Abmahnung Urman & Collegen ( U+C ) und Forderung DEBCON

  • Mein absoluter Lieblingssatz...


    "Nach Fristablauf sind wir gehalten, die Gesamtforderung in Höhe von XYZ EUR vollumfänglich gerichtlich geldent zu machen .... "


    BLA BLUBB
    Das steht am Ende von gut 80% der Schreiben. Es wird unglaubwürdig.

    Lädst Du nur oder teilst Du schon?
    "
    Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand" Zitat Volker Pispers :D

  • Mein absoluter Lieblingssatz...


    "Nach Fristablauf sind wir gehalten, die Gesamtforderung in Höhe von XYZ EUR vollumfänglich gerichtlich geldent zu machen .... "


    BLA BLUBB
    Das steht am Ende von gut 80% der Schreiben. Es wird unglaubwürdig.


    Schon Lustig, habe ich jetzt auch bekommen, haben wohl meine Adresse verlegt, haben an meinen [lexicon]Anwalt[/lexicon] geschrieben der mich damals bei meiner ersten Abmahnung vertreten hat. 10 Jahre Verjährungsfrist und so, 200 Euro (was für ein Schnapp), könnte auch in Raten zahlen, is klar.
    Hab meinem [lexicon]Anwalt[/lexicon] gesagt soll einfach Kommentarlos an mich weiter senden. Ich hefte die Schreiben dann ab.Wenn die auf die 10 Jahre bestehen habe ich ja nur noch 5.

  • Mein absoluter Lieblingssatz...


    "Nach Fristablauf sind wir gehalten, die Gesamtforderung in Höhe von XYZ EUR vollumfänglich gerichtlich geldent zu machen .... "
    BLA BLUBB
    Das steht am Ende von gut 80% der Schreiben. Es wird unglaubwürdig.


    Die Inkassobuden wissen ganz genau,daß sie dann leer ausgehen,wenn sie das machen. Der [lexicon]BGH[/lexicon] hat zwar Inkassokosten als erstattbar eingestuft,allerdings nicht dann,wenn für den Gläubiger absehbar ist,daß er sein Geld eh nur auf dem Gerichtsweg kriegt. Dann unterliegt er einer Schadensminderungspflicht. Und eine Kanzlei wie Urmann,die selbst ewig mahnt, sollte durchaus einschätzen können,daß auch Debcon in den meisten Fällen nichts bringen wird.

  • Hallo zusammen. Heute kam mal wieder Post von Debcon.Wo mir jetzt 2 möglichkeiten geboten werden den laufenden Rechtstreit zu beenden.
    1 Ich soll 75 Euro zahlen oder 2 ich warte ab was weiter passiert was mit erheblichen Kosten verbunden ist(vom [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] bis zum Verfahren).


    Es wird keinen Forderungsverzicht in voller Höhe geben sagen die Jungs.


    Gruß Nüssle

  • Herzergreifend,diese Bettelei :-D Das 75€-Angebot ist allerdings neu,das bislang niedrigste Angebot war m.W. bei 125€. Bei mir wollen sie alledings um die 305€,nicht 75.


    Weiß jemand,ob Debcon die Forderung nun eigentlich aufgekauft hat ? Zumindest das Hickhack bei den geforderten Summen wäre eher typisch für einen "Gläubiger",der die Gesamtforderung für ein Butterbrot aufgekauft hat.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Werniman ()

  • Also nach dem gefühlt 100sten Schreiben mit "JETZT aber schnell zahlen, sonst wird geklagt", verliert sich ehrlich gesagt die Drohgebärde... Ich hake es mitlerweile unter Werbung und Spam ab ... Nach den "3 Jahren" wird das Zeug geschreddert, mir egal ob dann noch was kommt, es nervt nur noch. Ich denke oft, dass der Laden nicht weiß was er da genau macht und diese Schreiben bei einigen unwissenden immernoch wirken. Sonst würden sie das ja nicht machen. Weiterhin standhaft bleiben und nicht zahlen. Ich ziehe demnächst eh um, und das ohne "Weiterleitung", mal sehen ob sie sich die mühe machen... :D

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    Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand" Zitat Volker Pispers :D

  • Debcon ist mal wieder aktiv. Diesmal mit einem angeblichen ursprünglichen Forderungsbetrag von 250€ und einem Vergleichsangebot von 100€. Diesmal gehen sie sogar auf die Sache mit der unterschiedlichen Rechtsprechung an deutschen Gerichten bezüglich der 10jährigen Verjährungsfrist ein und behaupten,der Beklagte müsse beweisen,daß er nichts erspart oder erlangt habe. Ja ne,is klar...wollt ihr was von mir oder ich von euch ?


    Es ist das gleiche Schreiben, über welches sich RA Gerth kürzlich in seinem Blog ausgelassen hat. Nur die Beträge scheinen (Debcon-typisch) mal wieder zu variieren:
    http://www.jurablogs.com/go/di…-schadenminderungspflicht

  • Jo geht mir genauso - da ist man verjährt und jetzt beginnt der Briefterror wieder ... nagut die Jahre bekommen wir auch noch rum.


    Spannend ist, selbst wenn es nicht verjährt ist, so ist der Lizenzschaden nach meinem Kenntnisstand nur vom "Verursacher" zu bekommen, bei Störerhaftung ist man an der Stelle raus so wie ich die Rechtssprechung verstehe. Davon abgesehen, das sowieso recht häufig auf 3 Jahre [lexicon]Verjährung[/lexicon] geurteilt wird (10 sind da eher die ausnahme).


    Ich denke mal das Klagerisiko ist da wirklich extrem gering und wenn überhaupt ist der Streitwert ja lächerlich gering und somit das Prozesskostenrisiko echt überschaubar ;-)


    Das schöne ist, im grundegenommen bestätigt mir das Schreiben jetzt ja das Sie auch Einsehen das der rest verjährt ist ;-)


  • Spannend ist, selbst wenn es nicht verjährt ist, so ist der Lizenzschaden nach meinem Kenntnisstand nur vom "Verursacher" zu bekommen, bei Störerhaftung ist man an der Stelle raus so wie ich die Rechtssprechung verstehe. Davon abgesehen, das sowieso recht häufig auf 3 Jahre [lexicon]Verjährung[/lexicon] geurteilt wird (10 sind da eher die ausnahme).


    Das ist richtig. Ich hab die Zahl der Verfahren,bei denen zugunsten einer 3jährigen Verjährungsfrist entschieden wurde,schon eine ganze Weile nicht mehr gezählt, bei meiner letzten Zählung waren es um die 40 Urteile. Während es bei den "Pro 10-Jahre-Urteilen" nur 3-4 waren. Auch sind die beiden [lexicon]BGH[/lexicon] Urteile "Motoradteile" und das 2015er Urteil vom 15.01.2015, [lexicon]Az[/lexicon].: I ZR 148/13,auf welche sich die Abmahner so gerne beziehen,inhaltlich gar nicht auf Filesharingfälle übertragbar, da in beiden Fällen Sachverhalte vorlagen,die beim Filesharing so nicht existent sind. Nämlich die Möglichkeit,eine entsprechende Lizenz zu erwerben.




    Zitat

    Ich denke mal das Klagerisiko ist da wirklich extrem gering und wenn überhaupt ist der Streitwert ja lächerlich gering und somit das Prozesskostenrisiko echt überschaubar ;-)


    Inkassounternehmen gelten gemeinhin als überaus klagefaul und raten ihrem Kunden nur selten zur Beschreitung des Klagewegs. Der Grund ist simpel: Es besteht keine Erstattungspflicht bei anschließender Beauftragung eines Rechtsanwaltes. Sprich: Wer dann doch noch klagen will, kann entweder nur die Rechtsanwaltskosten ODER die Inkassokosten fordern. Hierzu mal ein Auszug aus dem folgenden Link http://www.verbraucherrechtlic…gkeit-von-inkassokosten/:


    Zitat

    Keine Erstattungspflicht bei anschließender Einschaltung eines Rechtsanwalts
    Kein Anspruch auf Erstattung besteht, wenn sich sich die Einschaltung des Inkassounternehmens im Nachhinein als erfolglos erwies und noch ein Rechtsanwalt beauftragt werden „musste“. Hintergrund ist unter anderem folgender: Ein [lexicon]Anwalt[/lexicon] darf neben den Kosten für die Tätigkeit im gerichtlichen Verfahren nicht auch noch seine zuvor durchgeführte außergerichtliche Tätigkeit vergütet verlangen. Der Schuldner hat also nur die Kosten für die gerichtliche Tätigkeit zu ersetzen. Wird nun für die außergerichtliche Tätigkeit ein Inkassounternehmen beauftragt, würde dies zu einer Kostenverdopplung führen wenn die Bemühungen des Inkassounternehmens erfolglos blieben und anschließend ein gerichtliches Mahnverfahren durch einen Rechtsanwalt durchgeführt wird. Die Kostenverdoppelung kann auch nicht mit sonstigen mit der Einschaltung eines Inkassounternehmens verbundenen Vorteilen gerechtfertigt werden (sehr ausführlich hierzu OLG Dresden, Urteil vom 01.12.1993, [lexicon]Az[/lexicon]. 5 U 68/93, NJW-RR 1994, 1139).


    Einschaltung eines Inkassounternehmens nicht immer erforderlich
    Eine weitere wichtige Einschränkung der Erstattungspflicht ist schließlich, dass die Kosten eines Inkassounternehmen nach inzwischen herrschender Auffassung nur dann einen adäquaten kausalen Verzugsschaden im Sinne von § 286 BGB darstellen, wenn der Gläubiger im Zeitpunkt der Beauftragung von einer erfolgreichen Tätigkeit des Inkassounternehmens ausgehen konnte und nicht mit der Notwendigkeit der Beauftragung eines Rechtsanwalts rechnen mußte.


    Eine Ersatzpflicht besteht daher insbesondere dann nicht, wenn der Schuldner erkennbar zahlungsunwillig oder -unfähig ist und daher voraussehbar ist, dass später doch ein RA beauftragt werden muss (OLG München, NJW 1975, 832; OLG Karlsruhe NJW-RR 1987, 15).


    Nun,da auch Debcon erst tätig wurde/wird,nachdem der Gläubiger selbst schon ewig gebett..äh..gemahnt hat, kann man wohl mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen,daß der Schuldner zahlungsunwillig ist und auch auf eine Inkassofirma nicht reagieren wird.

  • Hier kam (war schon im November) auch etwas von DEBCON, in Folge von dieser Geschichte hier von März 2012 (Nimrod Rechtsanwälte, Sohn hat "Landwirtschaftssimulator 2011" gefileshared). Natürlich kam es noch rechtzeitig vor der [lexicon]Verjährung[/lexicon] :rolleyes: , aber ...


    Mahnung oder [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] stand nicht drauf; ich schätze, es handelt sich wohl nur um eine "Info", dass DEBCON nun den Fall übernommen hat, also brauchte ich (noch) nicht zu widersprechen, richtig?

    "Manchmal rede ich mit mir selbst. Was? Manchmal rede ich mit mir selbst. Ach so, lol"

  • RA Härtel berichtet...



    Zitat

    Der letzte Brief vom Mittwoch den 4.5.2016 zieht jetzt von den ursprünglich noch verlangten 311,87 Euro (wie auch immer Debcon auf diese Summe gekommen ist), noch einmal 251,82 Euro ab (aufgrund irgend einer angeblichen Härtefallregelung in unbekannter Höhe) und man verlange daher jetzt 59,85 Euro als Vergleichsbetrag, um nach 5 Jahren nicht doch noch für Thomas Urman zu klagen

    Quelle: rahaertel.com/
    Debcon, „lächerlich“ ist schon kein Ausdruck mehr
    Autor: Marian Härtel


    Link: http://www.rahaertel.com/2016/…schon-kein-ausdruck-mehr/

  • "alles gerichtsfest protokolliert worden sei"


    Wenn doch alles so gerichtsfest protokolliert ist,warum klagen diese Herrschaften dann nicht ? Glaubt man ihren Behauptungen,würden sie doch sowieso jeden Prozess gewinnen,ergo gibt es eigentlich auch keinen Grund für Vergleiche.


    Mal so am Rande gefragt, hab das irgendwie aus den Augen verloren: Digiprotect als angeblicher Gläubiger ist ja pleite....hat sich dieser Insolvenzverwalter Trebing eigentlich jemals zu den Abmahnungen geäußert,ob diese von seiner Seite aus verfolgt werden ? Und diese seltsame Z9-GmbH als Nachfolger von Urmanns Kanzlei ist ja wohl auch eher als Witz zu bezeichnen,oder ? Wieso gründet einer,der angeblich pleite ist,eine Firma zur Verwaltung seines Vermögens ?

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  • Heute im Briefkasten:


    "Sehr geehrter... blah blah...
    Vergleich zu XXX
    Forderung xxx,9x"


    nun soll ich einen Vergleichsbetrag von EUR xx,18 zahlen, der Rest xxx,76 wird mir bei Zahlung bis Ende Juli erlassen ;)


    ...auch nicht schlecht :D


    PS: "Mitglied" seit 2010... :whistling:

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