Abmahnungen Reichelt Klute Aßmann ( .rka )

  • Einen wunderschönen guten!


    Der bisherige Verlauf in Stichpunkten:

    • Abmahnung von .rka für Koch Media AG wegen "The Raid - Redemption" über 900 EU am 11/2012
    • => modUE
    • Schreiben .rka vom 12/2012: modUE angenommen, bestehen auf Forderung
    • => brav ignoriert
    • Mahnbescheid vom AG Coburg über 1.02*,** eingegangen 07/2013
      "Für den Fall eines Widerspruchs hat der Antragsteller die Durchführung des streitigen Verfahrens beantragt." und "Der Antragssteller hat angegeben, ein streitiges Verfahren sei durchzuführen vor dem AG Charlottenburg."
    • => werde selbstverständlich widersprechen

    Zunächst mal staune ich: Koch sitzt in Planegg, .rka sitzt in Hamburg, ich sitz in *********** und zuständig soll Berlin sein? Geht das überhaupt so? Da fallen doch für alle Beteiligten unheimliche Fahrtkosten an und das soll ich dann auch noch bezahlen?

    • Muss ich dringend mit einem Gerichtstermin rechnen, oder wie stehen die Chancen, dass ich da drumrumkomm?
    • Dann eine dumme frage: Wie teuer kann das insgesamt werden? Ich bin Frührentner und zu pfänden gibts hier nichts, ausser meinem Hund. Wie tief können die mir in die Tasche greifen? Können die mir meine Bücher pfänden? Bekomm ich dann Prügel vom Herrn Schufa?
    • Muss ich dann, um Prozesskostenbeihilfe zu beantragen, nach Berlin fahren oder reicht da ein Anruf?

    Ich bin grad wieder kolossal nervös, drum eine wahrscheinlich saudumme Frage noch hinterher:

    • Rentiert es sich evtl., den .rka anzurufen und ihm zu sagen, dass ich nichts hab, oder behauptet der dann, dass das ein Geständnis wäre?
    • Oder soll ich lieber beim AG Stuttgart anrufen, damit mir ein Anwalt bezahlt wird, der dem .rka die Situation schildert? Ich mein, zu holen gibt es bei mir nichts und die ganze Angelegenheit ist damit reine Zeitverschwendung.

    Danke schon einmal im Voraus für infos und Meinungen!
    Gruss krautmann


    EDIT BY PRINCESS
    Anonymisiert, konkrete Daten können in der Formularmaske der [lexicon]Datenbank[/lexicon] eingetragen werden. Link im Beitrag #1 dieses Thread.

  • und zuständig soll Berlin sein? Geht das überhaupt so?


    Natürlich, denn das abmahnfreundliche Gericht für den RI/ [lexicon]AW[/lexicon] wäre Berlin

    Muss ich dringend mit einem Gerichtstermin rechnen, oder wie stehen die Chancen, dass ich da drumrumkomm?


    Wenn dieser Satz so drin steht kann man schon mit einer Klage rechnen

    Dann eine dumme frage: Wie teuer kann das insgesamt werden? Ich bin Frührentner und zu pfänden gibts hier nichts, ausser meinem Hund.


    Kommt darauf an was für Kosten anfallen
    - Anreise eigener [lexicon]AW[/lexicon]
    - Anreise Gegner
    Gerichtsgebühren......


    Dafür gibt Prozesskostenrechner, einfach mal googeln


    Können die mir meine Bücher pfänden?


    Wenn es teuere Unikate sind ;)

    Muss ich dann, um Prozesskostenbeihilfe zu beantragen, nach Berlin fahren oder reicht da ein Anruf?


    Kann schriftlich beantragt werden -> Wissenswertes + Formular zum Download

    Rentiert es sich evtl., den .rka anzurufen und ihm zu sagen, dass ich nichts hab, oder behauptet der dann, dass das ein Geständnis wäre?


    Das interessiert die nicht, man schlägt höchstens Ratenzahlung vor

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von grave ()

  • Moinsen,


    in einem früheren Beitrag wurde ja geschrieben, dass beim Satz


    "Für den Fall eines Widerspruchs hat der Antragsteller die Durchführung des streitigen Verfahrens beantragt."


    im [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] die Wahrscheinlichkeit nicht gerade geringer geworden ist, dass die Sache vor Gericht geht.
    Gibt es dazu denn in letzer Zeit eine Tendenz, dass .rka diese Ankündigung auch in die Tat umgesetzt hat?
    In einem anderen Forum war die Rede von 50/50, dass es einen trifft.


    Darauf aufbauend folgende Frage:
    Wäre es dann nicht fast sinnvoller/günstiger für den Abgemahnten den im [lexicon]MB[/lexicon] geforderten mittleren dreistelligen Betrag zu zahlen?
    Denke zumindest, dass im Falle des Falles ein [lexicon]Anwalt[/lexicon], Anfahrtkosten zum Gerichtstermin außerhalb des Wohnorts sowie anfallende Gerichtskosten teurer kommen. Oder wie sehen das die Foren-Experten?


    Schon mal vielen Dank für Euer Feedback.

  • In einem anderen Forum war die Rede von 50/50, dass es einen trifft.

    Ja, wird häufig gesagt, wenn einem nichts Sinnvolles einfällt.
    Diese Begrifflichkeit ist eher der digitalen Welt entlehnt in der es nur zwei Zustände gibt, Null und Eins.


    Bei konsequenter Einhaltung dieser Denkweise bestand dieser Zustand doch schon bereits nach Erhalt einer Abmahnung auf die man mit '[lexicon]Mod.UE[/lexicon] + keinen Cent' reagierte, [lexicon]Verjährung[/lexicon] oder Klage.
    Ein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] hat (außer Hemmung der [lexicon]Verjährung[/lexicon]) auf diese zwei Zustände keinen Einfluss.


    Aufbauend die Antwort:
    Am Sinnvollsten ist es, wenn der Beklagte gewinnt und der Kläger die Kosten des Verfahrens trägt.

  • Hallo!
    Im April dieses jahres, habe ich mich auf Seite 1 hier gemeldet. Alles soweit gut. Heute aber bekam ich leider ein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] vom Amts-G Coburg :(
    Und langsam bekomme ich Bauchweh.....
    Das erste was mir auffiel, die Geforderte Summe X ist für mich komischerweise um die hälfte halbiert ( ohne Verfahrenskosten ) ist das Normal ?
    Wie ich nun hier im Thread weiter lies, haben wohl mehrere das Problem mit dem [lexicon]Amtsgericht[/lexicon].
    Ob dies nun Positiv für mich ist, dass unten steht ( Das Gericht hat nicht geprüft, ob dem Antragsteller der Anspruch zusteht ) gut für mich ist ? konnt ich jetzt so nicht verstehen.
    Naja... wenn ich's richtig verstanden habe, muss ich wie auf der Ersten Seite schon von ,,Burn256,, geschrieben auf dem beigefügten Widerspruch =

    Datum bei 1 eintragen
    ein X bei 2 machen
    unten rechts unterschreiben
    Und abschicken richtig ?


    Wenn ich noch andere Erläuterungen aus dem [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] hier reinschreiben muss/wichtig wären dann sagt bitte Bescheid. Danke schonmal für eure Zeit und Geduld.

  • Moin moin,


    ich habe mal einige evtl. doofe Fragen zum [lexicon]MB[/lexicon]


    1.
    Wenn die im [lexicon]MB[/lexicon] genannte Summe gezahlt werden würde, wären dann noch
    weitere den [lexicon]MB[/lexicon] betreffende Aktionen notwendig oder wirklich nur die
    Zahlung der Summe?


    2. Wäre die Zahlung des Betrags im [lexicon]MB[/lexicon] ein Eingeständnis der Schuld? Wenn ja, müsste man u.U. noch mit weiteren unerwünschten Folgen rechnen?


    3.
    Der Einfachheit mal mit geraden Zahlen: Im [lexicon]MB[/lexicon] liegt der
    Streitwert/Hauptforderung bei 400 Eur. Zuzüglich Gerichtskosten,
    RA-Kosten und Zinsen beträgt die Gesamtsumme 500 Eur.
    Wenn es zur
    Klage kommen würde, wäre laut Prozesskostenrechner mit grob 420 Eur zu
    rechnen. Hinzu würde dann aber der Streitwert von 400 Eur kommen, also
    Gesamtkosten bei verlorener Klage 820 Eur. Oder sehe ich da irgendwas
    falsch?


    4. Kommt es mir nur so vor, oder hat die [lexicon]MB[/lexicon] und daraus
    resultierenden Klagehäufigkeit zugenommen? Oder melden sich nun einfach
    mehr Betroffene?


    Schon mal vielen Dank für das (hoffentlich geduldige :) ) Beantworten meiner Fragen.

  • bliblablubb


    1) hinsichtlich der im [lexicon]MB[/lexicon] definierten Forderung wäre diese dann erledigt


    2a) Jepp


    2b) Unter Umständen bestand die mittels [lexicon]MB[/lexicon] im Raum stehende Forderung NICHT aus der vollen Abmahnung (Rechtsanwaltskosten UND Schadensersatz), sondern nur aus einem Teil. Es werden durchaus auch nur Teilforderungen mal versucht einzutreiben.
    In diesem Fall nun käme die noch offene Restforderung nach; und auf Grund Zahlung der [lexicon]MB[/lexicon]-Summe gehen die Argumente, dann den Rest nicht zahlen zu wollen, gegen Null.


    4) [lexicon]MB[/lexicon] sind kostengünstig und führen oftmals zu erhöhter Vergleichsbereitschaft. Insofern nehmen diese natürlich zu. Klagen nach Widerspruch: kommt auf die Kombination Rechteinhaber/Kanzlei an.


    3) überlasse ich versierten anderen .......

  • Der Einfachheit mal mit geraden Zahlen

    Das ist wohl eher komplizierter als nötig gewesen, denn es werden nach den Gebührentabellen bei Streitwerten zwischen 600,01€ und 900,00€ und dann wieder zwischen 900,01€ und 1200,00€ immer die gleichen Gebühren fällig.


    - Dabei kann natürlich die Klägerin frei über den Antrag auf Schadesersatz entscheiden. Man sieht dann konkret eben erst in den Anträgen zur Klagebegründung, ob man noch (selten) unter die 900,01€-Grenze fällt, oder ob man (öfter) darüber liegt.
    - Die Kosten für den [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] unf die RA-Kosten für den [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] können nur bei fristgerechtem Vorgehen von Waldorf in die Klagebegründung aufgenommen werden. dies geschieht also nie, da Waldorf nie fristgerecht vorgeht
    - Die Zinsen werden im Antrag in der begründung natürlich gesondert ausgewiesen. Sie kommen also in jedem Fall hinzu, werden aber nicht mit in den Streitwert für die Bemessung der Verfahrenskosten aufgenommen.


    PS: Da demnächst eine Erhöhung von Rechtsanwaltsgebühren als Gesetz in Kraft tritt, wäre bei Dir natürlich zu berücksichtigen, dass im Fall einer Klage zB nächstes Jahr ... die neuen Sätze gelten werden.

  • Ähm... sorry... war gedanklich bei Waldorf.... :P


    - Bei rka geht es natürlich schon mit dem Korridor 300,01 bis 600,00€ los.


    - Allerdings arbeitet rka wertmäig im Chaos. Plötzlich (wasman darf) will man mehr Schadensersatz ... der "aktuelle Gegenstandswert" muss hier nicht der letzte sein.
    - In den Anträgen zur Kostenfesetzung*** erlebt man dann aber ab und an besondere Überraschungen. rka hat es zB schon mal geschafft die Kosten von Auskunftsanträgen nach § 101 UrhG plötzlich zu verlangen.


    *** Gemeint sind Vergleiche - verloren hat ja hier noch keiner gegen die.

  • Hallo kirchi,
    hallo Shual,


    vielen Dank für Eure Antworten.


    Wg 2. Unter I. Hauptforderung steht: "Urerlaubte Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke aus dem Repertoire des Antragstellers gem. auch RA-Geb. f. Schr. v. xx.xx.2011." Das sieht irgendwie danach aus, dass es sich nur auf die RA-Kosten bezieht.
    Ergo könnte bei Zahlung eine weitere Zahlungsaufforderung eintreffen. Oder missverstehe ich das Ganze?


    zu 3. Also sind die 400 Eur Streitwert nicht das allerletze Wort. Kann auch gut und gerne mehr werden, auch noch unter Hinzunahme kommender steigender
    Rechtsanwaltgebühren.


    Habe ich Dich jetzt richtig verstanden, dass die Sache nach Deiner Kenntnis bis jetzt immer mit einem Vergleich geendet hat und noch nie bis ins letzte durchgezogen
    wurde und durch Richterspruch geendet hat. Wäre ja eigentlich verständlich, da die Beweislast der Unschuld beim Abgemahnten liegt.


    zu 4. Die Kombi ist .rka/Koch Media. Wie sieht es da mit Folge aus Widerspruch [lexicon]MB[/lexicon] gehts weiter zur Klage aus? Gibt es da Vergangenheitswerte?
    Oder wird hier schon meist ein Vergleich durch Hinzunahme eines eigenen Anwalts angestrebt?


    Auch jetzt schon mal vielen Dank vorab für Eure Antworten.

  • Wir haben Anfang dieser Woche auch einen [lexicon]MB[/lexicon] bekommen. (Rechteinhaber KochMedia)
    Sind uns nun auch unschlüssig ob wir zahlen sollen oder nicht.


    Hier wurde ja geschrieben dass man mit Zahlung der Summe ein Schuldeingeständnis abgibt und es sein kann dass nur ein Teil der Kosten abgemahnt wird und danach noch weitere Forderungen kommen. Sollte man zahlen wollen um Ruhe zu haben, müsste man dann dem [lexicon]MB[/lexicon] widersprechen und es daraufhin mit einem Vergleich versuchen?


    Wenn man nun widerspricht und erstmal nicht vergleichen will, kann man nach Einreichung der Klage immer noch auf einen außergerichtlichen Vergleich hoffen? Oder ist es dann zu spät?

  • Wenn man nun widerspricht und erstmal nicht vergleichen will, kann man nach Einreichung der Klage immer noch auf einen außergerichtlichen Vergleich hoffen? Oder ist es dann zu spät?


    Nein, da geht immer noch was. Die wollen doch nur Geld.Und ohne Prozess am liebsten!

  • Habe ich Dich jetzt richtig verstanden, dass die Sache nach Deiner Kenntnis bis jetzt immer mit einem Vergleich geendet hat und noch nie bis ins letzte durchgezogen
    wurde und durch Richterspruch geendet hat. Wäre ja eigentlich verständlich, da die Beweislast der Unschuld beim Abgemahnten liegt.

    Nicht ganz richtig.


    Wir haben im Buch das große KG Berlin 24 U 167/11 + 24 U 168/11 [Berufung zurück gezogen nach LG Berlin 15 O 1/11 + 15 O 2/11, Urteile vom 29.11.2011 - positiv für den Beklagten]. Ansonsten gäbe es einige Klagerücknahmen durch rka, aber kein "Urteil".


    Es gibt natürlich auch einige Vergleiche, die man aber nicht als Vorbild nehmen kann, da sie alle möglichen Werte umfassen. Es kommt da eben immer darauf an, was genau von wem vor gericht gebracht wird. Wandelt sich ständig. [Aktuell letzte Woche der bisherige Bestwert mit 250,00€ + 83,75€ Verfahrenskosten = 337.75€ - aber ohne eigenen RA. Der hätte zwischen 132,18€ -RVG-Abrechner bis 318,32€ -Pauschalenabrechner- mehr gekostet. Das geht dann hoch bis in den 4-stelligen Bereich, wobei ... die Anmerkung sei erlaub ... es Beklagte gibt, die einfach doof sind und es dann auch nicht besser verdienen, wenn sie über den Tisch gezogen werden. ]

  • Hallo, habe auch so ein schönen RKA Bref erhalten am 8.11.2010 . Mod UE Hingeschickt auf weitere Briefe nicht Reagiert. Heute 10.7.2012 kam ein [lexicon]MB[/lexicon] . Wie ist das weitere vorgehen, was wird geraten ?


    Mfg und riesen Dank

  • Nicht ganz richtig.


    Wir haben im Buch das große KG Berlin 24 U 167/11 + 24 U 168/11 [Berufung zurück gezogen nach LG Berlin 15 O 1/11 + 15 O 2/11, Urteile vom 29.11.2011 - positiv für den Beklagten]. Ansonsten gäbe es einige Klagerücknahmen durch rka, aber kein "Urteil".


    Es gibt natürlich auch einige Vergleiche, die man aber nicht als Vorbild nehmen kann, da sie alle möglichen Werte umfassen. Es kommt da eben immer darauf an, was genau von wem vor gericht gebracht wird. Wandelt sich ständig. [Aktuell letzte Woche der bisherige Bestwert mit 250,00€ + 83,75€ Verfahrenskosten = 337.75€ - aber ohne eigenen RA. Der hätte zwischen 132,18€ -RVG-Abrechner bis 318,32€ -Pauschalenabrechner- mehr gekostet. Das geht dann hoch bis in den 4-stelligen Bereich, wobei ... die Anmerkung sei erlaub ... es Beklagte gibt, die einfach doof sind und es dann auch nicht besser verdienen, wenn sie über den Tisch gezogen werden. ]

    Okay, Danke für die Aufklärung. :-)


    Bleibt schließlich nur noch der Passus, in dem steht
    I. Hauptforderung: "Urerlaubte Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke aus dem Repertoire des Antragstellers gem. RA-Geb. f. Schr. v. xx.xx.2011
    RA-Geb. f. Schr. v. xx.xx.2011 vom xx.xx.2011"

    Das sieht irgendwie danach aus, dass es sich nur auf die RA-Kosten bezieht.


    Ergo könnte bei Zahlung eine weitere Zahlungsaufforderung eintreffen. Oder missverstehe ich das Ganze?