Abmahnung Munderloh

  • Hallo zusammen, ein frohes neues und erst mal Danke für das Teilen hier und die Unterstützung.
    Bei mir kam der [lexicon]MB[/lexicon] vom Inkasso direkt an... ohne vorheriges Anschreiben. Da zwischen Abtretung und [lexicon]MB[/lexicon] nur wenige Tage lagen wird auch ein solches Schreiben nicht raus gegangen sein.
    Widerspruch gegen [lexicon]MB[/lexicon] ist fristgerecht raus. Sollte ich der Abtretung nun trotzdem noch widersprechen und mit dem Musterschreiben aus dem [lexicon]Grundkurs[/lexicon] reagieren oder ist das durch Widerspruch gegen den [lexicon]MB[/lexicon] überflüssig?

  • Bei mir ist, bis einschließlich heute, noch kein [lexicon]MB[/lexicon] eingetroffen.
    Habe auch heute noch einmal meinen [lexicon]Anwalt[/lexicon] kontaktiert der dem Schreiben der Inkasso Bude widersprochen hat.
    Auch bei ihm ist bisher keine Wortmeldung der Inkasso Bude und kein [lexicon]MB[/lexicon] eingetroffen.
    Langsam steigt die Spannung :whistling:


    Gruß Schneehase

  • Hallo zusammen,
    ich hätte da mal eine Frage, aber kurz zum Hintergrund.
    ein Freund wurde 2012 von RGF, vertreten durch RA Munderloh, wegen eines Filmes, dessen Tittel schon sehr anrüchig ist, abgemahnt. Er soll da 2011 besagten Titel
    zum Upload bereitgestellt haben. Hierfür gab es ein Vergleichsangebot von 780 €. Natürlich bestreitet er dies, der Name des Titels könnte auch auf jedes beliebige Sexfilmchen zutreffen ;-), den Film zu erwerben ist anscheinend auch nicht möglich, zumindest nicht übers Internet, Amazon und andere.
    Nach der Abmahnung gab er eine [lexicon]modUE[/lexicon] ab, die auch akzeptiert wurde. Sonst nix weiter. Dann kamen 2 "Bettelbriefe" in 2012. Nun erhielt er ohne vorheriges Anschreiben Ende 2014 einen [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] von Rhein Inkasso, vertreten durch einen [lexicon]Anwalt[/lexicon], dem er komplett widersprach. Hier war die ursprüngliche Forderung von ca. 1800 € + ca. 220€ Inkasso angesetzt.
    Diese Woche erhielt er eine Brief des Anwaltes, aus dem ersichtlich wurde, dass er ein Mahnschreiben in 2014 erhalten sollte, dies aber wegen Umzugs nicht zugestellt werden konnte. Hier wurde ihm ein Vergleich angeboten, der ein viertel der Forderung des Mahnbescheides ausmacht.
    Muss er da jetzt wegen eines etwaigen Schufa-Eintrages wiedersprechen, das hat er ja doch schon mit der Erwiderung des Mahnbescheides getan!? Oder lohnt lohnt es sich, den Vergleich anzunehmen? Die [lexicon]Verjährung[/lexicon] wäre ja auch Mitte 2016, wie hier herausgelesen habe.
    Danke im Vorraus.
    Herbi

  • Muss er da jetzt wegen eines etwaigen Schufa-Eintrages wiedersprechen, das hat er ja doch schon mit der Erwiderung des Mahnbescheides getan!? Oder lohnt lohnt es sich, den Vergleich anzunehmen? Die [lexicon]Verjährung[/lexicon] wäre ja auch Mitte 2016, wie hier herausgelesen habe.

    Der Widerspruch gegen den [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] reicht.
    Was soll sich an einer "plötzlichen Vergleichannahme" lohnen (außer für den Abmahner natürlich).
    Die [lexicon]Verjährung[/lexicon] wird hier wohl früher eintreten, da das Abmahner bereits einen [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] beantragt hat.

  • Super, danke!
    Wann könnte die [lexicon]Verjährung[/lexicon] denn da eintreten? Meines Wissens war der Tatzeitpunkt um den 30.12.2011 rum, Die Abmahnung kam dann so mitte Februar 2012. Darum ging ich davon aus, dass mit dem 31.12.2012 die Verjährungsfrist beginnt und Ende 2015 endet, durch den [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] nun Mitte 2016?

  • Tatzeitpunkt um den 30.12.2011 rum

    Dann kann der Abmahner auch keine Kenntnis über die "Person des Schuldners" (§ 199 BGB, Abs. 1, Ziff. 2) im Jahr 2011 erlangt haben, sonders erst 2012. Damit würde der Beginn der Verjährungsfrist auch erst auf Ende 2012 zu legen sein und das früheste Ende damit wie Du dann richtig sagst Ende 2015.


    Du hast also doch richtig gedacht.

  • @ HerbertGross kommt mir alles relativ bekannt vor... bis auf das aktuelle Schreiben vom [lexicon]Anwalt[/lexicon]. Interessant ist, dass der [lexicon]MB[/lexicon] das Abtretungsdatum kurz vor Weihnachten 2014 erwähnt.... wie sollte dann in 2014 schon ein Mahnschreiben kommen --- grübel

  • Hotzenplotz : Ich habe mich nochmal schlau gemacht.
    Das finde ich nun auch komisch. Auf dem [lexicon]MB[/lexicon] steht, dass die Forderung seit Mitte Dezember 2014 an den Antragsteller abgetreten ist. In der "AufstellungForderungen und Zinsen" ist eine Position, zu Mitte November 2014 1. Mahnung, Umsatz-> ca. 200€. Mitte Dezember dann der [lexicon]MB[/lexicon] Antrag ( 0,50€ weniger als der [lexicon]MB[/lexicon] ). Und in der 2. KW 2015 dann das Vergleichsangebot. Hier wird vor allem zu den Kosten [lexicon]MB[/lexicon]-Antrag (reichlich 200€ ) nochmal die selbe Summe (reichlich 200€ ) Rechtanwaltsgebühren draufgeschlagen.
    Vielleicht war ja das Mahnschreiben im November nicht die Folge einer Abtretung, sondern im Auftrag für RGF ???

  • ich hätte aktuell nur noch zwei Anmerkungen zu machen da ich Anfänger bin:
    1. Ich hoffe Du hast nicht den richtigen Namen genommen Herbi
    2. Aus meiner Sicht ist es schlauer weniger genaue Daten zu liefern für den Fall das einer unserer Gönner hier mitliest.


    Hotz


    P.S. an die Erfahrenen im Forum die Frage: Macht Euch das mit den Zeitabläufen auch stutzig?

  • der Name ist nicht richt der richtige, außerdem betrifft es mich tatsächlich nicht selbst. Aber vlt. könnte ja einer der Admins mal
    gucken, falls ich da doch zu detailiert geschrieben habe, dies bitte zu ändern oder zu löschen.
    Danke!

  • kurzes update
    nach Widerspruch [lexicon]MB[/lexicon] nun auch Schreiben von RA mit Vergleichsangebot einmalig oder in Raten bei ca. 1/4 der eigentlichen Summe.
    Interessant ist die Aufstellung der Kosten wie HerbertGross bereits berichtete...Brief ist bereits 5 Tage alt, was die Frist verkürzt... nun denn... die Spannung steigt, wobei ich die Formulierungen interessant finde:
    "....Einleitung eines Verfahrens steht bevor..... welches die geltend gemachten Ansprüche feststellen wird...."
    Entscheidung steht: abwarten und Tee trinken


    H.

  • Hallo, kann mir jemand helfen meine Angelegenheit zu klären???


    7.5.2010 - angeblich upload
    16.6.2010 - Abmahnung RA Meier
    21.6.2010 - [lexicon]modUE[/lexicon] verschickt mit Rückschein
    18.8.2010 - Betelbrief - keine Reaktion von mir


    jetzt kommts:


    18.8.2016 - Rhein Inkasso Forderung


    Folgendes steht noch drin:
    "Achtung: Auf die dargestellte Forderung findet nach § 102 Satz 2 UrhG die Bestimmung des § 852 BGB entsprechende Anwendung, damit 10 - jährige Verjehrungsfrist ([lexicon]BGH[/lexicon]-Urteil vom 27.10.2011; ZR 175/10)."


    Das isi doch schon 31.12.2013 verjährt, oder hab ich was falsch verstanden?


    Danke im voraus für die Antwort...

  • Moin [quote='adamskiweb','http://www.iggdaw.de/index.php?thread/1411-abmahnung-munderloh/&postID=32065#post32065']18.8.2016 - Rhein Inkasso Forderung [/quote]sollte das Schreiben ein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] sein, Widerspruch, ansonsten nicht beeindrucken lassen. Siehe auch z.B. [url='https://www.anwalt.de/rechtstipps/mahnbescheid-von-rhein-inkasso-und-forderungsmanagement-gmbh_065604.html']hier[/url]
  • ansonsten nicht beeindrucken lassen.

    sooo locker würde ich das nicht sehen/nehmen.
    Denn, auch ohne Androhung eines "Schufa"-eintrags können solche "Unternehmen" einen solchen veranlassen. (werden Klitschen Inkassounternehmen wie Debcon oder das hier erwähnte zwar nicht machen, aber diese Möglichkeit besteht.
    HIER steht

    Zitat
    • Der Schuldner muss mindestens zweimal schriftlich gemahnt worden sein.
    • Der Schuldner bestreitet die Forderung nicht.

  • Folgendes steht noch drin:
    "Achtung: Auf die dargestellte Forderung findet nach § 102 Satz 2 UrhG die Bestimmung des § 852 BGB entsprechende Anwendung, damit 10 - jährige Verjehrungsfrist ([lexicon]BGH[/lexicon]-Urteil vom 27.10.2011; ZR 175/10)."


    Das isi doch schon 31.12.2013 verjährt, oder hab ich was falsch verstanden?

    Der Verweis auf §852 BGB und das "Bochumer Weihnachtsmarkt"-Urteil ist bei Abmahnern und Inkassobuden in Filesharingfällen obligatorisch,obwohl -wie du bei Recherche der Urteile der letzten Jahre feststellen wirst- die allermeisten Gerichte eben NICHT davon ausgehen,daß dieses [lexicon]BGH[/lexicon]-Urteil und §852 BGB auf Filesharingfälle übertragbar ist. Die Abmahner bringen dieses Urteil und diesen Paragraphen deswegen ins Spiel, weil sie somit die 3jährige Regelverjährung nach §195ff BGB ad absurdum führen und den Schuldner zur Zahlung bewegen wollen.
    Daß die Abmahner/Inkassobuden selbst nicht wirklich an die Gültigkeit des §852 BGB glauben, zeigt sich m.E. an einem netten Detail: Wenn (ihrer Meinung nach) sowieso die 10jährige [lexicon]Verjährung[/lexicon] gilt,wieso reichen sie dann den [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] dann immer kurz vor Ablauf der 3jährigen Verjährungsfrist ein ?

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