Beiträge von kirchi

    @ND44
    Die meisten hier Angemeldeten gingen/gehen so vor:
    • [lexicon]GRUNDKURS[/lexicon] lesen
    • [lexicon]ModUE[/lexicon] per ES+RS; sofern zur Fristwahrung erforderlich: vorab per Fax z.B. Copy- Shop
    • Kopie der unterschriebenen [lexicon]ModUE[/lexicon] machen nicht vergessen, da Vertrag. Wichtig: die [lexicon]ModUE[/lexicon] muss der [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] unterzeichnen.
    • Kein weiterer Kontakt zum Abmahner
    • nicht zahlen
    • aussitzen und auf [lexicon]Verjährung[/lexicon] hoffen
    • kein P2P mehr/ Wlan sichern und keinen Dritten mehr Zugriff erlauben


    Zudem die Threads (nicht nur den der abmahnenden Kanzlei) weiterverfolgen um „up to date“ zu bleiben.


    Hinweise:


    Die [lexicon]ModUE[/lexicon] ist kein Freifahrtschein. Sie senkt nur den Streitwert um ein erhebliches und erfüllt den (legitimen) Unterlassungsanspruch des Rechteinhabers.


    Des weiteren besteht der Abmahner weiterhin auf Bezahlung und er hat bis zur [lexicon]Verjährung[/lexicon] (siehe hier Punkt 12 des Grundkurses) Zeit, diese Forderung durchzusetzen. Insofern werden noch viele Erinnerungsschreiben mit stetig wachsendem Drohpotenzial (letzte Frist mit Klageandrohung, allerletzte Frist, allerallerletzte Frist usw.) kommen.


    Auch die geforderten Beträge können/werden mal steigen, dann durchaus auch mal wieder sinken.


    Im Falle Inkasso (wird inzwischen von vielen Abmahnern vermehrt genutzt) hat man dann beim ersten Schreiben einen Widerspruch zu verfassen, um einer möglichen negativen Schufa-Eintragung vorzubeugen (ein mögliches Muster hierzu siehe im o.g. [lexicon]Grundkurs[/lexicon] unter II Punkt 11 Link „Wegweise Inkasso“).


    Einem immer möglichen [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] (der kommt dann nicht vom Abmahner, sondern direkt vom zuständigen Mahngericht) innerhalb von 14 Tagen zwingend widersprechen (Rücklauf an das Mahngericht; mit ES/RS), da ansonsten die Gegenpartei einen Vollstreckungsbescheid erwirken kann und dann z. B. Pfändungen oder auch Gerichtsvollzieherbesuche möglich wären.


    Grundsätzlich:
    Bei Nichtzahlung (ist stets eine individuelle Entscheidung des Abgemahnten) ist ein Gerichtsverfahren immer – auch ohne vorheriges Inkasso oder [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] – möglich; es wird ja bereits im Rahmen der eigentlichen Abmahnung mit der Klage gedroht.


    Insofern kann und wird es immer Klagen geben.


    Fachanwalt braucht man erst bei Erhalt der Klagebegründung.


    Hat man das Ziel „[lexicon]Verjährung[/lexicon]“ erreicht, Glück gehabt, alles richtig gemacht.


    Zählt man aus welchen Gründen auch immer zu den Verklagten, kann man auf Basis evtl. gerichtssicherer Beweise in die Schlacht schreiten oder man geht den Weg des Vergleiches.



    Hinweis zur [lexicon]Verjährung[/lexicon]:


    Der Abgemahnte kann nach Eintritt der [lexicon]Verjährung[/lexicon] die Leistungen verweigern (§ 214 BGB).
    Wichtig: Der Anspruch selbst erlischt durch die [lexicon]Verjährung[/lexicon] nicht!!
    Mit der Einrede der [lexicon]Verjährung[/lexicon] wird aber ein gesetzliches Leistungsverweigerungsrecht begründet.
    Dessen ungeachtet kann natürlich auch nach Eintritt der [lexicon]Verjährung[/lexicon] der Abmahner weitere Mahn-Droh-Bettelbriefe schreiben; sogar ein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] kann erwirkt werden (das Mahngericht prüft hier nichts). Insofern wäre einem [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] natürlich zu widersprechen.
    Zu beachten: In einem möglichen Prozess würde die [lexicon]Verjährung[/lexicon] nicht von Amts wegen gelten, sondern der Schuldner muss sich auf die [lexicon]Verjährung[/lexicon] berufen!!


    Gruß

    Du kannst davon ausgehen, dass grundsätzlich die [lexicon]Verjährung[/lexicon] eingetreten ist. Dessen ungeachtet "verschwindet" die Forderung der Gegenseite ja nicht auf Grund der [lexicon]Verjährung[/lexicon]; insofern kann natürlich noch ein Inkassoversuch gestartet werden. Auch ein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] wäre möglich (das Mahngericht prüft hier den Sachverhalt nicht!!), diesem wäre dann vollumfänglich zu widersprechen.


    Der Umzug allein hat keine Auswirkungen auf die [lexicon]Verjährung[/lexicon]. Selbst wenn Ende 2013 ein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] auf Grund falscher, alter Anschrift unzustellbar zurückgegangen wäre, hätte man ausreichend Zeit gehabt, zeitnah die neue Anschrift herauszufinden, um dann mit sofort neuem [lexicon]MB[/lexicon] an die dann richtige Anschrift die Hemmungswirkung um 6 Monate + X zu erwirken.


    Aber jetzt fast Mitte April kommt da nichts mehr zum Thema Hemmung.


    Gruß

    @bewauto
    Was grundsätzlich zu sagen war ist Dir mitgeteilt; auf Ausführungen wie z.B. der [lexicon]Grundkurs[/lexicon] wurde hingewiesen.


    Dich an die Hand nehmen und durch die Abmahnung führen kann das Forum nicht leisten.

    @hatong
    Nichtzahlen bedeutet ja nicht das Ende der Verhandlung. Daher ist ein Schreiben "Beende ich hiermit die aussergerichtlichen Vergleichsbemühungen" sinnvoll.


    Ob die Gesamtsituation nun deutlich prozessrisikoreicher ist, muss dann einfach abgewartet werden.

    Höchstwahrscheinlich: eher kann als muss
    Anwaltschreiben eines Dritten (Du): DAS macht dann WF erst Recht neugierig und erhöht durchaus die Klagewahrscheinlichkeit!!


    Daher: [lexicon]ModUE[/lexicon] vom AI ist raus.


    Die Mehrheit wartet jetzt einfach ab, was folgt.


    Das nächste " must do" wäre dann beim [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] der fristkonforme Widerspruch (dafür braucht man auch keinen [lexicon]Anwalt[/lexicon]).


    Gruss

    Im Außenverhältnis steht erstmal nur der AI gegenüber dem RI und der abmahnenden Kanzlei in der Verpflichtung ([lexicon]modUE[/lexicon]).


    Im theoretischen Falle einer Klage dürfte er aber - wie von shual bereits aufgezeigt - letztlich "außen vor" bleiben.


    So: wer nun der echte "Täter" ist, muss der AI vor Gericht nicht darlegen. Es ist an der Gegenseite, mittels gerichtssicherer Beweise eine Täterschaft von "X" (also Dir) zu beweisen.
    Dazu muss sich weder der AI noch irgendwelche Mitbewohner vor Gericht äußern.



    Was nun zwischen Dir und dem AI vereinbart ist, bleibt einzig und allein Euch überlassen. Hier im Forum werden dazu mit Sicherheit keine Textvorschläge kommuniziert werden (geht ja durchaus schon in Richtung einzellfallbezogene Rechtsberatung; und die ist untersagt).


    Gruß

    @hatong
    Aus meiner Sicht gilt (analog shuals Hinweis): die wohl schwebende Vergleichsverhandlung ist eindeutig zu beenden (damit die Hemmung der [lexicon]Verjährung[/lexicon] auch ein nachvollziehbares Ende hat).


    Es kam nun natürlich sein, dass man bei WF "auf dem Schirm" ist.


    Ob dies dann aber eine erhöhte Klagewahrscheinlichkeit zur Folge hat, kann Dir (bis auf WF) keiner sagen.


    Und aus erhofften Erfahrungsberichten anderer User mit möglicherweise ähnlichen Sachverhalten dann eine gefühlte Sicherheit zur eigenen Strategie ableiten, ist wenig zielführend.


    Entweder man erreicht die [lexicon]Verjährung[/lexicon], oder bekommt einen [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] und erreicht dennoch die [lexicon]Verjährung[/lexicon], oder (mit oder ohne [lexicon]MB[/lexicon]) es wird geklagt.


    Aus bisherigen Beobachtungen lässt sich m.E. nach immer noch keine Entscheidungsrichtlinie seitens Rechteinhaber/Kanzlei ableiten.....


    Gruß

    Du hast doch erst vor kurzem bei Schulenburg-Schenk einen fast wortgleichen Post verfasst und hierauf von shual schon eine Antwort bekommen.


    Der Sachverhalt gilt auch bei WF.-


    Gruß

    Jetzt bist Du in einem gerichtlichen Verfahren. Innerhalb von 14 Tagen musst Du Verteidigungsbereitschaft erklären, ansonsten volltreckbarer Schuldspruch ohne Verhandlung.


    Zeit, sich anwaltschaftliche Unterstützung zu holen.


    Parallel auch eine Möglichkeit: die Verfügung kopieren, die Kopie entpersonalisieren (also Namen und Anschrift schwärzen), dann einscannen.


    Danach PN an die Moderatorin princess15114 und/oder shual. Auch von deren Seite kommt dann hilfreiches.


    Und ab jetzt zu Deinem Fall hier nichts mehr im Forum posten. Der Feind liest mit.


    Viel Glück

    Sofern Deine Entscheidung war "[lexicon]ModUE[/lexicon] und [lexicon]Verjährung[/lexicon] abwarten" (willkommen im Club), dann einfach abheften und keine weitere Reaktion hierauf.


    Gruß