Abmahnung Daniel Sebastian

  • Liebe Forumsgenoss*innen,


    ich habe nun nach Rückkehr von der Reise den zweiten Brief von Monsieur Sebastian gefunden. Beim ersten bin ich nach Standardprozedur vorgegangen, hab die [lexicon]modUE[/lexicon] hingeschickt und nichts weiter gemacht. Jetzt ist wie gesagt der zweite Brief da, er ist von 600 auf 450 Euronen Vergleichsbeitrag runtergegangen. Ich kann eh nicht beweisen, dass ich es nicht war und ich hab als Student nicht genug Einkommen, um jeden Monat was für den Klagefall beiseite zu legen. Vielleicht habt ihr hierzu Erfahrung: Wenn er hier schon mit Klage droht, drängt das? Der Begriff "Mahnung" steht nirgendwo. Und bringt es was zu versuchen, den Betrag noch runterzudrücken durch ein Angebot von mir? Jeder Euro weniger zählt. Prinzipiell will ich nicht zahlen, aber eine potentielle Klage kann ich mir nicht leisten. Wie gings in letzter Zeit so aus? Und kann ich die Frist, die in 2 Tagen abläuft, ein wenig aufschieben? Ich hoffe es sind nicht zu viele Fragen auf einmal, danke schonmal und ein schönes sonniges Wochenende!

  • Prinzipiell will ich nicht zahlen,


    Wenn Du nicht zahlen willst, abheften und keine Reaktion mehr auf die dummen Bettelbriefe!
    In jedem Bettelbrief wird mit Klage gedroht, aber von Herrn Sebastian liest man im Internet nichts von
    zahlreichen geführten und gewonnenen Klagen, komisch ne?!
    Daher ruhig Blut und abwarten, vergleichen ist immer möglich, aber freiwillig würde ich dem feinen Herrn keinen müden Cent bezahlen!
    Gruß
    thats it ^^

  • Kurze Einführung:
    Mitte 2011 bekamen wir Post. Wir hätten auf ein Abmahnschreiben nicht reagiert.
    Damals, noch bei Netzwelt, fündig geworden, was man in solch einem Falle macht, forderten wir erst einmal den Vorgang an.
    Im folgenden Schreiben teilte man uns mit, daß wir doch Mitte 2009 ein Abmahnschreiben von Kornmeier&Kollegen, erhalten hätten (O.K., dem war nicht so, aber gut, so hatten wir ein Abmahndatum)
    Außerdem teilte man uns mit, daß Schalast & Partner diesen Fall nun weiter verfolgt.
    Mitte 2012, kamen auch schon Details (angebl. Tatzeit März 2009).
    Wir setzten das Procedre in Gang: modifizierte Unterlassungserklärung per Einschreiben, m. Antwortschein, und abwarten.
    Anfang 2013 kam dann die Eingangsbestätigung der mod. UE mit dem Hinweis, daß wir noch nichts zum Vergleich getan hätten.
    Man listete auf, was für Kosten inzwischen aufgelaufen wären (vierstelliger Betrag) und bot uns an das Ganze mit 60% der Summe aus der Welt zu schaffen.
    Ich sah den Brief als Bettler und heftete ihn brav ab.


    tja Leute - was soll ich euch sagen - Debcon (haben sich der Sache angenommen) versendet "Weihnachtspost".


    Nachdem ich mich hier vor vielen Monden zuletzt meldete, dachte ich, es sei Ruhe - doch, weit gefehlt.
    Nun ist es der Lizensschaden von angebl. 600,- €.
    Als zusätzliches Schmankerl bietet man uns eine Zahlungsvereinbarung an, in der ich die finanzielle Forderung anerkennen und auf die Einrede verzichten soll (Nachtijall, ick hör dir trapsen)


    Ich schlaf erst mal drüber, um zu überlegen, loche ich es mit links ab und hefte mit rechts, oder umgekehrt.


    Wahrscheinlich versucht man nun mit dem "Itzehoer Urteil" alte Fälle wach zu rütteln.


    P.S. eine gute Meldung...

  • Ich finde es schon komisch das man am "sog. Zahltag" schon Post für ein angeblich aus 2009 neues Vergehen bekommt obwohl man noch nicht mal auf das letzte schreiben meinerseits reagiert hat.........und ich glaube die müssen mal einen Helfer einstellen der mal den email Posteingang checkt........ebenso der auch gleichzeitig Telefon Dienst betreibt, denn egal zu welcher Tageszeit man da anruft (so Aussage eines Befreundeten RA) ist da niemand zu erreichen............bestimmt schwer beschäftigt mit Briefe zu erstellen um von den ca. wöchentlich so denke ich um die 200 verschickten einen zu erwischen der die vorgegebenen Summen bezahlt.......


    Ich sage nur "Frohe Weihnachten und guten Rutsch"

  • Hallo zusammen,
    bei mir stellt sich der aktuelle Status wie folgt dar.
    Abmahnung durch Deneke v.H. im Dez 2012 (588 EUR)
    Abtretung und Bettelbrief von Daniel Sebastian im Jan 2013 (800 EUR), Nov. 2013 (250€), Nov. .2014 (200 EUR)..
    Seit dem Ruhe..
    mal abwarten was kommt.
    VG

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kicker0815 ()

  • Habe schon von einem anderen im Forum gelesen, dass mit Schreiben vom 26.01.14 in den letzten Tagen was rausgegangen ist.
    Kann mich der Frage anschließen ob ein Wiederspruch notwendig ist. Gibt es Muster...
    Interessant ist der Hinweis mit der 10 Jährigen Verjährungsfrist... dazu wurde sich bereits an anderer Stelle im Formu geäußert..
    VG

  • Guten morgen zusammen.


    Fürs Protokoll:


    Daniel Sebastian oder sein ehemaliger RI gibt seine Forderungen anscheinend auch an DEBCON ab.


    Gestern kam hier ein Schreiben der DebCon an mit einer Zahlungsfrist von 7 Tagen (*lol*) an und unter dem Hinweis, dass die Forderung gemäß [lexicon]AG[/lexicon] Itzehoe erst nach 10 Jahren verjährt.


    Kurze History:
    - Logzeitpunkt 05.2010
    - Abmahnung 01.2011 - damals noch anderer [lexicon]Anwalt[/lexicon]
    - Mit [lexicon]ModUE[/lexicon] widersprochen und nicht gezahlt
    - Alle weiteren Schreiben abgeheftet und ignoriert, ebenso seit Daniel Sebastian das Mandat übernommen hat


    Ich muss angesichts dieser History davon ausgehen, dass mein Fall bereits seit 01.2014 verjährt ist (da die Abmahnung unmittelbar nach Neujahr ankam, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser erst 01.2011 von meinem Klarnamen erfahren hat, als äußerst gering anzusehen). Da das angegebene Urteil von 10.2014 ist, kann es nach meinem Verständnis zu meinem zu dem Zeitpunkt bereits verjährten Fall nicht mehr herangezogen werden.


    DebCon droht zwar nicht mit Schufaeintrag aber mit weiteren gerichtlichen Maßnahmen.


    Fragen daher:
    1. Trotzdem widersprechen? (Andere Threads in diesem forum besagen dies zumindest, falls mit Schufa Eintrag gedroht wird.)
    2. Falls ja, dabei auch auf Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon] hinweisen?


    Besten Dank

  • Anschreiben der Inkassobude unbedingt widersprechen, sonst droht ein Vollstreckungsbescheid!

    Stimmt nicht ganz: Ein Vollstreckungsbescheid droht nur bei unwidersprochenem gerichtlichen [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon].
    Man sollte der Forderung durch eine Inkassobude dennoch (einmalig) widersprechen, um einen negativen Schufaeintrag auszuschließen.

  • Da das angegebene Urteil von 10.2014 ist, kann es nach meinem Verständnis zu meinem zu dem Zeitpunkt bereits verjährten Fall nicht mehr herangezogen werden.

    Wieso? Natürlich werden Urteile aus der näheren Vergangenheit gerne im Falle einer Forderungsklage herangezogen, um den eigenen Standpunkt zu begründen. Das ist durchaus legitim und nicht zu verwechseln mit einer geänderten Gesetzeslage. Die 10jährige Verjährungsfrist für die Schadensersatzforderung (nicht für die Abmahnkosten) ist von manchen Gerichten akzeptiert, andere Gerichte lehnen diese erweiterte [lexicon]Verjährung[/lexicon] für Filesharingfälle ab.

    Trotzdem widersprechen?


    Siehe meinen vorherigen Beitrag.

  • Ich habe auch das Schreiben von Debcon am Mitteoch erhalten.
    Werde dem Widersprechen.
    Mein Fall ist aus 2010, also schon verjährt. Leider liest man hier nur sehr wenig über die Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon].


    Hat das schon jemand gemacht, so dass bei einer Klage die [lexicon]Verjährung[/lexicon] vom Gericht auch anerkannt wird?

  • Hat das schon jemand gemacht, so dass bei einer Klage die [lexicon]Verjährung[/lexicon] vom Gericht auch anerkannt wird?

    Die Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon] gegenüber einem Inkassounternehmen stellt überhaupt nichts dar, denn das Inkassounternehmen wird keinesfalls deswegen auf ein Klageverfahren verzichten. Man darf nämlich damit rechnen, dass ein gewisser Anteil der "Verjährten" nach Mahnebescheid/Klage dennoch zahlt.


    Die Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon] kann erst von einem Gericht "anerkannt" werden - erst dann muss auch der Gläubiger/das Inkassounternehmen "glauben" die Sache ist verjährt. (Bei schlampigen Inkassounternehmen kann trotzt verlorenem Verfahren aber immer Post... .)


    Klagebegründung erhalten?
    Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon] vorbringen!
    Gericht entscheiden lassen!

  • Für mich als Nicht-Jurist...


    d.h. die Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon] wird dann vom Gericht geprüft und ist ausschlaggebend dafür ob die Klage grds. zulässig ist? D.h. weitere Ausschlussgründe die der Beklagte im Klagefall vorbringen würde...(Anzweifeln der Ermittlungssoftware, Beweise die eigene Täterschaft ausschließen etc.) würden dann erst im Anschluss vorgebracht? Oder würde man direkt bei Klagebegründung umfangreich Stellung nehmen und alle Ausschlussgründe inkl. der [lexicon]Verjährung[/lexicon] vorbringen?


    Vom Grundsatz her würde ich doch im Vorfeld so wenig an Argumenten preisgeben, damit sich die Gegenseite nicht entsprechend vorbereiten bzw. darauf einrichten kann. Oder?


    VG

  • so wenig an Argumenten preisgeben, damit sich die Gegenseite nicht entsprechend vorbereiten bzw. darauf einrichten kann. Oder?

    Nein, es gehört alles in eine Erwiderung rein, da man erstens vorher nicht wissen kann, wie das Gericht entscheidet und zweitens später - im Ablehnungsfall - kaum noch die Möglichkeit hat, Argumente nachzureichen, die man bereits vorher schon kannte.

  • d.h. die Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon] wird dann vom Gericht geprüft und ist ausschlaggebend dafür ob die Klage grds. zulässig ist?

    Richtig - aber die Klage ist zulässig aber nicht begründet.


    Wie die Vorredner sagt, gilt es sich von Anfang an nicht auf die [lexicon]Verjährung[/lexicon] zu verlassen, sondern umfangreich vorzutragen.
    Beispielurteil
    Es wird vom Gericht fest gestellt, ob a) die Klage nun überhaupt begründet ist, oder nicht und b) ob "daneben" bereits die [lexicon]Verjährung[/lexicon] eingetreten ist oder nicht.

  • Hi zusammen,


    Kurze History:


    - Logzeitpunkt 2011


    - Abmahnung Anfang 2012


    - Mit [lexicon]ModUE[/lexicon] widersprochen und nicht gezahlt


    - reichlich Bettelbriefe mit immer kleiner werden Summen (letzter ende 2014)



    Aktuell: Mahnung vom Gericht bekommen. Komplett widersprochen



    Gruß
    DD

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