Abmahnung Gutsch & Schlegel Rechtsanwälte in Partnerschaft, vormals Sasse & Partner

  • Habe gesehen, dass letztes Jahr zur selben Zeit dieselben Schreiben rausgegangen sind - wurde da eine Klage etc. bekannt?

    "Gefragt wurde, ob Sasse überhaupt klagt. Die Antwort war: Doch heute eher weniger - und ob 2015 an Deinem Heimatgericht derzeit unwahrscheinlich, aber eben auch nicht unmöglich."


    Hat sich in den letzten 18 Stunden nicht sehr verändert...

  • Tach,
    ich habe heute den insgesamt den zweiten Brief von Sasse bekommen. Den ersten bekam ich im 1. Quartal 2011.
    Nun wurden sie beauftragt ein gerichtliches Mahnverfahren zur Hemmung der [lexicon]Verjährung[/lexicon] einzuleiten.
    Eine Frage dazu habe ich aber, Log Datum war im Sommer 2010. Ist das denn nicht schon Verjährt?
    Gruß
    TGL

  • Habe auch den Brief bekommen, wo man eine Hemmung der [lexicon]Verjährung[/lexicon] mittels [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] anstrebt....
    Ich werte dies als "Bettler" und warte ab.


    .....da wollen die einem mal wieder das Weihnachten versauen.




    In einem anderen Fall geht's vor Gericht....bin da nicht guter Hoffnung, mein "Risiko ist mittelmäßig hoch"

  • RTT schrieb:
    Und mal wieder Guardeley als Ermittlungsfirma ...


    Öhemm..
    Auf wen oder was beziehst Du Dich??


    Ich beziehe mich auf die Ermittlungssoftware, wie sie auch bei BB im Einsatz war.
    Bis Anfang 2011 gab er erhebliche Probleme mit der beweissicheren Dokumentation.


    Habe ich allerdings schon einige Male geschrieben und bin wahrscheinlich der einzige, der dies trotz Schreiben von BB an das LG Berlin seltsam findet.

  • Hallo,


    habe genau den gleichen Brief von Sasse bekommen. Merkwürdig ist, dass es Anfangs 800 Euro waren, jetzt wollen sie nur noch 450 Euro!


    Zwei Abmahnungen, von Walddorf und Fareds aus 2010, jeweils mit [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon], sind ja wohl erledigt.


    Diese Abmahnung hier von Sasse bezieht sich zwar auch auf den Zeitpunkt Sommer 2010, die Abmahnung kam aber erst im
    Frühjahr 2011.

  • ... dass es Anfangs 800 Euro waren, jetzt wollen sie nur noch 450 Euro!

    Kennst du nicht...des Abmahners Reste-Rampe?
    Es hatte sich schon vor einigen Jahren herausgestellt, dass die Bezahl-Schmerzgrenze zwischen 400 und 500 EUR liegt.


    Diese Abmahnung hier von Sasse bezieht sich zwar auch auf den Zeitpunkt Sommer 2010, die Abmahnung kam aber erst im Frühjahr 2011.

    Wer weiß, wann der Abmahner Kenntnis vom realen Namen und Anschrift des AI hatte. Das ist von der 'Arbeiotsgeschwindigkeit deines Providers oder/und der des Abmahners abhängig.

  • Ich warte immer noch auf die bösen Drohungen von Säcke&Pack. Leider ist nichts mehr passiert seitdem letzten Brief von denen.
    Richter kennen diese Urmann-Anwälte doch sicherlich bestens mittlerweile und nehmen die nicht mehr wirklich Ernst.


    Also, zahlt nichts an die.

  • Ich warte auch aktuell auf den [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon], den man mir im November in Aussicht gestellt hat.
    Da dieser nicht viel kostet, denke ich mal, dass noch einer kommt ...


    Schaun mer mal.


    Sehe ich auch so...... bisher ist auch bei mir noch nichts weiter eingetroffen, denke aber auch der kommt noch.

  • Kurze Rückmeldung...


    Zusammenfassung:


    geloggt: Oktober 2010
    Abmahnung erhalten: Februar 2011
    Drohung Mahnverfahren:
    November 2014


    Ausgehend davon, dass die Kenntnisnahme AI erst 2011 erfolgte, dürfte ich wohl raus aus der Nummer sein...damit bin ich alle Abmahnungen los, diese hier war die letzte :D (2x Nümann & Lang, 1x Von Kenne & Partner - später übertragen an Schalast & Partner, 1x W&F, 1x Rasch, 1x S&P).


    Gruß an alle und weiter durchhalten,


    odi359

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  • Nix Neues.


    Das "Rasseln" Ende 14 ist anscheinend verpufft.
    Warte trotzdem noch ein Weilchen, man weiß ja nie und vielleicht kommt der Schadenersatz-Grinch um die Ecke gesprungen.
    Auch wenn es da einige Urteile bereits bestehen, aber das hat ja nichts zu heißen.


    Schaun mer mal weiter ...

  • Inzwischen fährt Sasse eine neue,perfide Masche. Im §102 UrhG steht ja,daß für Abmahnungen die Verjährungsfristen des BGB (§191ff) gelten. Und laut denen beginnt die Verjährungsfrist mit dem Zeitpunkt der Tat bzw spätestens mit dem Zeitpunkt,an dem der Abmahner von der Identität des Anschlußinhabers erfahren hat (=Beauskunftung durch den Provider). Wer also 2010 geloggt und auch noch 2010 beauskunftet wurde, der erst 2011 die Abmahnung erhalten hat, dessen Abmahnung wäre nach dem BGB seit 1.1.2014 verjährt. Kein Grund für Sasse, nicht im Dezember 2014 doch noch einen [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] und im Jahr 2015 eine Klage anzustrengen. Dabei stützt sich Sasse auf ein Urteil des [lexicon]AG[/lexicon] Hamburg vom 31.10.2014 ([lexicon]AZ[/lexicon]:36a 202/13),wonach die [lexicon]Verjährung[/lexicon] für die Abmahnkosten erst mit dem Erhalt der Abmahnung (2011) berechnet werden kann. Sprich: der Schadensersatz wäre demnach schon zum 1.1.2014, die Abmahnkosten erst zum 1.1.2015 verjährt, was durch den [lexicon]MB[/lexicon] ja gehemmt wurde. Anders gesagt: dieses Urteil erlaubt es Sasse, sich an Altfällen aus dem 3.und 4.Quartal zu vergehen,die nach den Regelungen des BGB eigentlich verjährt wären.


    Dem gegenüber stehen übrigens die Urteil des LG Düsseldorf, 19.01.2011 - 23 S 359/09,dessen Zusammenfassung so lautet: "Aufwendungen für eine Abmahnung hat der Störer bei erfolgloser Abmahnung und unterlassener Weiterverfolgung der Unterlassungsklage nicht zu kompensieren" und des LG Bielefeld [lexicon]AZ[/lexicon]:20 S 65/14 : "Anwaltskosten können nur geltend gemacht werden, wenn der Kläger auch seinen Unterlassungsanspruch konsequent verfolgt."
    Im Grunde heißt das nichts anderes als: Wenn der Abmahner die Hauptforderung nicht mehr verfolgen kann (etwa weil sie verjährt ist),dann kann er auch keine Abmahnkosten mehr einfordern.



    Auch für das gerne von Gerichten zur Klageabweisung genutzte Thema "unzureichend individualisierter [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon]" hat Sasse inzwischen eine Ausrede. Nach Meinung der Hamburger Kanzlei müsse der [lexicon]MB[/lexicon] gar nicht ausreichend individualisiert sein,sondern es reiche, wenn der Empfänger wisse,worum es sich überhaupt handelt. Ist natürlich Bullshit und ersetzt keineswegs die rechtlichen Rahmenbedingungen an die Gültigkeit eines [lexicon]MB[/lexicon].


    Generell scheint Sasse wohl so ziemlich jeden Fehler zu begehen,der in der Vergangenheit schon anderen Kanzleien zum Verhängnis wurde:
    a) [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] nicht ausreichend individualisiert
    b) Verjährungsbeginn angeblich erst zum Jahreswechsel nach Datum der Abmahnung
    c) keine Aktivlegitimation (=andere Rechteinhaber möglich)
    d) Möglichkeit von Mitnutzern wird in Abrede gestellt
    und,und,und. Naja..ich sehe meinem Prozess im kommenden Jahr jedenfalls sehr sehr gelassen entgegen. Genügend Indizien,die Sasse das Genick brechen, habe ich ja gesammelt.

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