auf WPA2 umstellen...


    Wenn ich meinen Bekannten gesagt habe "Hier ist der Schlüssel für mein WLAN - aber damit dürft ihr nichts illegales machen." - zählt das als hinreichende 'Belehrung'?


    Wenn nun einer meiner Bekannten aussagt, "Ja, ich habe das WLAN nutzen dürfen. Ja, der [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] hat mir vorher verboten, damit illegale Handlungen vorzunehmen. Nein, ich habe damit nichts illegales gemacht." - bringt mich als [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] das in irgendeiner Form weiter?
    (Ich hätte sicherlich ein paar Leute, die diese Aussage wahrheitsgemäß für mich machen würden.)


    Oder müsste ich ALLE Bekannten, die mein WLAN-nutzten nennen - und vorladen lassen? (Was, wenn ich nicht mehr ihre Kontaktdaten habe oder nie ihren vollen Namen kannte...?)
    Oder sollte ich sie lieber aus diesem Stress heraushalten, weil es mir als [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] ohnehin keinen rechtlichen Vorteil bringt?


    Und wenn ich nun einen (oder mehrere) vergessen habe, 'zu belehren' - was dann?


    Gruß,
    V.

  • Andererseits könnte sogar im schönen München, wo man fast immer den Täter zu präsentieren hat - ein nicht ausreichend gesichertes W-LAN die Täterschaftvermutung abwenden. Mit der negativen Folge der Störereigenschaft, aber eben auch der positiven Folge einer weitaus besseren Verhandlungsbasis wenn der Schadensersatzanteil wegfallen würde.


    Was hat es hier mit der 'Verhandlungsbasis' auf sich? Ist diese noch gegeben, wenn die Sache bereits vor Gericht gelandet ist?


    Gerichtskosten (+Anwaltskosten WF?) müsste weiterhin der [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] tragen - nur der 'Schadensersatzanteil' wegfallen?


    An welcher Stelle (im Gerichtsverfahren?) würde man die Störereigenschaft darlegen / beweisen?

  • Was hat es hier mit der 'Verhandlungsbasis' auf sich? Ist diese noch gegeben, wenn die Sache bereits vor Gericht gelandet ist?


    Gerichtskosten (+Anwaltskosten WF?) müsste weiterhin der [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] tragen - nur der 'Schadensersatzanteil' wegfallen?


    An welcher Stelle (im Gerichtsverfahren?) würde man die Störereigenschaft darlegen / beweisen?

    Grundsätzlich und theoretisch kann in jedem Stand eines Verfahrens verglichen werden. Die übliche "Verhandlungsbasis" wäre die Gesamtsumme, die aus Abmahngebühr (500) + Schadensersatz (400) = Gesamtsumme (900). Egal was - alles was zu beweisen ist - ist bereits in der Klageerwiderung vorzutragen.


    Es ist dabei nun müßig alle 187 möglichen Varianten an allen möglichen Gerichtsständen durchzuspielen. Sicherlich bietet sich hier stets eine 50-50-Lösung mit Gebührenaufhebung (jeder trägt seine Kosten + 50% Gerichtsgebühr (26,50€)) an.

  • Noch eine Frage:


    Seit diesem Jahr kann WF seine Klagen nicht mehr ausnahmslos beim [lexicon]AG[/lexicon] München einreichen, wenn ich das richtig verstanden habe - und das [lexicon]AG[/lexicon] Hamburg scheint bisher eine anschlussinhaberfreundlichere Sicht auf die Dinge zu haben als es das [lexicon]AG[/lexicon] München an den Tag legt?


    Gruß,
    V.

  • Seit diesem Jahr kann WF seine Klagen nicht mehr ausnahmslos beim [lexicon]AG[/lexicon] München einreichen, wenn ich das richtig verstanden habe - und das [lexicon]AG[/lexicon] Hamburg scheint bisher eine anschlussinhaberfreundlichere Sicht auf die Dinge zu haben als es das [lexicon]AG[/lexicon] München an den Tag legt?

    Sagen wir mal eher - das [lexicon]AG[/lexicon] Hamburg hat Vorteile. Auch wenn ich die aktuelle Praxis nicht mehr verfolge, bekamen in all den Jahren Beklagte fast stets bereits nach Einreichung der Klageerwiderung ein (zunehmend) (und in Deiner "Fallklasse") realistisches Vergleichsangebot vorgelegt. Allerdings muss man auch dort abwarten an was für einen Richter/in man tatsächlich kommt.


    Wie ich erst jetzt lese soll es sich ja eventuell sogar um ein Uraltgerät (W-LAN-Router) handeln, was gemeinhin die Chancen steigert. Die Frage der Nennung von "Bekannten/Nachbarn" bezieht sich allerdings nur auf den angeblichen Tatzeitpunkt. Wenn es dann tatsächlich 20 Leute waren muss man sicherlich zunächst mal die gerichtliche Meinung einholen, ob ... bei einem WEP-Router ... hier bei 20 Leuten nach dem Täter zu forschen ist ... da unterm Strich kaum mehr als die Frage nach der Störerhaftung (WEP-Router) heraus springen sollte/kann, egal ob 20 als Zeuge benannt und gehört werden, oder nicht.


    Fazit ist sicherlich, dass man auch abwarten kann was genau eingeklagt wird (und falls ob). Bei "Musikwerk" kann der Gegner ja auch auf den Gedanken kommen zB ganze 2.400,00€ an Schadensersatz zu veranschlagen. Hier könnte man dann bei "erfolgreichem" Abwälzen des Schadensersatzes - schon bei "Störerhaftung" enorm an Prozesskosten sparen, da der verbliebene Wertanteil an den Prozeßkosten nur noch einem Sechstel entsprechen würde. Natürlich kann man heute - vor einem [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] - das Ganze stark verkürzen, in dem man sich auf die (vorhersagen kanns keiner) "mutmaßliche" Störerhaftungssumme (RA-Kosten - 500€) einigt. Dann wird man aber nie erfahren, was passiert wäre wenn...


  • Wenn ich meinen Bekannten gesagt habe "Hier ist der Schlüssel für mein WLAN - aber damit dürft ihr nichts illegales machen." - zählt das als hinreichende 'Belehrung'?


    Das *sollte* eigentlich reichen. Denn die Gefahren im Internet sind viel zu umfangreich,als daß man sie alle namentlich benennen könnte.



    Zitat

    Wenn nun einer meiner Bekannten aussagt, "Ja, ich habe das WLAN nutzen dürfen. Ja, der [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] hat mir vorher verboten, damit illegale Handlungen vorzunehmen. Nein, ich habe damit nichts illegales gemacht." - bringt mich als [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] das in irgendeiner Form weiter?


    Pflicht ist es lediglich zu belehren. Überwachung wird zwar von einigen zurückgebliebenen Richtern und Anwälten ganz gerne mal gefordert, ist in der Praxis für den normalen Anschlußinhaber auch nicht umsetzbar. Die wenigsten User haben daheim einen Proxyrechner,der jede Aktion der Nutzer im LAN protokolliert und es ist auch nicht praktikabel, daß der AI ständig sämtlichen Mitnutzern über die Schulter schaut. Versuch das mal in einer WG mit mehreren Mitbenutzern,die alle gleichzeitig online sind :-D



    Zitat

    Und wenn ich nun einen (oder mehrere) vergessen habe, 'zu belehren' - was dann?


    Gute Frage. Optimalerweise sollte man sich das alles quittieren lassen,aber wer macht das schon ? Sheldon Cooper vielleicht :-D


    Zitat

    Seit diesem Jahr kann WF seine Klagen nicht mehr ausnahmslos beim [lexicon]AG[/lexicon] München einreichen, wenn ich das richtig verstanden habe - und das [lexicon]AG[/lexicon] Hamburg scheint bisher eine anschlussinhaberfreundlichere Sicht auf die Dinge zu haben als es das [lexicon]AG[/lexicon] München an den Tag legt?


    Das liegt daran,daß der fliegende Gerichtsstand abgeschafft wurde. Daß du explizit das [lexicon]AG[/lexicon] Hamburg ansprichst,gehe ich mal davon aus,daß dieses jetzt für dich zuständig wäre ? Das [lexicon]AG[/lexicon] Hamburg könnte man in seiner Rechtsprechung als "Wackelkandidaten" bezeichnen. Wie heißt es so schön "Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand!". Und am [lexicon]AG[/lexicon] Hamburg gilt das ganz besonders.Aber man kann durchaus sagen,daß die Hamburger in den letzten 2-3 Jahren öfters mal ein für den abgemahnten positives Urteil sprechen.

  • Erneutes Danke an euch.


    ...fast stets bereits nach Einreichung der Klageerwiderung...

    Ich bin leider kein Jurist und habe keinerlei Klageerfahrung (weder in der einen noch in der anderen Richtung).
    An was für einer Stelle findet dieser Schritt statt?
    IM Gerichtsverfahren? Oder zwischen Punkten 8 ) und 9) unserer Liste hier?


    bezieht sich allerdings nur auf den angeblichen Tatzeitpunkt. Wenn es dann tatsächlich 20 Leute waren muss man sicherlich zunächst mal die gerichtliche Meinung einholen, ob ... bei einem WEP-Router ...

    Okay zum TATZEITPUNKT dürften wenig Bekannte anwesend gewesen sein... die Störerproblematik durch Nachbarn halte ich dann für weitaus relevanter.


    Bei "Musikwerk" kann der Gegner ja auch auf den Gedanken kommen zB ganze 2.400,00€ an Schadensersatz zu veranschlagen.

    Bisher sind die Forderungen im dreistelligen Bereich - kann das noch angehoben werden?
    Ist das realistisch durchzusetzen bei angeblich EINER Musikdatei und angeblich WENIGEN MINUTEN filesharing?


    kann man heute - vor einem [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] - das Ganze stark verkürzen, in dem man sich auf die (vorhersagen kanns keiner) "mutmaßliche" Störerhaftungssumme (RA-Kosten - 500€)

    Das würde heißen, ich müsste nun - noch VOR Erhalt eines offiziellen Mahnbescheides - mit WF Kontakt aufnehmen und mit ihnen über die Störerhaftung diskutieren?


    Und "RA-Kosten - 500€" heißt was genau? Bis 500€? Oder war +500€ gemeint?

  • - Im Gerichtsverfahren. Bereits mit dem Eingang der ersten Verfügung des Streitgerichts wirst Du aufgefordert auf die beigelegte Klagebegründung innerhalb einer bestimmten Frist zu erwidern.


    - Bei Musikalben wäre der Versuch "Erhöhungen" durchzusetzen nicht unwahrscheinlich.


    - Nur ein entsprechendes befristetes Vergleichsangebot unterbreiten - nicht diskutieren.

  • Guten Tag,


    nochmal zum Mitschreiben, wenn dem [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] widersprochen wurde und danach die Klageschrift kommt,
    ist dann a) mit Erhalt der Klageschrift ein [lexicon]Anwalt[/lexicon] zu beauftragen
    oder b) ein Anruf mit Vergleichsangebot vor Verfahren noch möglich (und ohne anwaltliche Hilfe zu beauftragen)
    oder c) ein Verfahren unvermeidbar und ein [lexicon]Anwalt[/lexicon] zu beauftragen.


    Danke im Voraus

  • nochmal zum Mitschreiben, wenn dem [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] widersprochen wurde und danach die Klageschrift kommt,
    ist dann a) mit Erhalt der Klageschrift ein [lexicon]Anwalt[/lexicon] zu beauftragen
    oder b) ein Anruf mit Vergleichsangebot vor Verfahren noch möglich (und ohne anwaltliche Hilfe zu beauftragen)
    oder c) ein Verfahren unvermeidbar und ein [lexicon]Anwalt[/lexicon] zu beauftragen.

    b)

  • Hallo zusammen,


    ich habe Post von W & F bekommen (Streitwert 915€).


    Folgender Sachverhalt:
    - Der Anschluss lief zum betreffenden Zeitpunkt auf meinem Namen.
    - Ich habe selbst nicht mehr in der WG gewohnt, der Vertrag sollte noch "auslaufen", da ein Übertragen nicht möglich war.
    - Die erste Mahnung stammte aus 10/2014, nur kam sie wegen Umzug nie an. Nun wurde meine Heimatadresse ermittelt (wie auch immer) und erneut abgemahnt.
    - Ich bin also nachweislich nicht der Uploader, jedoch war ich noch der [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon]. Verursacher innerhalb einer WG Gleichaltriger.
    - Ich will keine Namen nennen bzw. kann gar nicht nachvollziehen, wer der Verursacher war.


    Wie sollte das Vorgehen hier sein?
    Würde jetzt trotzdem eine [lexicon]ModUE[/lexicon] abgeben!?
    Sollte der Sachverhalt noch irgendwie dargestellt werden gegenüber W & F bzgl. Störerhaftung?


    Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

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