Beiträge von Stocksauer

    :hallo:


    Inzwischen habe ich vom LG Köln Akteneinsicht in Form von Kopien erhalten.
    Nach erstem querlesen ist mir folgendes aufgefallen:
    Im Beschluß sind fast 90 IP-Adressen aufgelistet, dazu Portnummern, Zeitpunkte, Zeitzone, Tauschbörse (ed2k, torrent etc.), Dateihash und Werkname.
    Der "Werk"name ist in allen Fällen identisch aber die Hashwerte scheinen tatsächlich für jede angegebene IP anders zu sein. Also ca. 90 mal der gleiche Dateiname und ca. 90 verschiedene Hashwerte.


    Vielleicht kann da jemand aus der "Technik-Abteilung" etwas zu schreiben.


    Ich selbst habe auf der Seite http://ed2k.shortypower.org/ den mir vorgeworfenen Hash eingegeben und als Ergebnis einen ganz anderen Filmtitel aus der "Schmuddelecke" erhalten, als mir in der Abmahnung vorgeworfen wird.


    Interessant vielleicht am Rande:
    In der sehr genauen Auflistung der Schadenersatzansprüche schreibt mir RA Munderloh u. a. anteilmäßige Kosten für den Auskunftsbeschluß 35,00 Euro. Insgesamt für alle knapp 90 Fälle zusammen betrug die Gerichtsgebühr 400,00 Euro. Da stelle ich mir die Frage, ob da jemand :ironie: nicht rechnen kann :ironie: , oder ob von den ca. 90 IP-Adressen nur ca. 11 - 12 einem Anschluß zugeordnet werden konnten.


    Ich werde mir die kopierten Akten übers Wochenende noch ganz genau mit Bleistift und Textmarker zu gemüte führen und mich ggf. mit weiteren Fragen melden.

    :hallo:


    Inzwischen habe ich vom LG Köln Akteneinsicht in Form von Kopien erhalten.
    Nach erstem querlesen ist mir folgendes aufgefallen:
    Im Beschluß sind fast 90 IP-Adressen aufgelistet, dazu Portnummern, Zeitpunkte, Zeitzone, Tauschbörse (ed2k, torrent etc.), Dateihash und Werkname.
    Der "Werk"name ist in allen Fällen identisch aber die Hashwerte scheinen tatsächlich für jede angegebene IP anders zu sein. Also ca. 90 mal der gleiche Dateiname und ca. 90 verschiedene Hashwerte.


    Vielleicht kann da jemand aus der "Technik-Abteilung" etwas zu schreiben.


    Ich selbst habe auf der Seite http://ed2k.shortypower.org/ den mir vorgeworfenen Hash eingegeben und als Ergebnis einen ganz anderen Filmtitel aus der "Schmuddelecke" erhalten, als mir in der Abmahnung vorgeworfen wird.


    Interessant vielleicht am Rande:
    In der sehr genauen Auflistung der Schadenersatzansprüche schreibt mir RA Munderloh u. a. anteilmäßige Kosten für den Auskunftsbeschluß 35,00 Euro. Insgesamt für alle knapp 90 Fälle zusammen betrug die Gerichtsgebühr 400,00 Euro. Da stelle ich mir die Frage, ob da jemand :ironie: nicht rechnen kann :ironie: , oder ob von den ca. 90 IP-Adressen nur ca. 11 - 12 einem Anschluß zugeordnet werden konnten.


    Ich werde mir die kopierten Akten übers Wochenende noch ganz genau mit Bleistift und Textmarker zu gemüte führen und mich ggf. mit weiteren Fragen melden.

    Hallo zusammen,
    da habe ich doch das abgemahnte Filmchen (siehe [lexicon]Datenbank[/lexicon]) im Angebot bei Amazon gefunden.
    FSK-Freigabe ab 16.


    Trotzdem werde ich in der Abmahnung bedroht:
    "Erschwerend ist ... zusätzlich der Strafbestand des § 184d StGB durch Zugänglichmachung von Pornografie an Personen unter 18 Jahren erfüllt."
    und im Falle der Nichterfüllung der "Bedingungen" des RA:
    "... Außerdem werden dann strafrechtliche Ermittlungen zu veranlassen sein."


    Bei YouTube kann man sich übrigens ohne Altersbeschränkung Trailer dieser pornografischen Werke anschauen.

    Hallo zusammen,
    da habe ich doch das abgemahnte Filmchen (siehe [lexicon]Datenbank[/lexicon]) im Angebot bei Amazon gefunden.
    FSK-Freigabe ab 16.


    Trotzdem werde ich in der Abmahnung bedroht:
    "Erschwerend ist ... zusätzlich der Strafbestand des § 184d StGB durch Zugänglichmachung von Pornografie an Personen unter 18 Jahren erfüllt."
    und im Falle der Nichterfüllung der "Bedingungen" des RA:
    "... Außerdem werden dann strafrechtliche Ermittlungen zu veranlassen sein."


    Bei YouTube kann man sich übrigens ohne Altersbeschränkung Trailer dieser pornografischen Werke anschauen.

    Abmahnung wg. "Extreme Pervers Nr. 1 - 18 Jahre und so verdorben (Junge Mädchen gefesselt und benutzt"
    angebl. Logdatum: xx.11.2012
    Abmahner: RA Rainer Munderloh, Oldenburg
    Hashwert: Ja
    Tauschbörse: eDonkey2000
    IP-Adresse: Ja
    Provider: Telekom
    Beschluß: LG Köln
    Forderung: Statt 1653,30 (detailiert aufgelistet) "nur" 780,00 Euro


    Schon interessant: Aus der Kostenaufstellung ergibt sich, daß der RA schon deutlich über 1000,00 Euro an Auslagen und Kosten hatte (Ermittlungskosten, Verfahrenskosten, Auskunftsbeschluß, Providerauskunft etc.).


    Ein echtes Schnäppchen also, bei dem der arme Herr Rechtsanwalt sogar noch draufzahlt, wenn ich es annehme.


    Auch die beigefügte "Unterlassungsverpflichtungserklärung" ist eine echte Fleißarbeit. Sie beeinhaltet eine Schuldanerkenntnis, eine Zahlungsverpflichtung (Einmalzahlung 780,00 Euro oder Ratenzahlung mit Zahlungsplan(!) 12 x 750,00 = 900,00 Euro ) und netterweise ein Versprechen, daß weitere Inanspruchnahmen etwa durch Regisseur, Drehbuchautor oder Kameramann unterbleiben werden. Die Darstellerinnen werden nicht erwähnt. Liegt vielleicht daran, daß die nicht nur "jung, verdorben, benutzt" sondern auch "gefesselt" sind.


    Zitat aus der Abmahnung:


    "Dieses Angebot ist jedoch befristet und steht unter folgenden Bedingungen.
    - Unterzeichnung und Rücksendung der anliegenden Unterlassungserklärung bis zum ...
    - Zahlung eines Pauschalbetrages von 780,00 € ... bis zum ..."
    ...
    "Sollten die vorgenannten Bedingungen jedoch nicht ... erfüllt werden, ist das Angebot meiner Mandantin hinfällig. Meine Mandantin wird ... ohne weitere Ankündigung das einstweilige Verfügungsverfahren einleiten sowie im Wege der Schadenersatzklage die meiner Mandantin zustehenden Schadenersatzanforderungen einklagen. ... Außerdem werden dann strafrechtliche Ermittlungen zu veranlassen sein."


    Das ist für mich eine glatte Erpressung oder zumindest ein schwerer Fall von Nötigung.
    Wenn ich also nicht die beigefügte UE, sondern eine [lexicon]ModUE[/lexicon] zurückschicke oder nicht fristgerecht zahle, droht er mir unverblümt mit einer EV und direkt mit strafrechtlichen Ermittlungen nach § 184d StGB, also indirekt mit bis zu 3 Jahren Haft. Ich vermute mal wegen Zugänglichmachung von Pornographie an Personen unter 18 Jahren, weil das in der Abmahnung ausdrücklich erwähnt wird.


    Wie dem auch sei, ich bin mir 100% sicher, dieses "Werk" nicht verbreitet zu haben.


    Deshalb:
    - Modifizierte Unterlassungserklärung
    - Keine Zahlung


    Darüberhinaus:
    - Akteneinsicht beim LG Köln
    - Auskunftsersuchen beim Provider gem §§33 und 34 Bundesdatenschutzgesetz
    - Beschwerdeverfahren beim LG Köln, gegen den Beschluß gem § 101 Abs. 9 UrhG
    (Gibt es da vielleicht ein Muster?)


    Außerdem erwäge ich eine Beschwerde bei der Anwaltskammer (wegen der Erpressung) und
    evtl. eine Gegenabmahnung oder sogar eine Nichtfeststellungsklage.

    Abmahnung wg. "Extreme Pervers Nr. 1 - 18 Jahre und so verdorben (Junge Mädchen gefesselt und benutzt"
    angebl. Logdatum: xx.11.2012
    Abmahner: RA Rainer Munderloh, Oldenburg
    Hashwert: Ja
    Tauschbörse: eDonkey2000
    IP-Adresse: Ja
    Provider: Telekom
    Beschluß: LG Köln
    Forderung: Statt 1653,30 (detailiert aufgelistet) "nur" 780,00 Euro


    Schon interessant: Aus der Kostenaufstellung ergibt sich, daß der RA schon deutlich über 1000,00 Euro an Auslagen und Kosten hatte (Ermittlungskosten, Verfahrenskosten, Auskunftsbeschluß, Providerauskunft etc.).


    Ein echtes Schnäppchen also, bei dem der arme Herr Rechtsanwalt sogar noch draufzahlt, wenn ich es annehme.


    Auch die beigefügte "Unterlassungsverpflichtungserklärung" ist eine echte Fleißarbeit. Sie beeinhaltet eine Schuldanerkenntnis, eine Zahlungsverpflichtung (Einmalzahlung 780,00 Euro oder Ratenzahlung mit Zahlungsplan(!) 12 x 750,00 = 900,00 Euro ) und netterweise ein Versprechen, daß weitere Inanspruchnahmen etwa durch Regisseur, Drehbuchautor oder Kameramann unterbleiben werden. Die Darstellerinnen werden nicht erwähnt. Liegt vielleicht daran, daß die nicht nur "jung, verdorben, benutzt" sondern auch "gefesselt" sind.


    Zitat aus der Abmahnung:


    "Dieses Angebot ist jedoch befristet und steht unter folgenden Bedingungen.
    - Unterzeichnung und Rücksendung der anliegenden Unterlassungserklärung bis zum ...
    - Zahlung eines Pauschalbetrages von 780,00 € ... bis zum ..."
    ...
    "Sollten die vorgenannten Bedingungen jedoch nicht ... erfüllt werden, ist das Angebot meiner Mandantin hinfällig. Meine Mandantin wird ... ohne weitere Ankündigung das einstweilige Verfügungsverfahren einleiten sowie im Wege der Schadenersatzklage die meiner Mandantin zustehenden Schadenersatzanforderungen einklagen. ... Außerdem werden dann strafrechtliche Ermittlungen zu veranlassen sein."


    Das ist für mich eine glatte Erpressung oder zumindest ein schwerer Fall von Nötigung.
    Wenn ich also nicht die beigefügte UE, sondern eine [lexicon]ModUE[/lexicon] zurückschicke oder nicht fristgerecht zahle, droht er mir unverblümt mit einer EV und direkt mit strafrechtlichen Ermittlungen nach § 184d StGB, also indirekt mit bis zu 3 Jahren Haft. Ich vermute mal wegen Zugänglichmachung von Pornographie an Personen unter 18 Jahren, weil das in der Abmahnung ausdrücklich erwähnt wird.


    Wie dem auch sei, ich bin mir 100% sicher, dieses "Werk" nicht verbreitet zu haben.


    Deshalb:
    - Modifizierte Unterlassungserklärung
    - Keine Zahlung


    Darüberhinaus:
    - Akteneinsicht beim LG Köln
    - Auskunftsersuchen beim Provider gem §§33 und 34 Bundesdatenschutzgesetz
    - Beschwerdeverfahren beim LG Köln, gegen den Beschluß gem § 101 Abs. 9 UrhG
    (Gibt es da vielleicht ein Muster?)


    Außerdem erwäge ich eine Beschwerde bei der Anwaltskammer (wegen der Erpressung) und
    evtl. eine Gegenabmahnung oder sogar eine Nichtfeststellungsklage.