Beiträge von waldibrieffreund

    Also, durchschnittlich oder aus eigenen Beispielen...

    Bei mir war es... Moment, ich rechne... warte... UNDENLICH LANGE!
    Das Schreiben "Vorbereitung Klageerhebung abgeschlossen" erhielt ich noch, dann kam die [lexicon]Verjährung[/lexicon] auf leisen Füßen und hat den Abmahner überrascht!
    :D

    es wäre vllt. auch möglich, dass der RI einen solchen Widerspruch als "Verhandlungsangebot" auslegen könnte.

    Wird der Forderung im Ganzen widersprochen, ist das zu keinem Zeitpunkt ein Verhandlungsangebot. Es sei denn, man macht ein Gegenangebot ("...ich zahle freiwillig 50 Euro, wenn Sie mich dann in Ruhe lassen!") oder fordert zu einem neuen Angebot auf ("... geht's nicht etwas billiger?").


    Wers also nicht lassen kann, sollte den Widerspruch kurz und knapp formulieren und nicht unnötig ausschmücken. Allerdings ist mir kein Fall bekannt, wo ein solcher Widerspruch einen positiven Effekt gehabt hätte. Der Abmahner ist nicht daran interessiert, einen Schufa-Eintrag zu erreichen (auch wenn er damit droht), sondern ausschließlich an Zahlungseingängen.


    Ein Widerspruch ist aber in zwei Fällen dringend erfoderlich:

    • Bei Eintreffen eines (gerichtlichen) Mahnbescheides (dort Kreuzchen an der richtigen Stelle und zurückschicken)
    • Beim ersten Schreiben eines Inkassobüros (um eben einen Schufa-Eintrag zu vermeiden)

    Ist danach direkt auch mit dem [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] zu rechnen und wie bzw was soll ich da bei der ARGE machen wenn es zum Prozess kommt?


    Wie Du ja selbst schreibst, hast Du den ersten Beitrag dieses Threads gelesen. Dann weißt Du auch, dass Du erst bei Punkt 4 bist. In der Regel kommt noch mindestens ein Schreiben von W&F, bevor ein [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] beantragt wird.
    Mit der ARGE musst Du erstmal gar nichts machen. Erst wenn (nach allen Bettelbriefen, dem [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon], Widerspruch, Gerichtskostenvorschuss usw.) die Klageschrift im Hauptsacheverfahren ins Haus flattert, ist es an der Zeit, [lexicon]Prozesskostenhilfe[/lexicon] zu beantragen. Dazu wendet man sich am Besten an den [lexicon]Anwalt[/lexicon] seines Vertrauens oder besser noch erstmal an die Forenmoderation.
    Ab so weit ist es noch lange nicht. Bei vielen ist die Sache nach einigen Bettelbriefen sang- und klanglos verjährt, auch nach Erhalt des [lexicon]MB[/lexicon] und Widerspruch muss nicht zwangläufig der Klage folgen.
    Wer sich also, nachdem er sich ausführlich über Chancen und Risiken informiert hat, entschlossen hat, abzuwarten und nicht zu zahlen, sollte genau das tun. ;)

    du hast mich da etwas falsch verstanden

    Nee nee, hab Dich schon richtig verstanden. Mir gings nur darum, dass beim Punkt Mitnutzer am Thema vorbeidiskutiert wird. Der Mitnutzer kommt muss ja gar nichts zugeben. Entscheidend ist, dass der [lexicon]Anschlussinhaber[/lexicon] nachweisen kann, dass er eventuelle Mitnutzer belehrt hat. Hat er dies nicht getan (so wie wahrscheinlich hier) kommt es auf die Aussage der Mitnutzer gar nicht mehr an.

    Insofern muss man erstmal ´ne Lehrstunde mit den betreffenden Personen machen.

    Mir scheint ne Lehrstunde hier im Forum auch mal angebracht ;)
    Um der Störerhaftung zu entgehen, sind in jedem Falle Prüf- und Sicherungspflichten zu erfüllen, insbesondere, wenn man sich nicht auf den besonderen Schutz der Familie berufen kann. Hierzu gehören Nachforschungen (also beispielsweise eine Liste von Personen, die im Zeitraum der Rechtsverletzung Zugriff hatten) und Belehrungen (also ein Nachweis, dass die anderen Teilnehmer ausreichend über die Gefahren durch illegale Aktivitäten aufgeklärt worden sind).
    Die Diskussion hier kommt grad so rüber, als ob man nur sagen müsste, dass andere den Anschluss mitnutzen, und man wäre aus dem Schneider. Das Gegenteil ist der Fall: Nicht die "Anderen" sind die Störer, sondern derjenige, der seinen Anschluss fahrlässigerweise (also ohne ausrechende Kontrolle) anderen überlassen hat.

    gibt es da noch mehr was ich tun kann?

    Soweit erstmal alles richtig!
    Du solltest Dich aber noch genauer in das Thema einlesen (z.B. ersten Beitrag dieses Threads und die letzten 20 Seiten), um Dich über das, was noch auf Dich zukommt zu informieren.
    Dann musst Du Dich entscheiden:


    • Du bist zahlungsbereit: dann solltest Du versuchen, den Betrag runterzuverhandeln. Das geht recht leicht, Anruf beim Abmahner genügt. Man ist dort in der Regel recht freundlich und bereit, den Betrag etwas zu senken und/oder in Ratenzahlung umzuwandeln. Allerdings ist hier keine Eile geboten. Es dauert in der Regel Jahre, bis der Abmahner durch Mahnbescheid und Klage den Druck erhöht.
    • Du hoffst auf Verjährung: Die Mehrheit der Forderungen aus Abmahnungen werden bis zur Verjährung gar nicht eingeklagt. Der Abmahner hofft in der Regel, dass viele im Laufe der Zeit und bei ausreichendem Druck doch noch zahlen. Die Anzahl notorischer Zahlungsverweigerer ist aber so hoch, dass gar nicht alle verklagt werden können. Ich bin hier nicht der einzige, dessen Abmahnung bereits verjährt ist ;)
    • Du bist Anschlussinhaber, aber mehrere Mitbewohner/Familienmitglieder kommen ebenfalls als Täter in Frage: Dann sicherst Du am Besten alle Belege hierfür für den Fall einer Klage. Abhängig vom Gerichtsstandort stehen die Chancen nicht schlecht, eine solche Klage abzuwehren.

    "Gesamtschuldnerhaftung". Das ist falsch, da die Leistung hier nur einmal an den Gläubiger zu bewirken ist

    Das ist ja genau das Problem.
    Die "jetzige" Lösung der Unterstellung eines Lizenzschadens erzeugt eine recht fadenscheinige Gerechtigkeit: Da nicht alle Teilnehmer an der Rechtsverletzung ermittelt werden und eine große Anzahl der Erwischten auch noch die Zahlung verweigern, zahlen eben nur die die dumm genug sind, "freiwillig" zu zahlen, und die, die dazu verurteilt werden, eninen entsprechend hohen ANteil am Gesamtschaden. Für den Rechteinhaber wird es dadurch ja wieder gerecht (oder besse: "fair"), dass er am Ende wohl ausreichend entschädigt wird. Für die reuigen oder beklagten Tauschbörsenteilnehmer bleibt es aber ungerecht, da Sie einen viel höheren Anteil am Gesamtschaden zahlen als angebracht ist (vom Erstseeder mal abgesehen).
    Der Vergleich mit dem geplünderten Supermarkt hinkt übrigens gewaltig. Wenn ich an einer eingeschlagenen Schaufensterscheibe vorbeikomme und die einzige Uhr klaue, die die eigentlichen Täter zurückgelassen haben, bin ich (neben den strafrechtlichen Folgen) nur zum Ersatz genau dieser Uhr verpflichtet.

    interessiert (bisher) niemanden...


    Leider...

    um eine möglichst genaue Berechnung des Schadenersatzanspruchs, der durch die jeweilige (kumulierte) Verbreitung des Werkes durch den Nutzer entstanden ist...

    Wird leider nicht möglich sein, da die tatsächliche Verbreitungshistorie durch die Sekundenlogs nicht zu ermitteln ist.

    für wie viele Kopien (Angebot) wer zuständig ist.

    Der Seeder ist doch der einzige, der tatsächlich und bewusst eine Verbreitungshandlung betreibt. Alle in der zweiten Reihe haben ausschließlich ein Interesse and der eigenen Kopie. Wenn man also tatsächlich eine Lizenzmodel basierend auf dem Filesharing-Prinzip durchführen will, kann ich eigentlich nur dem Seeder ein "Interesse an einer Verbreitungslizenz" unterstellen. Alle anderen sind so gesehen keine Verbreiter, sondern nur Konsumenten der von Seeder erstellten illegalen Kopie. Die Weiterverteilung über den FIlesharing-Client ist insofern ja nur eine technische EInrichtung, nicht viel anders als die Infrastruktur, die die Provider zur Verfügung stellen.
    Richtig betrachtet, gibt es eigentlich nur folgende Alternative, wenn es um den Schadensersatz geht:
    - der Seeder zahlt den vollen Schaden nach Lizenzanalogie
    - jeder Leecher zahlt seine eigene Kopie


    Das eigentliche Problem der aktuellen "gefestigten Rechtsprechung" ist doch, dass jeder, der irgendwie greifbar ist, quasi als Gesamtschuldner haftet, egal, wo er sich in der Filesharing-Hierarchie befindet. Man muss sich ja nur überlegen, was für Summen zustande kämen, wenn wirklich jeder FIlesharingteilnehmer erwischt und zur Rechenschaft gezogen würde (durch Zahlung einer "angemessenen Lizenz"). Wie wäre das denn zu rechtfertigen?
    So gesehen, die die aktuelle Urteilslage doch eher ein Zugeständnis an die Content-Industrie. Ein einstelliger Prozentsatz and Filesharern wird zur Zahlung einer Summe gezwungen, die zusammen den Gesamtschaden abdeckt und nochwas übrig lässt. Ist doch ein bischen wie Sippenhaft, oder?

    bis hin zum n-Schädiger, mit einem Verbreitungsanteil, der in jeder Stufe immer kleiner wird...

    Die Logik dahinter ich ja wirklich ganz einfach, wenn man sich den "Endzustand" vorstellt:
    Am Ende hat nämlich jeder der Filesharing-Teilnehmer genau eine Kopie des Werkes auf seinem Rechner - inklusive Seeder, unabhängig davon, wann einer in das "Geschäft" eingestiegen ist.
    n Schädiger, n Kopien: ergibt genau eine Kopie pro Schädiger.
    Genau das wurde auch schon zu Netzwelt-Zeiten bis zum Exzess diskutiert. Schön, dass endlich mal ein Gericht in die gleiche Richtung zielt - auch wenn es den letzten Schritt nicht gehen will...

    sich bei beiden Abmahnungen um den gleichen GläubigerIn

    Verwechselst Du Gläubiger (Rechteinhaber) nicht vielleicht mit Abmahner ([lexicon]Anwalt[/lexicon])?
    Wen der Rechteinhaber derselbe war: Kam die 2. Abmahnung, nachdem Dir der Eingang der 1. [lexicon]modUE[/lexicon] bestätigt worden ist?

    einen "angemessenen" Vergleich akzeptieren, wenn man sich sicher sein kann dass danach ein für mal ein Ende gesetzt ist mit DS


    Für den gleichen Rechteinhaber sollte die Sache gelaufen sein, wenn die [lexicon]modUE[/lexicon] so wie von Dir beschrieben formuliert war. Du hast im ja bereits die Unterlassung erklärt. Allerdings gilt das nicht für Rechtsverletzungen, die erst nach Abgabe der [lexicon]modUE[/lexicon] geschehen sind - im Gegenteil! Dann wird die vereinbarte Vertragsstrafe fällig...

    vor Gericht will man als guter Burger nicht enden

    Ein guter Burger endet meist im Magen und nicht vor Gericht. Oder meintest Du "als Gericht"? ;) ;)
    Spaß beiseite:
    Wie die Vorredner schon sagten: Erstmal dem [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] widersprechen und dann in sich gehen und seine Chancen ausloten. Einen Vergleich zum jetzigen Zeitpunkt anzustreben ist nur sinnvoll, wenn Du die Sache schnell hinter Dich bringen willst. EInige Dinge, die Du bedenken soltest:

    • Ernsthaft Kosten sparen kannst Du nur, wenn Du die Sache außergerichtlich regelst, ohne eigenen Anwalt. Dazu reicht es aber zu warten, bis die Klagebegründung kommt.
    • Nicht jeder Mahnbescheid wird tatsächlich weiterverfolgt. In erster Linie dient er dazu, den Druck zu erhöhen und den Zeitpunkt der Verjährung hinauszuschieben. Der Abmahner ist genau wie Du nicht daran interessiert, den Gerichtsweg zu beschreiten. Er kennt die Umstände der abgemahnten Rechtsverletzung nicht und kann daher seine Siegchancen nicht vorherbestimmen.

    Deine Entscheidung kann Dir niemand abnehmen. Wenn Du Dich aber schon vor Jahren zum Nichtzahlen entschlossen hast, gibt es jetzt (noch) keinen Grund, davon abzuweichen.

    Ist die Zustellung an mich überhaupt korrekt?

    Ja, ist sie. Der [lexicon]MB[/lexicon] kommt vom Mahngericht und nicht vom Abmahner.
    Außerdem wirst Du von Deinem [lexicon]Anwalt[/lexicon] (wahrscheinlich) erstmal nur außergerichtlich vertreten, Du bist aber jetzt im streitigen Verfahren (wenn Du Widerspruch erhebst), da wirst Du Deinen [lexicon]Anwalt[/lexicon] neu mandatieren müssen. Das hat aber noch Zeit.

    Beeindruckt es WF, wenn der WS auf den [lexicon]MB[/lexicon] vom RA kommt, in der Weise, dass er ggfs. das Verfahren nicht weiter betreibt?

    Wer das Kreuzchen macht, wird den Abmahner herzlich wenig interessieren. Du siehst ja auch am Verlauf Deines Falles, dass der Abmahner sich von anwaltlichen Schreiben nicht irritieren lässt ;)

    die Chancen einzuschätzen, ob WF nach WS das Verfahren weiter verfolgt

    Deine finanzielle Situation wird allerhöchstens bei Vergleichsverhandlungen eine Rolle spielen. Unter Hinweis auf Deinen schmalen Geldbeutel kannst Du vielleicht den Einigungsbetrag etwas drücken und eine großzügige Regelung zur Ratenzahlung erhoffen.


    Du wirst Dich bald entscheiden müssen, ob Du das Risiko eines Haupsacheverfahrens eingehen oder lieber vergleichen willst. Der Widerspruch ist aber unabhängig davon Pflicht!

    wie ich es begründen könnte, dass ich nichts damit zu tun

    Entweder, Du hast was damit zu tun oder nicht. Das weißt Du selbst am besten.
    Wenn Du z.B. nachweisen kannst, dass Familienmitglieder oder andere Nutzungsberechtigte zum Zeitpunkt der Verletzung aufs Internet Zugriff hatten, stehen die Chancen nicht so schlecht.

    Muss ich mir einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] nehmen?

    Kommt darauf an, was genau Du vorhast. Wenn Du eine Möglichkeit der Verteidugung siehst (siehe oben), solltest Du einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] damit beauftragen. Wenn Du eher zur außergerichtlichen Einigung (Vergleich) tendierst, brauchst Du keinen [lexicon]Anwalt[/lexicon]. Anruf beim ABmahner genügt.

    ein Paar schnelle Tipps dankbar

    Am besten, Du schickst der Moderation eine PN, man kann Dir sicher weiterhelfen.

    Abschaum und Müll

    Langsam wirds unerträglich, und auch wenn das hier der Irrenthread ist.
    Ein paar Zitate aus den von Dir verlinkten "Medien"-Seiten?
    " ... Verdachtsmomenten, die darin bestehen, an den “BRD” Grenzen so viele Kanacken wie möglich hinzuparken, damit auch später ja kein Deutscher eventuell über die Grenze noch fliehen könnte."
    "Dann wird im Judenfunk noch ein wenig rumgehetzt..."
    "Das am 28. September dann Waffen vor die Ausländerheime gestellt werden sollen, wundert mich auch nicht, [...] die werden dann mordend und marodierend durch die Straßen ziehen..."
    "Es dreht sich hier nur um die möglichst zielführende Abschlachtung und Auslöschung des ethnischen deutschen Volkes..."
    "vergessen dabei darf aber nicht, daß der Jude es war, der sie alle reingeholt hatte ! (Merkel ist Jüdin)"


    - Volksverhetzung ist und bleibt eine Straftat. Doofheit ist keine Entschuldigung.

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