Streaming-Abmahnung durch U+C

  • Oh man, ist das heftig was hier gerade los ist und abgeht. Der Abmahnwahn hat jetzt eine ganz neue Dimension erreicht. Ich bin mal sehr gespannt wie das hier weitergeht, denn das riecht für mich stark nach einem riesen Skandal. Alleine schon wie die IP Adressen ermittelt worden sind und wieso zum Teufel diese rausgegeben worden. Dafür alleine sollte man schon sowas wie Schmerzensgeld vom Provider einklagen dürfen, und von den Kollegen Urmann + Collegen ebenfalls. Es kann ja nicht sein, dass normale Provider für das einfache ansehen eines Videos zur Kasse gebeten und sonstig schikaniert werden.

  • Dann halt direkt vom LG Köln. Aber so leider macht es mich krank, dass persönliche Daten an fremde Menschen ohne Grund rausgegeben werden. Grenzt ja schon an die NSA! :D


    Naja an allen betroffenen, ich drücke euch die Daumen, aber ich vermute und hoffe einfach, dass ihr nichts zu befürchten habt. Vor Gericht werden die Spackos eh nicht gehen, weil sie eh nicht durchkommen würden. Von daher als ein netten Versuch abstempeln und drüber lachen

  • Hallo an alle
    Kann man bei seinem Provider nachfragen ob eine Anfrage vorlag Ip gegen Adresse oder rücken die sowas nicht raus? Dann habe ich noch eine Frage :Es wurde ja vor Gericht Filesharing bzw Tauschbörse angegeben.
    Titel wie die 4 angegebenen extieren in den Streamportalen eher nicht. Kann es sein das die Ip aus Filesharing
    bzw Tauschbörsen sind bzw das man da umgeleitet wird auf eine. Das würde erklärren wo die die Ip her haben.
    Wenn das zu Laienhaft gedacht ist,sorry bin Laie.

  • Ich hoffe, dass sich einige Betroffene zusammen tun und U+C verklagen und das LG Köln wegen dieser Rechtsbeugung mit. Dort sollten nach diesem Ding Köpfe rollen und U+C sollte der Geschichte angehören. Entzug der Anwaltszulassung für nachweislich an diesem, ich nenne es mal "Betrug" beteiligte. Weiterhin sollte in Zukunft an jedem Gericht für alle diese Dinge dafür kompetenten Richtern und Beamte eingesetzt werden.

    „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“


    Bertolt Brecht

  • Kann man bei seinem Provider nachfragen ob eine Anfrage vorlag Ip gegen Adresse

    Fragen kannst Du sicherlich (haben ja auch einige schon getan), aber rauskommen wird dabei nichts!
    - Callcenter hat keine Ahnung
    - Wurde nach beauskunftung gelöscht, daher keine Auskunft mehr möglich.......


    Ich hoffe, dass sich einige Betroffene zusammen tun und U+C verklagen


    In D sind keine Sammelklagen möglich
    Wenn, dann muß jeder für sich ;)

  • Ich hoffe, dass sich einige Betroffene zusammen tun und U+C verklagen


    In D sind keine Sammelklagen möglich
    Wenn, dann muß jeder für sich ;)[/quote]



    Dann hoffe ich auf 10.000 Einzelklagen.... ;)

    „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“


    Bertolt Brecht

  • Ich hoffe jetzt auch mal, dass möglichst viele die Gunst der Stunde nutzen und alle möglichen Beschwerdebriefe loslassen. Auch wenn es vermutlich nichts
    kurzfristig ändert, das Thema muss in der Öffentlichkeit bleiben und die Verantwortlichen (Richter, Anwälte und Ihre Lakaien) sollen "an den Pranger".


    Ich jedenfalls werde es tun, an alle möglichen Stellen ein Briefchen senden. Vermutlich auch mehrmals und per Einschreiben, dann muss man es
    zumindest in die Hand nehmen.


    Die Hoffnung, dass einer der "rechtschaffenen" Anwälte jetzt mal entschieden dagegen vorgeht, habe ich allerdings nicht. Das berühmte Sprichwort
    spare ich mir.


    Grüßle

  • Reicht es aus nur das "Begleitschreiben" als Widerspruch einzusenden, also ohne [lexicon]modUE[/lexicon]?
    Ich verstehe, dass die [lexicon]modUE[/lexicon] durch ihren letzten Absatz ihre Rechtskraft verliert, wenn die Begründungen gesetzlich falsch sind, aber wieso reicht dann nicht bloß das Begleitschreiben als Widerspruch?
    Besteht irgendwo eine Pflicht eine UE abzugeben und es zählt sonst als "nicht reagiert", trotz dem anderen Schreiben?
    Ich meine es begründet ja, dass die Forderungen "unbegründet" sind.



    noch eine relativ unbedeutende Nebenfrage:


    Ich sehe bei sämtlichen Vorlagen für [lexicon]modUE[/lexicon] und Begleitschreiben immer nur die Unterschrift als handschriftlich notwendiges Feld, jedoch findet man generell oft und auch bei der U+C UE die Felder für Ort und Datum.
    Müssen Ort und Datum generell nicht handschriftlich eingetragen werden?


    Ich persönlich finde es eh unsinnig, aber meine Meinung ist uninteressant.

  • meine Meinung ist uninteressant


    Gott sei Dank :D
    Eine Unterschrift kann nur (wie der Name schon sagt) handschriftlich erfolgen. Alles andere kann, muss aber nicht handschriftlich sein.


    Zur [lexicon]modUE[/lexicon]:
    Natürlich widerstrebt es einem, eine Unterlassungserklärung abzugeben für eine Rechtsverletzung die nicht stattgefunden hat.
    Dennoch: Der Abmahner sieht das naturgemäß anders und wird auf der Abgabe bestehen. Bei Nichtabgabe droht eine Unterlassungsklage. Man hat zwar wahrscheinlich gute Chancen zu gewinnen, aber trotzdem den Ärger am Hals.

  • Das Problem ist ja nicht nur, dass die Rechtsverletzung nicht begangen wurde, sondern dass es überhaupt keine ist.
    Es bedeutet ja im Endeffekt ich verpflichte mich dazu etwas legales nicht (mehr) zu tun, schreibe allerdings dazu. dass ich es nur nicht tun werde, wenn es illegal ist.
    -> Ich schreibe nichts wirklich und gebe nur zu, etwas legales getan zu haben.
    -> Die [lexicon]modUE[/lexicon] ist (eigentlich) überflüssig.


    Deshalb nochmal etwas konkreter: Besteht eine Pflicht auch auf eine rechtlich falsche Abmahnung mit einer UE zu antworten?
    Oder ist diese bloß um die Kanlzei ruhig zu stellen, damit die keine weiteren Möglichkeiten haben einem auf die Nerven zu gehen? Zumal die sich ja eh nurnoch wiederholt ins Knie schießen können, wenn sie weiter Druck machen.

  • Deshalb nochmal etwas konkreter:...

    Die Ausgangssituation ist die, dass ein Abmahner i.A. eines RI Abmahnungen versendet. Dabei geht dieser grundsätzlich davon aus, dass diese zu recht erfolgen. In seiner Meinung wird er dann auch noch durch einen Auskunftsbeschluss eines Landgerichtes bestätigt...
    Der Abgemahnte, als Empfänger des Briefes wird dadurch eines Vergehens belastet. Wenn er anderer Meinung ist, dann stehen lediglich zwei Rechtsansichten gegenüber.


    Da keiner wissen kann, wie im Falle einer Reaktion durch den Abgemahnten - die nicht den Forderungen des Abmahners entspricht - der Abmahner reagiert, geht der Forenbetreiber hier mit seinen bereitgestellten Unterlagen auf 'Nummer Sicher'. Die Sicherheit macht er nicht für sich selbst, sondern für die Nutzer des Forum.
    Dabei sei nur am Rande erwähnt, dass dies wohl die einzige Plattform darstellt, die in Bausteinform entsprechende Begleitschreiben innerhalb kürzester Frist zur Verfügung gestellt hat.
    Es wird der Tatsache Rechnung getragen, dass einerseits keiner wegen der 250 EUR einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] für 180 EUR beauftragen muss, andererseits eine Klärung dennoch herbeigeführt werden kann, wenn von den (wie aus anderer Quelle bekannt) ca. 10.000 Abmahnungen auch nur 50 das Begleitschreiben mit allen Erweiterungen verwenden.


    Also Leute, wenn wir hier die Sonntagsrezepte für Rouladen und Klöße reinstellen und ihr euch dann doch für Kartoffeln und Quark entscheidet ... so what!

  • Besteht eine Pflicht auch auf eine rechtlich falsche Abmahnung mit einer UE zu antworten?

    Die Frage ist eher, ob eine unwirksame Abmahnung Ansprüche nach dem UrhG vernichtet.


    Nein.


    1. Ein Anspruch besteht unabhängig von einer korrekten Abmahnung und zwar so lange bis er verjährt. Es können zig Anwälte zig unwirksame Abmahnungen zu dem Anspruch schreiben ... der Anspruch bleibt.
    1.1. Ein Privatmensch ohne [lexicon]Anwalt[/lexicon] erfüllt den Anspruch - er kann damit auch nicht mehr künftig abgemahnt werden. Zahlungsansprüche für die unwirksame Abmahnung sind nicht zu zahlen. Bleibt der Schadensersatz [17,50€??]
    1.2. Künftige Belastungen sind ausgeschlossen, wenn die Abmahnung nicht nur unwirksam ist, sondern auch unberechtigt und gar rechtsmissbräuchlich erfolgt ist. Außerdem muss der "Anspruchsinhaber" dem neuen Angebot einer UE überhaupt zustimmen. Da die UE Titel erfasst, die es nicht gibt.... ist ihre Schutzfunktion vor einer EV komplett.


    1.3. Natürlich kann jeder keine UE abgeben. Er trägt das Risiko einer EV allein und kann es dann auch nicht auf die vielen Schwafler im Internet schieben. Ein Boardbetreiber "Uhle" muss die UE aufnehmen, um das Risiko einer EV auszuschliessen. Schließlich ist er auch persönlich haftbar.


    1.4. Besteht aber der Anspruch doch - sind die Nicht-UEler erstmal gearscht und werden dann hoffentlich auch erneut abgemahnt, oder anderweitig belastet. Man tut ja alles mögliche, um den Urmann niederzulabern. Und? Der ist vom Anfang an im Geschäft und immer noch da... wärend die meisten seiner Freunde schon seit 2007 ihn fertig machen wollten und entweder schwupps und weg sind ... oder heute noch nur eine große Fresse haben (deutlich gesagt). Ich unterschätze grundsätzlich keinen Gegner, schon gar nicht eine Gegner-Fraktion. Public Enemy? Wenn schon - dann erst Recht.


    1.5. Warauf bisher überhaupt niemand achtet ist, dass die Serrano, Barcelona tatsächlich Nutzungsrechte an den jeweiligen Titeln erworben haben muss und diese auch möglicherweise abtreten darf. Und so ein Vertrag ist schnell aus dem Hut gezaubert....


    1.6. Etc.... man muss auch sehr aufpassen, denn die Foren (gottseidank nicht hier) werden überall mit Müll zugepfalstert, dass es einem die Schuhe auszieht. Dem Betroffenen ist zu raten sich da nicht von allerlei Müll rumschubsen zu lassen.


    2. Die Abgemahnten "hier" können unterschiedliche Optionen wählen. Sie sollten am Ball bleiben - sich weiter melden und das Weitere abwarten, oder entscheiden selbst vorzugehen. Es wird sich noch viel in der Sache ereignen....

  • Hallo liebes Forum!


    Ich bin ganz neu hier, und hoffe meine Frage an der richtigen Stelle zu platzieren!



    Wie sieht das eigentlich rechtlich aus, wenn die generelle Antwortfrist des Abgemahnten um sagen wir mal eine Woche überschritten wird - und dann erst die mod UE und das Begleitschreiben verschickt werden.


    Hierbei gehe ich davon aus, dass z:B. Flugtickets oder ähnliches als Begründung für die verpätetet Reaktion vorgelegt werden können.


    Schonmal Danke für eine Antwort!