Abmahnung Waldorf Frommer

  • Nach diesem [lexicon]BGH[/lexicon]-Urteil ist die [lexicon]Verjährung[/lexicon] also wohl ab jetzt wirklich vom Tisch, da sie nun praktisch auf 10 Jahre angehoben wurde, oder hat da jemand einen anderen Wissensstand, insbesondere wie weitreichend dieses Urteil ist?


    http://www.tagesspiegel.de/med…zehn-jahren/14835890.html

    das wird zu einer Verlagerung der Kostenanteile führen (Schadenersatz hoch, Aufwendungsersatz runter), somit wird die 3-jährige Verjährungsfrist umgangen und es etabliert sich die 10-jährige. Für Abgemahnte jedenfalls kein gutes Zeichen. Wie die Abmahnkanzleien darauf reagieren werden, kann ich dir aber nicht sagen.


    https://www.heise.de/tp/news/F…benden-Toten-3359189.html


    Wir brauchen einen Politiker, der Deutschland wieder großartig macht und sich um das Klientel "kümmert".
    2017! :P

  • Was soll man da noch sagen... dumm gelaufen für alle die (wie ich) nächstes Jahr auf die [lexicon]Verjährung[/lexicon] gewartet haben... ist halt dann jetzt nur noch eine Frage der Zeit. [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] ist ja schon widersprochen worden. Da bin ich gespannt ob es dann jetzt in den nächsten Monaten weitergeht, oder ob die sich jetzt Zeit lassen und andere Fälle wieder rauskramen die schon über die 3 Jahre drüber waren??!!

  • Genauso wirds wohl kommen. Und in den


    Da bin ich gespannt ob es dann jetzt in den nächsten Monaten weitergeht, oder ob die sich jetzt Zeit lassen und andere Fälle wieder rauskramen die schon über die 3 Jahre drüber waren??!!

    Wenn man mal davon ausgeht,daß die Zahl der Filesharer weiter zurückgeht, dann wird es nicht ausbleiben,daß sich die Abmahnzecken und ihre Fans nach neuen Einnahmequellen umsehen müssen. Und da ist der eigene Aktenschrank nur einen Katzensprung entfernt....

  • das wird zu einer Verlagerung der Kostenanteile führen

    man sollte nicht pauschalisieren sondern den Einzelfall betrachten.
    Die können hin und her lagern sowie die [lexicon]Verjährung[/lexicon] bis zum Sanktnimmerleinstag ausdehnen.
    Bevor der 852 BGB ins Spiel kommt, muss der Ersatzpflichtige festgestellt werden.
    Und das fällt mit jedem Jahr schwerer.


    Kompa wollte wohl wieder mal in Erscheinung treten.
    Warum sonst plädiert einerseits dafür den, auch meiner Meinung nach schwachsinnigen "Abmahnbeantworter" vom Netz zu nehmen, gleichzeitig hebt er aber als "empfehlenswerte Strategie" den Papierkorb hervor.

    Markus_Kompa_bei_Heise-Telepolis schrieb:

    Empfehlenswerte Strategien sind daher nur der Papierkorb oder eine qualifizierte juristische Beratung

  • Warum sonst plädiert einerseits dafür den, auch meiner Meinung nach schwachsinnigen "Abmahnbeantworter" vom Netz zu nehmen, gleichzeitig hebt er aber als "empfehlenswerte Strategie" den Papierkorb hervor.

    Naja....nach "Papierkorb" oder "Nicht-Papierkorb" zu unterscheiden, ist schon mutig. Allenfalls sollte man nach "Unter Beobachtung" und "nicht wirklich ernst zu nehmen" unterscheiden. In erster Kategorie sind speziell die Abmahner einzuordnen, die tatsächlich klagen (WF, S&P, evtl. BB), während in die zweite Kategorie all diejenigen reingehören, die eher als "braves Schoßhündchen" einzuordnen sind. Debcon, Lutz Schröder, Schutt&Waetke usw.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Werniman ()

  • Hallo zusammen,


    konnte mich nicht mehr beherrschen und habe mich doch hier angemeldet.


    Ich habe Abmahnung vom W+F im Januar 2013 bekommen.
    Daraufhin zum [lexicon]Anwalt[/lexicon] gegangen und er hat in meiner Vertretung kommunikation geführt. Letzter Brief kam Ende Februar 2013.
    Gestern wieder Email von meinem [lexicon]Anwalt[/lexicon] mit Ratenzahlungsvereinbarung von W+F. Somit bin ich beim Punkt 3 gelandet.


    Ich soll bis 6.12 Rückmeldung geben ob ich Angebot annehme. Ich denke: 6.12.. Dann Weihnachten, dann ist mein Fall (1.01.2017) verjährt... Kann man mit Gegenangebot, Widerspruch o.Ä. etwas Zeit gewinnen? Wie lange dauert es vom Punkt 3 bis zum Punkt 6 in der Regel?
    Wie sind eure Erfahrungen?
    Danke

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Speed ()

  • das wird zu einer Verlagerung der Kostenanteile führen (Schadenersatz hoch, Aufwendungsersatz runter), somit wird die 3-jährige Verjährungsfrist umgangen und es etabliert sich die 10-jährige. Für Abgemahnte jedenfalls kein gutes Zeichen. Wie die Abmahnkanzleien darauf reagieren werden, kann ich dir aber nicht sagen.
    https://www.heise.de/tp/news/F…benden-Toten-3359189.html


    Wir brauchen einen Politiker, der Deutschland wieder großartig macht und sich um das Klientel "kümmert".
    2017! :P

    Bin nun beim [lexicon]MB[/lexicon] angelangt. Also leider wieder Zeit sich um das Thema WaFro zu kümmern.


    Bezüglich des [lexicon]BGH[/lexicon] Urteils würde mich interessieren was mit dauerhaft bereichert genau gemeint ist und ob es eine Möglichkeit gibt dem zu widersprechen. Hat dazu jemand eine Idee?

    Zitat

    Grund hierfür ist der sogenannte Bereicherungsanspruch, bei dem darauf abgestellt wird, ob eine ungerechtfertigte Bereicherung noch im Vermögen des Schuldners vorhanden ist.
    Quelle: https://www.heise.de/tp/news/F…benden-Toten-3359189.html

    Wenn es so ist, dass über 10 Jahre keine [lexicon]Verjährung[/lexicon] eintritt, dann haben die Abmahner innerhalb dieser Frist jederzeit die Möglichkeit zuzuschlagen. Soweit klar.


    Allerdings kommt da noch der Zinseszins-Aspekt ins Spiel. D.h. die Forderung erhöht sich jedes Jahr um 5%. Das ergibt nach 10 Jahren eine ziemlich erhebliche Summe.


    Bei einer Forderung von 1.000 Euro beispielsweise 1.628 Euro. Also 62,8% mehr!


    Gibt es noch weitere Aspekte, die ich möglicherweise übersehen habe?


    Grüße, Silverarrow


    EDIT:


    Thema Lizenzanalogie: https://de.wikipedia.org/wiki/Lizenzanalogie


    Hat eigentlich schon mal jemand bei einem Filmverleiher angefragt wie hoch die Lizenzgebühr für eine öffentliche Aufführung eines Kinofilms oder eines Musikstücks ist? Wäre doch mal ganz interessant zu wissen was sowas kostet und ob es in irgendeiner Relation zu den von WF genannten Forderungen steht.

  • Hallo Leute.


    Mich hat es 2013 auch erwischt und WF hat mir gleich 2 Briefe geschickt. Habe jetzt am 11. für beide die [lexicon]MB[/lexicon] erhalten. Hab gedacht die paar Tage bis zum 31.12. schaff ich noch. Aber naja. Und durch das neue Urteil wäre dies ey egal gewesen. Nun muss man wirklich ran und seine Schuld begleichen :/


    Meine Frage nun, muss ich den Weißen Zettel ausfüllen und zurück schicken, oder den rosa-farbigen an die Jungs von WF schicken?


    Danke schonmal für die Antworten

  • Und natürlich sollte man nicht den Fehler machen, dem Abmahner die Gründe für den Widerspruch mitzuteilen (denn üblicherweise fragen sie danach). Auch wenn sie den Eindruck erwecken wollen, so ist man nicht verpflichtet,ihnen die Gründe mitzuteilen. Die sollen ruhig ein wenig im Ungewissen bleiben,welche Strategie man vor Gericht fahren würde.

  • Hallo zusammen,


    ich brauche einen Rat von euch.
    Momentan bin ich beim Punkt 3. Wie es aussieht, kann ich auf [lexicon]Verjährung[/lexicon] zum 2017 nicht mehr hoffen. W+F hat mit "freundlicherweise" eine Ratenzahlungsvereinbarung für 621,00 €, (statt 950,00€ wie in der Abmahnung) angeboten.
    Kann man die Summe noch runterdrucken oder ist das schon die Schmerzgrenze der geizigen Kanzlei?

  • Sind wir die Kanzlei?Du musst schon selbst wissen, wie viele Sozialpunkte Du für Verhandlungen einbringen kannst.


    Ich meine wie sind die Erfahrungen? Hat jemand schon einen besseren Angebot von der Kanzlei erhalten bevor man [lexicon]MB[/lexicon] bekommen hat?

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