Abmahnung Waldorf Frommer

  • Die wird aus Kulanz evtl. 1 Beratungsgespräch bei einem Anwalt zahlen. Das wars aber auch.

    Schon bei Deinem Eingangssatz....."angenommen jemand..." war mei erster Gedanke "wer einmal lügt....."

    Adios Amigo, Märchenstunde war gestern.

    Ich habe absichtlich so formuliert, da ich es aus anderen Foren, in denen es um Rechtsfragen geht, so kenne, sich derart ausdrückem zu müssen. Falls das zu Missverständnissen geführt hat, entschuldige ich mich dafür.


    Danke für die Info zur Rechtsschutzversicherung.

    Da es sich in der Abmahnung um eine Folge einer Serie (die ich nicht kenne) geht, sollte die modUE auf die ganze Serie und nicht nur die Folge ausgeweitet werden um Folgeabmahnungen zu vermeiden?

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  • Da es sich in der Abmahnung um eine Folge einer Serie (die ich nicht kenne) geht, sollte die modUE auf die ganze Serie und nicht nur die Folge ausgeweitet werden um Folgeabmahnungen zu vermeiden?

    Beispiel.

    Dir wird vorgeworfen eine Bank überfallen und 1.000,-- Dingens erbeutet zu haben.

    Es kursiert das Gerücht, dass noch weitere Banken (die Du nicht kennst) überfallen wurden.

    Würdest Du jetzt von Dir aus eine Unterlassungserklärung auf Banken ausdehen die Du nicht einmal kennst?

    Ist es überhaupt sinnvoll, eine UE abzugeben wenn man sich 100 pro sicher ist, frei von Schuld zu sein.

    Wenn nicht, kannst Du auch gleich auf alle Medien erweitern die jemals produziert wurden ...werden...

  • Das Beispiel mit der Bank ist denke ich nicht mit meinem Fall vergleichbar. Denn "andere Banken", die in der Abmahnung nicht benannt werden, sind etwas anderes als "andere Folgen" einer Serie (genauer eine Folge einer Serie), die in der Abmahnung benannt wird.


    Ich habe recherchiert und es gibt im Internet Quellen, die davon reden, wenn man eine Serie "gefileshared" hat, sich in der modUE auf die ganze Staffel zu beziehen.


    Daher kam meine Frage.


    Ansonsten gebe ich Dir Recht. Wenn man schon davon ausgeht, dass man selber diese Serie nicht runtergeladen hat, dann sollte man vielleicht so konsequent sein und nicht das Aufsehen erregen und eine modUE auf die ganze Staffel oder ganze Serie ausweiten.


    Ich habe zwar 1x ein Torrentprogramm benutzt und auch schon mal eine Serie gestreamt, jedoch nicht bei der Serie, für die ich abgemahnt werde. Ich frage mich, ob es dennoch Mechanismen gibt, die mich in diese Folge dieser Serie geloggt haben? Daher bin ich natürlich verunsichert, ob es genügend Beweislast vor Gericht gegen mich geben würde.


    Da ich diese Serie aber nicht einmal kenne, werde ich wahrscheinlich eine modUE nur für die besagte Folge abschicken, da die modUE kein Schuldeingeständnis ist aber ich so, so verstehe ich es jedenfalls, mehr "Sicherheiten" habe als ohne modUE. Kurz: Ich wüsste nicht jemals diese Folge der besagten Serie runtergeladen zu haben und eine modUE kann sich nur neutral oder positiv auswirken, aber nicht negativ, also warum nicht machen?


    Ich könnte jetzt auch einen RA einschalten, weil ich diese Folge nicht runtergeladen habe, aber Lust auf Gericht und Kosten habe ich eigentlich nicht. Und da wäre noch die Frage, ob es Mechanismen gibt, die mich in Zusammenhang mit dieser Serienfolge bringen, weil ich mal für ein Computerspiel ein Torrentprogramm genutzt habe. Ich bin kein IT-Experte und kann so etwas daher nicht ausschließen.

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  • Und da wäre noch die Frage, ob es Mechanismen gibt, die mich in Zusammenhang mit dieser Serienfolge bringen, weil ich mal für ein Computerspiel ein Torrentprogramm genutzt habe.

    eher nicht, weil sich die Abmahner untereinander nicht absprechen.

    d.h. sie führen (m.M.n.) keine Klarnamen-Datenbanken welche sie anderen Abmahnkanzleien zwecks Datenaustausch zur verfügung stellen.

    Möglich und praktisch wäre das natürlich.

    *tausche Spielesharer gegen Filmeverteiler*

    Und...*torrentnutzersharer* verteilen gleichzeitig was +nurguckerstreamer* nicht machen.:saint:

  • Verstehe ich es so richtig, dass wenn man keine modUE abgibt, unabhängig davon, ob man gerechtfertigt oder ungerechtfertigt abgemahnt wurde, immer das Risiko einer EV eingeht? Und man - falls eine EV erwirkt wird - eine Schutzschrift abgeben kann, diese aber keine Granatie einer negativen Feststellungsklage zugunsten des Abgemahnten darstellt und diese Schutzschrift an ALLE Landgerichte bundesweit verschickt werden müsste, was die Anwaltskosten des beauftragten Anwalts in die Höhe treibt? Muss diese Schutzschrift ein Anwalt verschicken oder ginge das auch ohne Anwalt?


    Fall es zu einer negativen Feststellungsklage kommt, dann kann meines Wissens der Abmahner noch alle anderen Landgerichte abrattern, bis ein Landgericht zugunsten des Abmahners entscheidet, richtig?


    Oder geht das nicht mehr, weil nur das Gericht zuständig ist, an welchem der Abgemahnte wohnt?


    Mich interessiert, ob ich das so alles richtig verstanden habe. In der Praxis scheint es ja laut diesem Thread bei W+F keinen Unterschied unter den Nichtzahlern zu machen, ob eine modUE abgegeben wurde oder nicht. Eine Absicherung ist es natürlich dennoch, da ja einer EV vorgebeugt wird. Und käme es bei einem Nichtzahler ohne modUE zum gerichtlichen Verfahren, dann wäre die Gechichte bei für den Abgemahnten negativen Ausgang ohne modUE auch teurer, von daher scheint eine modUE auch für ungerechtfertigt Abgemahnte insgesamt eine Empfehlung zu sein, weil es einfach sicherer ist.


    Und: Als ungerechtfertigt Abgemahnter ist "sich wehren" eigentlich nichts anderes als: modUE + Aussitzen und falls die Klage kommt, sich dann eben zu wehren, richtig? (so wird es jedenfalls im Wegweiser Abmahnung hier auf der Seite von einem RA beschrieben, allerdings ist die PDF von 2009, ob sich da was geändert hat weiß ich nicht)


    Hab ich das so alles richtig verstanden?

    Wäre dankbar, wenn da jemand ganz kurz was zu schreiben könnte.


    LG

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  • Hallo ihr lieben, ich bräuchte mal wieder euer Schwarmwissen.

    Wurde erstmals angeschrieben im Juli '16, Mahnbescheid März '19, jetzt bei Punkt 7, Abgabenachricht an das zuständige Gericht in meiner Gegend.

    Das bedeutet, sie haben weitere Gerichtskosten 'vorausgezahlt', ist das noch sehr üblich? Gehört die Abgabenachricht noch zur Hemmung der Verjährung? Bis wann kann ich noch vergleichen (vor Gerichtsladung), falls ich mich dazu entscheiden sollte?

    Danke!!!
    Waeldchen

  • ... Bis wann kann ich noch vergleichen (vor Gerichtsladung), falls ich mich dazu entscheiden sollte?

    Du kannst dich noch im Gerichtssaal vergleichen. Allerdings ist es oft dann zu spät, da die Gegenseite schon Reisekosten usw. hatte. Du könntest aber warten, bis wirklich ein Gerichtstermin ansteht.


    Das Wichtigste ist jetzt, Vorbereitungen zu treffen, damit du reagieren kannst.

  • Das Wichtigste ist jetzt, Vorbereitungen zu treffen, damit du reagieren kannst.

    Danke. Also ist es sehr wahrscheinlich, dass es ab jetzt vor Gericht gehen wird?

    Was für Vorbreitungen soll ich denn treffen um wie zu reagieren?

    Sind immernoch die 3 Jahre von den Kosten her entscheidend, also + Anwaltskosten, oder ist es für sie nicht mehr lukrativ genug um es nach diesen 3 Jahren weiter durchziehen zu wollen (wegen der neuen Verjährung von 10 Jahren ohne Anwaltskosten).
    Versteh ich das richtig, die Verjährung läuft ja immer bis Ende des Jahres, also bei mir Ende 2019, dh mit Hemmung nach Mahnbescheid von 6 Monten wäre die Verjährung bei mir im März 2020? (erstes mal kontaktiert Juli '16, Mahnbescheid März '19)


    Vielen Dank für eure Hilfe!

  • von daher scheint eine modUE auch für ungerechtfertigt Abgemahnte insgesamt eine Empfehlung zu sein, weil es einfach sicherer ist.....

    ....da ja einer EV vorgebeugt wird.

    wer entscheidet ob gerechtfertigt o. ungerechtfertigt...und ob überhaupt?

    Und käme es bei einem Nichtzahler ohne modUE zum gerichtlichen Verfahren, dann wäre die Gechichte bei für den Abgemahnten negativen Ausgang ohne modUE auch teurer,

    ...wenn ich recht entsinne, ist W&F auch schon einmal mit ihrer "pauschalen Klagerei" hinten runter gefallen weil:

    ja weil einfach auf Schadenersatz, also auf Ersatz der entstandenen Kosten geklagt wurde aber keine UE vorlag. also hätte W&F erst auf Unterlassung klagen müssen.

  • hallo, in welcher Form kam denn der letzte Brief?

  • hallo, in welcher Form kam denn der letzte Brief?

    Er kam ziemlich simpel, normale Briefgröße, kein DinA4, aber ist ja auch "nur" eine Abgabenachricht.

    Hast du alle Unterlagen griffbereit und hast einen Anwalt ausgewählt, um ihn einschalten zu können?


    Hast du eine schlüssige Story, um deine Verpflichtungen aus der sekundären Darlegungslast zu erfüllen?


    Hast du dir überlegt, bis wohin du den (finanziellen) Druck aushalten kannst?

    Habe gestern einen Anwalt kontaktiert. Von diesem Anwalt habe ich auch zuvor erfahren, dass WF eine eigene Klageabteilung hat, daher sehe ich es nach jetzigen Stand unausweichlich, dass sie nicht auch noch den letzten Schritt gehen und die Klage einreichen.

    Oder kennt ihr etliche Fälle bis Schritt 7, Abgabenachricht an das zuständige Zivilgericht in der Region, und haben dann aber nicht geklagt? Wie hoch sind denn die Vorauszahlungen im Schnitt für WF bei Mahnbescheid und dann der Klage?

  • Er kam ziemlich simpel, normale Briefgröße, kein DinA4, aber ist ja auch "nur" eine Abgabenachricht.

    Könnte auch nur eine weitere Drohgebärde sein. Ich frage nach der Form da WF nachwievor Briefe an die Adresse meiner Schwester schickt, an der ich nie gemeldet war. Nach einem MB der zurückging, kam noch ein kleiner Brief, der aber auch zurückging. Ich selbst wohne weit weit weg im Ausland, in Dtl. abgemeldet. Was glaubt ihr, wie die Chancen stehen, aus der Sache billig rauszukommen? Wie weit wird WF gehen?


    Ohne Post (MB, Klage) an meine Meldeadresse im Ausland, die mich informiert über ihre Schritte, wird kein Gericht die Klage annehmen, nehme ich an?

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  • Wieviele Urteile sind dir bekannt, bei denen Waldi wegen Erfüllung der sekundären Darlegungslast verloren hat ? Praxis ist wohl eher, dass Waldi behauptet, sie sei nicht erfüllt worden und die deutsche Justiz brav gehorcht.

    Ohne Erfüllung der sekundären Darlegungslast verlierst du auf jeden Fall. Daher ist die Vorbereitung etwas Notwendiges, wenn überhaupt eine Chance aufrecht / auf Recht :) erhalten bleiben soll...

  • Ich bin jetzt bei "6. Mahnbescheid ( Kreuz bei Punkt 2 und verschicken )".


    Im Mahnbescheid vom Amtsgericht Hamburg-Altona steht, dass der Antragsteller für ein streitiges Verfahren das Amtsgericht Mannheim benannt hat. Das ist zwar im gleichen Bundesland, aber nicht an meinem Wohnort (ich habe auch sonst keine Beziehungen zu Mannheim).

    Habe ich einen Anspruch darauf, dass ggfs. ein Verfahren beim AG meines Wohnortes stattfindet?


    Wenn ja, soll ich in meiner Antwort an das AG HH bereits darauf hinweisen, oder mache ich das erst (dann mit anwaltlicher Hilfe), falls ich Post aus Mannheim bekomme?


    Ist das Amtsgericht Mannheim als abmahnfreundlich bekannt?


    Danke!