Abmahnung Waldorf Frommer

  • Ich habe eine Mitteilung der Schufa bekommen, dass die Post Adress AG für Rechtsanwälte Waldorf und Frommer Daten abgefragt haben.

    Falls es anscheinend um das Thema Downloads geht muss das deshalb ein Irrtum sein, da ich gar keinen PC/Notebook zu Hause habe.

    Noch besser wäre kein Internet ;)

    Mit nem Smart TV kann man auch laden....

  • Briefe von Waldorf Frommer kann man ignorieren.

    Briefe vom Mahngericht oder Amtsgericht aber nicht!!!

  • Hallo,


    Meine Historie: 8 Jahre alter Fall. Anwalt mod. UE an WF, sonst keinerlei Kommunikation. Ich bin beim MB angelangt, mit folgender Komplikation:


    - Zwei Mal wurde ein MB meinen Eltern zugestellt wo ich seit über 10 Jahren nicht mehr gemeldet bin (zumindest hoffe ich das ich dort nicht als Karteileiche gemeldet bin, schließlich meldet man sich beim Ummelden ja 'nur' auf die neue Wohnung an und nicht explizit sondern nur implizit von der alten ab). Kann man das telefonisch beim Meldeamt abchecken?

    - Beide male wurde der MB unter Vermerk "Person unter Adresse nicht wohnhaft" ungeöffnet zur Post zurück gebracht. Post nahm unter Murren beide MBs auch wieder entgegen. Getreu des Mottos: Brief geht zurück, ich mach nicht WFs Hausaufgaben meine Adresse raus zu finden. Schließlich hatte ich Privatrecht im Studium.

    - Zusätzlich den Vermerk auf Briefkasten meiner Eltern welche Personen ausschließlich wohnhaft sind angebracht um weitere MBs gar nicht erst in den Briefkasten landen zu lassen.

    - Anwalt hat jetzt überraschenderweise Post zu Abschluss eines Gerichtsverfahrens bekommen. Ein rechtskräftiger Vollstreckungsbescheid lag weder mir persönlich, noch meinen Eltern vor.


    Laut Anwalt gibts nach wie vor die Option die geforderte Summe 1.xk € zu zahlen mit der die Sache umfassend (laut Anwalt) geklärt wäre.


    Mir graust es vor dem Hickhack nachweisen zu müssen das ich die Briefe nie bekommen habe. Dabei kann man quasi nicht gewinnen. In meinen Augen eh ein absolutes Unding das MB Briefe zugestellt werden dürfen ohne das geklingelt wird wie es beim Einschreiben der Fall ist und für das man unterschreiben muss. Dabei ist der MB noch eine Stufe mächtiger als ein Einschreiben. Und die Post die sich zufrieden gibt bei der Zustellung wenn der Nachname übereinstimmt (und der stimmt wegen Heirat auch nicht mehrüberein + anderes Bundesland).


    Natürlich bin ich noch weiter im Austausch mit dem Anwalt über andere Optionen als 'Zahlen'.

    Was empfehlt Ihr mir?


    Gruß,


    Kirschblüte

  • @Kirschblüte

    Mir scheint es irrelevant dass Die Mahnbescheide nicht zugestellt werden konnten. WF hat ja auch keinen Vollstreckungsbescheid erwirkt, sondern Dich direkt zivilrechtlich verklagt.

    Daher hast Du genau 2 Optionen

    1. zahlen oder vergleichen (letzteres spart wenigstens etwas Geld)

    2. es auf einen Prozess ankommen lassen


    Dein Anwalt scheint mir unfähig. Anwälte sind einfach im frühen Stadium einer Abmahnung und bei Vergleichen unnötig.

  • - Anwalt hat jetzt überraschenderweise Post zu Abschluss eines Gerichtsverfahrens bekommen. Ein rechtskräftiger Vollstreckungsbescheid lag weder mir persönlich, noch meinen Eltern vor.

    Schließlich hatte ich Privatrecht im Studium.

    aha...na dann...

    ein Blick in Dein Hausaufgabenheft bzw. in die ZPO hätte doch genügt um festzustellen, dass ein Vollstreckungsbescheid nicht zwingend ist, um Forderungen beizutreiben.

    Egal ob berechtigt oder nicht. Und eben das, wird in einer Zahlungsklage festgestellt.

    Bsp: "

    Ein Mahnbescheid, dessen Zustellung aufgrund einer unzutreffenden Postanschrift des Antragsgegners nicht zugestellt werden kann, ist gemäß § 693 Abs. 2 ZPO demnächst zugestellt, wenn er nach Zugang der Mitteilung der Unzustellbarkeit beim Antragsteller innerhalb eines Monats zugestellt wird."

    ....und dann?

    Von daher kann ich mich nur den Worten von WaldiWurst Punkt 2.) anschließen.


    um zum Ende zu kommen, meine pers. Einschätzung:


    8 Jahre alter Fall...längst verjährt da:

    Kosten des Ermittungsunternehmens IPocue, Antrag beim Gericht zwecks Feststellung der IP-Klaradresse, Kostennota Provider, Anwaltskosten und nen fuffi für entgangenem Gewinn aus nicht getätigten CD-verkäufen eben nach 3 Jahren BGB verjährt sind.

    Nun möchte der Johannes mit der 10 jährigen Verjährung für Lizenzschäden Angst machen. Dann soll er doch den "Fall" nach über 8 Jahren neu aufrollen. vllt existiert der mögliche Lizenzinhaber/nehmer gar nicht mehr.


    ciao






  • aha...na dann...

    ein Blick in Dein Hausaufgabenheft bzw. in die ZPO hätte doch genügt um festzustellen, dass ein Vollstreckungsbescheid nicht zwingend ist, um Forderungen beizutreiben.

    Egal ob berechtigt oder nicht. Und eben das, wird in einer Zahlungsklage festgestellt.

    Nun, das gelernte Privatrecht hat wohl nur anekdotischen Wert wenn man unter 'richtigen' Juristen ist. Darauf bilde ich mir nicht zu viel ein, keine Sorge.

    Ich kann dem ersten Teil deiner Ausführungen nur teilweise folgen. Klar ist mir nur das ein (zugestellter) MB nichts über die Berechtigung der Forderung aussagt. Man liest ja nur ständig wie wichtig es ist dem MB zu widersprechen. Die Frage ist ob der MB mir noch zugestellt wird? Oder ob davon ausgegangen wird das ich den MB bekommen, aber ignoriert hätte. Ich kann nur nachweisen das ich dort nicht wohne, reicht das? Oder habe ich hier was versäumt den MB einfach explizit abzulehnen auch wenn er an die falsche Adresse ging?


    Ich entnehme eurer beiden Aussage das es wohl sinnvoll ist es weiter drauf ankommen zu lassen (2.). Warte ich jetzt auf einen neuen MB oder soll der Anwalt das Mahngericht rügen lassen für die falsche Zustellung (was soll das bringen)?


    Danke euch beiden. :thumbup:

  • @Kirschblüte

    Was willst Du denn erreichen mit deinen Gedanken bezüglich der Zustellung? Das ist irrelevant, der MB dient Waldi nur dazu Dich zum zahlen zu bewegen. Er kann Dich immer gerichtlich in Anspruch nehmen, das ist total unabhängig vom MB.

    Hat Dein Anwalt denn einen Vollstreckungsbescheid oder eine Klagebegründung erhalten?

    Wichtig ist dass bisher keiner der (teil?)verjährten Fälle vor Gericht gelandet ist, vermutlich aus den von @wattihrwollt genannten Gründen.

  • WaldiWurst


    Das aktuelle Schreiben ist eine "Aufforderung zur Zahlung". Soweit so gut. Nun steht im ersten Absatz das die gerichtliche Auseinandersetzung zwischenzeitlich abgeschlossen wurde.


    Von welcher Auseinandersetzung ist hier die Rede?

    Daher die Verwunderung vom Anwalt. Abgesehen von ungeöffneten und zurückgeschickten MBs gab es nichts. :rolleyes: Daher meine Bedenken das gewisse Ereignisse passiert sind von denen ich und mein Anwalt absolut nichts mitbekommen haben.


    Bezüglich MB: woher kommt dann die Notwendigkeit beim MB das richtige Kreuz zu setzen und zurück zu schicken wenn das eh nur heiße Luft ist? Ich weiß ja nicht was drin steht ... ;)


    Danke.

  • das richtige Kreuz zu setzen und zurück zu schicken

    ob es das "richtige" ist, gewesen wäre wird sich bei einer möglichen Verhandlung zeigen.

    Bei "wiederspreche kplt." und Sieg vor Gericht wars eben richtig.

    Wenn verloren halt falsch.

    Ein Remis zwischen richtig und falsch könntest Du gegen eine Vergleichszahlung erlangen.

    Bzw. wenn Du Deinen Anwalt noch zahlen musst, bist eh der Verlierer. Und weißt dann immer noch nicht wie es vor Gericht ausgegangen wäre.

    wenn das eh nur heiße Luft ist? Ich weiß ja nicht was drin steht ...

    oh dann ist Dein Rechtsempfinden ein wenig gestört.

    Du regst dich sicher auch auf wenn plötzlich der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht weil Du auch gegen den Vollstreckungsbescheid keinen Einspruch erhoben hast.

    Gelbe amtliche Umschläge enthalten nie heiße Luft....



    Nachtrag:

    Nun steht im ersten Absatz das die gerichtliche Auseinandersetzung zwischenzeitlich abgeschlossen wurde.

    etwas "Klartext" wäre angebracht.


    Waldorf schreibt auch oft dass die "Vorbereitungen abgeschlossen seien"

    Ist als Drohbrief zu werten.

    im Forum muss es irgendwo eine 8-Punkteliste geben in der das auch erwähnt wird.

  • Wenn auf MB nicht reagiert wird, folgt normalerweise ein Vollstreckungsbescheid. Wenn diesem widersprochen wird, geht es zwingend vor Gericht. Wenn nicht widersprochen wird, wird gepfändet. Es sei denn man vergleicht sich, was bis zum Gerichtsurteil immer möglich ist.

    Einem MB kann man solange widersprechen, auch noch nach Ablauf der Frist, bis der VB erwirkt wird.

    Du kannst davon ausgehen, zeitnah den VB zu erhalten.

  • also nochmal, diesmal mit etwas mehr genauigkeit:

    vor ca 9.5 jahren hat wf meinen vater abgemahnt. zwischenzeitlich ist er nun verstorben. nun schreiben sie einen drohbrief. ich denke ja das alles verjährt ist. aber soll ich wf mitteilen das mein vater tot ist oder nicht ?

  • also nochmal, diesmal mit etwas mehr genauigkeit:

    vor ca 9.5 jahren hat wf meinen vater abgemahnt. zwischenzeitlich ist er nun verstorben. nun schreiben sie einen drohbrief. ich denke ja das alles verjährt ist. aber soll ich wf mitteilen das mein vater tot ist oder nicht ?

    Ja. Und sie werden eine Kopie der Sterbeurkunde haben wollen. Hatten wir hier schonmal.

  • Hallo,


    würde mich freuen über Tipps bei folgendem Fall.


    aktueller Stand: Zahlungsaufforderung vor Klageerhebung

    illegales Tauschbörsenangebot (p2p)

    Verjährung noch in diesem Jahr


    Die Beklagte war damals meine Partnerin und kann nachweisen dass sie zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Rechteverletzung nicht zu Hause war. Ich hatte damals Zugang zu ihrer Wohnung. Sie hat ein volljähriges Kind das aber nicht mehr zuhause wohnt und ebenfalls zugang zur wohnung hatte. Wir haben uns schon vor längerem im Streit getrennt. Sie fordert von mir die Übernahme der Kosten und will nichts damit zu tun haben.


    Ich bin bereit das aus der Welt zu schaffen, alleine schon um weiteren Kontakt mit der Beklagten zu vermeiden. Um die Kosten zu reduzieren würde ich gern einen Vergleich heraushandeln und dann die Kosten übernehmen.


    Was sollte ich beim Anruf mit WF beachten? Kann ich den Vergleich sozusagen in ihrem Namen schließen und die dann entstehende Forderung auf mich übertragen lassen? Macht es Sinn den Fall ganz ehrlich bei WF vorzutragen?


    Vielen Dank für die Hilfe

  • muss ich denen eine sterbeurkunde zuschicken ?

    ich hab keine lust für die arbeit zu machen oder denen das leben zu erleichtern.

    ich hab meine pflicht erledigt, sollen sie klagen oder es nachprüfen.

    oder besteht eine rechtliche verpflichtung ?

  • muss ich denen eine sterbeurkunde zuschicken ?


    Nein. Definitv nicht. Tote werden in Deutschland nicht verklagt.


    Mein Tipp: Lass' W&F einfach ins Messer laufen und sich beim zuständigen Gericht blamieren!

    Das bereitet denen zusätzlich Aufwand und Ärger.

  • Der Anwalt war schon bezahlt vor x Jahren, waren auch nur 100-200€. Er betreut auch mehrere solcher Fälle.


    Klartext:

    Titel des Schreibens: "Aufforderung zur Zahlung"

    Erster Absatz: "Die gerichtliche Auseinandersetzung wurde zwischenzeitlich abgeschlossen."

    Und direkt weiter: "Im Ergebnis steht somit fest, dass (ich) im Hinblick auf die Hauptforderung einen Betrag i.H.v. 1.xxx € plus Zinsen leisten muss."


    Kann ich es als Standard-Bettelbrief abhaken?

    Den 9-Punkte Plan habe ich mir nochmal genauer angeschaut. Nun bin ich ja theoretisch bei Punkt 8 und ich habe ja neben Option 'Aussitzen' (9) noch nach wie vor die Option mich für etwa 60% zu vergleichen (zu versuchen) sollte es wirklich zu einem tatsächlichen Prozess kommen. Wann hat man so eine Option nicht mehr? Das letzte was ich natürlich haben will für so einen kleinen Betrag ist das ich meinen Anwalt noch bezahlen muss für einen Prozess, das steht natürlich in keinem Verhältnis zur Streitsumme.


    Danke.

  • Nein. Definitv nicht. Tote werden in Deutschland nicht verklagt.


    Mein Tipp: Lass' W&F einfach ins Messer laufen und sich beim zuständigen Gericht blamieren!

    Das bereitet denen zusätzlich Aufwand und Ärger.

    Klar, kann man so machen. Spätestens beim MB oder VB werden sie es merken, persönlich ärgern wird sich aber dort niemand bei tausenden Fällen im Jahr.

  • Finde Deinen Fall ganz interessant. Man würde erwarten dass Waldi nach MB ohne Widerspruch dann den VB zieht. Vielleicht denkt er so isses billiger. Unergründlich sind die Windungen und Wallungen des Waldi‘schen Hirnes.

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