YouTube Vertriebsrechtverletzung

  • Hallo,


    wir sind Youtuber die sich auf Musik-Promotion konzentrieren.
    Wir fragen Künstler und Labels nach Erlaubnis die Musik hochzuladen und ggf. zu Monetarisieren. (d.h. Werbung wird darauf geschaltet) (und die Inhaber profitieren durch eine große Audienz, und einen Kauflink den wir erwähnen)
    https://www.youtube.com/user/SelectedBase


    Wir haben von einer Anwaltskanzlei eine Copyright Verwarnung erhalten. Das Label von dem wir die Erlaubnis für den Upload haben, hatte allerdings die Vertriebsrechte des Songs and Dance All Day verkauft. (der Vetrieb)
    (dies geschah bevor wir das "ok" erhalten haben, wir hatten keine Ahnung)


    DAD hat das Video entfernen lassen, und droht am Telefon damit unsere IP verfolgen zu lassen und uns vor Gericht zu bringen.


    Anmerkung: Dieser Vertrieb handelt nicht im Sinne des Künstler oder des Labels


    Wir sind jetzt dabei alles für die Gründung einer haftungsbeschränkten UG in die Wege zu leiten. Es schützt meist nicht vor Vergehen die vor der Gründung entstanden sind, jedoch möchten wir uns generell versuchen abzusichern.


    Habt ihr Tipps wie wir damit umgehen sollten? Eine Urheberrechtsverletzung liegt nicht vor, da diese in Deutschland unveräußerlich §29 ist und wir schriftlich die Erlaubnis des Inhabers nachweisen können.
    Demnach kann man uns nur für einen Verstoß gegen das Vertriebsrecht anzeigen. Am Telefon wurde gedroht uns auf sehr viel Geld zu verklagen.
    Der [lexicon]Anwalt[/lexicon] meint eine außergerichtliche Klärung wäre möglich, dafür wird allerdings unsere postale Adresse benötigt.


    Wir sind derzeit nicht bereit diese herauszugeben. Der [lexicon]Anwalt[/lexicon] sagt, dass wenn wir diese nicht vorzeigen, er zum [lexicon]Amtsgericht[/lexicon] München geht und diese Adresse eben ermitteln lässt, um uns dann die Einladung zum Gericht zu senden.


    Grüße,
    Nick

  • Moin Moin,


    eigentlich stellen Sie zwei Fragen:
    1) Darf der Vertrieb die Verbreitung über Youtube untersagen?
    Ihre Rechtseinschätzung, dass keine Urheberrechtsverletzung vorliegen können, weil nach § 29 UrhG das Urheberrecht nicht veräußerlich ist, ist nicht zutreffend. Vgl. § 29 Abs. 2 UrhG. Was Sie vielleicht gelesen haben, ist dass das Urheberpersönlichkeitsrecht nicht übertragen wird. Das ist aber etwas anderes. Welche Rechte Ihnen übertragen wurden und welche nun geltend gemacht werden müsste ein [lexicon]Anwalt[/lexicon] in Ruhe prüfen.
    2) Hilft eine UG?
    Kaum, weil trotz jüngerer Einschränkung des Geschäftsführerhaftung (zumindest im Wettbewerbsrecht) bei einer mutmaßlichen 1-2 Mann UG eine Kenntnis und Haftung zu bejahen sein wird.


    Ihre Adresse sollte deswegen bereits ermittelbar sein, weil Sie offenkundig Songs monetarizieren.


    Mit freundlichen Grüßen


    Dr. Alexander Wachs
    -Rechtsanwalt-

  • Moin

    Wir haben von einer Anwaltskanzlei eine Copyright Verwarnung erhalten. Das Label von dem wir die Erlaubnis für den Upload haben, hatte allerdings die Vertriebsrechte des Songs and Dance All Day verkauft.


    Hier wird schon die erste Hürde sein, denn inwieweit hattet ihr die Vertriebsrechte, denn selbst, wenn nur eine Kaufempfehlung über eure Webseite / Portal angeboten wird könnte dies bereits als "Vertrieb" gewertet werden.


    Eine Urheberrechtsverletzung liegt nicht vor, da diese in Deutschland unveräußerlich §29 ist und wir schriftlich die Erlaubnis des Inhabers nachweisen können.
    Demnach kann man uns nur für einen Verstoß gegen das Vertriebsrecht anzeigen.


    Soweit richtig, aber eben eine Verletzung der Vertriebsrechte, wirklich?
    Kann ein Richter genau klären.


    Am Telefon wurde gedroht uns auf sehr viel Geld zu verklagen.
    Der [lexicon]Anwalt[/lexicon] meint eine außergerichtliche Klärung wäre möglich, dafür wird allerdings unsere postale Adresse benötigt.


    Telefonische Drohungen - einfach den Hörer auflegen.
    Postadresse soll er klagen, wenn er sie nicht findet.

  • Danke erst einmal für die Rückmeldungen!


    Zu (1:
    Ja, da das Unternehmen die exklusiven weltweiten Vertriebsrechte besitzt. Allerdings ist eine Kaufempfehlung auf Seiten wo der Song von dem Vertrieb angeboten wird, doch nur zu Gunsten des Vertriebes?
    Ein Schaden dadurch kann ich mir nicht vorstellen. (zumindest nicht durch die Anmerkung eines Kauflinks)


    An Alexander Wachs:
    Also kann der Vertrieb ebenso das Urheberrecht besitzen?
    Denn nach §28 ist ein Transfer innerhalb von Dt. doch nur durch Erbfolge möglich? Worin besteht an dieser Stelle der Unterschied?


    Demnach würdest du uns von einer Gründung abraten? Wir haben nicht grob fahrlässig gehandelt. Dies war kein bewusster Verstoß - allerdings schützt Unwissenheit ja nicht vor Strafe.
    Bei einer Geldstrafe könnte man diese also nicht über die UG laufen lassen?


    Das wäre unsere Adresse sowieso, durch die Anmeldung bei YouTube. Auch wenn wir in diesem Fall nicht im Recht sind, was ich auch einsehe - seht Ihr eine Möglichkeit heil rauszukommen?
    Unser Youtube Partner ist dabei dies zu klären, da auch viele andere betroffen sind. Allerdings möchten wir uns darauf nicht verlassen.


    lg. Nick

  • Moin Moin,


    1) Der Vertrieb besitzt ein nach dem UrhG eingeräumtes Recht. Dieses wiederrum wird zumindest Abwehrrechte begründen. Um hier aber wirklich etwas definitives zu sagen, müsste man die Abmahnung lesen und sich das einmal genauer anschauen. Das würde den Rahmen hier aber sprengen.
    2) Eine UG bringt nichts wenn der GF mit seinem Privatvermögen persönlich haftet, was im konkreten Fall denkbar bis wahrscheinlich wäre.
    3) Um mal über den Tellerrand zu schauen, es war für die Musikindustrie jahrelang auch deswegen so schwer etwas wie Itunes aufzubauen, weil die Rechtesituation so komplex war. Das Gleiche gilt für Filme wie auf der Plattform whatchever u.ä.
    4. Ihre Adresse wird - wie ich schrieb wegen der Montearizierung über youtube - ermittelbar sein. In welchem Netwerk sind Sie denn bei youtube? Geben Sie denen mal meine Kontaktdaten, dann können dies sich melden wenn sie wollen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Aleander Wachs
    -Rechtsanwalt-

  • Okay, da DAD wahrscheinlich Geld mit dem Streaming verdienen möchte.
    Alles klar, danke!


    Wir werden uns darüber mal beraten, danke für das Angebot! Wir sind bei Fullscreen über EDM-District in Kanada.


    Wir sind jedes Video durchgegangen und haben alles offline genommen was von DAD ist. Denken Sie es könnte helfen,
    DAD eine Email zu schicken und zu sagen, dass man sich entschuldigt - diese Verletzung nun unterlässt und auch alles dementsprechend entfernt hat? Und, dass man auf Kulanz hofft?


    lg. nick

  • Da geht es doch nur um Peanuts , nenne es mal deliktischer Schadensersatz!
    Inwieweit Das Gesetz umgangen wird, ist die Frage , in der Tat!



    Sollte sich damit eine Klägerin befassen, wird es sogleich zu den Akten gelegt.
    Gut urteilt, wer unterscheidet, das ist dann die Frage?


    Pete

    Mandela Eine Legende Kampf um Recht!

  • Zitat

    1) Der Vertrieb besitzt ein nach dem UrhG eingeräumtes Recht. Dieses wiederrum wird zumindest Abwehrrechte begründen. Um hier aber wirklich etwas definitives zu sagen, müsste man die Abmahnung lesen und sich das einmal genauer anschauen. Das würde den Rahmen hier aber sprengen


    Ob das den Rahmen sprengen würde, scheinbar auf den ersten Blick.
    Die Beweisführung obliegt dem Kläger.
    Leider kann man diese Strategie nicht anwenden -Erzähle mir den Sachverhalt, und ich werde darüber Recht sprechen.


    Peanuts ablegen!

    Mandela Eine Legende Kampf um Recht!

  • Das Problem ist, dass uns gedroht wurde vor Gericht zu bringen. Dabei handelt es sich dann weniger um Kosten durch eine Abmahnung als um Anwaltskosten.
    Würde es um weniger als 1000€ gehen hätten wir keine Probleme!


    Danke für euren Feedback!

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  • Moin Moin,


    Sie wollen mit Youtube Geld verdienen, sich also ein Geschäft aufbauen. Sie brauchen vier Dinge dafür:
    1. Einen [lexicon]Anwalt[/lexicon], der Ihr Geschäft versteht und mit dem Sie sich regelmäßig austauschen
    2. Einen Steuerberater, der Ihr Geschäft versteht und mit dem Sie sich regelmäßig austauschen
    3. viel viel harte Arbeit
    4. Noch mehr harte Arbeit


    Die Kosten für 1+2 schrecken immer ab, aber wenn Sie erst einmal eine einstweilige Verfügung oder eine Unterlassungs Klage im Briefkasten liegen haben, ärgern Sie sich noch viel mehr. Unabhängig von ihrem jetzigen Verfahren sollten Sie Ihr Geschäftsmodell prüfen lassen. Wenn Sie das Geld nicht ausgeben wollen nutzen Sie zumindest die Angebote, wie sie die Handelskammer anbieten.


    Ihr jetziges Geschäftsmodell gründet allein darauf, dass Sie Rechte erwerben und diese auswerten. Sie müssen weder Waren einkaufen noch verarbeiten, dann ist es aber wichtig, dass Sie erst einmal verstehen welche Rechte Sie erwerben wie Sie dagegen verstoßen können usw. Sie machen das derzeit via "learning by doing". Das kann aber eben sehr kostenträchtig werden.


    Nehmen Sie die Abmahnung ernst und nehmen Sie die gesetzten Fristen ernst.


    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Alexander Wachs
    -Rechtsanwalt-

  • Danke, Ihre Hilfe wissen Wir zu schätzen!


    Da kann ich so weit nur zustimmen. Derzeit haben wir allerdings noch keine Abmahnung erhalten.
    Der [lexicon]Anwalt[/lexicon] kennt unsere postale Adresse auch nicht. Am Telefon meinte dieser nur, dass wenn wir es außergerichtlich klären wollen, ihm die Adresse geben sollen.
    Sonst lässt er diese wie erwähnt ermitteln.


    Der Punkt ist, dass wir viele Kontakte haben die eben auch mit dieser Firma zusammenarbeiten und gewillt sind uns zu helfen. Ebenfalls wollen wir abwarten wie unser YouTube Partner
    den Fall einschätzt.


    Der [lexicon]Anwalt[/lexicon] ist eine Woche im Urlaub und wir sollen uns danach melden. Was würden Sie uns in dieser Situation empfehlen? Wäre ein Bluff auch möglich, also dass gar kein Interesse besteht uns vor
    Gericht zu bringen und dies nur ein Einschüchterungsversuch ist?


    lg. Nick

  • Moin Moin,


    hier etwas halbwegs solides zu schreiben, ist wirklich "Diagnose durch die Hose", ich müsste auch raten. Das bringt Ihnen nichts, sie haben offenbar aber noch einige Tage Zeit sich zu entscheiden, wenn ich Ihren Beitrag richtig verstanden habe. Suchen Sie einen [lexicon]Anwalt[/lexicon], der wirklich die Akte kennt. Das wäre weiter meine Empfehlung.



    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Alexander Wachs
    -Rechtsanwalt-

  • Anscheinend bin ich für Deine Ergüsse zu blöd...

    Eine Beitragsmeldung half bisher auch nicht...


    Wir kennen den Song und Hintergrund nicht - Aber das Vorgehen aus Verbrotsrechten heraus (Trak Music-Abmahnung)


    IÜ: Bevor man übehaupt etwas unternimmt gehe man zu dem speziellen "Label" und frage höflich nach, was der Scheiss soll. Trotz erfolgter Rechteübertragung sei eine Take-Down-Notice erfogt.


    Hübsch laienhaft runtergeschludert... mal ein Überblick:


    Beispielsampler - Allgemein
    Verschiedene Urheber eines Werks übertragen Rechte an ein großes Label (Universal) - Label überträgt "exclusive Vertriebsrechte" an ein Dritte (Trak und DAD) - also Nutzungsrechteübertragung - welche Verbotsrechte dem Dritten (Trak und DAD) zustehen wird durch den Umfang seiner Rechte bestimmt.


    Vergibt dann aber (einer) der Urheber, oder wie er schrieb "Label" - Hier im Beispiel also zB Trak an einen Vierten eingeschränkte Nutzungsrechte, kommt es auf dessen Rechtesituation an. Trak dürfte ja für die Aktion (Werbung) ausreichend Nutzungsrechte gesichert haben, so dass DAD weder gegen Trak noch "selected" Verbotsrechte zustehen. Beim reinen Urheber kann das schon ähnlich sein (Exkurs zu Vogt/Tasa)), wenn er einen üblichen Knebelvertrag mit Universal hat, indes aber nicht gegen "selected" wenn dessen Vertrag inhaltlich halbwegs vernünftig ist.


    Zudem dürfte sich das "Werbemodell" um ein "neuartiges Nutzungsrecht" handeln (Bornkamm - [lexicon]BGH[/lexicon]-Framing), für das noch ganz besondere rechtliche Unsicherheit gilt. Hier erwartet man eine Entscheidung des EUGH, die hoffentlich den Gedanken der "neuartigen Nutzungsrechte" aufgreift. Die Unsicherheit gilt aber auch bezüglich der Prüfpflichten, die man hat, wenn man sich Rechte zusichern läßt. Bei gewerblich Handelnden werden die schon sehr hoch angesetzt. ["Wir wussten davon nichts!" = Wertlos. Sowas erfährt man spätestens mit Marktbeobachtung und müsste dann an den Lizenzgeber gehen, um zu erfahren, ob die DAD-Sache Auswirkungen auf die eigene Lizenz hat. Bei tausenden Titeln - unmöglich.]


    -Speziell-
    "Das Label von dem wir die Erlaubnis für den Upload haben, hatte allerdings die Vertriebsrechte des Songs and Dance All Day verkauft."
    Das sagt noch nicht über die Nutzungsrechte von DAD aus. Es ist auch nicht wirklich denkbar, dass der Lizenzgeber seine eigenen Nutzungsrechte vollständig abgibt. Wie soll er dann noch werben und verkaufen?


    Ein nächstes Problem und damit zurück zu "Felice" ist:
    Erstveröffentlichung
    Trak
    DAD
    Aha - Ein Hupfdohlen-Remix jagt den nächsten.
    Hat aber im "selected"-Beispiel DAD nur Vertriebsrechte an zwei speziellen Remixen, kann DAD nur schwer die Vergabe von Nutzungsrechten anderer Remixe von Trak an "selected" bemängeln. Wahrscheinlich gar nicht.


    Das hatten wir schon häufig. Populär: Cascada. 2009 wird aufgrund der gestiegenen Nachfrage über ein eigenes Label von Cascada ein alter Song aus 2006 veröffentlicht. Das Label damals war ein anderes - läßt aber über Schutt Verstöße zu der neuen Version abmahnen. Es gibt kein Urteil - nur grundsätzliche [lexicon]AG[/lexicon]-Meinungen von -richtern, die kein Verbotsrecht erkennen können.


    Abschluss
    Ohne Abmahnung die es nicht gibt, Verträgen, Namen, Songs.... kann da ein Forum gar nichts sagen.


    Die Songs sind weg - also das Ziel der recht lächerlichen Attacke ja erreicht.


    Man hätte aber die Youtube-Geschichte sicherlich schon vor Beginn anwaltlich prüfen lassen sollen und auch einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] laufend und im Auftrittfall eben einschalten sollen. Allerdings gibts da wieder sehr wenige Experten.

  • Danke, das gibt eine gute Einsicht in die Grundlegende Thematik der Sache. Ich bin derzeit Student und wir sind auch nicht wirklich in der Lage uns locker einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] leisten zu können. Daher möchten wir diesen erst einschalten wenn es nötig ist.
    Wir haben mit dem Song welcher Monetarisiert wurde, vielleicht 10-12€ verdient. Über DAD hört man viel Dubioses. Es gab in der Vergangenheit Fälle wie unseren, wo Inhaber gezwungen worden sind Ihren Kanal abzutreten damit DAD diesen dem eigenen Netzwek zuführen konnte. (ansonsten eben hohe Strafen)


    Der [lexicon]Anwalt[/lexicon] schrieb folgendes in einer Mail an uns:
    Meiner Mandantin wurden die weltweiten und exklusiven Vertriebsrechte an dem Titel „Felix Jaehn - Sommer Am Meer“ übertragen.
    Somit verletzen Sie durch die Veröffentlichung des Titels auf Youtube Urheberrechte, Leistungsschutzrechte und Vertriebsrechte.


    Urheberrechtsverletzung? Wir haben eine schriftliche Nachricht vom Urheber, dass jeder Upload von Originalen und Offiziellen Tracks, seinerseits erwünscht ist und er persönlich auch nie dagegen vorgehen wird.
    Vertriebsrechte = Nutzungsrechte? Davon wurde in seiner Mail nichts gesagt.


    Das Label hat den Schwanz eingezogen und versucht sich jetzt aus rechtlichen Angelegenheiten herauszuhalten.
    (reagiert nicht mehr auf unsere Anfragen)


    Hier Zusatz-Info:


    Es handelt sich um den Titel: "Felix Jaehn - Sommer Am Meer"
    Label: Ton Liebt Klang
    Distributor: Dance All Day


    Vom Label eben leider kein Vertrag, aber eine spezifische Antwort und das "OK" von Ihrer offiziellen Adresse, was nicht, nichts wiegen sollte. Vertrauen ist gut, Vorsicht ist besser.
    Nun nur noch schriftliche Verträge, Ich hoffe wir kommen da heil raus.


    lg. Nick

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  • Ganz kurz in der Arbeitspause....


    Es sind keine "Urheberrechte" verletzt, sondern falls überhaupt Leistungsschutzrechte. Die Behauptung "Meiner Mandantin wurden die weltweiten und exklusiven Vertriebsrechte an dem Titel „Felix Jaehn - Sommer Am Meer“ übertragen." ist jedenfalls nicht richtig, da der Vorläufer/Erstveröffentlichung mit identischen Titeln uA schon zum 2013-08-06 von zB beatport "verwertet" wird und das bis heute auch so ist. Eine offensichtliche Sonderedition zum 2014-03-03 wird dagegen von DAD vertrieben. Das bezieht sich aber nun "wohl" nur auf eine Venyledition. Verwertungsrechte für das Internet kann ich nicht entdecken.


    Falls DAD keine Nutzungsrechte für den Bereich Internet/Digital inne hält, kann es auch keine Verbotsrechte für Internet/Digital geltend machen. (Meine Meinung - Gericht - Pferd/Apotheke/Kotzen)


    Ob dem Urheber allerdings noch zusteht, gesonderte Nutzungsrechte selbst zu vergeben, halte ich für fraglich.
    Da keine Nutzungsrechte vom Label vertraglich abgetreten worden sind (und die sich nicht mit denen anlegen wollen) steht man allerdings immer schlecht da - egal ob nun DAD "verbieten" kann oder nicht.


    Das ist jetzt aber eine unverbindliche 10-Minuten-Geschichte. Falls nichts anderes recherchiert werden kann, kann aber sicher in den nächsten Tagen mal ein RA (wie Dr. Wachs, uA) etwas zu der Thematik beisteuern.

  • Lieber Waldibriefreund!


    Zitat

    Anscheinend bin ich für Deine Ergüsse zu blöd...


    Lieferen Sie mir die Tatsachen, dann werde ich dir das Recht geben. (vgl. §§ 130, 253 ZPO)


    Und ich gebe Ihnen Recht!

    Mandela Eine Legende Kampf um Recht!

  • Lieber Waldibriefreund,


    Und wenn ich mir in allen Ehren erlaube Ihre" Kausalität " in Betracht zu Ziehen!
    Gleicht einer Mathematischen Formel.... 0 mal 0 Ergebnis 0 .
    Dazu mal nebenbei !
    Auch" Niemand kann mehr Recht übertragen als er selbst innehat"


    Hochachtungsvoll Pete

    Mandela Eine Legende Kampf um Recht!

  • Shual :


    Kann ich fragen worüber die Recherche gelaufen ist? Vielleicht haben wir dann eine Chance selber genau an der Stelle nachzuforschen.
    Auf Beatport ist TlK als Label angegeben, das heißt aber nicht, dass DAD nicht den Vertrieb und die online Verwaltung übernommen hat.


    lg. Nick

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