Abmahnung Gutsch & Schlegel Rechtsanwälte in Partnerschaft, vormals Sasse & Partner

  • hallo,
    eigentlich dachte ich, die sache wäre durch.
    nachdem ich anfang 2013 eine bestätigung des erhalts der [lexicon]modUE[/lexicon] bekommen habe, kam jetzt der dritte brief von sasse und partner, in dem die vergleichsbemühungen als gescheitert betrachtet werden und sie nun klage einreichen werden. ich dachte eigentlich, dass sie zuerst ein paar "bettler" schicken oder eine androhung eines mahnverfahrens, daher kommt der brief etwas unerwartet. oder war schon jemand in der gleichen situation?

  • hallo,
    eigentlich dachte ich, die sache wäre durch.


    ????
    Kommt drauf an wann denen Dein Name bekannt war
    Wenn das 2012 war, dann beginnt die [lexicon]Verjährung[/lexicon] 2013 zu laufen, somit hättest Du noch dieses Jahr.

    ich dachte eigentlich, dass sie zuerst ein paar "bettler" schicken oder eine androhung eines mahnverfahrens, daher kommt der brief etwas unerwartet. oder war schon jemand in der gleichen situation?


    Das ist halt ein verschärfter Bettler. Warum schreiben die Dir sonst, das die Klagen wollen und tun es nicht einfach.

  • […]
    nachdem ich anfang 2013 eine bestätigung des erhalts der [lexicon]modUE[/lexicon] bekommen habe, kam jetzt der dritte brief von sasse und partner, in dem die vergleichsbemühungen als gescheitert betrachtet werden und sie nun klage einreichen werden[…]


    Hallo, befinde mich in derselben Situation. Wie sollte ich vorgehen? Ist das auch wieder nur ein Bettelbrief in aggressiver Form oder sollte ich etwas unternehmen?


    Grüße


  • Hallo, befinde mich in derselben Situation. Wie sollte ich vorgehen? Ist das auch wieder nur ein Bettelbrief in aggressiver Form oder sollte ich etwas unternehmen?


    Wie schon oben geschrieben -> Bettler
    Und Bettler werden i.d.R. abgeheftet, wenn man nicht zahlen will.
    Unternehmen muss man nur etwas, wenn was vom Gericht oder Inkasso kommt


  • Kommt drauf an wann denen Dein Name bekannt war
    Wenn das 2012 war, dann beginnt die [lexicon]Verjährung[/lexicon] 2013 zu laufen, somit hättest Du noch dieses Jahr.


    So pauschal kann man das bei der Kanzlei Sasse nicht sagen. Denn die gehören zu der Art Kanzlei,die im Herbst loggen und beauskunften lassen,aber konsequent erst im neuen Jahr abmahnen. Dies begründen sie damit,daß sie nach Beauskunftung durch die Provider ja noch Zeit für "Prüfung, Erstellung und Versand" der Abmahnung bräuchten. Und zwar gleich mehrere Wochen. Ist natürlich Quatsch,da in wohl keiner Abmahnkanzlei noch irgendwelche Sekretärinnen Abmahnungen von Hand tippen, die fallen per Serienbrieffunktion aus dem Drucker. Und überhaupt...welcher Art sollte denn eine etwaige "Prüfung" sein,wenn die "Schuld" des Abgemahnten doch so felsenfest bewiesen ist ? Will sagen: dieses "Zeit schinden" dient wohl in allererster Linie dem Zweck, die Verjährungsfrist um 1 Jahr hinauszuschieben,denn Sasse ist -man ahnt es fast- natürlich der Meinung,daß nicht der Tatzeitpunkt oder die Beauskunftung entscheidend für die Berechnung der [lexicon]Verjährung[/lexicon] sei,sondern der Zugang der Abmahnung. Das ist m.E. jedoch nicht zutreffend,da eine Urheberrechtsverletzung sonst defacto niemals verjähren würde,wenn der Abmahner sie nicht verfolgt.

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  • So pauschal kann man das bei der Kanzlei Sasse nicht sagen. [...]denn Sasse ist -man ahnt es fast- natürlich der Meinung,daß nicht der Tatzeitpunkt oder die Beauskunftung entscheidend für die Berechnung der [lexicon]Verjährung[/lexicon] sei,sondern der Zugang der Abmahnung.


    Doch, so pauschal kann man es sagen, denn auch Sasse kann sich nicht über


    hinwegsetzen.
    Nicht wann die AM eintraf oder i- welche Sachen noch überprüft worden sind

  • Doch, so pauschal kann man es sagen, denn auch Sasse kann sich nicht über


    Ich weiß schon,was du meinst und stimme dahingehend auch mit deiner Meinung über die Gültigkeit des §199 BGB überein. Nur sieht Sasse das halt anders, indem er geht frech von einem Beginn mit Zugang der Abmahnung ausgeht. Das hat zur Folge,daß man eben nicht unbedingt "safe" vor [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] und Klage ist, nur weil die [lexicon]Verjährung[/lexicon] nach §199 BGB schon eingetreten ist. Anders gesagt: Wer 2011 geloggt und beauskunftet,aber erst 2012 abgemahnt wurde, muss nach Meinung von Sasse (aber nicht des §199) eben noch bis Ende 2015 zittern.
    Aber selbst das schützt genaugenommen noch nicht vor einer späteren Klage von Sasse,da dieser natürlich -man ahnt es irgendwie- von der Gültigkeit des §852 BGB und damit der 10jährigen Verjährungsfrist in Filesharingfällen ausgeht. Ob das vor Gericht Bestand hat (die Wahrscheinlichkeit ist gering), steht natürlich auf einem anderen Blatt. Den Ärger hat man trotzdem erstmal. Ich lehne mich diesbezüglich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte,daß das Urteil des [lexicon]AG[/lexicon] Itzehoe im letzten Jahr massiv dafür gesorgt hat,daß Abmahner eigentlich als verjährt abgelegte Fälle wieder aus der Schublade geholt und Mahnbescheide/Klagen erwirkt haben.


    An dieser Stelle ein Tip an die hier definitiv mitlesenden Anwälte der Kanzlei Sasse: Statt eure Zeit damit zu verschwenden,euch irrsinnige Theorien für die Schuld der Beklagten aus den Fingern zu saugen,solltet ihr sie lieber dazu vewenden, die Urteile,die hier so gepostet werden, auch mal durchzulesen.

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  • Hallo,
    kurze Frage zur mod. UE:


    Ich erhielt eine Abmahnung von Sasse & Partner weg. einer Folge von "The Walking Dead". Andere Person hat theoretisch Zugang zum WLAN, ob sie notfalls als Zeuge zur Verfügung steht ist noch unsicher.
    Ich möchte auf Nummer sicher gehen und die mod. UE formulieren für
    a) Täter- UND Störerhaftung
    b) sicherheitshalber ALLE bisherigen Staffeln und Folgen der o.g. Serie


    Frage zu Punkt b):
    muß ich dann penibel JEDE einzelne Folge mit Namen auflisten, oder reicht es wenn ich schreibe

    Zitat

    [...] zu unterlassen,


    das urheberrechtlich geschützte Serien-Filmwerk (Bild-/Tonaufnahme) “The Walking Dead“, mit allen bis zum heutigen Tage, dem xx.xx.2015 gesendeten Staffeln/Episoden und Einzelfolgen,


    ganz oder Teile daraus [...]

  • Heute ist ein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] vom [lexicon]Amtsgericht[/lexicon] Hamburg ins Haus geflattert :-(


    Was muss ich außer Pkt. 2 Ich widerspreche dem Anspruch insgesamt noch ankreuzen bzw im Formular ausfüllen?
    Danke für Euere Hilfe

  • Geschichte meiner Abmahnung:
    13.05.2012 nachts einmal geloggt
    11.07.2012 Abmahnung durch Sasse&Partner mit der Forderung, 800 € zu zahlen und die beigefügte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen
    13.07.2012 HUK-Rechtsschutzversicherung unterrichtet. Sie leistet beiFilesharing nicht, bot aber aus Kulanz eine für mich kostenlose
    Erstberatung durch einen RA für Medienrecht an
    15.07.2012 Erstberatung mit RA. Seine Empfehlung:
    1. Nicht zahlen, nicht die übersandte UE unterzeichnen
    2. [lexicon]Anwalt[/lexicon] erst bei Klage beauftragen
    3.Modifizierte UE abgeben, entsprechend dem Muster bei abwahnmahn-dreipage
    und knappes Schreiben an Sasse
    a. Vorwurf bestreiten
    b. eigene Täterschaft bestreiten
    c. WLan als gesichert melden
    17.07.2012 Entsprechendes Schreiben an Sasse abgesandt
    21.08.2012 Sasse bestätigt die modifizierte UE, fordert weiter 800 € bis
    04.09.2012. "Sollte diese Frist hingegen ergebnislos ablaufen, so
    werden wir unserer Mandantin empfehlen, den gesamten entstandenen Schaden unverzüglich mit gerichtlicher Hilfe durchzusetzen"
    17.11.2015 Sasse bietet Vergleich an, 450€ bis 02.12.2015 zu zahlen. "Andernfalls... wird das Mahnverfahren einzuleiten sein"
    31.12.2015 [lexicon]Verjährung[/lexicon] der Forderung
    18.01.2016 weder Mahnbeschid noch Klage eingegangen


  • 31.12.2015 [lexicon]Verjährung[/lexicon] der Forderung


    Du solltest sicherheitshalber noch die sogenannte "Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon]" einlegen, da die [lexicon]Verjährung[/lexicon] nicht "von Amts wegen" berücksichtigt wird.




    Zitat

    18.01.2016 weder Mahnbeschid noch Klage eingegangen


    Daran stört sich Sasse nicht wirklich. Ich hab trotz Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon] und nach §195ff BGB eingetretener [lexicon]Verjährung[/lexicon] trotzdem ´ne Klage an der Backe. Will sagen: die Sache war bereits zum Zeitpunkt des Mahnbescheides nach den Regelungen des §195ff BGB verjährt, trotzdem hat das Sasse nicht wirklich interessiert, die haben sogar noch ´ne Klage eingereicht.

  • ...man lernt nie aus, dass man diese Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon] selbst geltend machen muß, wußte ich nicht, also vielen Dank für den Hinweis!
    Ich werde mal den Januar abwarten, kommt bis dahin nichts, setze ich den Schlusspunkt mit der Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon].

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  • Ein hoch auf unsere Justiz. Wenn 3 Jahre lt. diesem § sind ,rechnet normalo Bürger 2013,2014,2015 in diesem Fall.

    Manche Abmahner (auch Sasse) gehen sogar frech davon aus,daß nicht -wie es §199 Abs.1 BGB festlegt- die Beauskunftung der ausschlaggebende Punkt für die Berechnung der Verjährungsfrist sei, sondern der Zugang der Abmahnung. Wie wirkt sich das aus ? Nun, indem die Abmahner sich bei Loggingzeitpunkten im Herbst besonders viel Zeit lassen mit der Abmahnung (nämlich bis ins nächste Jahr hinein), würde so die [lexicon]Verjährung[/lexicon] auch 1 Jahr später eintreten. Offiziell begründen sie das mit notwendigen "Prüf- und Versendefristen". Seltsam nur,daß die gleiche Kanzlei ein halbes Jahr früher bei meiner 1.Abmahnung (und mitten im Jahr) keine solche "Prüf- und Versendefrist" brauchten,sondern bereits 2 Tage nach Erwirken des Auskunftsbeschlusses die Abmahnung rausschicken konnten. Daß sie nun plötzlich 6 Wochen brauchten, riecht nicht nur nach Absicht,das stinkt danach.

  • Du solltest sicherheitshalber noch die sogenannte "Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon]" einlegen, da die [lexicon]Verjährung[/lexicon] nicht "von Amts wegen" berücksichtigt wird.

    Rein interessehalber (meine Abmahnung von Waldorf verjährt erst Ende 2017, wenn kein [lexicon]MB[/lexicon] kommt):
    Sollte man die Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon] IMMER einlegen oder erst dann, wenn der Abmahner doch nochmal was von einem will?
    Wenn ja, betrifft das alle oder nur bestimmte Abmahner?

  • 31.12.2015 [lexicon]Verjährung[/lexicon] der Forderung
    18.01.2016 weder Mahnbeschid noch Klage eingegangen

    Du solltest sicherheitshalber noch die sogenannte "Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon]" einlegen, da die [lexicon]Verjährung[/lexicon] nicht "von Amts wegen" berücksichtigt wird.

    ?( warum?
    So in etwa:
    sehr geehrte Damen und Herren, bevor Sie auf die Idee kommen doch noch einen [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] zu beantragen, möchte ich Sie darauf hinweisen dass Ihre Forderung aus dem Jahre 2012 zwischenzeitlich der [lexicon]Verjährung[/lexicon] anheim gefallen sind. :thumbsup: Die Anfallenden Kosten können Sie sich also sparen.



    Wenn bei Waldorf ein [lexicon]MB[/lexicon] kommt, (der kommt noch vor Ablauf der Frist) Widerspruch-kreuzerl.
    Wenn Waldorf klagt, ist Dein [lexicon]Anwalt[/lexicon] zuständig auf mögliche [lexicon]Verjährung[/lexicon] (kommt bei Waldorf nicht vor) hinzuweisen