Abmahnung Waldorf Frommer

  • Guten Tag,


    Ich habe 2016 ein Abmahnung von WF bekommen. Man wollte eine Summe von 900 Euro für ein paar Sekunden Filesharing eines Films. Habe damals eine modUE zugesendet. Dann war erstmal lange Ruhe.

    Vor einer Woche kam nun ein Mahnbescheid (1350€).


    Angenommen ich strebe einen Vergleich an um die Sache ein für alle Mal zu erledigen und nicht weiter Zeit und Geld dort reinzustecken.

    Wäre es eurer Erfahrung nach schlauer jetzt sofort anzurufen und einen Vergleich auszuhandeln oder sollte ich erstmal Widerspruch einlegen und darauf hoffen, dass das nicht weiter verfolgt wird.

    Falls es doch weiter verfolgt wird, kann man immer noch einen Vergleich vorschlagen bzw. ist der Kostenanschlag dann zu dem Zeitpunkt schon bedeutend höher als er es jetzt wäre?


    Über einen kurzen Rat würde ich mich sehr freuen.

    Viele Grüße

  • Wäre es eurer Erfahrung nach schlauer jetzt sofort anzurufen und einen Vergleich auszuhandeln oder sollte ich erstmal Widerspruch einlegen und darauf hoffen, dass das nicht weiter verfolgt wird.

    Das kann hier keiner sagen. Beides ist schon passiert.

    Es gibt allerdings auch keinen großen Unterschied in Sachen Gesamtkosten. Tendenziell wird Warten + Klage kommt teurer. Aber das ist nur die Theorie. Man kann den künftig möglichen Vergleich nicht kennen.

  • Hallo zusammen,

    auch ich habe eine Abmahnung erhalten und ich habe auch keinen Bock auf einen ewigen Rechtsstreit. Auch weiß ich, dass von meinem Abschluss gestreamt wurde. Deswegen möchte ich die Sache einfach so schnell wie möglich vom Tisch haben.

    Ich habe jetzt einen Dienst gefunden, die glaube ich genau das anbietme anbieten das außergerichtlich zu regeln und vergleichsangebote einzuholen. Sind keine Anwälte, heißt Abmahnungshilfe.de . Aber schienen sich gut auszukennen.


    Hat damit jemand schon Erfahrung gemacht?


    Beste Grüße

    Jürgen

  • hallo,

    Meine Geschichte:

    Erste Abmahnung 915euro am 28.01.2018 erhalten, "Tat" also eine 2 Sekundige Filesharing erfolgte am 14.01.2018 obwohl ich am 09.01.2018 umgezogen bin, das war ein Mehfamillienhaus mit ca. 20 Wohnungen, ich habe das Modem auch mitgebracht, aber bis März 2018 nicht angeschlossen (neue Wohnung war nicht ganz fertig) .

    Ich habe das mit WF mitgeteilt, auch eine Kopie vom Meldebescheinigung geschickt, das war's meinerseits.

    Seitdem paar Bettelbriefe, jetzt die Mahnbescheid vom Gericht, die ich wiedersprechen werde. Was denkt ihr, wie sind meine chancen? Wird WF klagen obwohl er weiß dass ich umgezogen bin?

  • Ich habe jetzt einen Dienst gefunden, die glaube ich genau das anbietme anbieten das außergerichtlich zu regeln und vergleichsangebote einzuholen. Sind keine Anwälte, heißt Abmahnungshilfe.de .

    :rolleyes: meine Fr**** willst Du vom Regen in die Traufe geraten?


    Der Verein gehört selbst abgemahnt wg. fehlendem Impressum.


    So ein Typ hat es vor einigen Jahre schon mal gegeben.

    (schade Name fällt mir immo nicht ein.)

    Da kannst Du gleich die Abmahnung zahlen (evtl. mal auf die Trändendrüsen drücken und verhandeln)

  • Wieso??

    das war ein Mehfamillienhaus mit ca. 20 Wohnungen, ich habe das Modem auch mitgebracht, aber bis März 2018 nicht angeschlossen (neue Wohnung war nicht ganz fertig) .

    Ich habe das mit WF mitgeteilt,

    Du bist nun mal kein "gewerblicher Betreiber eines offenen W-Lan Netzes"

    W&F könnte das so auslegen: Du hast einfach Deinen ungesicherten (o. auch gesicherten) Router, dessen Passwort jeder im Haus kannte, zum freien gebrauch zurück gelassen.

  • Hallo Zusammen,

    wir haben erneut Post von den Waldis erhalten.


    Hier mal kurz die bisherige Zusammenfassung:


    Oktober 2011: Abmahnung wegen angeblichen Downloads eines Films (Teilsequenz wenige Minuten)
    (Die drei Wohnungsinhaber waren zu der Zeit nicht zu Hause, W-Lan war abgesichert.)

    Oktober 2011: Über anwaltlichen Beistand Abgabe der modif. Unterlassungserklärung + Überweisung von 450 € als Angebot, welches erst mal angenommen wurde.


    März 2019: Neues Schreiben von WF: Zahlungsaufforderung vor Klageerhebung, da "die Ansprüche der Mandantschaft nicht erfüllt seien", Schadensersatzbeitrag von 450 € sei zu niedrig.


    Die Einleitung gerichtlicher Schritte könne durch die Zahlung von 1.000 € vermieden werden.


    Wir dachten eigentlich, die Sache sei aus der Welt geräumt. Was würdet Ihr uns jetzt raten?


    Jetzt nochmal zum Anwalt + Vergleich? Da sind wir dann auch bei knapp 1.000 €.


    Beste Grüße

    Susanna

  • Unglaublich wie schlecht manche Anwälte beraten. Eine mUE bekommt jeder hin. Und dann einfach so Geld überweisen, ohne Vergleich? Dümmer gehts nimmer.

  • Überweisung von 450 € als Angebot,

    darum auch die Nachforderung.


    sag Deinem Anwalt (der die Zahlung sicher als Angebot deklariert hat) er möge jetzt doch mal 2.000,-- anbieten. Vllt. reicht das dann seiner Mandantschaft. Wenn nicht soll sie sich vor ablauf der 10 jährigen verjährungsfrist nochmal melden. Ihr könntet bis dahin sicher noch "ne Schüppe drauf legen"


    Susanna_ du kannst meinen Zynismus jetzt als unangebracht sehen (mir eh wurscht) wenn er das tut, hat er seinen Zweck erfüllt. Dich zum nachdenken angeregt.


    Unglaublich

    jo

    und ebenso unglaublich wie dreist sich "Möchtegern-urheber- und deren Anwälte bereichern.

    Urman lässt grüßen.

  • Mal kurz meine Geschichte:


    Abmahnung Ende 2010.


    Modifizierte Unterlassungserklärung Ende 2010 (vielen Dank für das Muster :thumbup:).


    Stufe 1 bis 5. Unzählige Bettelbriefe. Drohkulissen und Einschüchterungen ohne Ende. Hatte kein gutes Gefühl mehr den Briefkasten aufzumachen und fühlte mich wie ein Schwerverbrecher. Nichts für schwache Nerven. Aber genau darauf bauen diese Art von Anwälten :cursing: natürlich.


    Ruhe bewahren und nichts tun wurde mein Mantra für die nächsten Jahre. Also keine Reaktion meinerseits. Keine Einschaltung eines eigenen Anwaltes. Innerliche Sektkorken Ende 2013, da ich davon ausging, dass die Verjährung erreicht ist. Alle Unterlagen genussvoll weggeworfen. Thema abgehakt.


    Jetzt sitze ich nach 6 Jahren Funkstille :!: trotz Umzug vor einer fiesen Bumerang Suprise in Form eines Schreibens, das von 10 Jahren Verjährung spricht, die üblichen Drohungen enthält – Gerichtsverfahren Forderung mal X ankündigt und mich zu einer Erklärung über eine Zahlungsverpflichtung über viele Münzen nötigt.


    Ich denke mal kurz drüber nach :/ – ich suche mal einen neuen Hefter zum Abheften :saint:.


    Bleibt stark und stabil...

  • keiner glaubt ernsthaft, nach 8 o. 9 Jahren noch einmal in ein Verfahren einzutreten, in welchem die Schadenersatzanspruchursächliche "Verletzungshandlung" erst noch nachgewisen werden muss.

    Auch meine Meinung. Schauen wir mal was passiert wenn tatsächlich einer dieser Uraltfälle vor Gericht geht. Falls es tatsächlich jemals soweit kommen sollte.

    Interessant auch, das vor allem solche Altfälle hervorgeholt werden, in denen kein MB verschickt wurde. WF setzt auf die einschüchternde Wirkung eines Gerichtsschreibens.

  • Wenn man sich mal die Urteile der letzten Jahre anschaut, scheint sich Waldi halt relativ sicher zu sein, weiterhin genug weldfremde Depp..äh...Richter zu finden, die auf seine merkwürdige Argumentation des Geschehensablaufes und der Möglichkeiten zur Prüfung seitens des Anschlußinhabers hereinfallen. Wer die Urteile regelmäßig verfolgt, kennt die Argumentation ja sicher:
    a) Zugang zum Internetanschluß hat in der Regel NUR der Anschlußinhaber.
    b) Sollten tatsächlich andere Nutzer Zugang haben, dann ist es der Normalfall,dass der Anschlußinhaber permanent danebensteht und ihn überwacht
    c) Kinder und Frauen haben generell nicht das technische Wissen oder das Interesse, urheberrechtlich geschützte Werke zu konsumieren und anzubieten.
    d) Anschlußinhaber haben jederzeit vollumfänglichen Zugang zu den internetfähigen Geräten der Mitbenutzer. Auch wenn diese inzwischen ausgezogen sind und irgendwo am A... der Welt wohnen.
    e) Auch nach Jahren ist eine Untersuchung der Internetgeräte auf Spuren der Verletzungshandlung auf jeden Fall verfolgversprechend.
    f) Mitnutzer werden die Tat auf jeden Fall eingestehen und nicht lügen.
    g) Anschlußinhaber im Rentenalter konsumieren überdurchschnittlich oft Rapmusik und kommen daher als Anbieter solcher Werke in Frage.
    h) Es entspricht gängigem Verhalten, dass man den Rechner daheim in Deutschland fürs Filesharing laufen lässt, während man selbst gerade in Australien die Kängurus erschreckt.
    Usw,usw.

  • Da muss man aber hinzufügen: Der Anwalt wird für das Gerichtsverfahren mehr kosten - auch wenn man gewinnt, da nur ca. 150 € Anwaltskosten wg. geringem Streitwert berechnet werden - als der Vergleich.