Abmahnung NIMROD

  • Naja...streng genommen ist die Sache noch nicht vollständig verjährt, lediglich die Rechtsverfolgungskosten sind es, nicht aber der Schadensersatz. Der verjährt laut Willen des BGH (Urt. v. 12.5.2016 – I ZR 48/15) erst nach 10 Jahren. Es ist allerdings fraglich, ob Rhein-Inkasso die Sache selbst wirklich aktiv weiter verfolgt,d.h. die Sache vor Gericht bringt. Inkassounternehmen gelten gemeinhin als sehr sehr klagescheu. Nur so interessehalber: geht aus dem Schreiben hervor,ob Nimrod die Forderung komplett an Rhein Inkasso abgetreten hat oder wurden die lediglich mit der Einziehung beauftragt ?
    Ich persönlich finde es ja eher lachhaft, wenn ein Rechtsanwalt eine Forderung zwecks Einziehung an ein Inkassobüro weitergibt. Das erinnert stark an die Nullnummer Schutt&Waetke + Infoscore + RA Haas.

    Ok danke für die Aufklärung. Mit Rechtsverfolgungskosten sind Rechtanwaltskosten und Inkassokosten gemeint, oder?


    Im Schreiben steht nur "Ordnungsgemäße Bevollmächtigung sowie Geldempfangsvollmacht wird versichert". Das heißt jetzt?


    Widerspruch geht nächste Woche raus. Dann mal abwarten... danke für dein Hilfe!

  • Danke erstmal!


    Wegweiser hatte ich schon studiert. Widerspruch 2-fach raus, und weiter abwarten.

    Grüße

    So, das zweite Schreiben Inkasso ist da, allerdings mit Anlage "ursprüngliches Abmahnschreiben", welches mal von Nimrod kam.


    Wenn die Frist ergebnislos verstreicht, überlegt man sich zu klagen...

    Antworten mit dem antwortschreiben-musterbrief3.1 (unter Wegweiser Inkasso) RICHTIG?

    In einem anderen Forum heißt es, Widerspruch nach erstem Schreiben reicht...was ist nun Richtig??

    Grüße

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Hoppala ()

  • ok. Widerspruch (rosa Blatt) an das Amtsgericht. Und noch wer? Inkasso oder der Bevollmächtigte auch? Frage, da ja auch auf der Rückseite vom Mahnschreiben ein Widerspruch ist...oder ist der nur zur Ansicht für mich?

    Grüße

  • Davide123 , dann gehen wir zusammen zum Gericht....nein, hoffe nicht!


    Noch kurz gefragt:

    Punkt 1 ausfüllen mit Datum, Kreuz bei Punkt 2 und meine Unterschrift, richtig so?

    Und noch eine weitere, was hat es mit der Hemmung auf sich? Mitte 2014 Abgemahnt, modUE gesendet. Mitte 2017 Bettelschreiben. Ende 2017 verjährt. 2018 2x Schreiben vom Inkasso mit jeweiligem Widerspruch.

    Wer kann/darf/mag mich hier erleuchten? DANKE!

  • ja, schon...aber bei den vielen Paragraphen raucht einem schon nach 2 Sätzen die Birne...als Laie

    So, wie ich es bis dato immer verstanden hatte, ist meine Geschichte verjährt ab Ende 2017 (Start war Mitte 2104). Weiter ging es ja erst ab 2018...darum blicke ich es noch nicht so ganz, (ob) wie da was "gehemmt" werden konnte...oder geht es jetzt nur noch um Inkasso...wäre hier echt gern schlauer...

    DANKE!

  • Moin

    .oder geht es jetzt nur noch um Inkasso...

    ja, aber beachte


    aus Grundlagen der Verjährung

    Zitat

    8. Drei oder zehn Jahre - ja was denn nu?

    Bei der Frage, wie lange die Verjährungsfrist läuft, streiten sich die Geister.

    Der Anspruch auf Erstattung der Abmahnkosten (Rechtsanwalts- und Nebenkosten) verjährt zwar unstrittig nach drei Jahren. Beim Schadensersatz herrscht jedoch Uneinigkeit unter den Rechtsgelehrten. Während manche Rechtsanwälte und auch Richter sich unter Berufung auf das BGH-Urteil I ZR 175/10 ("Bochumer Weihnachtsmarkt") für eine zehnjährige Verjährungsfrist aussprechen, gibt es mehr und mehr Urteile, die auch hier die dreijährige Regelverjährung ansetzen.

    Anstoß des Streits ist der BGB-Paragraf zur ungerechtfertigten Bereicherung (§ 852 BGB), die den Verletzer bis zu zehn Jahre zur "Herausgabe des Erlangten" verpflichtet. Das angeblich Erlangte, nämlich das Vervielfältigungsrecht, kann natürlich nicht herausgegeben werden, weswegen manche Gerichte eine analoge Lizenzgebühr als Ausgleich vorschlagen - in Höhe des geforderten Schadensersatzes.

    Anderen Gerichten geht das zu weit. Entweder sehen Sie überhaupt keine Bereicherung, oder allenfalls eine in Höhe des Wertes des geshareten Werkes (also z.B. 20 Euro für einen Film). Dafür lohnt es sich kaum, zu klagen, weswegen die zehnjährige Verjährungsfrist für den Schadensersatz eher eine akademische Frage ist. Bisher gibt es kaum Klagen, in denen versucht wird die übliche dreijährige Verjährung auszuhebeln.

    die Hemmung gilt auch bei Inkasso.

    Grundlagen der Verjährung ab Pkt. 5

  • Ja das wärs noch :D

    Es wurde hier zwar schon geschrieben, dass Inkassos generell klage scheu sind. Aber ich hab irgendwie im Gefühl, dass wir um das Gerichtsverfahren nicht drum rum kommen werden... nur so ein Bauchgefühl.


    Den Widerspruch habe ich genau so ausgefüllt wie du, war zum Glück nicht kompliziert ;)

  • N'abend,

    jau, es geht weiter.


    Da ich widersprochen hatte, gibt es jetzt aus Kulanz ein Vergleichsangebot, welches ich innerhalb ca. 14 Tagen bezahlen könne.

    Mit dabei ein "Anerkenntnis und Vergleich" Schreiben.

    Die Sache mit dem Gericht ist dann jetzt durch? Frage, da dort auch steht, falls ich nicht reagiere wird das streitige Verfahren weiter betrieben...

    Nicht reagieren auf dieses Schreiben , RICHTIG? Wiil ja nicht bezahlen.

    Gruß

  • Bei mir das Gleiche... der Brief war heute in der Post. Denke nicht, dass es damit mit dem Gericht erledigt ist. Wenn wir nicht zahlen gibt es ja immer noch die Möglichkeit, da es sie vor Gericht gehen, oder?


    Wenn man nicht zahlt sitzen wir wieder da im Ungewissen, ob es nicht doch irgendwann weiter geht. Zahlen damit man Ruhe hat ist aber auch beschissen...

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