Abmahnung Waldorf Frommer

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  • Hallo zusammen,

    habe 2015 eine Abmahnung erhalten mit allen Briefen bis Klagevorbereitung abgeschlossen. Mitte 2017 kam der Mahnbescheid. Widersprochen und seitdem nichts gehört. Was soll ich davon halten, das der MB so früh und nicht kurz vor Ablauf kommt? Wird die Verjährung damit auch gehemmt?


    Lg

    Sensei

    ist egal ob der MB früh im Jahr oder kurz vor knapp eintrudelt. Du solltest um Juli/August 2019 verjährt sein, aber eine Erkenntnis über die Klagewahrscheinlichkeit kann man nur daraus nicht ableiten, denke ich.

  • ist egal ob der MB früh im Jahr oder kurz vor knapp eintrudelt. Du solltest um Juli/August 2019 verjährt sein, aber eine Erkenntnis über die Klagewahrscheinlichkeit kann man nur daraus nicht ableiten, denke ich.

    Die Abmahnung datiert aber auf ein IP Log Ende 2014? Gemäß Internetrecherche darf ein Provider die IPs max. 7 Tage speichern. M.E bedeutet dass, alles was 31.12.2014 - 7 Tage - 2 Tage Post folglich inkl. 2015 verjährt?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Sensei () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Die Abmahnung datiert aber auf ein IP Log Ende 2014? Gemäß Internetrecherche darf ein Provider die IPs max. 7 Tage speichern. M.E bedeutet dass, alles was 31.12.2014 - 7 Tage - 2 Tage Post folglich inkl. 2015 verjährt?

    in Deinem Fall ist es mit der Verjährung evtl etwas kompliziert. Ich glaube es hängt davon ab in welchem Jahr der Abmahner, also Waldi, von Deiner Identität Kenntnis erhalten hat. Könnte also auch schon Um Juli 2018 soweit sein. Der MB kommt normalerweise im Jahr vor der Verjährung, würde also in Deinem Fall für Mitte 2018 sprechen. MB hemmt immer 6 Monate und verschiebt daher den Eintritt der Verjährung vom Jahresende auf die Jahresmitte.

  • in Deinem Fall ist es mit der Verjährung evtl etwas kompliziert. Ich glaube es hängt davon ab in welchem Jahr der Abmahner, also Waldi, von Deiner Identität Kenntnis erhalten hat. Könnte also auch schon Um Juli 2018 soweit sein. Der MB kommt normalerweise im Jahr vor der Verjährung, würde also in Deinem Fall für Mitte 2018 sprechen. MB hemmt immer 6 Monate und verschiebt daher den Eintritt der Verjährung vom Jahresende auf die Jahresmitte.

    Die Vermutung hatte ich auch.

  • Hey Leute,


    vielen Dank im Voraus schon einmal für eure Hilfe. Ich (AI) hatte im August 2015 eine Abmahnung von WF in Bezug auf Filesharing bekommen. Ich wohne in einer WG mit drei weiteren Mitbewohnerinnen und habe "die Tat" nicht begangen (war zu diesem Zeitpunkt auch im Urlaub). Direkt im Anschluss habe ich das Mahnschreiben mit Bezug auf die sekundäre Beweislast (Ich war zum Zeitpunkt nicht in der Wohnung, wohne in einer WG und kann meine Mitbewohnerinnen nicht kontrollieren, etc.) zurückgewiesen und dies nach zwei weiteren Schreiben von WF bekräftigt, allerdings keine mUE abgegeben. Nun kam das vierte Schreiben "Aufforderung zur Abgabe einer UE und Zahlungsaufforderung vor Klageerhebung (Höhe 815 €)". Ist es aus eurer Sicht noch sinnvoll die mUE abzugeben und es auf eine Klage ankommen zu lassen?


    Besten Dank für Ihre Rückmeldung!

  • Hallo,

    gibt es eigentlich Erfahrungswerte oder "Prozentzahlen" die Aussagen ob es nach einen MB auch es auch wirklich zu einer Klage kommt?

    Oder gibt es hier Mitglieder bei denen es wirklich zu einer Klage gekommen ist? wenn ja, wie war dann der weiter Verlauf?

    Gruß

    Stinger

  • Moin

    Nun kam das vierte Schreiben "Aufforderung zur Abgabe einer UE und Zahlungsaufforderung vor Klageerhebung (Höhe 815 €)". Ist es aus eurer Sicht noch sinnvoll die mUE abzugeben und es auf eine Klage ankommen zu lassen?

    modUE noch abgeben macht auch jetzt noch Sinn, kann im Gerichtsverfahren auch noch abgegeben werden.

    Ich persönlich würde nicht zahlen und es auf eine Klage ankommen lassen, da in der Konstellation WG schon positive Urteile gesprochen wurden und somit Deine Chancen gut sind, vorausgesetzt, Du hast die Namen der WG-Mitbewohner.

  • Guten Tag,


    auch ich "durfte" Mitte Januar die Bekanntschaft von W&F machen. Habe innerhalb der Frist die mod. UE hingeschickt. Gestern kam erneut ein Brief, dass durch die UE die Unterlassungsansprüche zwischenzeitlich erfüllt wurden, ich jedoch bis zum 28.02. die geforderten 1455€ für 3 Serien-Folgen bezahlen soll. Dies sei "die letzte Zahlungsfrist, sollte die missachtet werden empfehlen wir unserer Mandatschaft die sofortige gerichtliche Geltendmachung ihrer Zahlungsansprüche".

    Ist dieser Brief ein normaler Zwischenschritt und ich soll einfach cool bleiben?


    LG Picco.

  • Hallo,

    gibt es eigentlich Erfahrungswerte oder "Prozentzahlen" die Aussagen ob es nach einen MB auch es auch wirklich zu einer Klage kommt?

    Oder gibt es hier Mitglieder bei denen es wirklich zu einer Klage gekommen ist? wenn ja, wie war dann der weiter Verlauf?

    Gruß

    Stinger

    es gibt keine genauen Prozentzahlen. Ich gehe von hunderten Mahnbescheiden pro Jahr aus. Waldi nutzt aus, dass sehr viele nach Erhalt des MB kalte Füsse bekommen und sich dann doch noch vergleichen. Macht keinen Sinn, wenn man sich Vergleichen will, dann früher, und billiger. In meinem Fall war der MB in 2016 das letzte was ich von Waldi und Konsorten gehört habe.

  • Hallo,

    gibt es eigentlich Erfahrungswerte oder "Prozentzahlen" die Aussagen ob es nach einen MB auch es auch wirklich zu einer Klage kommt?

    Oder gibt es hier Mitglieder bei denen es wirklich zu einer Klage gekommen ist? wenn ja, wie war dann der weiter Verlauf?

    Gruß

    Stinger


    Naja...eine wirklich verlässliche Aussage, in wievielen Fällen es zu einer Klage kommt, kann man wohl nicht machen. Das liegt zum einen daran,daß es nur Schätzungen gibt,wieviele Abmahnungen WF überhaupt noch so pro Jahr verschickt und es natürlich kaum genügend Rückmeldungen von Abgemahnten gibt,daß sie überhaupt verklagt wurden. Sprich: ziemlich jede kursierende Angabe über Klagezahlen basiert nur auf Hochrechnungen.

    Ja,es gibt Fälle, in denen es zu einer Klage gekommen ist. Ich bin auch einer davon. WF hat erst einen MB bei meinem heimischen Amtsgericht eingereicht,dem ich widersprochen habe. Die geblockte Verjährungsfrist lief dann weiter, die Klage kam erst kurz nachdem die Verjährungsfrist dann tatsächlich zu Ende war. Das zuständige Amtsgericht brauchte dann wahnwitzige 10 Monate (!),bis sie merkten,daß sie für Filesharingfälle gar nicht zuständig sind und leiteten das Verfahren an das für solche Fälle im hiesigen Bundesland zuständige AG weiter. Dort fand dann weitere 5 Monate später das mündliche Verfahren statt.
    Dieser Umstand,daß Filesharingverfälle gerne mal an einem zentralen Gericht "gebündelt" werden, ist auch Schuld daran,daß man bestimmte Gerichte überdurchschnittlich oft in den Urteilsberichten im Netz findet.

  • Liebes Forum,

    vielen Dank fuer die vielen Beitraege!


    Ich bin im Oktober 2016 fuer einen Film das erste mal abgemahnt worden (915 EUR).

    Mit der Hilfe eines Anwalts (260 EUR waren es glaube ich), UE erstellt. Im Januar 2017 hat dieser ein Vergleichsangebot an die Gegenseite geschickt, ohne mich zu informieren. WF antwortete ohne auf das Schreiben meines Anwalts einzugehen und machte das gleiche Angebot (300 EUR). Dies erschien mir zu diesem Zeitpunkt noch zu hoch, ausserdem fehlte mir jegliche Argumentation des Sachverhalts zu diesem Zeitpunkt. Das Angebot wurde telefonisch abgelehnt.


    Im Mai 2017 erhoehte sich das Vergleichsangebot auf 450 EUR. Mein Anwalt, bzw. seine Helfer waren auch verwundert, teilten mir aber selbst zu diesemZeitpunkt nicht mit dass das urspruengliche Angebot von unserer Seite kam. Anfang Juni habe ich saemtliche Schreiben an WF angefordert.

    Am 11.8.2017 (!) kam ein Schreiben mit Ratenzahlungsvorschlag, mit Frist fuer erste Rate 11.8.2017. Das Schreiben von WF war am 25.7. an meinen Anwalt versendet worden. Mein Anwalt schien etwas ueberlastet. Zu einem Telefonat/Rueckruf meines Anwalts wie von mir muendlich und schriftlich gewuenscht kam es nicht. [...]


    Im Dezember 2017 hat mir mein Anwalt ein WF Schreiben ohne Kommentar weitergeleitet „...hat sich Ihre Mandantschaft zur Zahlung von 450 EUR verpflichtet und darum gebeten, den ausstehenden Betrag ab dem 27.11.2017 in monatlichen Raten...

    Ueber eine Vergleichszusage wurde ich nicht informiert, geschweige denn etwaige Zahlungen an WF zu leisten und einem Vergleich habe ich selbstverstaendlich auch nicht zugestimmt. Schriftlich habe ich meinen Anwalt zur Rede gestellt. Er verteidigte sich dass es mir ja nicht ums Prinzip gehe, ich also grundsaetzlich keine Klage anstrebe und der aktuelle Vergleich fuer mich die wirtschaftlich beste Option gewesen sei, ohne mich allerdings zu informieren.

    Letztendlich hat er angeboten die Vergleichsgebuehr (EUR 142) zu uebernehmen.

    Nun die Frage, soll ich dieses „Angebot“ annehmen oder es auf eine Klage ankommen lassen? Ueber meinen Anwalt, seine Fristverletzungen, mangelhafte Beratung bin ich schon enttaescht. Er hat mich viel Zeit und Nerven gekostet. Die letzte und zweite Zahlungsaufforderung von WF kam nach einem Telefonat letzte Woche, (Schreiben von WF abfotografiert) anschliessend wird es keine weitere Mahnung geben und der urspruengliche Betrag (915 EUR) wird wohl gefordert werden.

    Vielen Dank fuer eure Empfehlungen.