dieselbe Angelegenheit - Teil 2

  • Hallo!


    ...am besten wäre es, wenn Du vortanzen würdest, so könne ich sehen, ob Du sie wenigstens ansatzweise verstanden hast.


    Es ist mir ein Rätsel, wie Du auf so etwas kommst....

    ....zumal der auch noch erklären müßte, wie er die Leute zum unterzeichnen der Orginal-UE bringen möchte.


    Hast Du das Urteil überhaupt gelesen...vom Verstehen, können wir ja später reden...

    Zitat

    Mit einem weiteren Schreiben ihrer Prozessbevollmächtigten vom 7. A.ugust 2008 ließ die Klägerin auch die Beklagte zur Abgabe einer entsprechenden Erklärung auffordern. Die S. [lexicon]AG[/lexicon] gab mit Schreiben vom 11. August 2008 - zugleich für die Beklagte und den Redakteur K. - die geforderte Unterlassungserklärung ab. Diese Unterlassungserklärung nahm die Klägerin auch gegenüber der Beklagten an und verlangte von dieser die Erstattung außergerichtlicher Rechtsanwaltskosten für die Geltendmachung des Unterlassungsanspruchs in Höhe von 1. 023, 16 € bei einem Gegenstandswert von 20. 000 €.


    (nachträgliche Hervorhebung....)
    Wo steht denn hier etwas von einer "Original-UE" (womöglich noch - wie bei den massenhaften Abmahnungen im illegalen Filesharing - gleich mit Anerkenntnis der zu zahlenden Summe..).
    Wenn Du schon Geschichten erfinden muss, so erwähne doch wenigstens das eigentliche Problem, dass ein zu Recht Abgemahnter hat, wenn er zahlen will, jedoch nur den korrekten Anteil...die [lexicon]modUe[/lexicon] kann weiterhin, so wie bisher eingesetzt werden. Sie ändert nichts. Das eigentliche Problem wäre nur, den richtigen Anteil zu errechnen, da idR ja nicht die zusammenfassenden Gegenstandswerte dem Abgemahnten bekannt sind...hierin und n u r hierin liegt das Problem.
    (...das mit den verschieden Prüfungsaufgaben des beauftragten RA, hast Du wohl überlesen...)
    Und ebenso die Passage, dass es nicht darauf ankommt ob schon Gelder geflossen sind...

    Zitat

    ...Voraussetzung für einen Erstattungsanspruch im geltend gemachten Umfang ist grundsätzlich, dass der Geschädigte im Innenverhältnis zur Zahlung der in Rechnung
    gestellten Kosten verpflichtet ist...


    Was soll in diesem Zusammenhang die Behauptung...

    Zitat

    Nichtzahlern - zahlt auch der Auftraggeber nichts. (Behauptung)


    Soll´s nun doch wieder um ein Erfolgshonorar gehen oder um Gebührentatbestände lauf RVG...sonst muss man auf die Gedanken von RA Schultz dazu zurückgreifen...
    Eine Voraussetzung...die von fast allen zu hören ist....es wird streng nach RVG abgerechnet....selbst nach der Dr. K-Fax-Sache hat niemand zugegeben, dass es intern ein allgemeines Erfolgshonorar gibt....wieso sollte also ein, mit massenhaften Abmahnungen beauftragter, RA plötzlich zugeben intern wird eine Pauschal nur bei Erfolg abgerechnet, jedoch vom jedem Abgemahnten wird ein Ersatz für eine Einzelfallabmahnung eingefordert....

    Für mich ist es immer wieder ein Rätsel, wie jemand, der von sich behauptet Erwachsen zu sein, so einen Murks, von sich geben kann...

    Zitat

    Hier krepiert damit auch die fehlerhafte Ansicht...


    Erst werden absurde Behauptungen fabuliert und anschließend wird der "eigene Mist" ad absurdum geführt...
    Also für Dich zum Mittanzen...es geht weder (nur) um Sofortzahler noch um die Original-UE. Warum sollte es auch. Wenn ein RA den Auftrag erhält, eine Unterlassungsaufforderung geltend zu machen, so ist doch nicht einzusehen, warum der Auftraggeber darauf besteht, dass der RA die eingehende Erklärung nicht überprüfen sollte...nur die Original-UE, ansonsten ist es ein neuer Auftrag (gehört nicht mehr zu der gebührenrechtlichen Angelegenheit...) und wird neu berechnet.... Du hast ja auch schon behauptet, es würde sich um massenhafte Einzelaufträge handeln...warum sollte man also nicht weiter stückeln, um mehr Einnahmen zu generieren...mich würde nur noch interessieren, ob Du damit eine Intelligenzstufe erreicht hast, bei der die Schmerzen unerträglich werden und ständig mit beruhigenden Mitteln abgetötet werden müssen....


    Also so kurz wie es geht....es geht um eine gebührenrechtlichen Angelegenheit. Der beauftrage RA soll z.B. 10 Abmahnungen geltend machen. Gegenstandswert 1000 mit Faktor 1,3. ...alle Voraussetzungen für dieselbe Angelegenheit laut RVG liegen vor....
    Der RA erstellt einfach zehn Einzelfallabmahnungen.
    Die zehn unabhängigen Rechtspersönlichkeiten finden heraus, dass sie Bestandteil einer "massenhaften Abmahnung " - von zehn fast wortgleichen, gleichlautende Verletzungshandlung usw...
    Sie geben jeweils eine [lexicon]modUe[/lexicon] ab und da alle der Meinung sind, dass die Abmahnung berechtigt ist, zahlen sie jeweils 1/10 von 10 000 mit Faktor 1,3 plus 2 Euro ....
    Alles ohne eine Original-UE und der Zahlung der überhöhten RA-Gebühren....
    Jetzt kannst auch Du sofort sehen woran es hakt... nur der beauftragte RA kennt die genaue Anzahl der Abmahnungen die in den gebührenrechtlichen/denselben Angelegenheiten versandt wurden.
    Wenn Du also etwas mit Sofortzahlern kreieren willst, dann ist die Anzahl, das eigentliche Problem...aber keinesfalls eine Original-UE.


    mfg
    ouf

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  • Es gibt noch eine ganz andere Art und Weise, wie man die Absurdität dieser immer derselben Angelegenheit beweisen kann.


    Wie wir wissen wird in Abmahnerkreisen der Auftrag hübsch ordentlich getrennt.
    1. Erst mal Adressen generieren - Auftrag - Auskunft
    2. Dann abmahnen - Auftrag - Abmahnen


    "Früher" überwachte man aufgrund der OLG-Köln-Rechtsprechung "gewerbliches Ausmaß" 6 Monate. Heute "darf" man nach [lexicon]BGH[/lexicon]-Urteil immer und überall.


    Der Künstler X darf also die Überwachung des Liedes Z. bezüglich Rechtsverletzung vom 01.01.2014 bis 01.01.ewig überwachen. Sagen wir - 10 Jahre hat er Bock drauf.


    Eine Abmahnung nach Erhalt der personenbezogenen Daten ist sofort möglich. Allerdings sind ja alle Vorgänge immer die gleiche Angelegenheit und immer ein Auftrag.


    10 Jahre später kann der Abmahner also abrechnen. Es wurde 15000 Leute abgemahnt und der Abmahner darf dann jedem der 15000 Leute die Schlussrechung von jeweils 0,00826€ schicken.


    Da nun allerdings dieser Betrag weder in € überwiesen werden kann, noch per Post geschickt werden kann, muss der Gesetzgeber das Urheberrecht reformieren.

    § 97a UrhG, Abs. 3, Ziffer 3
    . - zum 01.01.2011 rückwirkend und sofort in Kraft zu treten!


    "Da nun die die "ouf"-Theorie im Urheberrecht gilt, hat der Abgemahnte sofort nach Erhalt der Abmahnung sich 1 pakistanische Rupie bei der neu gegründeden Anstalt für Rupien-Ausgabe an urheberrechtlich Abgemahnte, für die der § 97a UrhG, Anbs. 3 gilt zu besorgen, damit er dereinst auch Beträge unter 0,01€ der anwaltlichen Schlussrechung per Post bezahlen kann. [lexicon]Verjährung[/lexicon] und andere Kleinigkeiten gelten nicht!"

  • Hallo!


    ....warum willst Du auf einmal, Deine eigenen Beiträge melden?
    Naja, jeder wie er will........


    Natürlich - Zwei Schädiger, die gemeinsam eine UE auf ein separates Abmahnschreiben abgaben.


    Mitnichten, ... es handelt sich um drei unabhängig voneinander agierende Rechtspersönlichkeiten (2 juristische eine natürliche....wobei der Redakteur natürlich eine wirtschaftliche Verflechtung aufweist...jedoch eigenverantwortlich handelte).
    Zwar gab die A.[lexicon]AG[/lexicon] zugleich - jedoch für jeden einzelnen Abgemahnten jeweils eine - somit drei - UE´s für -jeden Betroffenen eine- ab. Sonst würde der Satz "Diese Unterlassungserklärung nahm die Klägerin mit Anwaltsschreiben vom 11. August 2008 gegenüber der Beklagten an ..."[...] .
    So wie´s aussieht wurden mit einem Begleitschreiben drei UE´s - für jede Rechtspersönlichkeit eine - abgegeben, die anscheinend jedem mutmaßlichen Schädiger gegenüber - einzeln - angenommen wurde.

    Zitat

    Mit Schreiben ihrer Prozessbevollmächtigten vom 7. August 2008 ließ die Klägerin die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungsverpflichtungserklärung von der Beklagten (Anlage K 2) verlangen. Zuvor hatte sie mit Anwaltsschreiben vom 6. August 2008 von der A. [lexicon]AG[/lexicon] (Anlage K 11) und dem verantwortlichen Redakteur (vgl. Anlage B 2) die Abgabe strafbewehrter Unterlassungsverpflichtungserklärungen begehrt. Die A. [lexicon]AG[/lexicon] gab mit Schreiben vom 11. August 2008 zugleich für die Beklagte und den Redakteur K. die geforderte Unterlassungserklärung ab, in der sie sich gegenüber der Klägerin verpflichtete, bei Meidung einer für den Fall der schuldhaften Zuwiderhandlung zu zahlenden Vertragsstrafe, u. a. die wörtliche oder sinngemäße Äußerung „J.-Villa für 1,6 Mio verkauft“, künftig zu unterlassen (Anlage K 3). Diese Unterlassungserklärung nahm die Klägerin mit Anwaltsschreiben vom 11. August 2008 gegenüber der Beklagten an und verlangte zugleich die Erstattung von außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten für die Geltendmachung des Unterlassungsanspruchs in Höhe von 1.023,16 EUR bei einem Gegenstandswert von 20.000,00 EUR bis zum 25. August 2008 (Anlage K 4). Zugleich verlangte sie mit weiteren Schreiben die Erstattung von außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten für die jeweilige Geltendmachung des Unterlassungsanspruchs von der A. [lexicon]AG[/lexicon] in Höhe von 1.419,19 EUR bei einem Gegenstandswert von 40.000,00 EUR und von dem Redakteur K. in Höhe von 1.196,43 EUR bei einem Gegenstandswert von 30.000,00 EUR.


    http://openjur.de/u/282100.html
    Das eine Rechtspersönlichkeit für andere nur eine UE im eigenen Namen abgibt, macht keinen Sinn...somit könnten bei einem gemeinschaftlichen Anschluss (um auf FS-Abmahnungen zurückzukommen) auch beide [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] aufgefordert werden eine UE abzugeben...und selbst hier könnte der eine nicht für den anderen eine verbindliche UE abgeben...
    Deshalb macht es nur Sinn, wenn wir hier von drei Abmahnungen an drei -voneinander unabhängig agierende - Rechtspersönlichkeiten, wobei es einmal die Beklagte und einen Verlag und Redakteur gibt...

    Zitat

    Das Berufungsgericht ist der Auffassung, bei dem Abmahnschreiben gegenüber der Beklagten einerseits und den (hier nicht im Streit befindlichen) Abmahnschreiben gegenüber der S. [lexicon]AG[/lexicon] und dem verantwortlichen Redakteur K. andererseits handele es sich nicht um dieselbe Angelegenheit


    Lange Rede, kurzer Sinn....drei Abmahnschreiben...drei UE


    Shual ...

    Zitat

    Wir reden ([lexicon]ModUE[/lexicon]) von Personen, die getrennt voneinander unterschiedliche modUEs auf separate Abmahnschreiben abgeben.


    Urteil 127/10


    (mit nachträglicher Hervorhebung)



    Shual

    Zitat

    Wie wir wissen wird in Abmahnerkreisen der Auftrag hübsch ordentlich getrennt.
    1. Erst mal Adressen generieren - Auftrag - Auskunft
    2. Dann abmahnen - Auftrag - Abmahnen


    ...es soll sogar vorkommen, dass verschieden RA die Adressenermittlung vornehmen und ein anderer RA die massenhaften Abmahnungen versendet...was sollte das damit zu tun haben, dass die Erstellung und Versendung von massenhaften Serienbriefen immer noch eine gebührenrechtliche Angelegenheit/dieselbe Angl. ist. Nun werden nur noch die Aufwendungen Ermittlung und Auskunft extra erfasst.
    Wenn man sich die "neueren" (nach der "Abzocker-Änderung") Abmahnungen anschaut, muss nun -bzw. sollte nun, feinsäuberlich, alles nach Aufwendung und Schaden getrennt werden....einige geben sogar an, wie hoch der Anteil an den Auskunftskosten ist...(somit hätten auch diejenigen, die nur einen Anteil an der RA-Gebühren tragen wollen, einen Anhaltspunkt, wie viele Abmahnungen aus diesem Auskunftsbeschluss hervorgegangen sind....warum sollte der "zweite RA" einige ermittelte Adressen auslassen...s.a. Streaming-Abmahnungen).
    Also eine Trennung - ob anderer RA oder (nur) ein zweiter Auftrag....obwohl der [lexicon]BGH[/lexicon] eine gebührenrechtliche Angelegenheit sehr weit gefasst hat....wie man am Urteil u.a. 127/10 sehen kann, auch Erweiterungen...im RVG § 15 steht sogar ein Rahmen von zwei Jahren...

    Zitat

    (5) Wird der Rechtsanwalt, nachdem er in einer Angelegenheit tätig geworden ist, beauftragt, in derselben Angelegenheit weiter tätig zu werden, erhält er nicht mehr an Gebühren, als er erhalten würde, wenn er von vornherein hiermit beauftragt worden wäre. Ist der frühere Auftrag seit mehr als zwei Kalenderjahren erledigt, gilt die weitere Tätigkeit als neue Angelegenheit


    Shual

    Zitat

    10 Jahre später kann der Abmahner also abrechnen.


    (den Rest der hingefaselten .... erspare ich mir einmal zu zitieren...)
    Allein aufgrund solcher "Annahmen" ist zu sehen, dass Du von etwas fabulierst, das Du im Ansatz noch nicht einmal verstanden hast....
    aber das Prinzip hast Du wenigstens erkannt....mit der zurzeit geltenden Gesetzeslage ist es einem mit massenhaften Abmahnungen beauftragten RA nicht möglich, die tatsächlichen Aufwendungen für die anteiligen RA-Gebühren je Abmahnung derselben Angelegenheit zeitnah zum Abmahndatum zu berechnen. (...dieses "Problem" ist dem Rechtsausschuss schon seit mehr als drei Jahre bekannt...bisher leider keine Reaktion..).


    Die Frage ist nur, warum die RA unter Benutzung recht seltsamer Abrechnungsgewohnheiten und unter Missachtung der geltenden Gesetze, zusammen mit der Unterlassungsaufforderung erforderliche Aufwendungen für RA-Gebühren verlangen, obwohl sie noch nicht einmal absehen können, ob sie weiterhin in dieser gebührenrechtlichen/derselben Angelegenheit tätig sein werden.
    Wobei - darum geht es ja eigentlich hier - nicht der nachfolgende Zeitraum von zwei Jahren so wichtig ist, sondern die Anzahl der z.B. nach einen Auskunftsbeschluss geltend gemachte Unterlassungsansprüche....was noch kommen kann weiß der mit den massenhaften Abmahnung beauftragte RA nicht, jedoch die Anzahl, die er gegenwärtig herausgeschickt hat, ohne sich gesondert mit jedem Einzelfall beschäftigt zu haben, ist ihm sehr wohl bekannt.
    Und trotzdem fordert er von allen Abgemahnten fiktive - erforderliche - Aufwendungen für die RA-Gebühren aus dem Innenverhältnis für eine Tätigkeit, die er gar nicht durchgeführt hat, ein.

  • ...Nachtrag (..war leider etwas zu lang...)


    Für diejenigen, die meinen Ausführungen an anderer Stelle bisher nicht gefolgt sind...


    (mit nachträglicher Hervorhebung..)
    Deshalb
    rede ich auch nur von Fällen mit Gebührentatbeständen...keine
    Erfolgs-oder sonstige Gebührenvereinbarungen... und zu beachten wäre
    nicht nur der Versuch, sondern auch, wenn er die Forderungen nur
    "erhebt"...


    Da Du anscheinend den § 22 RVG nicht gelesen/verstanden hast....
    ("Noch Fragen?")
    Also...wenn
    ein Verletzter einen RA beauftragt 100 Abmahnungen (alle
    Voraussetzungen derselben Angelegenheit sind erfüllt...) geltend zu
    machen, so sieht die Rechnung nach geltender Gesetzeslage so aus...(Gegenstandswert 1000, Faktor 1,3....)


    100 x 1000 = 100 000 davon mit Faktor 1,3... = 1. 503,00 Euro + 20 Euro Postpauschale


    somit
    muss jeder Abgemahnte 15,23 Euro für seine Abmahnung erforderliche
    Aufwendungen für RA-Gebühren aus dem Innenverhältnis tragen....


    ...aus dem "Machwerk"...

    Zitat

    Tatsächlich sehen aber Abmahnungen zB so aus:
    124,00€ RA-Kosten
    55,00€ Schadensersatz (Ermittlung/Beauskunftung)
    400,00€ Schadensersatz
    Gesamt: 579,00€ hieraus zB Vergleichsangebot 400,00€.


    Obwohl
    Ermittlung/Beauskunftung kein Schadenersatz - weder im eigentlichen
    noch laut UrhG - ist, sondern es sich um Aufwendungen handelt, wären -
    ebenfalls - wie an diesem "pauschalen Schadenersatz"- sicherlich in der
    Zukunft, noch einige Korrekturen zu tatsächlichen Aufwendungen und
    einem Schadenersatz, der nicht Strafe und Abschreckung beinhaltet...möglich.
    Aber so, nehmen wir es einmal als Beispiel an und hätten somit eine Abrechnung von


    Ersatz von anteiligen Aufwendungen für RA-Gebühren 15, 23 Euro
    Aufwendungen für Ermittlung und Beauskunftung 55,-- Euro
    pauschaler Schadenersatz 400,-- Euro


    somit 470,23 Euro


    ...so
    jetzt kann sich ja jeder (nach eigentlich... fast jeder) ausrechnen,
    wie sich die Werte bei 1000, 10 000 oder noch mehr Abmahnungen in
    derselben Angelegenheit verändern würden..
    (es ist lediglich noch auf
    § 22 Abs. 2 RVG zu achten, wenn die Gesamtsumme der Gegenstandswerte
    über 30 000 000,-- Euro ansteigt..."Deckelung".)


    und bei diesen
    100 Abmahnung beträgt die Gebührenüberhebung - für eine gesonderte
    Einzelfallbearbeitung, die idR nicht durchgeführt wird, - 124,-- -
    15,23 = 108.77 je Abmahnung bzw. 10 877,-- Euro insgesamt...bei
    größeren Anzahlen und Gegenstandswerte, lohnt es sich erst recht....
    selbst wenn es ins Strafrecht geht...


    mfg
    ouf

  • ...oh .....noch ein Nachtrag /Berichtigung
    versehentlich Faktor 1,0 anstatt 1,3...sind somit doch 1973,90 Euro für die 100-Abmahnungen


    also 19,74 Euro...naja.... immerhin mehr als 4 Euro ...und die Gebührenüberhebung sind hallt nur noch knappe 10 000 Euro


    Ein kleiner Fehler...aber das Prinzip wird auch so erkennbar...


    mfg
    ouf

  • Hallo!


    Es wird als noch teurer....


    Was wird an dem Ersatz der Aufwendungen (RA-Gebühren aus dem Innenverhältnis) teurer, wenn anstatt 124,-- Euro, nur 15,23 (Faktor 1,0) bzw. 19,74 Euro (1,3) anteilig je Abmahnung zu zahlen ist.... und bei mir sind 19,74 Euro halt weniger, als 124,-- Euro...so sollte es auch bei Dir sein....
    und somit ist die Gesamtforderung der Abmahnung auch um rd. 100 Euro geringer....
    (...wenn der Vergleichsvorschlag nur einen fiktiven Schadenersatz umfasst, so kann man diesen Wert in der Gesamtrechnung natürlich nie - auch mit einer höheren Anzahl von Abmahnungen, erreichen...)


    Es ist eine [lexicon]modUe[/lexicon] je Gegenstand ....und es ist immer noch dieselbe Angelegenheit...s.o.
    "bzw. mehrere getrennte Prüfungsaufgaben zu erfüllen hat. Denn unter einer Angelegenheit im gebührenrechtlichen Sinne ist das gesamte Geschäft zu verstehen, das der Rechtsanwalt für den Auftraggeber besorgen soll."[...]
    (...bei 100 Abmahnungen, wären eben 100 [lexicon]modUe[/lexicon]´s zu prüfen, ob sie anzunehmen sind...).
    Für was sollte der beauftragte RA denn sonst 1.973,90 Euro für diese hundert Serienbriefe-Versand erhalten, keine gesonderte Einzelfallbearbeitung (...dafür gebe es ja auch 124 x 100 = 12 400 Euro) ...nur für die Prüfungsaufgabe "[lexicon]modUe[/lexicon]", müssen halt 19,74 Euro/Abmahnung reichen...das seine Bürosoftware gut arbeitet, muss nicht extra mit knapp 10 000 Euro honoriert werden...


    Was soll das nun wieder ...

    Zitat

    PPS: Ein Auftrag - Nicht viele Aufträge....


    Bei derselben Angelegenheit ist es doch (innerhalb der zwei Jahre) völlig egal, ob nun ein, zehn oder hundert Erweiterungen (Aufträge in derselben Angelegenheit) erfolgen....


    Wie will man denn einen "Auftrag" begründen, der nur erfolgt, um höhere RA-Gebühren zu generieren?
    Solche Aufwendungen sind doch aus der Sicht des Abgemahnten nicht erforderlich und schon gar nicht notwendig...


    mfg
    ouf

  • Wie bereits sehr deutlich gemacht, kommt es darauf nicht an, da der Pauschalabgeltungsbetrag extrem häufig (Ausnahme zB Waldorf) unterhalb des richtigen und des falschen (ouf) Ansatzes steht.


    Es spielt keine Rolle, ob ich 480,00€ - 450,00€ zahlen muss, wenn ich 400,00€ bezahle.


    Bei erfolgreichem Nichtbezahlen - dto.


    Bei nicht erfolgreichem Nichtbezahlen (Klage) - Einzelfallbearbeitung


    Wie gesagt: Schön interessant, wie alle Rechtsfragen - aber in der Realität ($$$) bedeutungslos.

  • Hallo!


    Bei nicht erfolgreichem Nichtbezahlen (Klage) - Einzelfallbearbeitung


    Wenn es zum streitigen Verfahren kommt, hat es nichts mit einer Einzelfallbearbeitung bei der Erstellung und Geltendmachung einer Unterlassungsaufforderung zu tun (Unterlassungsstreit mit Annahme der [lexicon]modUe[/lexicon] beendet...). Fällt also nicht unter die außergerichtlichen RA-Gebühren für eine Abmahnung.


    Auch ist dieselbe Angelegenheit sicherlich nicht für alle geeignet, die möglichst schnell und kostengünstig an einer berechtigten Abmahnung "vorbeischliddern" wollen.
    Lediglich für solche mit etwas Rechtsempfinden, die sich gegen (mMn) illegale Machenschaften wehren wollen. Obwohl die Gefahr besteht, wenn wie im Beispiel ein fiktiver Schadenersatz - bei gleichzeitigem Pauschalangebot von 400 Euro - und vor Gericht kann nicht der tatsächliche Schadenersatz mit einem geringeren Wert erreicht werden, so ist für einige Personen sicherlich ein "sofortiger" Vergleich nerven-und kostensparender...
    Jedoch wenn man die Strategie [lexicon]modUe[/lexicon] und nicht zahlen gewählt hat, keine weiteren Kontakt mit den Abmahnern gepflegt hat, kann nach Erhalt einer Klagebegründung o.w. auf dieselbe Angelegenheit hinweisen.
    Und wenn der Beweis erbracht werden kann, dass keine gesonderte Einzelfallbearbeitung durchgeführt wurde, jedoch erforderliche Aufwendungen für eine solche Tätigkeit über die RA-Gebühren aus dem Innenverhältnis erhoben werden, so wäre noch auf den Verdacht einer Gebührenüberhebung hinzuweisen...
    Es handelt sich nicht nur um eine "schön interessante Rechtsfrage", sondern auch in der $$$-Realität ist sie bedeutungsvoll...denn die Gebührenüberhebung ist kein Bagatelldelikt!
    Am Ansatz, der konform mit dem geltenden Recht und Gesetz ist, gibt es nichts zu mäkeln. Lediglich ist das Pochen auf dieselbe Angelegenheit nicht für alle Betroffen der schnellste und kostengünstigste Weg - insbesondere wenn "Lockangebote" genauso hoch sind wie der fiktive Schadenersatz - der leider immer noch von einigen Gerichten "durchgewunken" wird....und selbst der Versuch einer Gebührenüberhebung ein Zivilverfahren nicht kostengünstiger macht....
    Nichtsdestotrotz sagen solche Kostenüberlegungen nichts über die grundsätzliche Anwendbarkeit derselben Angelegenheit bei den massenhaften Abmahnungen aus und schon gar nichts darüber, dass die Abrechnungsgewohnheiten der massenhaft Abmahnenden nicht mit dem geltenden Recht und Gesetz zu vereinbaren ist.
    Es sind lediglich die Fälle zu finden, bei denen es von Vorteil ist auf dieselbe Angelegenheit (und Gebührenüberhebung) hinzuweisen bzw. keine zusätzlichen Kosten entstehen. Jedoch muss jeder Betroffene, der auf sein Recht pochen will, damit rechnen, dass die Kosten insgesamt über dem erstmaligen "Lockangebot" liegen können...aber es soll ja auch Betroffene geben, deren Rechtsempfinden gut ausgeprägt ist und die auch auf die Einhaltung vom geltenden Recht und Gesetz achten....und um auf eine Gebührenüberhebung hinzuweisen, bedarf es ja überhaupt kein ziviles Verfahren. Da würde es ja schon reichen, wenn die Betroffenen eine einfach Anzeige erstatten...z.b. Streaming-Abmahnungen würden gute Voraussetzungen bieten..


    mfg
    ouf

  • Lediglich für solche mit etwas Rechtsempfinden, die sich gegen (mMn) illegale Machenschaften wehren wollen.

    Man hat Dir schon erklärt, dass mit *moralinsauren* (und unverschämten) Lügen nichts zu erben ist.


    vgl.: [lexicon]AG[/lexicon] Hamburg,Urteil vom 21.08.2014 - 35a 127/13; [lexicon]AG[/lexicon] Charlottenburg, Urteil vom 12.08.2014 - 224 C 175/14; [lexicon]AG[/lexicon] Frankenthal, Urteil vom 14.07.2014 - 3b C 145/14; [lexicon]AG[/lexicon] München, Urteil vom 15.07.2014 – 158 C 19376/13 (etc...)


    Das sind jetzt "wir". Freut uns so - jahrelange Arbeit zahlt sich aus. Wir müssen gar nicht dabei sein. Wir sind die Gewinner.


    So findet jeder seinen Weg.


    Lediglich für solche mit etwas Rechtsempfinden, die sich gegen (mMn) illegale Machenschaften wehren wollen.

    Ja- wir haben auch schon Verfassungsbeschwerden einlegen lassen.


    Und sind noch dabei :fie:


    Was wolltest Du nochmal genau von uns?

  • Hallo!


    .....stimmt irgendetwas mit der Forensoftware nicht oder wurde der Thread geschlossen, der noch unter off-Topic liegt..


    mfg
    ouf


    ...anscheinend..
    also wieder hier.. kann ja dorthin verschoben werden...


    Hallo!

    Was
    wolltest Du nochmal genau von uns?


    Im Grunde das, was ich schon seit mehr als fünf Jahren "predige" ...wenn man etwas gegen "massenhafte Abmahnungen" beschicken will, muss man auch massenhaft dagegen vorgehen...damit sollen nicht die Teilerfolge bei der Täter/Störerhaftung und beim "fiktiven" Schadenersatz geschmälert
    werden, aber schon vor mehreren Jahren habe ich versucht gegen das Abmahnunwesen - gegen die mMn (nun mit der Bestätigung [lexicon]BGH[/lexicon]/BMJV u.a.)
    illegalen Abrechnungsgewohnheiten vorzugehen....der Versuch die Betroffenen "wachzurütteln" bzw. geschwärzte Unterlagen zu erhalten, um
    selbst tätig zu werden, wurde massiv gestört....und um vom "uns"
    wegzukommen, von Dir u.a. total blockiert...
    Ausgangspunkt für diese
    kleine Diskussion war nun, die Frage, warum Du so vehement gegen die
    Anwendung des § 22 RVG bei den massenhaften Abmahnungen derselben
    Angelegenheit "wetterst", boykottierst, blockierst....obwohl mehrere
    Quellen geradezu auf eine Anwendung hinweisen.
    (...obwohl Du sogar
    soweit gehen wolltest, Deine eigenen Beiträge zu melden...fällst Du
    schon wieder in die alten Gewohnheiten zurück..."Man hat Dir schon
    erklärt, dass mit *moralinsauren* (und unverschämten) Lügen
    nichts zu erben ist."[...] Und man hat schon mehrmals darauf
    hingewiesen, dass hier keine "Lügen" verbreitet werden, lediglich Fragen
    zu Deiner Blockadehaltung - die jederzeit anhand von Beispielen belegt
    werden kann - gestellt, um den Grund dafür zu erfahren...es wurde auch
    geklärt, das Meinungen/Vermutungen die in Form einer Frage gestellt
    werden, keine Tatsachenbehauptung darstellen...und schon gar nicht eine
    Lüge darstellen...Vermutungen zu der Blockadehaltung zu äußern, sind durchaus legitim, da aus meiner Sicht nur zwei Gründe infrage kommen/kamen...).


    Also um es zu schematisieren
    Es
    gibt meiner Ansicht nach, zwei Wege, um gegen den "Abmahnwahn"
    vorzugehen...einmal anhand von ausgesuchten Fällen, an denen
    grundsätzliche Frage geklärt werden, die hoffentlich auch
    allgemeingültige Anwendung finden...und


    das Abmahnunwesen, als
    solches zu bekämpfen...und dabei insbesondere die "seltsamen
    Abrechnungsgewohnheiten". Wobei letztlich die hierbei gewonnen
    Erkenntnisse in weiterführende - allgemein anwendbare - Strategien
    umgesetzt werden müssen und auch um in bestimmten Rechtsfragen Klarheit
    zu erlangen, diese in besonderen Einzelfällen vor Gericht bringen...(vor
    Jahren erhielt ich von einer RAK, zu der Frage der "seltsamen
    Abrechnungsgewohnheiten", einiger mit massenhaften Abmahnungen
    beauftragter RA, die Antwort...ob dieselbe Angelegenheit vorliegen würde
    sei eine "offene Rechtsfrage", die in jedem Einzelfall gerichtlich
    geklärt werden müsse...(war wohl so Ende 2009/Anfang 2010...)


    Wie Du sofort sehen kannst, hat sich Deine Blockade
    gravierend auf eine zeitnahe Klärung der offenen Rechtsfrage...auch
    nachdem der [lexicon]BGH[/lexicon] sich mehrmals damit beschäftigt hat und einige RA dazu
    einige positive Kommentare geschrieben hatten....ausgewirkt.


    Teil
    der weiteren Diskussion war es....nachdem Du widersprüchliche
    Äußerungen zu... "die Abklärung dieser Frage wird bearbeitet.." gemacht
    hast, nachzufragen was genau nun abgeklärt wird und ob die richtigen
    Voraussetzung für die Anwendung von § 22 RVG in den entsprechenden
    Fällen. Die Frage wurde von @Orchid ebenfalls gestellt. Bisher keine Antwort.


    Was ich will....
    Zunächst
    das Du die Blockadehaltung gegen die Anwendung von § 22 RVG aufgibst,
    sofern Du nicht vernünftige Gründe dafür anführen kannst.
    Das das
    Forum sich endlich der zweiten "Aufgabe" bewusst wird und das gemeinsame
    Strategien entwickelt werden ....massenhaft ...gegen das Abmahnunwesen
    vorzugehen....und wenn es nicht so weit geht...wenigstens die Bemühungen
    anderer nicht ständig zu torpedieren...wenn illegale Machenschaften angeprangert werden...


    Noch eine Anmerkung, die eigentlich schon Gestern abgeschickt werden sollte...enthält auch Hinweise was ich will....


    aber
    in der Realität ($$$) bedeutungslos.


    Hierzu hätte ich noch ein paar Anmerkungen, zu machen.
    Wenn
    jemand "jahrelang" die Strategie "[lexicon]modUe[/lexicon] und nix" verfolgt hat, so ist
    es fast ein Muss, die weiterführenden Strategie derselben Angelegenheit
    anzuwenden, falls eine Klagebegründung kommen sollte...alles andere
    macht doch überhaupt keinen Sinn...


    Und weiterhin...auf SAT1 hat
    ein User ein Zitat aus dieser Diskussion zu den "neuen" Abmahnungen
    gebracht, die feinsäuberlich jede anteilige Aufwendung aufzählen...
    jedoch wird gleichzeitig eine Einzelfallabmahnung mit einer gesonderten
    Einzelfallbearbeitung abgerechnet.
    Der mit der Abmahnung beauftragte
    RA liefert gleich den Beweis/Hinweis mit, dass maSgW mehr als eine
    Abmahnung in dieser Angelegenheit geltend gemacht wurde.
    Wenn Du dem
    bisherigen Verlauf folgen konntest, so wird doch sofort klar, dass es
    einfach in den massenhaften Abmahnfällen - bevor der Betroffene die
    Abmahnung in Händen hält - keine uneinheitliche Reaktion geben kann, die
    dieselbe Angelegenheit auseinanderbrechen lässt....trotzdem wird
    gleichzeitig die erforderliche Aufwendung (RA-Gebühr) für eine
    gesonderte Einzelfalltätigkeit zurückgefordert/erhoben.


    Fazit ist
    doch jetzt...jede Abmahnung, von der man weiß, dass mehr als eine....
    in derselben Angelegenheit geltend gemacht wird/wurde, die zudem
    gleichzeitig eine RA-Gebühr für eine gesonderte Einzellfallbearbeitung
    "erhebt" - beinhaltet den Verdacht einer Gebührenüberhebung.
    Somit
    wäre, nach dem Erhalt einer solchen Abmahnung, sofort eine Anzeige wegen
    des Verdachts einer Gebührenüberhebung, zu erstatten...mittlerweile
    gibt es ja einige Quellen, mit denen der Verdacht "unterstützt" werden
    kann...[lexicon]BGH[/lexicon] Urteil 127/10, zudem die Kommentare von RA Ferner und RA
    Schultz....


    womit wir wieder bei der $$$-Realität wären...ohne
    selbst in einem Zivilverfahren zu stecken...wenn die "heutigen
    Abrechnungsgewohnheiten" bei den massenhaften Abmahnungen einen
    Verdacht/ den Straftatbestand einer Gebührenüberhebung erfüllen
    würden....


    sollte "uns" klar sein, was "wir" zu tun
    haben....klein-klein ist zwar löblich, um in kleinen Schritte
    voranzukommen, jedoch bei einem massenhaften "Abmahnwahn" ist es einfach
    zu wenig...


    mfg
    ouf


    ...mit dem Umbruch stimmt auch irgendetwas nicht...

  • Hallo!


    Was wolltest Du nochmal genau von uns?


    ....ohne vermessen wirken zu wollen, hätt´ich da..... in der Tat, noch einige kleine Veränderungswünsche...


    1...nachdem nun die Möglichkeit der grundsätzlichen Anwendung des § 22 RVG - dieselbe Angelegenheit - bis hin zum Verdacht einer Gebührenüberhebung (bzw. den Versuch) ausführlich geklärt wurde, sollte - ja.... muss geradezu - wenn nicht die gesamte Diskussion zu dem Thema, so doch wenigstens die Quintessenz des Themas und deren Folgen für das Abmahnunwesen an prominenter Stelle, wiedergegeben werden....ein Platz in einem Unterverzeichnis von OT ist der Brisanz derselben Angelegenheit völlig unangemessen.


    2...damit den RA, die die massenhaften Abmahnungen derselben Angelegenheit mit einer Einzelfallabhmahnungs-Gebühr "abrechnen", endlich die $$$-Zeichen "aus den Augen fallen", sollte jeder Betroffene, der eine Abmahnung erhalten hat, bei der der Verdacht besteht, dass mehr als eine Abmahnung in dieser Angelegenheit über diesen RA geltend gemacht wurden, sollte (ja gerade zu ...muss...) auf eine Anzeigenerstattung wegen des Verdachts (des Versuchs) einer Gebührenüberhebung aufmerksam gemacht werden....sofern nicht vor der Beendigung des Unterlassungsstreits nicht ausführlich mit den "Abmahnern" kommuniziert wurde....(zwar halte ich das nicht für so entscheiden, da ja selbst der Versuch strafrechtlich relevant ist und die Erhebung der Einzelfallabmahnungs-Gebühr ja schon idR mit der Unterlassungsaufforderung erfolgt...lediglich die alten "Teflon-Abmahnungen" aus denen eine RA-Gebühr für die Abmahnung nicht zu entnehmen ist, sind dafür ungeeignet..) Über die Fristen bzw. Antragsfristen gibt es sicherlich auch noch etwas nachzulesen......damit man auch die Straftaten ab 2009 miterfassen kann...hoffe ich, dass die Kenntnis einer Straftat auch hier Geltung hat....sonst wären die 3-Monate recht gering...


    3...wie die "Aktion ...geschwärzte Kopien der Abmahnungen" ja gezeigt hat, fehlt es nicht nur an der Bereitschaft, selbst etwas gegen das Abmahnunwesen zu unternehmen, sondern auch....vor allem, wenn jeder dagegen meckert...anderen die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung zu stellen, um einige StA auf den Verdacht der Begehung einer Straftat aufmerksam zu machen. So sollte möglichen Interessenten...insbesondere denjenigen, denen eine "neuere Abmahnung", mit der Aufteilung von anteiligen Aufwendungen, zur Verfügung steht - der Nachweis, dass maSgW -mehr als eine Abmahnung in dieser Angelegenheit geltend gemacht wurde, wird gleich mitgeliefert...die anderen müssen halt ein wenig suchen..., ein Grundgerüst oder ein Muster einer Strafanzeige/eines Strafantrags an die Hand gegeben werden...insbesondere welche Quellen noch anzuführen wären...(aus der Erfahrung von damals...nicht die Kanzlei, sondern derjenige, der die Abmahnung unterzeichnet hat...ist der "Ansprechpartner"....).
    Somit sollte es ein "Muss" für alle Betroffenen sein, die eine Abmahnung erhalten haben, bei denen der Verdacht besteht, dass mehr als eine in dieser Angelegenheit geltend gemacht wurde, den Verdacht einer Gebührenüberhebung bzw einen Versuch einer solchen, anzuzeigen.
    Es gibt zwar nicht mehr so viele Abmahnung, wie vor einigen Jahren, jedoch mit einer solchen Reaktion (....die in keiner Weise, als uneinheitliche Reaktion eines Abgemahnten aufzufassen ist, die dieselbe Angelegenheit durchbrechen kann...) würden sicherlich einige $$$-Zeichen "purzeln" auch in der "Realität"!


    mfg
    ouf


  • vgl.: [lexicon]AG[/lexicon] Hamburg,Urteil vom 21.08.2014 - 35a 127/13; [lexicon]AG[/lexicon] Charlottenburg, Urteil vom 12.08.2014 - 224 C 175/14; [lexicon]AG[/lexicon] Frankenthal, Urteil vom 14.07.2014 - 3b C 145/14; [lexicon]AG[/lexicon] München, Urteil vom 15.07.2014 – 158 C 19376/13 (etc...)
    ..... jahrelange Arbeit zahlt sich aus. Wir müssen gar nicht dabei sein...


    Tja, und hier werden eben die völlig unterschiedlichen Sichtweisen deutlich. Es handelt sich da "leider" um Urteile, die sich mit völlig individuellen Störer-/Täterhaftungs- und Ermittlungsfragen befassen und damit nicht massentauglich sind.
    Ich war schon immer gegen diese "Ich war´s nicht"-Verteidigungsstrategie, da diese auch immer einen negativen Beigeschmack hat und verantwortungslos daher kommt... (offensichtliche Falschermittlungen natürlich ausgeschlossen, gegen diese sollte man sich natürlich auch erfolgreich wehren können, aber das betrifft ja auch nicht die Masse).
    Es wäre schön, wenn man mit den "eigentlichen" Argumenten eine Chance der Verteidigung hätte.
    Bspw. sehe ich das "Massenabmahngeschäft" schon erheblich gestört durch die derzeitige Tendenz, die geforderten Summen zu reduzieren.
    Nehmen wir bspw. das AG Düsseldorf mit seinen 0,92 € pro Titel (wovon vermutlich auch nur ein Bruchteil an den konkreten RI geht...). Beim filesharing entsteht durch jeden user genau ein Schaden in dieser Höhe, mit welcher Begründung sollte man da nochmal was erhöhen, um den Ärger der RIs zu kompensieren...?, kann ich ja sogar verstehen, ist aber nicht Aufgabe unseres Rechtssystems und gehört auch nicht in eine Schadensberechnung, genauso wenig wie Abschreckungswirkung...
    Wenn also jeder, der eine Datei "heruntergeladen" hat, sich bereit erklärt die Verantwortung dafür zu übernehmen, eine ausreichende UE (natürlich nicht die Original, wer behauptet denn sowas? :pillepalle: ) abgibt und dem RI einen angemessenen Betrag von 1 Euro Schadensersatz und 5 Euro für den Serienbrief anbietet wäre das schon das Ende des Massenabmahnunwesens.
    Das ist jetzt natürlich "überspitzt" dargestellt, aber wenn sich aus einer solchen Reaktion wenigstens eine halbwegs realistische Beurteilung durchsetzen würde und von mir aus 10 Euro Schadensersatz für ein Lied und 50 Euro Kostenersatz, würde sich das Geschäft nicht mehr lohnen... Und für die Argumentation bezüglich der Anwaltskosten taugt die "Angelegenheits-Theorie" allemal.... auch darüber kann man eigentlich nur zu dem Ergebnis kommen, dass das ganze Model rechtsmissbräuchlich ist :D ...der Kornmeier hats ja damals schon selbst gesagt: "Alles andere ist für den Auftraggeber wirtschaftlich gar nicht möglich!" (sinngemäß)...

  • Moin

    so doch wenigstens die Quintessenz des Themas und deren Folgen für das Abmahnunwesen an prominenter Stelle, wiedergegeben werden....ein Platz in einem Unterverzeichnis von OT ist der Brisanz derselben Angelegenheit völlig unangemessen.


    meine Entscheidung das es hier ist und das es überhaupt hier ist.
    Woanders wäre dieses Thema schon längst rausgeflogen ;)

  • Hallo!


    Noch Fragen?


    @'Shual
    ...bisher habe ich schon dreimal versucht, den Text unter dem angegebenen Link, mit einem Kommentar etwas geradezurücken.
    Zwei kleinere warten noch auf die Freigabe...ein dritter -etwas ausführlicher- wurde erst gar nicht angenommen...Fehler im System?!
    Oder sträubt sich dieser "Unfug" gegen eine Richtigstellung...vielleicht solltest Du den Text selbst korrigieren...die Annahmen zu dem § 22 RVG sind doch schon mehr als peinlich...ansonsten als bedeutungsvolle Auswirkung für die Allgemeinheit solltest Du auch die Gebührenüberhebung beachten...auch wenn im Einzelfall, lediglich die anteiligen und nicht die vollen RA-Gebühren je Abmahnung derselben Angelegenheit zu beachten wären, so betrifft das somit auch jede einzelne der massenhaften Abmahnungen... wobei besonders, nicht nur nach der "Abzocker-Korrektur" darauf zu achten ist, dass es nicht zu einer "Kompensation" über den fiktiven Schadenersatz kommt....jedoch ist der Verdacht der Gebührenüberhebung, der bei allen massenhaften Abmahnungen zubeachten wäre, das eigentlich Bedeutungsvolle für die Allgemeinheit...


    mfg
    ouf


    PS: ...man kann eben nicht alles und schon gar nicht aufeinmal haben...

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  • Hallo!


    @Shual
    ...grad´ habe ich noch einmal versucht, eine Korrektur mittels eines Kommentars, bei diesem unsinnigen Text vorzunehmen...

    Zitat

    ...der vierte Versuch einer Richtigstellung...
    Der § 22 RVG schreibt vor, dass die Gegenstandswerte bei derselben Angelegenheit zusammenzurechnen sind...von der Teilung einer RA-Gebühr ist keine Rede...
    Auch wenn sich die anteiligen RA-Gebühren aus dem gebildeten Gesamtgegenstandswert nur etwa um 100 Euro verringern, so liegt der Vorteil für die Allgemeinheit mehr in einer Gebührenüberhebung, wenn der RA Gebühren für eine Einzelfallabmahnung erhebt, jedoch bei den massenhaften Abmahnungen idR keine gesonderte Einzelfallprüfung vorgenommen hat...


    Wartet, wie die ersten beiden auf seine Freischaltung...(Ihr Kommentar wird nach der Freigabe sichtbar.) Ich bin ja ´mal gespannt, ob es diesmal endlich klappt....


    Jedoch enthält Dein Text in dem Blog eine für mich "erschreckende bzw. ernüchterne Wahrheit"....hier machst Du sehr deutlich, dass Du nicht die geringste Ahnung von derselben Angelegenheit, bzw. deren Folgen hast....ein totales Versagen meiner Bemühungen, den einfachen Sachverhalt um eine gebührenrechtliche Angelegenheit publik zu machen....


    Somit bleibt die Frage, wie will jemand "Klarheit" in einer Rechtsfrage schaffen, wenn er noch nicht einmal in der Lage ist, die richtige Frage zu stellen.
    Daran kann man auch ablesen, wie berechtigt die Nachfragen von @Orchid und mir waren, was denn nun eigentlich geklärt werden soll und in welchem Zusammenhang.
    Ein erschreckendes Ergebnis einer fast fünf-jährigen "Aufklärungskampagne" über dieselbe Angelegenheit bei den massenhaften Abmahnungen und dass ein RA aufgrund der geltenden Gesetze gar nicht in der Lage ist, zeitnah die genauen - anteiligen - RA-Gebühren zu ermitteln.
    Selbst wenn er die Anzahl der momentan versandten Abmahnungen (gleichgerichtete Verletzungshandlung/ fast identischer Text) einer gebührenrechtlichen Angelegenheit eines Mandanten als Grundlage für die Berechnung der tatsächlichen RA-Gebühren nimmt, so kann niemand voraussagen, ob es innerhalb der zwei-Jahresfrist laut RVG nicht weitere IP-Adressen-Ermittlung in derselben Angelegenheit ... und somit eine Erweiterung des vorliegenden Auftrags gibt.


    Ferner bereitet die Schlussfolgerung...wenn ein mit massenhaften Abmahnungen beauftragter RA die erforderlichen Aufwendungen (RA-Gebühren) zum Zeitpunkt des Versands der Abmahnung nicht genau berechnen kann und dann einfach die (vollen) RA-Gebühren für eine Einzelfallabmahnung erhebt, sich dieses Vorgehen als strafrechtlich relevant ...als eine Gebührenüberhebung...darstellt, anscheinend ebenso großes "Unverständnis", wie die "Delta-Theorie" ...obwohl ja eher von einem "Delta-Gesetz" zu reden ist, da seit einigen Jahren nicht wegzudiskutierende Beweise für die Richtigkeit vorliegen....


    ...na, dann...weitere fünf Jahre, um dann wieder mit Erschrecken festzustellen, dass weder die meisten Betroffenen ( Orchid , als einzigen Hoffnungsschimmer...einmal außen vor...), noch die sog. verteidigenden RA, nicht die geringste Ahnung von dem dargestellten Sachverhalt und der geltenden Gesetzeslage haben....
    (...ein Grund, einen Spruch "loszulassen"...wenn man versucht in einem Irrenhaus, vernünftig sein zu wollen, so passt man genau dorthin/hierhin...).


    ...um es gleich zu beweisen...
    @uhle
    ...bedeutet "woanders", in einem anderen Forum oder an anderer Stelle in diesem?
    und ich weiß es auch sehr zu schätzen, dass ich noch "tiefgründiger", als im "tiefgründigen" Thread, einem kleinen Kreis solch brisante Rechtsfragen im Zusammenhang mit den massenhaften Abmahnung "aufschwatzen" darf, jedoch wäre für mich doch von Interesse, ob die Entscheidung aus dem "Bauch" heraus erfolgt ist oder rationale Gründe dafür vorliegen....



    mfg
    ouf

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