Diskussion Abmahnwahn

  • Jeder ist wie erwähnt grundsätzlich als Störer schuldig, es sei denn man hat den Push-Service und eine andere IP zur exakten Zeit als Beweis vorliegen.

    Man kann sich allerdings auch ein paar Studenten in die Bude holen, die auf (zugegebenermaßen beachtliche) Schweizer Poppos stehen. Dann wird es in Sachen "Feucht" doch eher fröhlich....


    1. Kein Mensch kann hier Deine persönliche Stellung zur Störerhaftung bemessen, wobei ich langsam denke, dass Dir auch nicht gelingen wird die "Tätervermutung" abzuwälzen.


    2. Ein Beispiel zum Abschied: "Die Kanzlei schrieb aber allerdings, dass die verspätete sek. Darlegung vor Gericht und eine damit evtl verbundene Entlastung (wers glaubt) dennoch bedeutet, die Verhandlungskosten tragen zu müssen*. D.h. also Eingeständnis als Störer unbekannter Weise (google "wlan hack")"


    Man hat Dir erklärt, dass es keine "verspätete" Darlegung gibt. Du ignorierst das.
    Dein Schluss dahinter ist volkommen sinnlos.


    3. Dein persönlicher Fehler besteht darin die Dynamik zu verkennen.


    3.1. Schritt 17 in 2017 ist nicht bei Schritt 1 + 2 in 2013 angesagt.


    [lexicon]ModUE[/lexicon] abgeben und "Nicht Zahlen" + "Schweigen" bedeuted
    a) (Haupt-)Anspruch erfüllen - Kosten senken
    b) Abwarten, was der Gegner macht


    3.1.b) Der Gegner hat nur die Möglichkeit Klage zu erheben. Es wird nicht gezahlt - "Erinnerungsschreiben" ignoriert, [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] widersprochen. Von mir aus sind eine halbe Million abgemahnter Haushalte so gut gefahren. Die positiven und negativen Ausnahem werden im Internet plakatiert.


    4. Sciherlich ist für Personen, die versuchen "analytisch" die Risiken einzuschätzen das ganz ein einziger Horror, da man nie auf einen grünen Zweig kommt.


    Wir nennen das "Abmahnwahn" - ne halbe Million Täter wird nicht belangt - ein Unschuldiger durch die "Rechtssprechung" an die Wand genagelt. Oder auch nicht.


    Du kannst hier kein System, keine Ausflucht, keine (wie Du das machst) fatalistische Einheit finden.Du bist jedoch kein Extrem, sondern nur eiune ganz einfache Nummer.


    Also ... wähle zwischen
    - Ich mach was alle machen (bezahlen), oder
    - Ich mach was alle machen (nicht bezahlen).


    5. Das hier ist ein Verbraucherschutzforum


    Es gibt hier keine öffentliche Einzelfallberatung.


    Viele Verbraucher, wie Du, die von den "Nutzungsberechtigten" bestätigt bekommen haben, dass diese die Tathandlung nicht begangen hätten (nun... aber sie auch nicht), sollten sich in Ruhe fragen, was denn hinter den Forderungen steckt. In jedem Fall ist der Gegner als "Abzocker" gebrandmarkt. Die Gerichte tun sich schwer, "Abzocker" vom Markt zu verjagen. Das weiß ich am Allerbesten.


    So ist die Welt und nicht andres. Wenn Du nun die Sache vom Tisch haben willst, mußt Du den Typen Kohle auf den Tisch legen. Und falls nicht... willkommen im Klub. Alles andere (Risikoeinschätzung) dürfte sich als um einges "verfrüht" darstellen.


    PS: Deine rechtlichen Erörterungen sind schlichtweg unhaltbar. Es ist mir geradezu peinlich sie hier lesen zu müssen. Das verursacht mir schon körperliche Schmerzen.

  • Bitte nicht so hart ins Gericht gehen. Bin Neuling und muss meine Erfahrungen machen als nun ex-unbescholtener Bürger (einmal WLAN-Fehler). Stichwort Gericht - die wollen doch auch Arbeit haben (Judikative verdient mit), klare einheitliche Linie wird's wohl leider immer noch nicht geben (Legislative) und die jährl. Abmahnanzahl steigt und steigt.
    Ist eben in allen Bereichen so: Gewinnmargen, Rekord-DAX, "Arbeitslosentiefststand" etc pp.
    Armes reiches Deutschland

  • ex-unbescholtener Bürger (einmal WLAN-Fehler).


    Es gibt viele Gründe, warum der Vorwurf des Abmahners haltlos sein kann (IP-Ermittlungsfehler, Telekom-Beauskunftungsfehler, WLAN-Hack, ...). Aber diese Argumentation muss warten bis zum Falle einer Klage. Kein Abmahner wird seine Abmahnung wieder zurückziehen, weil Du ihn darum bittest ("Ich wars aber nicht" - "Oh, da haben wir uns wohl geirrt")


    Du musst verstehen, dass es nichts nutzt, den Kopf in den Sand zu stecken und sich in irgendwelchen Verschwörungstheorien zu ergehen. Die Alternativen habe ich Dir hier genannt. Entscheiden musst Du selbst.

  • Intersessanter Beitrag:


    http://www.youtube.com/watch?v=NfeBQy58vRQ


    Der Schluss ist aus meiner Sicht schlecht. Zahlen muss niemand, der sich nicht in die Hosen macht, wenn Schmalspurjuristen gerade mal den Kopierer und die Frankiermaschine bedienen können.


    Ich werde nicht zahlen, koste es was es wolle ...


    Das Problem ist, dass die Anmahnkanzleien die Klage zurückziehen, wenn sie sehen, dass man kampfbereit ist und Gutschten (die diese Bezeichnung verdienen) auch bezahlen kann.


    Absolute Feiglinge ... :thumbdown:

  • Mal eine Frage ? Die Abgabenachricht ist erfolgt von Mahngericht Coburg nach [lexicon]AG[/lexicon] München ...


    Jetzt ist doch das neue Gesetz beschlossen .. fliegender Gerichtsstand aufgehoben ... Kann Jemand


    schon etwas dazu sagen , ob die Klageschrift vom [lexicon]AG[/lexicon] München an das Heimatgericht weitergeleitet


    werden muss ... oder ob man dann den Antrag stellen muss ?


    will hier keine näheren Angaben machen , wegen der Zuordnung ...


    (Abmahnung war 2010 und der widersprochene [lexicon]MB[/lexicon] im Jahr 2013 )



    Danke !

  • weiter bei: Ra Ferner

  • Sehe ich das richtig, dass damit der "fliegende Gerichtsstand" auch bei Altfällen z.B. aus dem Jahre 2010 nunmehr Geschichte ist?
    Macht es einen Unterschied ob es bislang nur "Bettelbriefe" oder einen gerichtlichen [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] gab?

  • Ich dachte das Gesetz gegen unseriöse Geschäfstspraktiken gilt schon länger? So seit Anfang 2013???
    Zudem habe ich hier gelesen, dass dies lediglich dazu führt, dass die Schadenersatzkosten im Erstfall einer Abmahnung auf 100€ reduziert werden o.0