Abmahnung Waldorf Frommer

  • wenn es denn sein muss würde ich diese Variante bevorzugen und, wenn es der Anschlussinhaberin (Deiner Mutter) recht ist.

    Ich denke, W&F wollen dann ein schriftliches "Eingeständnis und eine UE" und gehen evtl. 200 runter.


    Vielen Dank für eure Antworten erst mal!

    Ich denke, dass wir es wohl so machen werden, dass der Bekannte sich auch bei denen meldet. Einfach damit die Sache vom Tisch ist für alle (unfreiwillig) Beteiligten. Das mit dem Geld ist sehr ärgerlich, aber da war man wohl auch selbst schuld.

  • Hallo zusammen,

    habe den Forum heute entdeckt und mich gleich registriert, mit der Hoffnung eine Hilfestellung zu bekommen. Und danke schon mal im Voraus.


    zur Vorgeschichte:

    Ich habe im September 2010 von WF eine Abmahnung wegen unerlaubter Verwertung geschützter Werke in sog. Tauschbörsen - Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung - bekommen (Gesamtsumme 956 €). Daraufhin habe ich unverzüglich einen Anwalt beantragt, der wohl darauf spezialisiert war/ist (lt. seiner Homepage) Personen gegen solche Abmahnungen zu verteidigen. Der beauftragte RA, mit dem der Kontakt nur einmal per Mail erfolgte und anschl. per Post nahm den Fall unverzüglich an und schickte ein Verteidigungsschreiben inkl. der Unterlassungserklärung und ein folgendes Angebot: "Mein Mandant ist durchaus bereit und daran interessiert, die Angelegenheit außergerichtlich beizulegen. Daher gibt sie die UE ohne einer rechtlichten Verpflichtung hierzu, jedoch rechtsverbindlich ab und wird Ihnen einen Betrag von 150€ unter dem Vorbehalt überweisen, dass damit sämtliche Ansprüche Ihrer Mandantschaft erledigt sind.

    Wir gehen davon aus, dass sich die Sache damit erledigt hat.


    Das Geld habe ich natürlich überwiesen. Seit dem habe ich von niemandem was gehört und bin davon ausgegangen, dass es somit erledigt ist.


    Heute - am 14.08.20, fast 10 Jahre später kriege ich vom Amtsgericht Coburg ein Mahnbescheid (Prozessbevollmächtigte: WF) mit der Aufforderung den Betrag in Höhe von 1.131,20 € zu bezahlen. Daraufhin habe ich sofort den Anwalt kontaktiert, der mich damals vertreten hat. Seine Antwort per Mail (zusammengefasst von mir): Sie haben sich damals für eine Teilzahlung unter Vorbehalt entschieden, haben sich jedoch nicht verglichen (KA was er damit meint). Er empfiehlt mir eine endgültige Einigung, in dem wir einen Betrag von ca. 60% der Forderung aushandeln, den ich bezahlen soll und die Angelegenheit ist dann endgültig erledigt. Er würde von mir 200 € pauschal kriegen. ...


    Wie soll ich hier handeln? Ehrlich gesagt, habe ich keine Lust wieder Geld auszugeben. Bin wirklich davon ausgegangen, dass mit der Zahlung vor 10 Jahren von 150€ + ca. 240€ Anwaltskosten alles erledigt ist.

    Werde auf jeden Fall Widerspruch gesamt ankreuzen und das Schreiben zurücksenden und das ganze ohne Anwalt. Irgendwie wollen hier beide Seiten profitieren, hat man so das Gefühl.

    Bin für jeden Tipp sehr dankbar.


    VG

    Ingo

  • ...

    Heute - am 14.08.20, fast 10 Jahre später kriege ich vom Amtsgericht Coburg ein Mahnbescheid (Prozessbevollmächtigte: WF) mit der Aufforderung den Betrag in Höhe von 1.131,20 € zu bezahlen. Daraufhin habe ich sofort den Anwalt kontaktiert, der mich damals vertreten hat. Seine Antwort per Mail (zusammengefasst von mir): Sie haben sich damals für eine Teilzahlung unter Vorbehalt entschieden, haben sich jedoch nicht verglichen (KA was er damit meint). Er empfiehlt mir eine endgültige Einigung, in dem wir einen Betrag von ca. 60% der Forderung aushandeln, den ich bezahlen soll und die Angelegenheit ist dann endgültig erledigt. Er würde von mir 200 € pauschal kriegen. ...


    Wie soll ich hier handeln? Ehrlich gesagt, habe ich keine Lust wieder Geld auszugeben. ... Irgendwie wollen hier beide Seiten profitieren, hat man so das Gefühl.

    ...

    Der Widerspruch ist schon einmal ein guter Anfang.


    Woraus setzt sich die geforderte Summe zusammen? Die Gegenseite (WF) müssen das ausweisen, sonst ist der MB ungültig. Die Anwaltskosten sollten verjährt und nicht aufgeführt sein.


    Außerdem solltest du überprüfen, für was du 1) den Anwalt und 2) die 150 EUR an WF bezahlt hast. Was sind die vereinbarten Leistungen? Wurden die von der Gegenseite erfüllt?

  • Der Widerspruch ist schon einmal ein guter Anfang.


    Woraus setzt sich die geforderte Summe zusammen? Die Gegenseite (WF) müssen das ausweisen, sonst ist der MB ungültig. Die Anwaltskosten sollten verjährt und nicht aufgeführt sein.


    Außerdem solltest du überprüfen, für was du 1) den Anwalt und 2) die 150 EUR an WF bezahlt hast. Was sind die vereinbarten Leistungen? Wurden die von der Gegenseite erfüllt?

    Die geforderte Summe setzt sich wie folgt zusammen:

    1. Hauptforderung (Schadensersatz wg. UrhR-Verletzung): 1.000€

    2. Verfahrenskosten

    a) Gerichtskisten (Gebühr): 32€

    b) Rechtsanwalts-/Rechtsbeistandskosten: 80€; Auskagen: 16€

    3. Zinsen: 3.20€

    Gesamtsumme: 1.131


    Den Anwalt habe ich für den Auftrag bezahlt und die 150€ an die Gegegenseite mit dem Ziel, dass sich die Sache damit erledigt hat.


    Zum Verständnis: in der Abmahnung im Jahre 2010 setzte sich der Betrag wie folgt zusammen:

    Anwaltskosten: 506€

    Schadensersatz: 450€

    Gesamtsumme: 956€


    Jetzt verlangen sie von mir 1.131€ und das nach 9,95 Jahren Stille.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von ingo24 ()


  • Wo sind die von dir gezahlten 150 EUR verbucht...?


    Der Schadenersatz ist von 450 auf 1000 EUR angestiegen. Die Anwaltskosten von 506 EUR wurden wegen Verjährung gestrichen.


    Du darfst das selbst entscheiden, aber ich würde nur dem MB widersprechen und nichts tun. Eventuell könntest du dem von dir beauftragten Anwalt etwas Druck machen. Warum hast du 150 EUR bezahlt für nichts? Das sollte noch unter den ehemaligen Auftrag fallen.

  • Werde erstmal den MB widersprechen. Und mal abwarten...

  • Hallo Ingo,


    Ich hatte 2011 die Abmahnung erhalten. Anwalt eingeschaltet, der 200 Euro gekostet hat. Der hat die ModUE und ein Schreiben abgeschickt.


    Dann kam im Juli 2020 der Mahnbescheid.


    Hab den Anwalt wieder kontaktiert und er hat folgendes geschrieben:


    "Wir raten aufgrund des Klagerisikos dringend dazu, dass Sie die Sache mit einer Einigung (Vergleich) endgültig zu einem Ende bringen."


    Man würde 600 Euro aushandeln. Dafür wollte er wieder 200 Euro.


    Ich hab mich dann dafür entschieden die Sache selbst in die Hand. Hab WF kontaktiert und uns auf ca. 600 Euro in Raten geeinigt.


    Wir haben keine Lust und haben auch nicht die finanziellen Mitteln, um ein Gerichtsverfahren zu riskieren.

  • Das Anwaltspack steckt unter einer Decke, habe ich das Gefühl.

    Genauso ist es. Wir sind alle Menschen und es liegt in der Natur des Menschen zu lernen und nachzuahmen. Sprich: Lösungswege, die in einer bestimmten Situation funktioniert haben, werden wir im Wiederholungsfall auch gleich wieder ausprobieren.
    Nicht so in der Abmahnerei. Hier gibts zwar gewisse Anwälte (Solmecke..),die regelmäßig Erfolge vor dem BGH erstreiten, aber jeden weiteren vergleichbaren Fall wieder ganz von Anfang an aufrollen, als wüssten sie nicht, was in der Vergangenheit schonmal funktioniert hat. Und einem Anwalt, der positive Urteile für seine Partei NICHT ins Feld führt, kann man wohl getrost vorwerfen, dass er kein Interesse an einer Schadensbegrenzung hat.

  • Hast du im Zeitraum von 2011 bis 2020 weitere Schreiben von WF erhalten oder war Ruhe?

    Ich glaube, dass wir den gleichen Anwalt erwischt haben. Denn meiner hat mir auch geraten 60% des Schadensersatz zu bezahlen und einen Pauschalpreis von 200€ ihn zu überweisen.


    Weiß vielleicht jemand wie lange es dauert bis auf den Widerspruch des MB vom Amtsgericht die Gegenpartei reagiert? (hoffe natürlich, dass sie nie reagieren)

  • Hast du im Zeitraum von 2011 bis 2020 weitere Schreiben von WF erhalten oder war Ruhe?

    Ich glaube, dass wir den gleichen Anwalt erwischt haben. Denn meiner hat mir auch geraten 60% des Schadensersatz zu bezahlen und einen Pauschalpreis von 200€ ihn zu überweisen.


    Weiß vielleicht jemand wie lange es dauert bis auf den Widerspruch des MB vom Amtsgericht die Gegenpartei reagiert? (hoffe natürlich, dass sie nie reagieren)

    Nein, dazwischen war Funkstille, kein einziges Schreiben.


    Kann sein, dass wir denselben Anwalt erwischt haben.

  • Hallo,


    habe im Frühling 2019 eine Abmahnung erhalten, einen Anwalt eingeschaltet der eine modUE abgegeben hat und sonst nichts weiter. Dann kamen einige Schreiben etc.
    Nun habe ich jetzt schon einen Mahnbescheid erhalten.
    Ist das in dieser Frequenz üblich oder deutet das auf eine erhöhte Klagefreudigkeit hin?

  • Hallo,


    habe im Frühling 2019 eine Abmahnung erhalten, einen Anwalt eingeschaltet der eine modUE abgegeben hat und sonst nichts weiter. Dann kamen einige Schreiben etc.
    Nun habe ich jetzt schon einen Mahnbescheid erhalten.
    Ist das in dieser Frequenz üblich oder deutet das auf eine erhöhte Klagefreudigkeit hin?

    Das kann viele Gründe haben, z.B., dass es einfach nachzuweisen und Einiges zu holen ist, dass du an einem WF genehmen Gerichtsstand bist, dein Anwalt als einfacher Gegner eingestuft wird oder dass WF durch Zufall deinen Fall schnell durchzieht.