Abmahnung Waldorf Frommer

  • Leider habe ich nun unangenehme Post bekommen - einen Dicken wälzer von meinem Amtsgericht.


    Nachdem ich vor ca. 1-2 Monaten den Mahnbescheid widersprochen habe (Kreuz bei Punkt 2), habe ich vor ein paar Wochen eine Abgabemitteilung an das Mahngericht meiner Stadt bekommen. Habe mir erstmal nichts dabei gedacht, allerdings habe ich dann ein Schreiben vom Amtsgericht bekommen. Es wird das schriftliche Vorverfahren angeordnet. Nun habe ich zwei Wochen zeit um darauf zu reagieren (grade wenn man im Weihnachtsstress ist, danke!). Danach habe ich nochmal zwei Wochen zeit um die Anspruchsbefründung zu erwidern.


    1.) Hier steht allerdings noch nichts von einem Gerichtsverfahren?! Habe ich es hier mit einer neuen art der "Erpresser"-Taktik zu tun oder ist das bereits der erste Teil des Gerichtsverfahren?


    2.) Außerdem habe ich bislang alles auf eigene Faust gemacht, ist es nun ratsam einen Anwalt hinzuzuziehen?


    3.) Es ist noch ein weiterer Fall bei W&F offen. Wird der Ausgang dieses Falls den weiteren verlauf des zweiten Falls bestimmen?


    Edit:

    4.) Ist es jetzt noch möglich sich mit W&F zu einigen? Ich habe grade innerhalb der frischen Familie nicht den klaren Kopf dafür, wie ich ihn zu beginn hatte.

  • Nazca hat doch noch gar keinen MB bekommen, sondern nur einen weiteren Bettelbrief, und zwar den letzen mit dem Textbaustein „wir haben uns den xxx ... vorgemerkt“ . Bei mir kam nach dem erstmal 2 Jahre nix mehr, dann kam der MB. Neuerdings mags schneller gehen, aber reagieren muss man erst beim MB.

    Korrekt. Unfassbar wie viele Bettelbriefe man bekommt. Bei mir sind jetzt glaub 6-8 gewesen. Okay, also muss ich jetzt erstmal abwarten, ob die das Verfahren überhaupt zeitnah eröffnen. Passiert das dann eigtl. bei denen oder bei einem Gericht bei mir vor Ort?


    Angenommen sie eröffnen das Verfahren, was wäre denn dann der beste Werdegang?

  • ein Schreiben vom Amtsgericht bekommen. Es wird das schriftliche Vorverfahren angeordnet.

    ist das bereits der erste Teil des Gerichtsverfahren?

    :thumbup: so ist es leider. § 276 ZPO Vorbereitung auf den Haupttermin.

    ist es nun ratsam einen Anwalt hinzuzuziehen?

    Würde ich empfehlen.

    Es ist noch ein weiterer Fall bei W&F offen. Wird der Ausgang dieses Falls den weiteren verlauf des zweiten Falls bestimmen?

    darauf kannst Du, wie man so schön sagt, "...einen lassen"

    Auch wird der weitere Fall den Ausgang des ersten mit beeinflussen.

    So etwas ist Wasser auf den Mühlen von W&F und wird sicher auch in der Klagebegründung auftauchen.

    Ist es jetzt noch möglich sich mit W&F zu einigen?

    Na sicher doch.

    Anrufen und nach den Möglichkeiten fragen.

    z.B. Klagerücknahme bei Übernahme der Kosten etc.

  • Korrekt. Unfassbar wie viele Bettelbriefe man bekommt. Bei mir sind jetzt glaub 6-8 gewesen. Okay, also muss ich jetzt erstmal abwarten, ob die das Verfahren überhaupt zeitnah eröffnen. Passiert das dann eigtl. bei denen oder bei einem Gericht bei mir vor Ort?


    Angenommen sie eröffnen das Verfahren, was wäre denn dann der beste Werdegang?

    Erstmal bekommst Du einen Mahnbescheid vom Zuständigen Mahngericht. Für Bayern wäre das Coburg. Wenn dem MB widersprochen wird, kann WF gegen Zahlung des Gerichtskostenvorschusses die Übergabe des Verfahrens an das für den Wohnort des Abgemahnten zuständige Amtsgericht beantragen.

    Wenn WF das nicht tut, laufen zumindest seine Anwaltskosten in die Verjährung, inklusive der Mahnkosten.

  • Hatte heute wieder mal post von wf.. zweits mal . Jetzt aber mit 732€ und ratenzahlung möglich! Was tun ?


    915 Euro x 0,8 = 732 Euro


    W&F möchten gern Bargeld in der Kasse haben und verzichten auf 20 Prozent.

    Deshalb dieses vermeintliche "Sonderangebot"...


    Weiter ignorieren, nicht verhandeln sondern nur abwarten!


    Warten bis der gerichtliche Mahnbescheid kommt, den dann ablehnen!

  • Moin


    und zwar sieht meine Situation so aus. Mein Vater ist am 03.12.2018 verstorben und die Abmahnung lief auf seinen Namen, er war der Besitzer des Internetanschlusses.


    Nun stellt sich mir die Frage als sein Erbe, ich muss ja wahrscheinlich den Waldi eine Mitteilung schicken von seinem Tod. Soll ich auch mitteilen das ich sein Erbe bin, läuft dann die Abmahnung auf mich über?


    Zu dem ist es so dass den Internetanschluss nun gekündigt wird, genau so wie die Wohnung. Muss ich Waldi dann meine Adresse mitteilen für den weiteren Verkehr?

    Generell, läuft die Sache dann noch weiter und wird der Waldi es dann auf mich umschreiben und mich Abmahnen?

    Ich frage, weil ich noch die Möglichkeit habe das Erbe auszuschlagen, was ich ungern tun würde.

    Wie sieht meine Situation so aus bei der ganzen Sache?

  • Frage 1: nein. Nur Kopie Sterbeurkunde shicken.

    Frage 2: nein, musst du nicht, schadet aber auch nicht

    Frage 3: nein

    Frage 4: unproblematisch

  • Ich habe im Dezember die Abmahnung von Waldi bekommen, die mod. UE direkt verschickt und jetzt heute eine "Erinnerung an die Erfüllung offener Ansprüche" bekommen.


    Gehe ich richtig in der Annahme, dass meine mod. UE aktzeptiert wurde und es sich hier um den ersten Bettelbrief handelt?

  • Nein, davon steht nichts in dem Schreiben. Nur ein Angebot der Ratenzahlung und diverse Drohungen auf Gerichtsverfahren.


    Mein Einschreiben mit der mod. UE ging aber laut Sendeverfolgung bei Waldi ein.

  • Also bei mir stand „uns liegt die wirksame UE vor, damit ist der unterlassungsanspruch unserer mandatschaft erfüllt! Dann noch ein ausergerichtliches angebot von 915€ auf 732€ mit ratenzahlung?!?!?! Aus zeit und kostengründen laut waldi haha! Und mir wird vorgeworfen ich hätte 18 sekunden filesharing betrieben!

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  • Ich vermute mal, die hatten meine UE einfach noch nicht verarbeitet als die Frist für die Zahlung ausgelaufen ist und dann wurde einfach automatisch ein weiteres Schreiben losgeschickt.


    In meinem Rückschein steht, dass mein Einschreiben zusammen mit 49 anderen an Waldi ausgeliefert wurde. Wenn die jeden Tag so viele Einschreiben bekommen braucht es einen nicht wundern, dass normalerweise Monate zwischen den Briefen vergehen.