Abmahnung Baumgarten & Brandt und Forderung CONDOR

  • Also gibt es auch keine [lexicon]Verjährung[/lexicon]


    Natürlich gibts die [lexicon]Verjährung[/lexicon], aber sie unterliegt halt bestimmten Regeln, die vielleicht nicht Jedem gefallen.
    Es ist eigentlich alles dazu gesagt, und da die Diskussion ohnehin nicht in den B&B-Thread gehört, machen wir hier jetzt mal Schluss. :rolleyes:

  • Hallo zusammen,


    erst einmal, bevor einer auf dumme Gedanken kommt: ja, ich hab wirklich ne Klage bekommen, und Princess hatte das düstere Vergnügen sich durch den Zettelwald zu quälen. Also nicht sagen: ach, die erzählt nur Quark.


    Wo zum Henker soll ich anfangen?


    Also: die Klage von Berlin ist nicht durchgegangen; Berlin mochte mich armen Rheinländer nicht! Da war ich sehr sehr traurig, BB aber mehr! :D Dann kam doch irgendwann der Verweis ich möge meine Verteidigungsbereitschaft erklären.


    Und genau hier habe ich Sachen gemacht, die jedem Mod die Fußnägel ziehen würden. Ich habe:


    1. Mir keinen [lexicon]Anwalt[/lexicon] genommen.


    2. Die Verteidigungsbereitschaft selber formuliert. Wenn ich was kann, dann schreiben. Am Ende waren es flotte 8 Seiten, inklusive Gerichtsurteilen. Ja, es läpperte sich!


    Dann, ich befand mich eine Woche vor dem ersten Aufeinandertreffen, klingelte Abends um halb 7 mein Telefon. Ich nach der Nummer gespechtet, ups, die kenne ich ja gar nicht. Na dann mal ran: und wer war dran?


    Rischtisch wie Paul Panzer sagen würde...BB...also eine Dame von BB. Gut, ich bin auch ein Mensch, mein Puls war oben, die Schnappatmung da!


    Aber die ging auch wieder. Ich möchte keinem hier zu Nahe treten, vor allem den Anwälten nicht, die hier mitlesen, aber so einen Grünkohl habe ich noch nie erlebt! Sie wusste nichts, schon gar nicht das die falschen Datenbelege und Beweise in der Klageschrift standen, man mir Babysitter Wanted vorwarf, die Daten eines anderen Filmes jedoch genannt wurden. Am Ende kam was kommen musste: ich bin schuld, bzw. derjenige für den ich das durchgeboxt habe, und wir vergleichen uns dann jetzt. Ich: Moment mal, ne, ne, ne! Von Vergleich kann gar keine Rede sein. Ich vergleiche mich jetzt und nächste Woche, kommen sie mit dem zweiten Film an; mit dem Film, für den ich überhaupt mal ne Abmahnung bekommen hatte.
    Man wollte mir dann noch die Originalabmahnung zukommen lassen, für Babysitter Wanted; ich habe aber dankend abgewunken. Lieb sind se ja, ne?


    Kurzum: das Gespräch hat mich in meinem narzisstischen Wesen stärkstens unterstützt. Ich halte mich selber nicht für blöd, na ja eigentlich so gar nicht, bin aber kein Experte in diesen Dingen; doch die studierte Juristin hat mir wirklich das Gefühl vermittelt als wisse sie so wirklich nicht was sie da tut. Wir verblieben dann so, dass sie nicht, wie sie unbedingt wollte dem [lexicon]AG[/lexicon] schreibt und einen Vergleich andeutet, sondern, dass ich mich erst einmal mit meinem Familienmitglied berate. Das habe ich auch getan.


    Und dann habe ich schon wieder etwas getan, was man nicht tun sollte! Aber ich bin verrückt genug, und habe es getan. Ich hab ihr ne E-Mail geschrieben. Immerhin befanden wir uns wenige Tage vor unserem ersten Aufeinandertreffen, und der Ton wurde dringlicher. Kurzum, auch hier wollte ich mich nicht vergleichen, ich lud sie ins schöne Rheinland ein; ich hätte ja auch nach Berlin kommen müssen, wenn es hart auf hart gekommen wäre.


    Danach war die Kommunikation beendet. Ob es an meinem Charme gelegen hat??? Ich weiß es nicht! :thumbsup:


    Der Termin war da. Im Dezember! Wir haben ein sehr schönes [lexicon]Amtsgericht[/lexicon]. Oh man. Noch schöner war die Taschenkontrolle. Ich schnell noch mal gespechtet; so ein Messer in der Tasche käme jetzt ungut. 8| Aber war alles in Ordnung, man winkte mich durch. Ich wartete, und irgendwann bin ich dann in den Sitzungssaal.


    Meine nette Dame vom Telefon war leider nicht zugegen. Man hatte sich fix nen [lexicon]Anwalt[/lexicon] genommen, der auch wenig Ahnung hatte; sehr wenig. Aber er war ein netter Mensch. Wir haben nach der Verhandlung noch nett miteinander geplaudert! Ich musste ihm aber leider mit auf den Weg geben, dass, wenn er jemals mich vor Gericht vertreten sollte, sich deutlich besser informieren müsse.


    Kurzum: der Richterin hat sich, ebenso wie mir, der Magen bei der Klagebegründung umgedreht. Sie hätte noch mehr Fälle von Condor, und wenn die alle so wären dann gute Nacht. Da saßen wir drei also: die Richterin, der arme Mensch von der Gegenseite, der nicht wusste was los war und meine 8-seitige Klagewewiderung auch noch nicht in den Händen hatte - schade, ich hatte mir doch so viel Mühe gegeben :love: - und ich renitentes Elend. Der schönste Moment war, als ich von dem Telefonat gesprochen habe; der Gegenanwalt der mir gegenübersaß kannte den Namen der Frau leider nicht, die mich zum schnellen Vergleich am Telefon drängen wollte. Auch gut, macht ja nix!


    Ich habe mich dann auf einen Vergleich eingelassen: wohlgemerkt beide Fälle zum Preis von einem. Wenn BB schon zwei Filme in eine Klagebegründung packt, dann bitte! Ich muss gestehen, ich hätte die Klage bis zum bitteren Ende durchgetreten, aber es gab Gründe die dagegen sprachen!


    Im Nachhinein muss ich sagen, ich habe bei der Sache viel gelernt. Viel über mich selber und die Menschen. Ich selber habe deutlich in dem Gespräch geäußert, dass das was die Gegenseite da abgeliefert hat, kein akademischer Standard ist; dass das sogar fern jedes akademischen Standards ist, und ich mich selber, wäre ich studierter Jurist, schämen müsste. Man hat mich dann mit einer nachgebesserten Klage beglückt; ein neuer Jurist von BB wurde damit betraut. Viel besser wurde es aber auch da nicht!


    Als ich aus der [lexicon]AG[/lexicon] kam, dachte ich nur: Weißt was, nach Deiner Dissertation hängst noch ein Jura-Studium dran. Das kriegst auch noch hin! :D Ich muss sagen, ich war wirklich, wirklich erschüttert was die Gegenseite da abgeliefert hat.


    Dabei möchte ich sagen: ich möchte das keinem von Euch empfehlen. Ohne [lexicon]Anwalt[/lexicon], allein Klagebegründung...da muss man schon ein narzisstisches Wesen haben, Marke Rampensau :D .



    So ich schließe jetzt... nicht das einer von Euch noch einen Krampf im Auge bekommt! :D



    LG

  • Mir keinen [lexicon]Anwalt[/lexicon] genommen

    Jeder stirbt bekannlich für sich allein.Sagte schon Hans Fallada.Welcher Pferd hat dich getreten um in ein Haifischbecken ohne Käfig zu gehen?


    Kraftwerk

    Zum Glück bringt der Tod dem Menschen was er sich im Leben immer ersehnt hat. Frieden und Ruhe.

  • Jeder stirbt bekannlich für sich allein.Sagte schon Hans Fallada.Welcher Pferd hat dich getreten um in ein Haifischbecken ohne Käfig zu gehen?


    Kraftwerk


    Ich habe MEINE Entscheidung getroffen.


    Was soll also die Äußerung was für ein Pferd mich getreten hätte! Das ist despektierlich und unangebracht.


    Und wenn Du mich schon schräg von der Seite angehen musst, weil ich einen anderen Weg eingeschlagen habe, dann doch bitte: "Welches Pferd"... :thumbsup:


    Jeder muss seine eigenen Entscheidungen treffen. Und auch dafür einstehen! Du kannst ja dann mal bei Gelegenheit berichten wie Du die Sache hast lösen lassen. :D

  • Bevor ich mich da mal 'einschalte' um die Frage von Handwerker an Akademiker nach 'Welchem Pferd...?' zu relativieren - eine Frage, die - wenngleich auch etwas sensibler formuliert - durchaus auch von mir hätte kommen können, möchte ich zunächst darauf verweisen, dass ich mich nachfolgend ausschließlich auf Informationen stützen werde, die öffentlich zugänglich sind bzw. zugänglich waren.


    Der Ausgang wie oben (Quelle) beschrieben, stößt auch meinerseits auf Unverständnis, zumal auf Grund umfänglichen Kontaktes (letzmalig 09/2013) alle Möglichkeiten und Werkzeuge zur Verfügung gestanden hätten (Quelle ebenda). Da nützt es auch nichts, nun auf selbsterkannte Fehlentscheidungen hinzuweisen - höchstens den zukünftig Betroffenen.


    Dabei sah ich persönlich die Chancen garnicht mal so schlecht, zumal das Forenmitglied nicht einmal selbst von der Abmahnung betroffen war (Quelle) und einen AI im besten Traumschiff-Alter erreichte (Quelle) welcher üblicherweise wohl kaum für die unterstellte Tathandlung(en) in Frage käme.
    Egal ob eine oder mehrere zusammengefasste Abmahnungen, vielleicht ein Klassiker nach diesem Muster. Auch wenn die Entscheidung erst in den ersten Tagen des neuen Jahres getroffen wurde, ist man hier seit Jahren in dem Thema involviert, dass eine entsprechende Klageerwiderung verfasst werden können.
    Für Fragen ... Nein, ich habe den Entwurf von Phönix nie gesehen/-lesen - eigentlich schade!


    Wahrscheinlich bezeichnend für diesen Vorgang: 'misstraue ich da jedem' (Quelle), der zu jenem Resultat führte.


    Doch zum Schluss etwas Positives.
    Abmahnungen von B&B 'kosteten' 2010 850 EUR (Quelle: eig. Aufzeichnungen) - egal was diverse Inkassobuden zwischenzeitlich forderten - da kann man ja jetzt die erzielte Vergleichsgebühr nebst Gerichtskostenanteil gegenrechnen... und den Rest unter 'eigene Qualifikation' verbuchen.

  • in der Vergangenheit viele auch an Princess verwiesen wurden und man nie wieder etwas davon hörte wie es ausging.

    Ganz einfach, die wenigsten schreiben so offen und kurzfristig einen Erfahrungsbericht, wie Phönix .


    Weiterhin muss man noch bedenken, dass es zwei Möglichkeiten der Verlaufes gibt. Entweder es wird in ein laufendes Verfahren überführt, dann kann das schon einmal Jahre dauern und wird nach Abschluss entweder im Thread der Gerichtsurteile oder im Thread der Spendenkasse berichtet.


    Für Vergleicherfälle gibt es natürlich solche Belege nicht und hier ist man auf die Ergebnisberichterstattung der jeweils Betroffenen angewiesen - zumal ich ohne Einverständnis sowieso nichts schreibe. Genau hier ist aber das Problem. Wer jahrelang das 'Pferd': "ohne Urteil keinen Cent!", öffentlich in Foren geritten ist, tut sich natürlich schwer, derartige Vergleiche einzugestehen. Die User verschwinden eben stillschweigend von der Bildfläche.

  • Für Vergleicherfälle gibt es natürlich solche Belege nicht

    Belege schon ....


    Etwas ausführlicher und 'entpolitisiert" :rolleyes: .


    1. Es besteht von Seiten der Unterstützer kein Anlass von Vergleichen zu berichten, da sie sachlich nichts zu bieten haben. Es gibt immer mal wieder die Möglichkeit aus Hinweisbeschlüssen zu zitieren, aber schon dass ist eigentlich zu viel. Einvernehmlich ein Verfahren zu beenden heißt eigentlich auch die Sache inhaltlich abzuhaken.


    2. Man darf nicht vergessen, dass die erzielten Vergleichsbeträge in der Stufe I [Begründung - Erwiderung ohne [lexicon]Anwalt[/lexicon] - Richterlicher Vergleichsvorschlag vor Termin - Vergleich] zu 100% die Betroffenen zufrieden stellen. Man darf nicht vergessen, dass die Leute plötzlich Klagen mit Prozesskostenrisiko ab 1.500,00€ - 3.000,00€ + aufwärts auf den Tisch bekommen + 200 - 800 Kilometer vom Gerichtsstand weg wohnen, etc... Plötzlich stehen sie mit zB 450,00€ Gesamtkosten da (oder der Letzte mit 250,00€). Es gab aber zB 2013 wie auch oben - Merhfachabgemahnte ... bei denen sich die Beträge schnell verdreifachen. Die sind natürlich noch vergleichsbereiter.


    Die Tendenz das Verfahren mit Vergleich zu beenden war schon immer hoch und ist "bei uns" viel höher, da wir weitaus bessere Ergebnisse liefern als anwaltlich vertretene Personen, die eben diese Kosten dazu rechnen müssen.


    Eine persönliche Meinung dazu zählt nicht. Letztlich gehts ums Geld. Sicher sind so einige Fälle dabei, die man sehr gerne weiter betrieben hätte.


    3. Alleinstellungsmerkmal - Wenn man etwas kann, was alle anderen nicht können sollte man schon pfleglich damit umgehen. Es wäre natürlich der Sache nicht gedient, wenn man ausufernd und agressiv Vergleichsfälle besprechen würde - schließlich braucht man zum Vergleichen immer zwei. [Wir kennen das ja von der Nümann-NiceTry-Geschichte - Vergleiche wurden stets kategorisch aus persönlichen Gründen abgelehnt.]


    3.1 Alleinstellungsmerkmal - natürlich gehört dazu auch die Erwähnung gewisser Plakatierer, die nicht wahr haben wollen, dass wenn wir hier übers Jahr na... den Leuten vergleichbare 40.000€- 50.000,00€ an Rechtsanwaltskosten sparen können, sie hingegen das nicht können (und Mandantenfänger via Negativwerbung spielen).


    Da kommt über die Jahre schon ein hübsches Sümmchen zusammen - eine Bilanzveröffentlichung erfolgt nicht. :-P

  • Ich hoffe ja nicht, das ein [lexicon]MB[/lexicon] auch gleich eine spätere Klage wird....dann hätte ich jetzt schon mal insgesamt 3 zusammen.


    Eine Sache ist jedenfalls seit 01.01.2014 durch, wobei ich da noch paar Tage abwarten möchte.


    Aber das von mir angesprochene Schreiben kann man als Bettelbrief ansehen?
    Werd's wohl mit abheften.

  • Am **.05.2010 wurde ich von Baumgarten und Brandt wegen eines Verstoßes aus Oktober 2009 abgemahnt, 850 Euro sollte ich zahlen und einer Unterlassungserklärung abgeben. Ich habe im Internetrecherchiert und mit einer modifizierten Unterlassungserklärung am **.05.2010 (Einschreiben Rückschein) geantwortet. Darauf erhielt ich mit am **.06.2010 die Bestätigung des Erhalts meiner Unterlassungserklärung und weil ich nicht bezahlt hatte eine Aufforderung, jetzt 1050 Euro zu bezahlen, mit Fristsetzung Mitte Juli 2010.
    Auf dieses Schreiben habe ich nicht reagiert und auch 3,5 Jahre nichts mehr gehört. Ich wurde nicht weiter in Verzug gesetzt, ein weiteres Mahnverfahren wurde auch nicht eingeleitet. Kein Brief, kein Nix kein garnix.


    Am **.01.2014 bekam ich in dieser Sache einen [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon]. Der [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] ist datiert vom **.01.2014 auf Antrag vom **.01.2014 und beläuft sich auf Anwaltskosten, Schadenersatz aus Lizenzanalogie und Verfahrenskosten.


    Wenn ich den Verjährungszeitraum am 31.12.2010 beginnen lasse, währe ich nach 3 Jahren am 31.12.2013 gelandet. Damit sollte die Sache doch verjährt sein.


    Wie seht Ihr das?

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  • Erstmal Widerspruch des [lexicon]MB[/lexicon] ... Rest siehe Beitrag von kirchi !

    Im Falle einer Klagebegründung und nachfolgendem Verfahren wäre es dann eine der Pflichten des Anwaltes, die Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon] zu prüfen.

    Ist zwar Anwaltswerbung aber denoch bei ruhigem lesen kein schlechter Beitrag.

    Mahnbescheid KSM GmbH - Trotz Verjährung

  • Hallo Miteinander.


    Ich habe im August 2010, eine Abmahnung wegen
    Urheberrechtsverletzung datiert auf **.4.2010 / Uhrzeit XXXX vom
    Baumgarten/Brandt bekommen. Hab dagegen modifierte strafbewährte
    Unterlassungserklärung abgegeben. Dann kamen alle halbe Jahr mal
    Drohbriefe von diesen Anwälten. Zuletzt hatte sich Rhein-Inkasso eine
    Forderungsbrief an mich geschrieben. Hab es widersprochen und
    zurückgewiesen. Am Ende Dezember 2013 erhielte ich ein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] vom
    Gericht. Darin ist aber vom Antragsteller(Oliver Edelmaier beauftragter
    [lexicon]Anwalt[/lexicon] von New-Media-ION) die angebliche Tatzeit mit **.8.2010 / Uhrzeit
    XXXX angegeben. Ich habe dem [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] widersprochen.


    Meine Frage: Ist das nicht ein Formfehler von Antragsteller, der die [lexicon]Verjährung[/lexicon] nicht unterbricht?


    Vielen Dank für eure Antworten im Voraus.


    EDIT BY PRINCESS
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