Abmahnung FAREDS

  • Nachforschungspflicht, schön und gut, aber was bedeutet das jetzt konkret?


    Letztendlich kommt es im Falle einer Forderungsklage darauf an, die eigene Täterschaft substantiiert zu bestreiten. Hierfür reicht es den meisten Gerichten, weitere Nutzer zu benennen, die zum jeweiligen Ermittlungszeitpunkt über Deinen Anschluss Zugang zum Internet hatten. Eine konkrete Ermittlung des Täters wird in der Regel nicht verlangt.

  • Nachforschungspflicht, schön und gut, aber was bedeutet das jetzt konkret?
    Jede der möglichen Personen wird die Tat abstreiten, und Leute pauschal anzuschwärzen kann ja nicht die Lösung sein?! Habe ich nicht zuletzt immer Schuld, da ich das Passwort hergegeben und den Mitbenutzer nicht hinreichend aufgeklärt habe?

    Was das bedeuted genau bedeuted, wird wie in D üblich sehr unterschiedlich entschieden, bis der [lexicon]BGH[/lexicon] dereinst es konkreter fest legt. Momentan geht das noch von
    - es reicht aus andere Mitbenutzer zu nennen bis
    - "Nachforschen" heißt den täter finden und nennen


    Zunächst ist jedoch wichtig, dass Du die Personen zu den Vorfällen befragst, egal welche Antwort Du bekommst - heute ist die Sache noch frisch, wenn Dich in 4 Jahren doch eine Klage ereilt weiß es keiner mehr. Wesentlich ist dabei immer, was denn die einzelenen Personen zu den jeweiligen Tatzeitpunkten unternommen haben - alles weitere kann man in einem eventuell ja gar nicht kommenden Prozess "besorgen". Jedenfalls meint "Nachforschung" sicher nicht, dass Du zB die Festplatten der Personen untersuchen darfst/sollst. Für Dich selbst kannst Du sorgen, in dem Du zB eine technisch befähigte Deine Festplatten auf Spuren der fraglichen Dateien suchen läßt und was auch immer Deine persönliche Geschichte hergibt. Du kennst die Personen und Verhältnisse besser - danach kannst Du "nachforschen".


    Wenn die fraglichen Personen erwachsen sind, sind sie auch nicht vor der Nutzung zu belehren - Jetzt aber schon.

  • Hallo zusammen,


    ich bin auf Euer Forum gestoßen und mich interessiert Eure Meinung hierzu:


    Eine Freundin von mir hat von Fareds eine Abmahnung bekommen. 400 EUR


    Angemahnt wird ein Titel aus einem Top100 Container.


    Die Beschuldige war aber zum Zeitpunkt der Tat nachweislich nicht zu Hause. (Hotelrechnung hat Sie vorliegen)
    Sie ist alleinstehend und auch das Kind (7) war nicht zu Hause (Großeltern)
    Ihr Router ist auch WPA2 verschlüsselt (key hat Sie nochmal geändert) + AV Program etc etc.


    Sie kann überhaupt nicht nachvollziehen wie diese Tat von Ihrem Anschluss aus gemacht worden sein soll.
    Wie soll Sie nun darauf reagieren?
    Anwälte aus dem Internet wollen ca. 150 EUR um tätig zu werden oder soll Sie einfach selbst widersprechen?
    Was uns auch nervös macht ist das es ein Titel aus einem Top100 Container ist,
    da kann ja theor. noch mehr kommen - wat nu????


    Danke für Eure Müheen

  • da kann ja theor. noch mehr kommen - wat nu????


    Deine Freundin sollte schleunigst die [lexicon]modUe[/lexicon] die hier zu finden ist an Fareds schicken!
    Ansonsten keinen weiteren Kontakt zum Abmahner!
    Überprüfe die Computer in Deinem Haushalt auf Filesharing-Programme und ändere das Router-Passwort!
    Theoretisch wäre es möglich, dass Dein Netzwerk gehackt wurde um Filesharing zu betreiben.
    Wenn der Computer online ist, braucht niemand zuhause sein, das Filesharing läuft von selbst!
    Gruß
    thats it ^^

  • Danke für die schnelle Antwort.


    PC hab ich bei Ihr gecheckt - da ist nichts.


    Nochmal kurz zur [lexicon]modUe[/lexicon] - warum soll es eigentlich Sinn machen diese zu senden?
    Warum sollte Sie eine Erklärung zur Unterlassung eines Sachverhaltes abgeben den Sie
    doch gar nicht getan hat. Dies kommt mir eher wie ein Schuldeingeständnis vor.


    Sorry wg. der blöden Fragerei

  • Unabhängig von der Thematik "Schuldig" oder "Unschuldig" ist ein Anspruch auf Unterlassung völlig legitim.


    Mit der "[lexicon]ModUE[/lexicon]" drückt man letztlich aus: Ich habe nichts getan und ich werde zum genannten Werk auch in Zukundt nichts tun...


    Die hier angebotene [lexicon]ModUE[/lexicon] ist wohl in allen bekannten Fällen - wenn richtig ausgefüllt - akzeptiert und beim Abmahner zu den Akten genommen worden.


    Wird nun der Anspruch auf Unterlassung nicht erfüllt (keine Abgabe), dann kann durchaus eine "einstweilige Verfügung" folgen. Soll ab und an auch schon mal geschehen sein....


    Also: Die Mod UE = KEIN Schuldeingeständnis mit Befriedigung des Anspruchs auf Unterlassung.


    Gruß


  • Die Beschuldige war aber zum Zeitpunkt der Tat nachweislich nicht zu Hause. (Hotelrechnung hat Sie vorliegen)
    Sie ist alleinstehend und auch das Kind (7) war nicht zu Hause (Großeltern)
    Ihr Router ist auch WPA2 verschlüsselt (key hat Sie nochmal geändert) + AV Program etc etc.


    Muß ja auch nicht über Ihren PC gelaufen sein.
    Kann auch ein Besucher (mit Laptop) gewesen sein, der während der Abwesenheit nach den Pflanzen, Tieren....... geschaut hat.
    Und wenn dann noch das PW auf dem Router steht, ........


    Auf jeden Fall alle Beweise sichern, die Sie für die Abwesenheit hat (Rechnungen etc.)
    Auch das Routerprotokoll (ruhig mal mit der in der AM genannten IP vergleichen).

  • Hallo euch allen.


    Fareds möchten mit mir jetzt auch unbedingt Kontakt haben. Dabei bin ich doch der schüchterne Typ..
    Das mal beiseite,
    Nach den unzähligen Abmahnungsratgebern hat sich eine entscheidende Frage eigentlich nicht gelöst.


    Macht es überhaupt einen Unterschied eine [lexicon]mod.UE[/lexicon] selbst abzuschicken oder einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] damit zu beauftragen?
    Ob der [lexicon]Anwalt[/lexicon] das anfertigt oder nicht, entweder melden sich die Abmahner, Klagen und/oder fordern weiter Geld,
    oder sie tun es eben nicht. Und kommen vielleicht in 2,99 Jahren nochmal auf einen zu.


    Es scheint auch völlig unerheblich zu sein, Ob man Täter,Störer,Unschuldig,Hausbewohner ist oder gar nicht zuhause war.
    Das scheint alles keinen Einfluss zu haben ob Fareds ein Gericht anstrengt oder nicht. Allerhöchstens das volle Unterlassen einer [lexicon]mod.UE[/lexicon].


    Denn dann könnte man sich die 150-300€ Anwaltskosten sparen, warten und sitzen bis der Fall verjährt müsste sowieso nur man selbst.


    Und überhaupt: Sollte es doch zur Klage kommen, hätte ich mit den bereits gezahlten Anwaltsgebühren doch auch nichts erreicht.
    Die Prozesse sind schliesslich unabhängig voneinander.
    Einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] kann ich mir dann immernoch holen, und habe eigentlich noch Geld gespart.
    (Ob das die Rechtschutzversicherung auch so sieht? Die will ja immer alles sofort wissen.


    Schliesslich bin ich auch nicht wild darauf Anwaltskosten zu bezahlen ohne etwas verschuldet zu haben.


    Das soll bitte keine Anleitung für irgendein Handeln sein, Aber so stellt sich mir die Lage gerade da.
    Und ich weiss wirklich nicht ob ich dementsprechend einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] beauftragen soll oder nicht, vielleicht liege ich ja völlig falsch mit meiner Annahme.


    Ich wäre wirklich dankbar wenn mich jemand hierzu aufklären/widerlegen/bestätigen könnte


    MfG Levius

  • Nun ist Antwort von Fareds gekommen auf unseren Widerspruch nebst Beweis das der AI nicht Anwesend war.


    ..... Aufgrund des Beweislage ist ihre Täterschaft ausgeschlossen!! ....
    Aber die ordnungsgemäße Absicherung des Internetanschlusses wurde nur behauptet und nicht nachgewiesen - daher Störerhaftung - bitte 170,- bla bla bla.


    Frage: Was wollen die denn noch? Wie sollen wir die Absicherung beweisen? Wir haben doch alles detailliert beschrieben WPA2 Verschlüsselung, AV Software, Firewall bla bla bla!!
    Sollen wir nun einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] nehmen - kostet auch ca. 120-140 EUR??


    Fragen über Fragen
    Danke im Voraus für Eure Hilfe

  • Frage: Was wollen die denn noch? Wie sollen wir die Absicherung beweisen? Wir haben doch alles detailliert beschrieben WPA2 Verschlüsselung, AV Software, Firewall bla bla bla!!
    Sollen wir nun einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] nehmen - kostet auch ca. 120-140 EUR??

    Die erste Frage wäre wohl, ob wir denn nun über einen Unterlassungsstreit, oder eine normale Kostensituation reden. ([lexicon]ModUE[/lexicon]? abgegeben?)


    Dann haben wir den Abmahner, der weiterhin darauf pochen kann, dass die Rechtsverletzung ordnungsgemäß ermittelt wurde. Kann die Anschlussinhaberin aber nachweisen, dass sie selbst die Tathandlung nicht begangen hat, kann der Abmahner natürlich "nachfragen" wie es denn dann zu der Rechtsverletzung gekommen ist = ergo/zum Beispiel - W-LAN doch nicht richtig abgesichert. Beweisen kann man dies nur mit demjenigen, welcher den W-LAN-Router in Betrieb genommen hat.


    - wurde eine Unterlassung erklärt - hat man sich bereits genug ausgetauscht. Der Ball liegt bei dem Abmahner, der nun nach der Zahlungsverweigerung entweder (dereinst, nach weiteren Bettelbriefen, [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon]) die Zahlungsklage in Angriff nimmt, oder eben nicht.


    - wurde keine Unterlassung erklärt ist dies natürlich eine ganz andere Hausnummer (Streitwert/Einstweilige Verfügung). Ob man hier tatsächlich selbst aktiv werden soll (mit [lexicon]Anwalt[/lexicon], zB weitere Schreiben, Negative Feststellungsklage), oder eher die [lexicon]modUE[/lexicon] selbst nachschiebt - muss man selbst entscheiden. Wir kennen weder Gerichtsstand/Zeugensituation, etc... also kann man hier auch keinen richtigen Ratschlag geben.

  • Nachtrag:


    ja wir haben bei der Gegendarstellung auch eine [lexicon]modUE[/lexicon] abgegeben.


    Den Router hat sie damals selber in Betrieb genommen und entsprechend ein neues WLAN Passwort eingetragen.
    Denkt Ihr das die wg. 170EUR bis zur Klage gehen?
    Könnte den ein [lexicon]Anwalt[/lexicon] den Spuk mit einem Schreiben beenden? Hat den keiner eine Idee wie man das Nachweisen soll?!?!

  • Könnte den ein [lexicon]Anwalt[/lexicon] den Spuk mit einem Schreiben beenden?

    Wie soll das gehen?
    Fazit, wie bei allen: Abwarten und Tee trinken, auf [lexicon]Verjährung[/lexicon] hoffen. Die Gefahr einer Klage kann man nicht pauschal beurteilen. Aber bei einem Gesamtbetrag von 170 Euro ist sie doch eher gering. Und selbst wenn: das Kostenrisiko bleibt überschaubar.
    Übrigens: Der eigene [lexicon]Anwalt[/lexicon] will auch Geld. Also was soll das bringen?

  • Hallo,
    nach einem Abmahnschrieben vor etwa einem Jahr von FAREDS habe ich mich nach viel Überlegerei dazu entschlossen, gar nicht zu reagieren.
    Möglicherweise falscher Entschluß - vor drei Tagen kam ein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] zur selben Sache. Ganz konkrete Frage: hat es jetzt noch Nutzen, wenn isch die [lexicon]modUE[/lexicon] abschicke?
    Danke schon mal ...

  • Hallo Leidensgenossen,


    wollt hier mal kurz den Stand der Dinge darlegen. War damals noch im Netzweltforum angemeldet u bin seitdem fleissiger Mitleser.


    - Abmahnung Mai 2011 ---> [lexicon]ModUe[/lexicon] abgeschickt, wurde akzeptiert mit neuerlicher Aufforderung etwas zu zahlen.
    - [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] September 2012 ---> Widerspruch angekreuzt, danach kam ein "Bettelbrief" mit dem Angebot Ratenzahlung.


    Seitdem kam nichts mehr und ich hoffe das bleibt auch so. Durch die Hemmung der [lexicon]Verjährung[/lexicon] musste ich ja 3,5 Jahre "ausharren u. Tee trinken"....nach meiner Berechnung bin ich jetzt so gut wie durch. Ich weiss natürlich dass man noch 2-3 Wochen warten soll, aber ich bin da guter Dinge. Danke nochmal für die moralische Unterstützung!!!

  • hachja, nach 2 verjährten abmahnungen, trudelte jetzt eine von fareds ein.
    aus verschiedenen gründen konnte ich erst nach fristablauf die [lexicon]modUE[/lexicon] abgeben.
    jetzt heisst es warten auf bestätigung... oder EV :/.
    welche "laufzeit" hat denn eine EV? also nach welchem zeitraum kann man, erfahrungsgemäß, davon ausgehen,
    dass keine beantragt wurde?


    die abmahnung nennt übrigens explizit titel des werks, dateiname, hash (der datei?) und downloadclient.


    ich nutze die wartezeit nun, um meinen nachforschungspflichten nachzukommen.