Abmahnung FAREDS

  • Dem [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] muss ich widersprechen und zurücksenden, richtig?

    Richtig!
    Was dann danach kommen wird kann Dir niemand vorhersagen,
    entweder die Klageschrift, neue Bettler oder nichts mehr.....
    Kannst ja schon mal so nebenbei in aller Ruhe nach kompetenten Anwälten googeln,
    die Dich im Klagefall vertreten könnten.
    Auf jeden Fall keine Panik schieben, vielleicht den Grundkurs hier nochmal studieren
    und einen kühlen Kopf bewahren!
    Gruß
    thats it ^^

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  • bei mir handelr es sich um den film" Nine Dead "
    rechte hat mig film dings bums




    Hi Leute


    noch mal darauf zurück zu kommen


    heute kam ein neues schreiben , neue frist zum zahlen gesetzt sonst gericht u.s.w.


    kann mir das noch mal jemand erklären ob bei mir nun die [lexicon]verjährung[/lexicon] greift oder nicht???


    langsam bin ich mir da nicht mehr sicher..


    grüße

  • Nach meinem Empfinden sollte die [lexicon]Verjährung[/lexicon] bereits erreicht worden sein.


    Dazu vielleicht hier eine Ausriss: http://de.wikipedia.org/wiki/Deliktsrecht_(Deutschland)


    Speziell unter [lexicon]Verjährung[/lexicon] ziemlich weit unten steht im Sinn, wenn der Schaden bzw. Schädiger dem Geschädigten bekannt ist, tritt die [lexicon]Verjährung[/lexicon] nach drei Jahren ein. 10 Jahre wären hier nach meinem Lesen bei Unkenntnis des Geschädigten über den etwaigen Schädiger.


    GRuß


    P.S. Bitte berichtigen, sollte ich falsch liegen. ^^

  • Hallo Leute,


    ich schildere Euch kurz den Sachverhalt, damit Ihr Euch ein Bild machen könnt...
    - Abmahnungsschreiben, im Oktober 2011 von FAREDS erhalten,
    - ebenfalls im Oktober 2011 wurde von mir eine Unterlassungsverpflichtungserklärung erstellt, diese habe ich allerdings "nur" per Fax übersendet (den Sendebericht habe ich aber noch in den Unterlagen).


    Natürlich mehrere Schreiben zwischenzeitlich erhalten... diese gelocht und abgeheftet... wie es ja auch in anderen einschlägigen Foren empfohlen wird/wurde.


    Die ganze Zeit dachte ich, dass die Sache schon verjährt ist. Aber ich denke die [lexicon]Verjährung[/lexicon] greift nun doch erst zum 31.12.2014, liege ich da richtig?


    Heute wurde mir in der Sache ein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] förmlich zugestellt. Nun sind meine Nerven etwas leicht angespannt.


    Habe gelesen, dass der [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] die [lexicon]Verjährung[/lexicon] auch hemmt.


    Jetzt die Frage: wie gehe ich hier am besten vor? Einfach Widerspruch ankreuzen und dann per Einschreiben mit Rückschein ans Gericht zurück senden? Falls ja, würde dann die [lexicon]Verjährung[/lexicon] weiter laufen, oder bleibt diese jetzt auf unabsehbare Zeit gehemmt?


    Ich wäre Euch echt dankbar über ne kurze Antwort, wie ich hier weiter verfahren soll.


    LG

  • Jetzt die Frage: wie gehe ich hier am besten vor? Einfach Widerspruch ankreuzen und dann per Einschreiben mit Rückschein ans Gericht zurück senden? Falls ja, würde dann die [lexicon]Verjährung[/lexicon] weiter laufen, oder bleibt diese jetzt auf unabsehbare Zeit gehemmt?

    Das gerichtliche Mahnverfahren hemmt die [lexicon]Verjährung[/lexicon] 6 Monate + X Tage (Laufzeiten - Zustellungen, etc..). Sind diese 6 + x noch nicht abgelaufen und wird das Verfahren von einer Partei weiter betrieben beginnt die Zeit von Neuem; falls nicht dann nicht.


    Der Widerspruch wird genauso gemacht wie beschrieben....

  • Hi Shual,


    Zunächst Danke für Deine Antwort!


    OMG das sind doch wirklich ..... , jetzt geht dieser Nervenkrieg noch mindestens 6 Monate weiter... Unglaublich haben die nix besseres zu tun?
    Wie hoch sind die Chancen bei dieser "Kanzlei" das es dann wirklich zu nem Prozess kommt, gibts da Erfahrungswerte?


    Und ich dachte die Sache ist mittlerweile verjährt...


    LG

  • Deine Sache kann nicht verjährt sein. Denn 2011 wurde Dir die Abmahnung zugestellt. In diesen Jahr hatte man also Deinen Namen oder Deine Identität ermittlet. Also fängt die eigentliche [lexicon]Verjährung[/lexicon] erst zum 01.01.2012 an. Heisst also das es theoretisch erst 31.12.2014 zu Ende wäre. Da nun aber noch ein [lexicon]MB[/lexicon] dazu kommt, wird die Zeit auf 6 Monate verlängert. Plus mindestens einen Monat Karenz. Sollte folglich Juli 2015 erreicht werden. Vorrausgesetzt, es trudelt kein weiterer [lexicon]MB[/lexicon] ein bzw. werden keine Verhandlungen unterhalten.


    Bitte den [lexicon]Grundkurs[/lexicon] dazu nochmal lesen. Ist sehr gut geschrieben.

  • Denn 2011 wurde Dir die Abmahnung zugestellt. In diesen Jahr hatte man also Deinen Namen oder Deine Identität ermittlet.


    Muß nicht sein, evtl. wurde ja auch ein Altfall abgemahnt.
    Nur weil eine Abmahnung im Oktober 2011 kommt muss der Name ja nicht zwangsläufig 2011 bekannt gewesen sein ;)


    Der [lexicon]MB[/lexicon] lässt zwar darauf schliessen, kann aber auch nach einer [lexicon]Verjährung[/lexicon] beantragt werden (vielleicht merkt´s ja keiner und zahlt doch noch).
    Aber solange man nichts genaueres weiß, ist alles andere reine Spekulation.

  • Vorrausgesetzt, es trudelt kein weiterer [lexicon]MB[/lexicon] ein...


    Ist das Tatsächlich so? Ich meine demnach kann der Abmahner einen ja mit Mahnbescheiden Bombardieren um die Frist ins unendliche zu steigern... Ich glaube so ganz ist das nicht richtig. War es nicht so das nach dem [lexicon]MB[/lexicon] nun mehr der Klageweg übrig bleibt oder eben weitere Bettelbriefe?



    LG Akula

  • Ist das Tatsächlich so?

    Jeder, der einen [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] erhält - gemeint ist schon der Erste - hat das Recht selbst die sofortige Entscheidung herbei zu führen [§ 696 ZPO, Abs. 1, Satz 1].


    Das Gesetz überläßt es also im gerichtlichen Mahnverfahren, in dem die Ansprüche nicht geprüft werden, den Parteien, wie vorgegangen werden soll. Dazu kommen verfasungsrechtliche Motive [Recht auf den gesetzlichen Richter - Recht auf Gehör].


    Der Gesetzgeber geht von der Lauterkeit zwischen den Parteien aus. [Abmahnwahn ist da nicht vorgesehen.]


    Natürlich kann der Schuldner den nicht geprüften, aber auch nicht vollständig begründeten Anspruch auf der selben Ebene - ohne Begründung und Prüfung formlos zurückweisen. Ein Kreuzchen reicht.


    Son Kreuzchen ... eben.


    Der Gesetzgeber muss aber ebenso dem Gläubiger das Recht einräumen die ... [lexicon]Verjährung[/lexicon] ... des Anspruchs zu hemmen. Man soll als Gläubiger Zeit genug haben, die für eine Klage notwendigen Umstände herauszufinden. [Hatten wir gerade in der Schule.]


    Die logische Folge des Vorgangs, ein behaupteter, begründungslos vorgebrachter, aber formlos zurückgewiesen Anspruchs, ist erneut im gerichtlichen Mahnverfahren geltend gemacht worden ...


    der Schuldner kann ja die Entscheidung herbei führen.


    Aber ihm ist das Recht auf "Kreuzchen" dabei nicht verloren gegangen.

  • Die Frage war ja ob jeder weitere [lexicon]MB[/lexicon] die [lexicon]Verjährung[/lexicon] um weitere 6 Monate hemmt. Ob das überhaupt so geht?! Überleg mal 2 Manbescheide sind 12 Monate und 3 sind schon 18, 4 sind dann 24 Monate usw. Ich kann mir nicht vorstellen das dieses vorgehen Praxis ist bzw. korrekt. Dann käme man ja nie von denen los.


    Akula

  • Die Frage war ja ob jeder weitere [lexicon]MB[/lexicon] die [lexicon]Verjährung[/lexicon] um weitere 6 Monate hemmt. Ob das überhaupt so geht?!

    ...und genau das hat Shual ja auch in der ihm eigenen Art erklärt: Ja, natürlich kann der Gläubiger (Abmahner) beliebig viele Mahnbescheide beantragen, solange der Schuldner (Abgemahnte) "nur" mit Widerspruch antwortet. Die [lexicon]Verjährung[/lexicon] verlängert (hemmt) sich dadurch immer weiter. Allerdings ist dies eine rein theoretische Betrachtung, denn der Abmahner hat ja auch immer wieder Kosten durch den [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] (z.B. ca. 30 Euro bei einem Streitwert von ca. 1000 Euro). Warum sollte ein Abmahner annehmen, dass der Abgemahnte nach dem zweiten oder dritten [lexicon]MB[/lexicon] zahlt, wenn er schon den ersten lässig mit Widerspruch beantwortet hat?

  • Für mich gab und gibt es nur eins: NICHT ZAHLEN !!! Heute kommt keiner mehr daher und erklärt vor Gericht, dass die Ermittlungssoftware fehlerfrei funktioniert. Zumindest lese ich nichts mehr diesbezüglich. Gerichte haben wohl dazugelernt.


    Die Homepage von Fareds ist in meinen Augen lächerlich und peinlich für die Kanzlei. Klar, wer diese Kanzlei mandatiert ... Fareds soll sich auf seine hotizontale Branche konzentrieren ... die wohl besten Kunden ...



    Wo ist die Unzahl von Klagen?

  • Heute kommt keiner mehr daher und erklärt vor Gericht, dass die Ermittlungssoftware fehlerfrei funktioniert. Zumindest lese ich nichts mehr diesbezüglich.


    Verstehe ich das richtig: Du hast aufgehört zu lesen, deshalb passieren die Dinge nicht mehr, von denen Du früher gelesen hast?
    Clevere Lösung...


    Tatsächlich wird die Richtigkeit der Ermittlung und Beauskunftung kaum je bezweifelt. Richtern genügt meist ein Screnshot mit einer IP-Adresse, die den angeblichen Rechtsverstoß dokumentiert (Anscheinsbeweis). Wenn der Beklagte hier Zweifel hegt, muss er mit einem kostenpflichtigen Gutachten rechnen, dessen Ergebnis ungewiss ist. Mit Deiner Blauäugigkeit würdest Du leicht ins offene Messer rennen.

  • Verstehe ich das richtig: Du hast aufgehört zu lesen, deshalb passieren die Dinge nicht mehr, von denen Du früher gelesen hast?
    Clevere Lösung...


    Ich glaube Du verstehst das falsch. Er liest schon, nur nicht das..... Eben deswegen weil darüber nichts ( mehr ) geschrieben wird. Wenn es geschrieben werden würde, dann würde er es auch lesen.....


    Er ist sicher kein Lese-Verweigerer......