Abmahnung Fareds, Rhein-Inkasso

  • Guten Abend zusammen,


    nach jahrelanger Ruhe habe ich von Rhein-Inkasso ein Schreiben bzgl. einer alten Fareds-Mahnung aus 2013 erhalten. Auf die damalige Abmahnung habe ich mit mod. UE reagiert und weitere 2 Schreiben abgeheftet. Neuer Bevollmächtigter ist nun nicht mehr Fareds sondern Rhein-Inkasso.


    Folgende Fragen zum dem Schreiben von Rhein-Inkasso, dem ich widersprechen möchte.


    · Die Mustervorlagen begründen den Widerspruch recht ausführlich. Reicht nicht einfach zu schreiben:


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    in vorbezeichneter Angelegenheit nehme ich Bezug auf Ihr Schreiben vom Datum.

    Ich, Vorname Name, widerspreche ausdrücklich der von Ihnen geltend gemachten Forderungen und fordere Sie auf, bis zum Datum, 14Tage Frist einräumen:

    (1.) rechtsverbindlich zu erklären, dass die geltend gemachten Forderungen nicht aufrecht erhalten werden,

    (2.) mir Auskunft nach §§ 19 und 34 BDSG zu erteilen, über alle Dateien, die über meine Person von Ihnen gespeichert wurden.


    · In der Mustervorlage wird als Anlage die strafbewehrte Unterlassungserklärung aufgeführt. Heißt das, ich soll die damalige mod. UE als Anlage mitsenden?


    Vielen Danke für eine Rückmeldung und herzliche Grüße

  • BDSG ist nicht mehr sooo aktuell. Bezieh dich lieber auf DSGVO.

  • Danke für die Rückmeldungen, die mir jedoch leider nur bedingt weiterhelfen.


    Entsprechend der Hinweis mit der DSGVO die Frage, ob die Mustervorlagen somit veraltet sind, da ich mich hieran orientiert habe. Zudem die Frage, ob ich ohne weiter Begründungen widerrufen kann. In der Mustervorlage ist eine Begründung aufgeführt.


    Danke und beste Grüße

  • Zudem die Frage, ob ich ohne weiter Begründungen widerrufen kann.

    na gut, dann eben auf deutsch.


    warum möchtest du eigentlich, was widerrufen?

    war da ein Mahnbescheid, dem man widersprechen könnte?

    ein Vollstreckungsbefehl? weil dem Mahnbescheid nicht widersprochen wurde.

    Hat sich die Inkassoklitsche auf ein Urteil o. Beschluss, das/der gegen Dich gefällt/erlassen wurde berufen UND dir eine Kopie beigelegt?


    Kreuzerl bei 3 x nein?

    dann kann ich nur Pampers mit 3-fachschutz empfehlen.

  • Hallo,


    ich habe das gleiche Problem wie Soulsurfer. Vor ca. 7 Jahren wurde ich durch Fareds abgemahnt. Sie wollte ca. 500€ von mir sehen. Ich habe eine modifizierte UE abgegeben ohne Schuldeingeständnis. Darauf hin hat sich Fareds mit einer noch höheren Forderung zurückgemeldet die ich damals ignoriert habe (das waren dann über 800€).


    Nun habe ich einen Brief von Rhein Inkasso bekommen, siehe Anhang. Wie soll ich mich verhalten? Ich nehme an, dass dies ein weiterer Einschüchterungsversuch ohne gerichtliche Basis ist. Ich habe im Netz immer wieder gelesen, dass bei kompletter Ignorierung ein Schufa-Eintrag durch das Inkasso-Büro möglich sei und man dem vorbeugen könne durch eine formale Abweisung der Forderung. Stimmt das so? Wenn ja, wie soll so ein Schreiben an das Inkasso-Büro aussehen? Was blüht mir im schlimmsten Fall, wenn ich der Forderung widerspreche?


    Wenn ich es richtig verstehe, muss das Inkasso die Forderung dann einklagen und es ist gar nicht so klar ob die Klage in deren Gunsten entschieden wird. Daher versuchen sie vermutlich erst einmal so viel Geld wie möglich durch außergerichtliche Methoden einzutreiben und sparen sich die Nicht-Zahler für den Showdown vor der Verjährungsfrist auf. Aber das ist nur meine Vermutung. Was denkt ihr darüber?

  • Hallo,

    die Antwort von watt_ihr_volt_vol2 bringt es schon auf den Punkt.

    Lies dir aber in Ruhe nocheinmal die angefügten Links durch.

    Filesharing: Nach Abmahnung keine Klage, sondern Inkasso-Schreiben?

    Wegweiser Inkasso

    Klage der Rhein Inkasso und Forderungsmanagement GmbH: Sieg vor dem AG Potsdam

  • Ich konnte bisher keine Berichte darüber finden, wie die Sache verlief bei Leuten die der Inkasso-Forderung widersprochen haben. Gab es darauf hin Gerichtsverfahren und wenn ja, wie wurde dort entschieden?


    Gibt es Fristen für das Inkasso-Unternehmen, wenn es nach einem Widerspruch eine Klage einreichen möchte?


    Es ist ja schon seltsam, dass es diese Berichte nicht gibt, denn anscheinend läuft die Inkasso-Geschichte mindestens seit 2018, also seit über 2 Jahren.


    Eine andere Frage: Sollte das Inkasso gegen mich klagen und vor einem Gericht Recht bekommen, müsste ich dann die Forderung aus dem Mahnschreiben bezahlen und zusätzlich die Anwalts- und Verfahrenskosten? In welchem Rahmen bewegen sich grob diese Beträge?


    PS: Welche Funktion hat der folgende Absatz im Musterschreiben?

    "binnen 14 Tagen rechtsverbindlich zu erklären, dass die geltend gemachten Forderungen nicht aufrecht erhalten werden"

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