Abmahnung Rasch

  • Mal noch was von mir, es ist jetzt Ende Mai. Bin ohne [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] seit dem 1.1.2015 vejährt. keine Schreiben mehr bekommen, bei Rasch ist es "gefühlt" sehr ruhig geworden.

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    Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand" Zitat Volker Pispers :D

  • Shual: Danke für deine Antwort. Woher hast du das mit den 6 Monaten? Ich habe etwas mit 3 Monaten gelesen...Und woher weißt du das ich zu 99% mit einer Klage rechnen muss? Gibts da Statistiken, Quellen etc?


    Danke für die Hilfe.


    VG

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Pruefi ()

  • Woher hast du das mit den 6 Monaten?


    @graves Antwort (zu dem Link) wurde doch von @princess zuvor auch schon gegeben.


    Pruefi : hast du dich mit dieser Antwort irgendwie beschäftigt? ?(:(

    Wenn du auf das Wörtchen [lexicon]Verjährung[/lexicon] klickst, landest du in einer Erläuterung mit allen verjährungshemmenden Informationen


    Denn hinter dem Link zum Wort "[lexicon]Verjährung[/lexicon]" findet sich unter anderem dieser Hinweis:

    Zitat

    § 204 BGB(1) Die [lexicon]Verjährung[/lexicon] wird gehemmt durch
    1. die Erhebung der Klage auf Leistung oder auf Feststellung des Anspruchs[…]
    3. die Zustellung des Mahnbescheids im Mahnverfahren[…](
    2) Die Hemmung nach Absatz 1 endet sechs Monate nach der rechtskräftigen Entscheidung oder anderweitigen Beendigung des eingeleiteten Verfahrens.Gerät das Verfahren dadurch in Stillstand, dass die Parteien es nicht betreiben, so tritt an die Stelle der Beendigung des Verfahrens die letzte Verfahrenshandlung der Parteien,des Gerichts oder der sonst mit dem Verfahren befassten Stelle. Die Hemmung beginnt erneut, wenn eine der Parteien das Verfahren weiter betreibt.


    -->relevante Sachverhalte fett markiert

  • Mal eine Frage am Rande,weil wir gerade beim Thema [lexicon]Verjährung[/lexicon] sind: Gemäß §102 UrhG gilt für Abmahnfälle die 3jährige Verjährungsfrist (so stehts ja auch in der Hilfefunktion zum Begriff [lexicon]Verjährung[/lexicon]). Doch in diversen Urteilen liest man immer nur,daß der Schadensersatz nach diesen Regelungen des §195ff BGB verjährt. Aber was ist mit den Abmahnkosten ? Das [lexicon]AG[/lexicon] Hamburg hat letztes Jahr entschieden ([lexicon]Az[/lexicon] 36a 202/13),daß für die [lexicon]Verjährung[/lexicon] der Abmahnkosten frühstens der Erhalt der Abmahnung zählen kann, was speziell bei Abmahnungen über den Jahreswechsel bedeuten kann,daß Schadensersatz und Abmahnkosten in unterschiedlichen Jahren verjähren. Wie ist denn die gängige Rechtssprechung dazu ? Wird die unterschiedliche [lexicon]Verjährung[/lexicon] üblicherweise anerkannt oder ist die Rechtsprechung eher "Ganz oder gar nicht" ?

  • Der [lexicon]Bundesgerichtshof[/lexicon] ([lexicon]BGH[/lexicon]) hat heute über drei Filesharing Verfahren entschieden und beschert der Musikindustrie einen bahnbrechenden Sieg. Entgegen aller Erwartungen hat der [lexicon]BGH[/lexicon] in den drei Fällen zugunsten der Kläger entschieden und weder an den hohen Schadensersatzforderungen, noch an den hohen Streitwerten gerüttelt. RA Christian Solmecke, der Verfahren auf Beklagten Seite geführt hat, kommentiert das Urteil wie folgt: "Diese Entscheidung des [lexicon]BGH[/lexicon] sichert der Musikindustrie auch in Zukunft hohe Einkünfte durch Abmahnungen. Die Entscheidung des [lexicon]BGH[/lexicon] läuft dabei völlig konträr zu den politischen Bestrebungen der Vergangenheit den Abmahnwahn einzudämmen.


    Bei allen Abmahnverfahren geht es im Kern immer um die Frage, ob der [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] einen alternativen Sachverhalt vorbringen kann, der die tatsächliche Vermutung für seine Täterschaft widerlegt. Die Musikindustrie selbst muss stets nur die korrekte Verfolgung der IP Adresse, auf die der Tausch der Dateien zurückgeführt werden kann, beweisen. Danach hängt der Ausgang des Falles vom Vortrag des Anschlussinhabers ab. Bereits an dieser Stelle bestätigt der [lexicon]BGH[/lexicon], dass lediglich kleine Abweichungen der IP Adresse nicht ausreichen, um den abgemahnten [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] zu entlasten.


    weiterlesen

  • Das hört man mit Bedauern ... ich kann vieles einfach nicht mehr nachvollziehen und ich verliere langsam den Glauben in dieses System. Die Politik wirbelt dermaßen vieles durcheinander ohne sich über die Folgen für den bürger auch nur annähernd Gedanken zu machen. Es ist einfach nur noch schade, was aus dem ganzen menschlichen Miteinander geworden ist. Es ist einfach nicht mehr existent. Firmen regieren dieses System!

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  • Das hört man mit Bedauern

    Ich nicht.


    Alle schreien immer nach einer "höchstrichterlichen Klärung". Wer danach schreit - muss sie dann auch akzeptieren wenn sie eintrifft.


    Andererseits lesen manche (insbesondere aus den Statements des hier seeeeehr zurückhaltenden RA Solmecke) ein "Wunderversprechen". Was wäre das gewesen, wenn der [lexicon]BGH[/lexicon] nur 0,50€ Schadensersatz und 1,50€ an Abmahnkosten zugesprochen hätte. Vielleicht hat sich der eine oder andere zu viel versprochen, weil Solmecke und die Kanzlei Riegger bereits erfolgreich waren - was nicht zurückgenommen wurde!


    Wir als "Spendenaktion gegen den Abmahnwahn" - die nicht in die Verfahren involviert sind - außer mit finanzieller Unterstützung - sind keine Lotterie mit Gewinngarantie. Ich habe hier drei/vier Mal gepostet, das ich den Fall als verloren erachte. Nur so aber kommt man an die "höchstrichterliche Rechtsprechung" zu den Abmahnkosten und Schadensersatz.


    Hier haben "unsere" Argumente nicht gegriffen. "Unsere" = Alle von uns. Wir stehen gegen das Abmahnsystem das Abmahnanwälte reich macht. Allerdings waren "unsere" Argumente nicht nur von Instanzen, die den Abmahner wenig zusprechen, sonder auch die des Gesetzgebers nach 2012. Die Argumente von Verbraucherschutzorganisationen und Parteiprogrammen.


    Diese Richter haben sich aber an der Rechtslage 2007 auszurichten. Und eben nicht an dem, was wir heute wissen.


    Meine persönliche Einschätzung ist, dass der Ite Zivilsenat nicht zu einem Einklang des Heute und 2007 fähig ist, was er heute eindrucksvoll bewiesen hat. Vielleicht will er das gar nicht, weil heute ja schon eine andere Gesetzgebung gilt --- und das was er über 2007 sagt --- heute eh keine Gültigkeit mehr hat.


    Im umgekehrten Fall wärs genauso gewesen. Lies nochmal: "Nur so aber kommt man an die "höchstrichterliche Rechtsprechung" zu den Abmahnkosten und Schadensersatz."


    Ja danke - Fälle von 2007.


    Die Abmahner freuen sich heute nicht, weil sie brtaul viele $$$ verdienen können. Sie freuen sich, weil ihre Aktionen von "Damals" durchgewunken wurden. Das würde mich auch freuen (allerdings klagt niemand gegen mich, was ich 2007 verbrochen habe).


    Natürlich werden sie jetzt damit rumprotzen. Ich stell mir das schon vor: Der Pornohersteller kommt ans [lexicon]AG[/lexicon] Bielefeld und hält ihm "Tauschböre 2007" unter die Nase.
    Pffff.... Kleiner....

  • Muss man jetzt damit rechnen dass Rasch alle seine "Kunden" die bisher nicht gezahlt haben mit einer neuen Welle von Erinnerungsschreiben beglückt ?
    Auch die, die dachten die Angelegenheit sei verjährt.
    Ich persönlich dachte, ab 01.01.2015 bin ich save.
    Rasch hat sich das letzte Mal im Mai 2014 bei meinem [lexicon]Anwalt[/lexicon] gemeldet.

  • Auch bei den längst Verjährten werden noch manche dabei sein,
    die, damit endlich Ruhe ist, Geld in seinen Rachen werfen.
    Wir sind auch schon längst verjährt, und seit Mitte 2013 ist nix mehr gekommen.
    Wenn er es dennoch mal versuchen sollte -> Shredder

  • Aus "diesem Fall" ist bisher nichts geworden, ich hatte alle Maßnahmen wie damals beschrieben durchgeführt und dann noch vereinzelt ein paar Erinnungsschreiben erhalten und dann wurde es ruhig und ich habe dann nichts mehr gehört. Eigentlich hörte das alles 2013 auf, im gesamten Jahr 2014 erhielt ich nicht ein Anschreiben mehr.


    Der Rasch Fall ist vom Ablauf ähnlich gelaufen, irgendwann in 2012 kam die Abmahnung aufgrund eines angeblichen Musikdownloads, darauf folgte meine UE. Dann kamen noch zwei, drei Erinnerungsschreiben bis ca. Mitte 2013, dann wurde es ruhig und ich habe nichts mehr gehört. Von Rasch selbst habe ich bis heute nichts mehr gehört, die Info der Schufaabfrage erhielt ich ja von der Schufa. Mich würde einfach mal interessieren ob das schon bei mehreren geschehen ist, allerdings ist mir auch bewusst das man, so weit ich weiß, die Abfrage ja gar nicht mitbekommt, es sei denn man hat sich irgendwann mal bei der Schufa registriert und zahlt einen Jahresbeitrag um genau solche Bewegungen dann auch mitzubekommen.


    Ich gebe zu, da es bei mir ruhiger wurde in 2014, habe ich das Ganze auch nicht mehr so verfolgt. Ich habe jetzt mal wieder schnell das Neueste überflogen und muss feststellen, viel hat sich nicht an deren Methoden geändert oder täusche ich mich da? Sind die eigentlich alle noch aktiv oder ist der ein oder andere zwielichtige [lexicon]Anwalt[/lexicon] mittlerweile Insolvent?

  • Seit mein [lexicon]Anwalt[/lexicon] die Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon] zugestellt hat ist nichts mehr gekommen. Denke bei mir ist die Sache damit seit Januar beendet! Kein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] nichts bekommen. Nicht zahlen kann sich also durchaus lohnen. Beste Strategie!

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