Abmahnung Waldorf Frommer

  • Da hier aber die Möglichkeit besteht dass ihr die "Unterlassungspflicht" sofort anerkennt, hat der Rechteinhaber die Verfahrenskosten zu tragen.

    Das ist natürlich ausgemachter Blödsinn. Zumal damit nur ein Teil der Ansprüche erledigt ist.

    Ausführlich - A. Voraussetzungen und Taktik im Prozess -.


    Das heisst: Der Kläger hat selbstverständlich die Möglichkeit die Kostenlast abzuwälzen. Der Beklagte kann dies (im vorliegenden Fall sowieso) nur dann, wenn er die Klage insgesamt gewinnt.

  • Also, was muss ich tun, um die Sache zu erledigen? Wichtig wäre mir neben einem etwas reduzierten Betrag, insbesondere dass die Zahlung nicht als Schuldeingeständnis gewertet werden kann.

    Anruf - Vergleich aushandeln.

    Grundsätzlich gilt ein außergerichtlicher Vergleich nicht als "Schuldeingeständnis". Man kann sicherer gehen und fordern, dass im Text des Vergleichs aufgenommen wird, dass die Zahlung ohne "Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage" erfolgt.

  • Hallo erst mal!
    Ich bin super froh, dass ich diese Seite und das Forum gefunden habe. Sehr hilfreich, herzlichen Dank an alle!


    Ich habe nun hier ein bisschen gelesen und mir einen Plan geschmiedet. Nun würde mich eure Meinung interessieren. Vorab, ich werde nicht versuchen das Ganze auszusitzen, dafür bin ich eher weniger gemacht.

    Mein Ziel ist mich und meine Sorgen frei zu kaufen, aber natürlich am besten so billig wie möglich. Schuldig bin ich zwar auch nicht, aber ich möchte den Schuldigen auch nicht belasten, vor allem weil es dann auch nicht billiger oder einfacher wird (sagen wir mal es war ein guter Bekannter).


    Meine Idee war die ModU zu unterschreiben und direkt einen Brief mitzuschicken und darin einen Vergleich anzubieten. Ich dachte an 55%-60% als Vorschlag, abgebrühter bin ich nicht. Kann ich das direkt machen? Wie sind da die Erfolgsaussichten? Anrufen wollte ich eher vermeiden, schriftlich finde ich es eher einfacher mit Zeit zum Nachdenken. Ist es schwierig sowas zu formulieren ohne Hilfe eines Anwalts?

  • Moin

    Vorab, ich werde nicht versuchen das Ganze auszusitzen, dafür bin ich eher weniger gemacht.

    Mein Ziel ist mich und meine Sorgen frei zu kaufen,

    kanst Du natürlich machen, Deine Entscheidung.

    Meine Idee war die ModU zu unterschreiben

    ja, Du solltest aber diese hier aus dem Forum verwenden.

    direkt einen Brief mitzuschicken und darin einen Vergleich anzubieten. Ich dachte an 55%-60% als Vorschlag,

    ist möglich, auf jeden Fall.

    Es kann aber mehr möglich sein, es kommt auf Deine persönliche Situation an, wie Einkommen, soziale Situation u.ä.

    könnte aber doch durch eben

    Anrufen wollte ich eher vermeiden,

    schneller geklärt werden.

    Ist es schwierig sowas zu formulieren ohne Hilfe eines Anwalts?

    nein.

    Ein Vergleich könnte so aussehen.

    Ist nur eine Möglichkeit und ein Vorschlag.

    Kann ich das direkt machen? Wie sind da die Erfolgsaussichten?

    gut, wenn Du es so willst.



    (sagen wir mal es war ein guter Bekannter

    den würde ich finanziell aber mit ins Boot holen

  • Vielen Dank, das klingt schon mal gut.


    Es kann aber mehr möglich sein, es kommt auf Deine persönliche Situation an, wie Einkommen, soziale Situation u.ä.

    Wie müsste meine persönliche und finanzielle Situation denn sein idealerweise? Solange man kein Hartz IV Empfänger ist, lassen die das als Argument gelten? Selbst Studenten/vorübergehend Arbeitslose werden normalerweise irgendwann ins Berufleben einsteigen, da müsste Waldorf einfach nur warten bis mehr Geld reinkommt, ergo kein wirkliches Argument, nehme ich an?


    ja, Du solltest aber diese hier aus dem Forum verwenden.

    Aber natürlich, schon gesehen. Trotzdem vielen Dank für den Link. Einfach ein super Service hier! :-)


    Ein Vergleich könnte so aussehen.

    Ist nur eine Möglichkeit und ein Vorschlag.

    Alles klar, das ist schon mal gut. Im Beispiel steht aber "Dateiname", dieser wurde mir aber in der Abmehnung nicht genannt. Weiche ich dann auf den Filmtitel aus?


    den würde ich finanziell aber mit ins Boot holen

    Klaro, da mache ich mir keine Sorgen.


    Liebe Grüße!

  • Moin

    Wie müsste meine persönliche und finanzielle Situation denn sein idealerweise?

    das kann wirklich nur WF beantworten, also worauf die sich einlassen bzw. was die berücksichtigen.

    Studenten/vorübergehend Arbeitslose werden normalerweise irgendwann ins Berufleben einsteigen,

    ergo kein wirkliches Argument, nehme ich an?

    wird Dir WF beantworten können, alles ander ist Spekulation.

    Im Beispiel steht aber "Dateiname", dieser wurde mir aber in der Abmehnung nicht genannt.

    alle Daten im Internet sind in einer "Datei", mp3, avi, mov, pdf usw., somit ist dann ein Filmtilel, Songname, Musikalbum oder Serienname o.ä. schon die richtige Bezeichnung der Datei

  • Hallo zusammen.


    Habe gestern eine Abmahnung von W+F bekommen.

    Von meinem Anschluss soll vor kurzem ein Film per bittorrent zur Verfügung gestellt worden sein. Außer mir hat noch eine volljährige Person im Haus von einem anderen Rechner Zugriff auf den Internetanschluss. Außerdem haben zeitweise Freunde und Gäste darauf Zugriff.


    Gefordert wird ein Betrag von ca. 900€. Da ich das "Bereitstellen" jedoch nicht zu 100% ausschließen kann und ich mich z.Zt. in einer Umschulung befinde, habe ich ehrlich gesagt auf einer Seite nicht die Nerven mich mit der Sache monatelang zu beschäftigen, aber auf der anderen auch nicht das Geld dafür, das einfach so zu 100% zu bezahlen.


    Wie würde man am sinnvollsten vorgehen: meinen Nerven zuliebe bin bereit etwas zu zahlen, nur ist es mir nicht möglich den vollen Betrag sofort zu zahlen. Lassen sich die Kanzleien darauf ein, wenn man die Situation darlegt, oder ist das eher unwahrscheinlich? Netten Brief an die Anwälte oder was? :)


    Angegeben ist eine IP-Adresse meines regulären Service-Providers - ich gehe jedoch für gewöhnlich per VPN in's Netz. Das nur nebenbei - denke nicht, dass das einen Unterschied macht.


    Danke!

  • Hallo zusammen,

    ich bin bei Punkt 7 aktuell in den Stufen - diese Woche kam eine Abgabemitteilung per Post an das zuständige Amtsgericht.

    Aktuell habe ich mich weder gemeldet bei WF noch irgendeine UE zurück geschickt.

    Der erste Brief kam Mitte 2015 und von Coburg dann in 2018.

    Wie soll ich mich Eurer Meinung nach weiter verhalten?

    Danke

    VG

  • Nur ein oderer mehrere Datensätze?

    Wieviele Nutzer zum Tatzeitpunkt nachweisbar?

    Usw.

    Du hast nur zwei Optionen

    Vergleichen (kein Anwalt nötig, nur ein Telefonanruf)

    Ausfechten, mit Anwalt, da kein Fall bekannt ist der vor Gericht ohne Anwalt gewonnen wurde


    Da wir Deine Details nicht kennen können wir Dir nicht zu einer dieser Optionen raten.

  • mit vpn wäre das halt nicht passiert. Jetzt ists egal.

    Vergleiche liegen je nach Lage zwischen gut 50% (Hartz4er) und ca. 70% der geforderten Summe.

  • Ein Datensatz für wenige Minuten aufgeführt im ersten Schreiben.


    Was bedeutet die zweite Frage, wieviele Nutzer zum Tatzeitpunkt nachweisbar?

  • Ok, Ende 2010 abgemahnt und die Tage kam der erste Brief nach 7 Jahren (Zahlungsaufforderung vor Klageerhebung). Mahnbescheid kam damals nicht, dachte alles wäre durch.


    Das Interessante ist, ich bin vor fast 2.5 Jahren ins Ausland gezogen und der Brief kam bei meiner Schwester an (gleiche Stadt) . Kein Nachsendeauftrag, keine Ummeldung. Leider hat meine Schwester den Brief bereits geöffnet.


    Ich ignoriere weiter. Frage mich aber was passiert falls meine Schwester einen MB im Briefkasten hat. Es ist keine ladungfahige Adresse! Und wenn geklagt wird, wo denn bitteschön? An meinem Wohnort im Ausland?

  • Ok, Ende 2010 abgemahnt und die Tage kam der erste Brief nach 7 Jahren (Zahlungsaufforderung vor Klageerhebung). Mahnbescheid kam damals nicht, dachte alles wäre durch.


    Das Interessante ist, ich bin vor fast 2.5 Jahren ins Ausland gezogen und der Brief kam bei meiner Schwester an (gleiche Stadt) . Kein Nachsendeauftrag, keine Ummeldung. Leider hat meine Schwester den Brief bereits geöffnet.


    Ich ignoriere weiter. Frage mich aber was passiert falls meine Schwester einen MB im Briefkasten hat. Es ist keine ladungfahige Adresse! Und wenn geklagt wird, wo denn bitteschön? An meinem Wohnort im Ausland?

    Waldi ist ja echt verzweifelt am versuchen irgendwie an Geld zu kommen. Der sieht wohl das sein Business Model langsam am Ende ist. Du kannst sicher ruhig schlafen.

  • Das Interessante ist,

    zeugt vonordentlicher Recherche der Post :thumbup:

    Leider hat meine Schwester den Brief bereits geöffnet.

    so trennt man heutzutage Fensterkuverts vom reinen Papiermüll. ;)

    Frage mich aber was passiert falls meine Schwester einen MB im Briefkasten hat.

    dann hat der Postmann falsch zugestellt. Oder habt ihr auch den gleichen Vornamen?

  • Natürlich nur gleicher Nachname. Hab überlegt, dass man den Brief wieder zuklebt und drauf schreibt, dass hier keine Person mit diesen Namen wohnt. Wahrscheinlich haben sie einfach nur nach meinen Nachnamen, welcher recht ungewöhnlich ist, in der selben Stadt gesucht. Schon ziemlich dreist und hanebüchen zu glauben so ans Ziel zu kommen. Irgendwie möchte ich dass sie wissen dass das so nicht geht. Aber ich will auch keinen Kontakt.

  • Hab überlegt, dass man den Brief wieder zuklebt und drauf schreibt, dass hier keine Person mit diesen Namen wohnt.

    Du musst überhaupt nichts unternehmen. Ein Bettelbrief ist unbeachtlich. Egal in welcher Tonne er landet.


    Zu Deiner eigentlichen und wichtigen Frage:

    Wird ein Mahnbescheid bei Deiner Schwester zugestellt - ungeöffnet zurück an das Gericht. Der Adressat wohnt nicht an der angegebenen Adresse. Waldorf-Frommer muss danach nach Deiner richtigen Adresse suchen. Immerhin ist dies Deine Chance darauf, dass die Sache "eingestellt" wird.

    Und wenn geklagt wird, wo denn bitteschön? An meinem Wohnort im Ausland?

    Nein. Wenn Du keinen festen Wohnsitz in Deutschland hast und auch keinen "regelmäßigen Aufenthaltsort" ist das Gericht zuständig, in dessen Bezirk die unerlaubte Handlung begangen wurde (§ 104a UrhG, Abs. 1, Satz 2). Dies nennt man "fliegenden Gerichtsstand". Waldorf-Frommer darf sich das Gericht aussuchen.

    Zunächst muss jedoch erstmal Dein tatsächlicher Wohnsitz ermittelt werden. Steht er fest - kannst Du in Deutschland beklagt und verurteilt werden, egal wo Du Dich befindest.

  • Danke, dieses Vorgehen liegt nahe. Einfach zurück mit Vermerk "wohnt hier nicht"?

    Bin übrigens in Deutschland abgemeldet. Tatsächlich habe ich nur meiner Bank die Adresse meiner Schwester mitgeteilt. Frage mich ob dies irgendwie zusammen hängt. Erstmal abwarten, ob überhaupt ein MB kommt. Das Gericht interessiert es erstmal nicht ob die Adresse für den MB stimmt, die gehen wohl davon aus dass die Waldis gewissenhaft arbeiten...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von mozzzer ()

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