Abmahnung Waldorf Frommer

  • Hallo zusammen, habe Ende 2019 eine erste Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung (ein Film) von W&F bekommen. Der Schadensersatz belief sich auf 700€ zusätzlich 215€ Anwaltskosten. Daraufhin habe ich die modUE abgeschickt. In der Zwischenzeit habe ich zwei Ratenzahlungsvereinbarungen, einmal über 750€ und über 600€ vorgeschlagen bekommen und ein Schreiben über Zahlungsaufforderung vor Klageerhebung. Bis Dato bin ich beim Punkt 4 angekommen -Vorbereitung Klageverfahren-


    Ich habe vor ein Vergleich auszuhandeln und habe hierzu zwei Fragen:

    1. Ist es zu spät ein Vergleich anzustreben oder soll ich noch warten?

    2. Wie hoch oder besser gesagt wie niedrig soll das Vergleichsangebot sein?

  • Wenn du zahlst ist das ein Schuldeingeständnis,wenn du abwartest zahlst du vermutlich nichts,die Mädchen bei Waldi ist immer die gleiche, einschüchtern,drohen sogar mit Schufaeintrag usw.passieren tut dann a..derjenige bekommt Angst und zählt oder b..derjenige sitzt es aus..letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden..ich sage Mal nur soviel,WF rechnet mit der Angst und der Zahlung einfach,ist ein ertragnisreiches Geschäft nach wie vor...

  • Hallo zusammen, habe Ende 2019 eine erste Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung (ein Film) von W&F bekommen. Der Schadensersatz belief sich auf 700€ zusätzlich 215€ Anwaltskosten. Daraufhin habe ich die modUE abgeschickt. In der Zwischenzeit habe ich zwei Ratenzahlungsvereinbarungen, einmal über 750€ und über 600€ vorgeschlagen bekommen und ein Schreiben über Zahlungsaufforderung vor Klageerhebung. Bis Dato bin ich beim Punkt 4 angekommen -Vorbereitung Klageverfahren-


    Ich habe vor ein Vergleich auszuhandeln und habe hierzu zwei Fragen:

    1. Ist es zu spät ein Vergleich anzustreben oder soll ich noch warten?

    2. Wie hoch oder besser gesagt wie niedrig soll das Vergleichsangebot sein?

    Persönlich würde ich warten. Das Risiko, auf den Kosten einer Klage sitzen zu bleiben, wird für die Abmahner immer höher. Die Störerhaftung wurde abgeschafft, es muss also nur der Täter zahlen. Zusätzlich hat mittlerweile der BGH (Bundesgerichtshof) geurteilt, dass nicht einfach einem schweigenden Anschlussinhaber die Verfahrenskosten aufgebürdet werden können, wenn der bei der Klageerhebung sagt, dass er es nicht war.


    Unterm Strich bedeutet es, dass zwar WF und andere Abmahner entsprechend drohen und auch noch gerichtliche Mahnbescheide ("amtlich aussehender Bettelbrief") verschicken, aber seit der Gesetzesänderung kaum noch geklagt haben. Die Pressemeldungen von WF beziehen sich auch Altfälle.


    Daher noch einmal: Wer nach Herbst 2017 abgemahnt wurde fährt mit dem Aussitzen und Schweigen relativ gut.

  • Vielleicht habt ihr das im Ticker oder woanders gesehen. WF haben am 17.12.2020 vor dem Bundesgerichtshof eine derbe Schlappe erlitten.


    WF haben jemand abgemahnt. Der hat die modUE zurückgeschickt und ansonsten nichts gemacht (wie hier im Forum empfohlen). Dann ging es zum gerichtlichen Mahnbescheid (Widerspruch insgesamt) und dann zum Amtsgericht. Dort hat der Abgemahnt gesagt, er sei es nicht gewesen, sondern jemand Anderes. Daraufhin sollte der Abgemahnte die Gerichtskosten zahlen. Nach entsprechenden Stationen vor weiteren Gerichten hat der BGH sich auf die Seite der Abgemahnten geschlagen. Kurz: Wer zu Unrecht verklagt wurde, weil er es nicht selber war, der muss sich auch nicht an den Gerichtskosten beteiligen.


    Dies erhöht das gerichtliche Risiko für WF und andere Abmahner erheblich. Die Gefahr, auf den Kosten sitzen zu bleiben, ist damit gestiegen. :) Es sollte in weniger Klagen resultieren.

  • Hi an die Waldi Freunde,


    zu meinem Fall, der im November in einem Vergleich (€ 750,00) endete, siehe Abmahnung Waldorf Frommer


    Vor ein paar Tagen ist Post vom AG Hamburg gekommen mit der "Kostenfestsetzung" iHv € 346,50 für Verfahrens-, Termins- und Gerichtsgebühren, die ich dann auch noch überweisen muss.

    Macht also insges. € 1.096,50, die mich das Ganze gekostet hat.

    Ich habe bis zum Ende versucht, es auszusitzen. Ist diesmal leider nicht gut ausgegangen, aber ich würde es jedes Mal wieder genauso versuchen, wünsche also allen weiterhin gutes Sitzfleisch.


    Gruß aus HH.

  • Naja. Siehe meine vorigen Beiträge dazu, zu denen Du Dich damals nicht geäussert hast...

    Wäre ich der AI, hätte ich das eher in Erwägung gezogen, meinem Vater als AI wollte ich das aber nur bei besseren Voraussetzungen zumuten. So konnte ich z.B. nichts als Beweis vorlegen, dass er zu dem genannten Zeitpunkt nicht zu Hause war. Keine Ahnung, was Du von Hr. Dr. Wachs hältst, aber nach dem Telefonat mit ihm war meine Entscheidung getroffen...


    EDIT:


    Beitrag hat sich mit Deinem zweiten überkreuzt, alles gut sofern ich nicht von Sarkasmus ausgehe...


    Schönen Sonntag noch.

  • Hallo, ich bin ein bisschen verwirrt, und bitte entschuldigt, dass ich keine 305 Seiten vollständig gelesen habe :).


    Meine Freundin hat am Samstag als Anschlussinhaberin eine Abmahnung für den Download eines Films über Bittorrent mit den üblichen 935€ an Forderung erhalten. Wir leben zu viert als Familie in der Wohnung. Ich war tatsächlich der "Täter" und das erste Mal seit etlichen Jahren so doof, einen Film herunterzuladen. Meine Freundin ist zudem ALG-II-Empfängerin.


    Soweit ich mitbekommen und hier mitgelesen habe, wird kaum noch geklagt. Und an verschiedenen Stellen lese ich, dass unbedingt reagiert werden muss auf die Abmahnung, am besten mit modUE, dann wiederum lese ich: Bloß nicht reagieren und schweigend aussitzen, eine modUE ist schon ein(e Art) Schuldeingeständnis. Was trifft es denn nach derzeitigem Stand tatsächlich :) ?


    (Und wenn modUE, ist die hier hinterlegte von 2013 noch sinnvoll in Sachen Störerhaftung?)



    Vielen Dank für Eure kurze Rückmeldung im voraus


    froschfinger

  • Mod Ue und dann ausharren und viele Bettelbriefe überstehen, insgesamt 10 bis 10,5 Jahre.. oder bezahlen, das ist die Kurzform... Wenn du weißt aber dass du schuldig bist bezahle es lieber vermutlich.

    Danke für die Info. Wenn die AI ohnehin nicht die Täterin ist und ihr die Tat nachgewiesen werden müsste und kaum noch geklagt wird - warum ist es dann besser zu zahlen, statt zu warten, auch wenn ich es tatsächlich war? Aus moralischen Gründen :)?

  • Danke für die Info. Wenn die AI ohnehin nicht die Täterin ist und ihr die Tat nachgewiesen werden müsste und kaum noch geklagt wird - warum ist es dann besser zu zahlen, statt zu warten, auch wenn ich es tatsächlich war? Aus moralischen Gründen :)?

    Auch Aussitzen erfordert Arbeit und Gedult. :)


    Geduld, die Bettelbriefe abzuwarten.


    Arbeit, sich jetzt nach Erhalt der Abmahnung gemeinsam hinzusetzen und die Details aufzuschreiben. Wenn es der AI nicht war und glaubhaft belegen kann (sekundäre Darlegungslast), dass andere Mitbewohner oder Besucher in Frage kommen. Diese und deren Zugriffsmöglichkeiten zum Tatzeitpunkt konkret benennen können (ideal sind mehrere potentielle Täter). Die AI sollte auch darlegen können, dass Minderjährige aufgeklärt wurde (nicht zu Sex sondern zu illegalen Internet-Downloads!).


    Die aufgeschriebenen Details dann gut aufheben.

  • Danke Dir ebenfalls :)! Also bleibt es dabei, modUE hinschicken, dann alle Briefe aussitzen, einem möglichen Mahnbescheid widersprechen und im Klagefall mit jenen Infos aufwarten, die Du ansprichst?

    Potentielle Täter sind außer der AI dann drei: Ein (meistens) erwachsener Mann (ich) und zwei Kids, die technisch durchaus in der Lage sein könnten, das durchgeführt zu haben. Belegbar ist nicht, dass die AI es nicht war, weil sie in Zeiten von Corona schlichtweg ebenso daheim war.

  • Danke Dir ebenfalls :)! Also bleibt es dabei, modUE hinschicken, dann alle Briefe aussitzen, einem möglichen Mahnbescheid widersprechen und im Klagefall mit jenen Infos aufwarten, die Du ansprichst?

    Potentielle Täter sind außer der AI dann drei: Ein (meistens) erwachsener Mann (ich) und zwei Kids, die technisch durchaus in der Lage sein könnten, das durchgeführt zu haben. Belegbar ist nicht, dass die AI es nicht war, weil sie in Zeiten von Corona schlichtweg ebenso daheim war.

    evtl. im Anschreiben zur modUE betonen, dass die Täterschaft durch den AI bestritten wird

  • evtl. im Anschreiben zur modUE betonen, dass die Täterschaft durch den AI bestritten wird

    Danke, auf ein separates Anschreiben bin ich gar nicht gekommen - ich hätte das einfach kommentarlos so hingesendet. Du meinst, das bringt Punkte? ("Interner Vermerk: Die gute Frau sagt, sie war es gar nicht. Hihi.")

  • Nur mal so am Rande....Abmahnung 2010... 2018 ging der MB zurück wegen falscher Adresse, keine Neuzustellung, kein Vollstreckungsbescheid, keine weiteren Briefe an irgendeine Adresse. Allerdings wohne ich seit 5 Jahren im Ausland. Ich gehe mal davon aus dass es denen der Aufwand nicht wert war...


    Da der Mahnbescheid ja nicht bei mir ankam, kann er auch nichts hemmen, richtig? Ich gehe jetzt mal vorsichtig von Verjährung aus.

    Macht es Sinn vielleicht in einem halben Jahr eine Verjährungseinrede von WF zu fordern, oder wecke ich damit nur schlafende Hunde? Nicht dass die auf dumme Ideen kommen und z.B. sagen Verjährung gehemmt wegen Unauffindbarkeit....

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