Abmahnung Schulenberg & Schenk und Forderung adebio u.a.

  • Hallo zusammen


    2012 noch bei Neztwelt und heute wieder hier...
    Von Schulenberg und Schenk einen Liebesbrief im Januar 2013 bekommen , direkt ModEU zurück geschickt.
    Danach kam 1 Monate später noch ein Bettelbrief und danach schweigen im Walde bis heute.
    [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] vom [lexicon]Amtsgericht[/lexicon] in Mayen samt Widerspruch.


    Meine Vorgehensweise wäre jetzt erst einmal komplett zu Widersprechen. Allerdings würde ich gerne Vorsorge treffen,
    kann jemand einen guten [lexicon]Anwalt[/lexicon] im Raum Duisburg empfehlen?


    Kann man abschätzen wie lange es dauert bis vom [lexicon]Amtsgericht[/lexicon] etwas zurück kommt ?


    Noch knapp 5 Monate dann wäre ich wohl durch gewesen ( oder habe ich das falsch verstanden ? )


    Gruß


    Marc1976

  • Also von meinem Anschluss wurde illegal ein Film herunter geladen. Ich bekam Post von einer Anwaltskanzlei. Nennen wir sie mal Schnullenberg & Lenk und stellen wir uns vor sie kommen aus Hamburg. In dem Brief wurde
    ich aufgefordert 850 Euro Schadensersatz zu zahlen. Da ich nichts getan habe, weigerte ich mich die Summe zu zahlen. Es folgte der gerichtliche Mahnbescheidund mein Widerspruch darauf. Nach geraumer Zeit wurde von der Kanzlei ein neues Angebot von 500 Euro unterbreitet. Da ich mich im Recht fühlte und ich der Meinung war, dass die sowieso nicht vor Gericht gehen, weigerte ich mich erneut die Summe zu bezahlen und so kam etwas später die Klageschrift. Meine Verteidigung habe ich in der Klagerwiderung bestens vorbereitet. Meinte ich jedenfalls. Das ganze habe ich bis dato ohne [lexicon]Anwalt[/lexicon], also ohne Kosten durchgezogen.

    Da es nun vor Gericht ging und ich meine Unschuld beweisen konnte nahm ich mir schließlich doch eine Anwältin. Eine reine Formsache dachte ich. Die ganze Posse ereignete sich vor dem [lexicon]Amtsgericht[/lexicon] Bochum. Meine Anwältin, die wie ich im Nachhinein Glaube über den zweiten Bildungsweg kam, hatte sich an jenem Tag um 10 Minuten verspätet. So hielten der Vorsitzende, der gegnerische [lexicon]Anwalt[/lexicon] und ich einen lockeren Smalltalk über illegalen Download. Irgendwie hatte ich plötzlich das Gefühl, dass Ding ist schon gelaufen, dass Urteil steht schon fest. Als es schließlich losging und ich gerade darlegen wollte, dass ich Unschuldig bin, meinte der Vorsitzende das ist uninteressant. Ich sollte ihm sagen wer Film angeboten hat. Mir war wohl bewusst, dass bei Urheberrecht nicht die Unschuldsvermutung gilt, was an sich schon eine Lachnummer ist. Nein man muss gleich vor Gericht den Täter nennen. Besser gleich mitbringen. In dem Zusammenhang fällt mir nur eins ein: Bananenrepublik.

    Schließlich wollte der Vorsitzende Richter mir als Fachinformatiker die Welt der Bits und Bytes erklären. Seine Ausführungen konnte man aber getrost als laienhaft abtun. Je länger ich seiner Argumentation gefolgt bin, desto mehr wurde mir bewusst dass seine Computer Kenntnisse sich auf das ein und ausschalten eines selbigen beschränken. Als ich ihn höflich auf ein kürzlich gefälltes Urteil, des Amtsgerichts München aufmerksam machte, bei dem identischer Fall zu Gunsten des Beklagten entschieden wurde, meinte er nur lapidar: "Wir sind hier in Bochum und nicht in München".

    Letztendlich gab es einen sogenannten Vergleich, der wie folgt aussah. Der Richter sagte 200€ für den Film + "Hab ich vergessen" mal den Faktor 1,3. Macht zusammen 323 Euro und ein paar gequetschte. Worauf der gegnerische [lexicon]Anwalt[/lexicon] meinte: Das wäre Ihm zu wenig. Sein Mandant möchte 400 Euro, sonst gehe er in die Berufung. Worauf der Vorsitzende, mit einem lächelnden Blick in meine Richtung meinte: „Dann kostet Sie der Spaß 600 Euro pro Film“. Meine Anwältin schaute mich an, als wenn das alles ein Riesenspaß wäre und ein tolles Angebot für mich. Spätestens da war mir klar, die Frau ist so überflüssig wie ein Pickel am A....

    Aber kommen wir nun zu dem Sahnehäubchen. Meine völlig überflüssige Anwältin brachte in 20 Minuten Verhandlung einen einzigen Satz zu Stande: "Aber die Gerichtskosten werden geteilt". Nun bin ich mit 400 Euro Schadensersatz, 26 Euro Gerichtskosten und nur 457 Euro für meine Anwältin dabei. Hätte ich die 500 Euro besser akzeptiert. Ich hätte die Summe garantiert noch drücken können. Bestimmt hätte man eine Ratenzahlung vereinbaren können. Dann wäre es günstiger gewesen.

    Oder noch besser, ich hätte meine nichtsnutzige Anwältin zu Hause gelassen und wäre noch günstiger weggekommen. Jedenfalls kann man das ohne [lexicon]Anwalt[/lexicon] billiger durchziehen und der Kläger macht richtig Verlust.

  • @micgau2
    Die ganze Abmahnbranche (wobei ich die ganzen verteidigenden Anwälte ala Solmecke & Co ausdrücklich mit einbeziehe) haben sich vortrefflich mit dem Abmahnwahn eingerichtet. Keiner von denen hat ein Interesse,den Abmahnwahn zu beenden. Auch nicht die Verteidiger. Auch die "Höhe" der Abmahnkosten sind m.E. kein Zufall,weil die Abmahner genau wissen,daß jeder Abgemahnte erstmal schaut,was ihn denn ein Verteidiger kostet und daß der Mensch dazu neigt, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen,wenn ein +-0-Geschäft rauszukommen droht. Wenn ein Verteidiger z.B. einen Vergleich auf 600€ rausschlagen kann,aber selbst die Differenz zur Abmahnsumme kostet, werden die meisten Abgemahnten den einfachen Weg gehen und gleich die ursprünglich geforderte Summe an den Abmahner löhnen, weil sie das auch nicht mehr kostet. Das wissen m.E. auch die Abmahner und spekulieren schon von Anfang an daraus,daß die Verteidungsbereitschaft erst ab einer gewissen Summe so richtig in Fahrt kommt.

  • Den Eindruck hatte ich leider auch als ich Rechnung bekam. Zumal mir die Anwältin im Vorgespräch
    versicherte das bei der Verhandlung nichts schiefgehen kann. Völlig euphorisch bin ich zum Termin
    gefahren. Wenn sie ehrlich gewesen wäre, hätte sie gesagt das es völlig aussichtslos, dass können Sie
    nicht gewinnen. Fahren sie besser ohne mich, denn die zusätzlichen Kosten können sie sich sparen.
    So bekommt das ganze einen bitteren Beigeschmack.

  • Hi guys,


    ich bin in der selben Situation wie viele hier, und zwar:


    Es wurde von meinem Internetabschluss einen Film via torrents zum Herunterladen angeboten.
    März 2013 - kam der erste Brief. Ich hab die [lexicon]mod.UE[/lexicon] umgehend zurück geschickt.
    Sommer-Herbst 2013 - 3 weitere Bettelbriefe
    ... ruhe ...
    Gestern - der gerichtliche [lexicon]MB[/lexicon].


    Ich muss jetzt entscheiden ob widersprechen oder bezahlen.


    Was kann es bringen, zu widersprechen und vor Gericht gehen? Wie oft und unter welchen Umständen verliert der Abmahner den Prozess?
    Wie hoch ist das Prozesskostenrisiko? Was soll ich jetzt tun?


    Danke!


  • Was kann es bringen, zu widersprechen und vor Gericht gehen? Wie oft und unter welchen Umständen verliert der Abmahner den Prozess?


    Ein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] sagt für den Moment gar nicht und ist erstmal nur Säbelrasseln. Das Gericht prüft auch nicht, ob die Forderung berechtigt ist. Wenn du Anhaltspunkte hast,daß du nicht der Täter bist bzw andere Personen deinen Anschluß mitnutzen,solltest du über den Gang vor Gericht nachdenken. Die Chancen vor deutschen Gerichten ist in den letzten Monaten deutlich besser geworden,sofern man nicht gerade im weißbiervernebelten München wohnt. Es gibt genügend Fallen,in die die Abmahner reintappen und die mit schöner Regelmäßigkeit zu Klageabweisungen führen: keine Aktivlegitimation, [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] entfaltete keine verjährungshemmende Wirkung,Mitbenutzer im Haushalt usw. Schau dir mal Sektion "Urteile und andere Links" hier oben auf der Seite an, da findest du Urteile, die für diverse Abmahner in die Hose gegangen sind.
    Wenn du dem [lexicon]MB[/lexicon] widersprichst, solltest du dir über die o.g. Sachen Gedanken machen. Spätestens wenn eine Klage ins Haus flattert, solltest du dir einen fachkundigen [lexicon]Anwalt[/lexicon] suchen. Ob es überhaupt soweit kommt,ist aber ungewiss,denn Schulenberg & Schenk (bzw c-law,wie sie sich inzwischen nennen) zählen nicht gerade zu den klagefreudigsten Kanzleien.

  • ob widersprechen oder bezahlen

    Das sollte nicht die Alternative sein. Widersprechen ist in jedem Falle angebracht, auch wenn Du zahlungsbereit bist.


    Zwei mögliche Szenarien:

    • Du bist Dir keiner Schuld bewusst, oder weißt, dass andere für die Verletzung in Frage kommen. Dann lohnt es sich, hartnäckig zu bleiben und sich auf ein Verfahren einzulassen - mit erfahrenem Anwalt natürlich.
    • Du kannst die Täterschaft nicht abstreiten oder hast keine Belege. Dann kannst Du nach dem Widerspruch einen Vergleich aushandeln. Das geht in der Regel telefonisch und ohne großen Aufwand, denn der Abmahner weiß auch, dass eine Klage mit Kosten verbunden und mit Risiken behaftet ist.
  • Hallo,


    habe selber beide Instanzen mit Schulenberg & Schenk jetzt durch .Habe sehr viel an Erfahrung dadurch gewonnen.Wer gern Infos


    haben möchte schreibt mich bitte an .Desweiteren suche ich hier geschädigte bzw. die schon bezahlt haben bzw. noch vor ihrer


    Verhandlung stehen .Weiter Infos gibt es dann per @ Mail von mir . >Mailadresse entfernt - Spamschutz<


    So ich hoffe auf rege Beteiligung .

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