Abmahnung Waldorf Frommer

  • Hi,


    modUE reicht vollkommen. Bitte keine voreilige Mail verfassen, die wird sowieso nicht gelesen (eigene Erfahrung) und wenn doch, dann wird der Brief ggf. ignoriert (siehe Seite zuvor).


    Zuvor jedoch bitte den 1. Post hier lesen und Ruhe bewahren. Diese Anwälte verdienen ihr Geld durch Menschen, die in Panik verfallen.


    Grüße

  • FrommesLamm Richtig, ruhig bleiben! Anwalt würde ich nicht nehmen. Dann wäre auf jeden Fall erst mal viel Geld weg. Ich habe seit über einem Jahr den Fall auf dem Tisch und bis dato nur 70 Cent Briefporto (ModUE) bezahlt...


    Man könnte evtl. dieses vereinfachte Schema als Schablone benutzen:


    1. Einknicken und löhnen, Zeitpunkt beliebig


    - etwa 50-70 Prozent der ursprünglichen Forderung

    - Wahrscheinlichkeit 100% (weil gewollt)


    2. Abwarten, sparen, Klappe halten und nicht freiwillig zahlen


    a) Verjährung nach 3+ Jahren

    • Keine Kosten
    • Wahrscheinlichkeit 95-99%

    b) Klage nach 3+ Jahren

    • Kosten: ursprüngliche Forderung plus 200-300 Euro oder gesonderter Vergleich mit W & F
    • Wahrscheinlichkeit 1-5%


    [Natürlich sind die Wahrscheinlichkeitswerte nur geschätzt, weil es offensichtlich keine "harten" Daten gibt.]


    Die designierte Methode 2a scheint wohl hier sehr beliebt zu sein.

    Aus offensichtlichen Gründen. ;)

  • Hallo, hier nochmal 2 b!


    Wegen auf 10 Jahre verlängerter Verjährungsfrist haben auch alle 2 a weiterhin mit 2 b zu rechnen. Mit deutlich höherer Forderung (verjährte Anwaltskosten über den Umweg reinholen). Da dann entweder Prozessrisiko oder Vergleich anstehen, ist 1 a spätestens ab "Vorbereitung der Klage", eher noch bei 50% - 70% Angebot doch recht sinnvoll.


    Die Amtsgerichte sind nicht an die BGH-Rechtssprechung gebunden, hier entscheidet allein der Richter, selbst als Unschuldiger kann man leicht zum Störer gemacht und verurteilt werden.

    Dann müßte Revision und Verhandlung am Landesgericht durchgestanden werden, wiederum Prozesskostenrisiko.


    Dann lieber außergerichtlich ein paar hundert Euro. Ich jedenfalls ärgere mich, das nicht wahrgenommen zu haben.


    Werde wohl Klageablehungsantrag stellen und mich verteidigen, Antwort von WF bzgl. offener Fragen und Hinweise zu meinen Darlegungen evtl. doch vergleichen. Seine Unschuld lückenlos darzulegen, ist alles andere als einfach

  • Liest sich vom ersten bis zum letzten Buchstaben wie eine Troll-Meldung

  • Nein, ich lege gern die Klagebegründung vor. Mein Klageablehnungsantrag eilt, die Begründung ist noch nicht ganz ausgefeilt.


    Das Risiko ist wie ich sagte gerade wegen der 10 Jahre Freigabe nicht zu unterschätzen und gerade in Altfällen kann auf unklare Aussagen gehofft werden. Insbesondere vor dem Amtsrichter!


    Kämpfen oder zahlen. Ich kämpfe (der Aufwand ist enorm) und berichte gern über das (hoffentlich erfolgreiche) Urteil

  • Mahlzeit,

    bin nun etwas verwundert bzgl verjährung...

    wann ist der Vorfall nun verjährt? nach 4 oder 10 Jahren?

    bei mir wären im März 2019 4 jahre um.

  • nach 4 oder 10 Jahren?

    3 Jahre Rechtsanwaltskosten - 10 Jahre Schadensersatz


    Die Frage stellt sich (monentan nicht). Ich sehe keine Klagen nach Ende der Verjährungsfrist für die Rechtsanwaltskosten - also nach 3 Jahren +.

    Wer welche findet... bitte zeigen.

    Wegen auf 10 Jahre verlängerter Verjährungsfrist haben auch alle 2 a weiterhin mit 2 b zu rechnen. Mit deutlich höherer Forderung (verjährte Anwaltskosten über den Umweg reinholen).

    Sowas hier darf man getrost in der Pfeife rauchen.

    Wir haben 2018 - Androhungen an Jahrgänge, in denen noch ordentlich massenhaft Nichtzahler schlummern sind nicht belegbar, weil es keine derartigen Aktivitäten gibt.

    Im Gegenteil - solche aktuelle Urteile zeigen, dass man im normalen Zyklus bleibt.

  • Danke für das Feedback.

    Aber ich Bitte um genauere Aufklärung der Fristen.

    Also 4 Jahre verjährungsfrist gibt es nicht?

    was heisst 3 Jahre Anwaltskosten?

    was heisst 10 Jahre Schadensersatz?


    bin ich dann mit meinen 3,5 Jahren aus dem gröbsten raus ??

  • Die Frage stellt sich (monentan nicht). Ich sehe keine Klagen nach Ende der Verjährungsfrist für die Rechtsanwaltskosten - also nach 3 Jahren +.


    Wer welche findet... bitte zeigen.

    Ich werde ja nicht müde, immer wieder dieses Urteil zu posten... ;)

    Meines Erachtens ist genau das vor dem LG Köln am 17. Mai d. J. geschehen.


    https://news.waldorf-frommer.d…hren-erst-nach-10-jahren/

    Auch wenn ich glaube, dass WF hier einfach einen Präzedenzfall schaffen wollte...


    Also 4 Jahre verjährungsfrist gibt es nicht?

    was heisst 3 Jahre Anwaltskosten?

    was heisst 10 Jahre Schadensersatz?

    4 Jahre Verjährungsfrist gibt es in der Tat nicht. Wenn du in deine Forderungen aus Abmahnung oder evtl. Mahnbescheid schaust, siehst du, dass die Forderung unterteilt ist in Abmahnkosten und Lizenzschadensersatz.

    Die Abmahnkosten verjähren regulär nach 3 Jahren (ein Mahnbescheid hemmt das ganze zusätzlich um 6 Monate - vielleicht daher deine Annahme der 4 Jahre?).

    Nach aktueller Rechtsprechung verjährt der Schadensersatzanspruch (im Mahnbescheid aufgeführt mit 1.000€) erst nach 10 Jahren. Nun argumentieren viele, dass WF dennoch nach den 3 Jahren nicht klagt, weil sie dann ja von der Klage selbst nichts mehr haben. Ich sehe das zwar ein bisschen anders, da ich glaube, dass die Rechteinhaber die Forderungen von vorneherein an WF zu einem Pauschalbetrag abtreten und WF somit auch von den 1.000€ noch ein hübsches Stückchen abbekommt, andererseits stimmt es aber wohl, dass WF - wenn sie denn klagen wollen - tatsächlich eher vor Ablauf der Verjährungsfrist der Abmahnkosten klagt.

  • Vierfachmama


    Ich glaube nicht, dass deine übertriebene Klagehysterie hier irgendjemanden weiter bringt. Oder stänkert hier sogar eine Anwaltskanzlei unter falscher Flagge, fragt man sich.


    Sag uns doch mal, wer ist denn schon nach zehn Jahren verklagt worden?

    Und wie viele Zig-Tausende "Altfälle" haben sich in dieser Zeit wohl schon aufgehäuft, nur um von den paar Dutzend Anwälten prozessiert zu werden?


    was heisst 3 Jahre Anwaltskosten?

    was heisst 10 Jahre Schadensersatz?

    In der Abmahnung werden Schadenersatz und Anwaltskosten in Rechnung gestellt. Bei mir waren es z.B. 700,- SE und 215,- AK


    Jede Komponente hat eine andere Verjährungsfrist laut aktueller Rechtsprechung.

  • Ich werde ja nicht müde, immer wieder dieses Urteil zu posten...

    Du kannst aus einem offensichtlichen Kanzleifehler + Behebung dessen keine allgemeine These ableiten.

    Schon gar nicht paßt das Urteil zu dem was ich geschrieben habe. :-)

    Es ist selbstverständlich klar, dass Waldorf Sehr-Altfälle theoretisch aus der Versenkung holen kann, um allein Schadensersatzforderungen geltend zu machen. Hat man bisher nicht. Und bis man es nicht hat sind sämtliche Hypothesen hierzu irrelevant. (Und schon gar nicht sollten sie in aktuelle Zahlungsentscheidungen einfliessen.)

  • SineDubio


    Das blöde ist, dass ich den Anschlussinhaber in die Sache mithineingezogen habe. Der hat sich bei WF erkundigt, und die haben ihm gesagt, dass sie alles mit ihm ausmachen werden, auch wenn er das nicht war. Er als Anschlussinhaber kommt da nicht raus.

    Sonst hätte ich mich allein damit rumgeschlagen, aber so hängt er halt auch noch mit drin. Ich selbst würde wohl ausprobieren ob die nach dem Mahnbescheid wirklich klagen, aber der Anschlussinhaber wird sich darauf nicht einlassen. Der will das ganze so schnell wie möglich vom Tisch haben.


    Bei allen guten Ratschlägen und Hinweisen – aber ich möchte eigentlich auch nicht auf Vermutungen bauen, wenn es darum geht wie viele Leute schlussendlich zahlen mussten (sei es wegen der Klage bzw. der außergerichtlicher Einigung, oder weil die nach 10 Jahren noch ankamen). Ich denke, da bin ich nicht allein.


    Ich hätte es ja mit Verjährung nach 3 Jahren noch probiert, aber da macht der Anschlussinhaber leider nicht mit. Also wird es wohl darauf hinauslaufen mit WF zu verhandeln, bis für mich als Student noch ein einigermaßen passabler Betrag dabei rumkommt. WF hat bereits jetzt schon ein Schreiben angekündigt, in dem es einen reduzierten Betrag vorschlagen wird.


    Glaubt mir, ich hasse diese Leute bis aufs Blut, aber ich habe leider jemanden sehr gutmütiges da mit reingezogen, und sollten es 300€ werden ist es sehr ärgerlich, aber dann nehme ich es hin. Dieser Bertrag wäre mir eine jahrelange Schlammschlacht einfach nicht wert.


    Für Tipps bin ich weiterhin offen, und werde auch mal berichten wie viel es am Ende geworden ist. Aber wie gesagt, WF wird sich den Anschlussinhaber vorknöpfen, und darum bleibt mir da nicht mehr der volle Handlungsspielraum.

  • Muss nochmal kurz reingrätschen: Kann ich die ModUE zur Sicherheit nochmal hinschicken (ein Duplikat so gesehen)? W&F wirft mir ja vor, dass die erste ohne Unterschrift eingegangen sei (wobei die sich bestimmt schlauerweise auf die E-Mail beziehen..).


    Oder kann das nachteilig sein?

  • FrommesLamm


    Dann die vollendeten Tatsachen hier zu präsentieren, was bringt das denn jetzt noch? Hättest dich besser mal vorher hier schlau gemacht. Auf diese Weise haben W & F wieder mal einen "Dummen" (in Anführungszeichen!) gefunden, der diese Abmahnmasche finanziell unterstützt...

    Also zahl doch deinen Heller und was machst du hier überhaupt noch?


    Kann ich die ModUE zur Sicherheit nochmal hinschicken (ein Duplikat so gesehen)?

    Auf was wartest du denn eigentlich..?

    Braucht man bei euch in Bonn dafür extra einen Segen?

  • Piano piano! Immer freundlich bleiben.


    Ich habe heute erst erfahren, dass der Kollege mit WF telefoniert hat, und sie ihm das gesagt haben. Als ich meine Frage gestellt hatte, war ich davon ausgegangen, das alles in eigene Hände nehmen zu können. Das waren auch für mich vollendete Tatsachen mit denen ich nicht gerechnet hatte.

    Runterzuhandeln erscheint mir besser als ein zwischenmenschliches Verhältnis zu ruinieren. Ohne zu viele Details zu nennen, aber ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis zu der Person kommt auch noch dazu.

    Daher die Entscheidung zu verhandeln, auch wenn das am Ende zahlen bedeutet.

  • Das blöde ist, dass ich den Anschlussinhaber in die Sache mithineingezogen habe. Der hat sich bei WF erkundigt, und die haben ihm gesagt, dass sie alles mit ihm ausmachen werden, auch wenn er das nicht war. Er als Anschlussinhaber kommt da nicht raus.


    Je mehr Urteile WF erwirkt, in denen eigentlich ein Mitnutzer der Täter war, umso mehr gewinnt man den Eindruck, dass es WF mitnichten drum geht, den wahren Täter zur Verantwortung zu ziehen. Stattdessen differenziert WF ziemlich offensichtlich danach, wie hoch wohl die Wahrscheinlichkeit ist, vom wahren Täter Kohle zu bekommen, selbst wenn dieser die Tat sogar gestanden hat. Wenn ein 14jähriger Jugendlicher die Tat gestanden hat, wird auffällig oft trotzdem Papi als AI verurteilt, weil wohl nicht davon auszugehen ist, dass Söhnchens Sparschwein genug Kohle hergibt. Ein vergleichbarer Fall, wo diese Strategie zu erkennen war,, war doch erst vor 2-3 Tagen unter den Abmahnnews hier auf der Seite....da hat ein ausländischer Besucher die Tat gestanden,zur Verantwortung wurde aber trotzdem der AI gezogen. Warum das so ist, wird einem klar, wenn man bedenkt, dass WF keine rechtliche Handhabe gegen einen im Ausland lebenden Schuldner hat.

    Bezüglich der 4 Jahre-Verjährungsfrist: dass manchmal 4 statt 3 Jahre zu lesen ist, dürfte wohl nicht nur der gehemmten Verjährung bei einem MB zu verdanken sein, sondern auch dem Umstand,dass die Verjährungsfrist erst zum Jahresende des Jahres ihres Erhalts zu laufen beginnt. Wer also Anfang Januar ´ne Abmahnung bekommt, bei dem verjähren die Amahnkosten tatsächlich streng genommen erst (fast) 4 Jahre später.

  • DAnke für das Feedback.

    Also zu meinem Fall:

    Ich habe zwei Fälle, die Schreiben kamen damals am 31.3.15 und 15.4.15.

    Anfang Januar 12.01.18 kam dann der MB den ich Widersprochen habe.

    Seitdem habe ich nichts mehr gehört , also das "schlimmste" sollte bei mir vorbei sein oder?