Beiträge von offi

    gibt es irgendwo eine Hilfestellung für die Formulierung einer Bitte um einen Vergleich?


    man möchte sich ja mit dem Schreiben auch nicht weiter reinreiten oder versehentlich ein nicht gemeintes Schuldgeständnis abgeben. Man möchte letztlich nur die Sache aus der Welt schaffen, ohne eine Schuld einzugestehen aber mit einer reduzierten Strafsumme

    ich habe mal eine allgemeine Frage zum Thema Urheberrechtsverletzung. Wirklich nicht für mich, sondern Freunde von mir.


    Manche nutzen ja ab und zu diese ganzen Streaming Webseiten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Seiten an sich nicht legal sind.
    Aber machen sich auch die, die dort schauen, ohne zu zahlen strafbar?
    Also könnten deren IPs ebenfalls geloggt werden und Abmahnungen kommen, die dann auch rechtlich korrekt wären?


    Oder machen sich dort nur die Betreiber strafbar?

    Danke schonmal ganz ganz herzlich für Eure Hilfestellung und die vielen Informationen hier.


    Je mehr ich telefoniere und je mehr ich lese, desto mehr klingt es danach, dass eine Zahlungsverweigerung nur eine aussichtlose Aufschiebung einer Strafzahlung ist und es keinerlei Einfluss auf weitere Abmahnungen oder das Verhalter der Abmahner hat.

    Gibt es irgendetwas, das gegen das non-stop Abmahnen hilft?


    Also z.B. eben präventive Erklärungen?


    Angenommen jemand wird beschuldigt "New Girl - Staffel 2 - Folge 15" verbreitet zu haben. Muss der dann effektiv damit rechnen noch 23 weitere Abmahnungen zu erhalten?


    Und wie wäre die Formulierung der mod UE dann korrekt?


    "... die urheberrechtlich geschützte TV-Folge New Girl - Staffel 2 - Folge 15 und die urheberrechtlich geschütze TV-Staffel New Girl - Staffel 2... "
    oder
    "... die urheberrechtlich geschützte TV-Folge New Girl - Staffel 2 - Folge 15 und die urheberrechtlich geschützen TV-Folgen New Girl - Staffel 2 - Folge 1, Folge 2, Folge 3... "
    oder
    "... die urheberrechtlich geschützte TV-Folge New Girl - Staffel 2 - Folge 15 und die urheberrechtlich geschütze TV-Folge New Girl - Staffel 2 - Folge 1 und die urheberrechtlich geschützte TV Folge New Girl - Staffel 2 -Folge2 und die... "


    ?


    Zum Thema [lexicon]Verjährung[/lexicon]:
    Wie gesagt, wäre die Zahlungsbereitschaft da, wenngleich schmerzhaft, wenn man die Angelegenheit damit aus der Welt schaffen könnte. Aber es wäre natürlich besser man könnte dies so lange wie möglich hinauszögern, falls noch weitere Mahnungen nachfolgen sollten (vermutlich besser in einem Vergleich mehrere Abmahnungen zu einer Gesamtsumme zu vergleichen als jede einzeln).


    Kann man irgendeine Korrelation zwischen Verhalten der Abgemahnten und weiteren Abmahnungen erkennen?
    z.B. [lexicon]modUE[/lexicon]+Verweigerung --> neue Abmahnungen kommen dazu oder die bestehenden werden erstmal zu Ende verfolgt?
    oder [lexicon]modUE[/lexicon]+Zahlung --> neue Abmahnungen kommen dazu, bis man irgendwann nicht mehr zahlen kann und ein [lexicon]Anwalt[/lexicon] eingeschaltet werden muss wegen drohendem Prozess?

    ich würde ganz gerne noch ein paar allgemeine Fragen stellen und hoffe, dass man mir da mit Erfarungswerte weiterhelfen könnte :)


    also, nehmen wir den Fall zweier Abmahnungen an, wie es ja aktuell seitens Waldorf Frommer üblich scheint. Zwei Folgen von zwei unterschiedlichen Serien. Gesamtsumme also an die 1-1.5k€


    Nun gibt es natürlich die Möglichkeit einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] einzuschalten oder nicht.
    Meine Überlegung für einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] war, dass falls weiter Abmahnungen kämen, er eventuell besser vergleichen kann und er einfach besser weiss, wie man vorgehen sollte.
    Ausserdem war meine Überlegung, dass jemand, der sich keinen [lexicon]Anwalt[/lexicon] nimmt eventuell als "leichteres Opfer" angesehen wird, wenn man denn einen Vergleich anstreben würde, oder wenn die Anwaltskanzlei weitere Abmahnungen gegen einen anstrebt.


    Ist eine der Überlegungen vernachlässigbar? Gar unsinnig? Oder beide eben legitim und wie alles, einfach meine Qual der Wahl?


    Meine grösste Sorge ist einfach, dass weitere Abmahnungen ins Haus flattern.
    Es scheint ja üblich zwei auf einmal zu erhalten. Welche Erfahrungen gibt es denn mit noch mehr nachkommenden?


    Meine Gedanken waren eben, dass vielleicht Waldorf Frommer eher noch mehr nachschickt, wenn man sich keinen [lexicon]Anwalt[/lexicon] nimmt und man eben leichtere Beute ist, die einfach bezahlt. Klar sind wir hier nicht im Kindergarten, aber ihr wisst was ich meine?


    Damit verbunden war eine Überlegung die seitens eines Beratungsgespräches kam. Einer der empfohlenen Anwälte meinte, dass deren Unterlassungserklärung eine Art präventive Form hat. Es werden also präventiv nicht nur die eine Folge ausgeschlossen, sondern man unterlässt quasi alle Inhalte aller vertretenen Firmen.
    Dadurch öffnet man sich zwar extrem hohen Forderungen, sollte sich doch irgendwann ein Vertragsbruch ergeben, aber es ist weniger wahrscheinlich, dass weitere Mahungen kommen, weil wohl aufgrund der bereits abgebenen Unterlassungserklärung selbst für ja nie vorgeworfene Fälle die Kanzlei dann keine oder nur geringere eigene Anwaltskosten einfordern kann.
    Stimmt das? Oder ist das völliger Unsinn?
    Hat es irgendeinen Nutzen, wenn man eine Unterlassungserklärung gegen alle Werke eines Rechteinhabers abgibt?
    Oder wäre es im Falle einer Serie sinnvoll einfach präventiv für eine komplette Serie diese abzugeben? Natürlich den konkreten Fall mit aufgeführt alla "Serie xyz - Staffel - Folge und aller weiterer Folgen der Serie xyz"?


    Wie sind die Erfahrungen mit nachfolgenden Abmahnungen?
    Erhält man zwei auf einen Schlag und wenn man diese bezahlt ist das ganze erledigt, oder kommen meist noch mehr nach?
    Meine Befürchtung ist, dass wenn ich bezahle, dann plötzlich dies als Anlass genommen wird weitere Forderungen zu stellen. Vielleicht eine oder zwei weitere nachzureichen.
    Und die Überlegung, ob eine präventive Unterlassungserklärung dagegen hilft? ODer ob die Beauftragung eines Rechtsanwaltes zumindest minimal abschreckend wirkt? Natürlich nicht richtig, da Waldorf Frommer keine Amateure sind, aber eben den Anreiz lindert?


    Lässt Waldorf Frommer überhaupt jemals Fälle verjähren, wenn man einen [lexicon]Anwalt[/lexicon] nimmt und der wieder und wieder die Zahlung verweigert?
    Erhöhen sich die Forderungen immer weiter (wie merklich?), wenn man die Zahlung verweigert?


    Oder bevorzugen Waldrof Frommer, wenn man Kooperationsfreudigkeit zeigt, sie kontaktiert und sagt man möchte die Sache erledigt wissen, gerne bezahlen und die Unterlassungserklärung abgeben und wäre dankbar, wenn man an den geforderten Kosten noch etwas machen könnte?
    Rein rechtlich haben sie ja alle Karten in der Hand und müssten sich auf nichts einlassen und könnten bei manchen "Tätern" ja hunderte Mahnungen für die letzten 3 Jahre schicken (bei mir zum Glück nicht, aber bei manch anderem sicherlich schon).


    Ich weiss halt nicht, was am wahrscheinlichsten ist.
    Möchte Waldorf Frommer eben auch die Leute von einer Wiederholung abschrecken und lässt geläuterte in Ruhe in dem Wissen, dass sie sowas nie mehr machen werden, oder hauen die alles raus was eine Loggingfirma in den letzten 3 Jahren gesammlt hat?


    Oh je, so ein langer Beitrag :(


    kleines post scriptum:
    angenommen man schickt die modifizierte Unterlassungserklärung fristgerecht und fügt direkt eine Vergleichsbitte bei, um auch die Zahlungsbereitschaft zu signalisieren, wie stehen die Chancen ohne [lexicon]Anwalt[/lexicon] einen Vergleich auszuhandeln? Besser oder eher schlechter? Oder in beiden Fällen gleich Null?


    zweites p.s.:
    "Dr. Wachs: Grundsätzlich ist dies davon abhängig, wie die Unterlassungserklärung genau formuliert wurde. Auch entscheidend kann sein, ob aus einer vorherigen „ver-gleichsweisen“ Zahlung ein Schuldanerkennt-nis formuliert werden kann. Damit könnte näm-lich der Schadensersatzanspruch auch im Folgefall begründet werden."
    Schicke ich die modifizierte Unterlassungserklärung und verweigere ich nicht die Zahlung, sondern bitte um Vergleich, erfülle ich dann genau diese Anmerkung und gebe damit ein Schuldanerkenntnis ab?
    Oder gibt es auch ein vorformuliertes Vergleichsschreiben, damit man einen Vergleich anstreben kann, ohne sich mit dem Zahlungswillen tiefer reinzureiten?
    Man möchte schliesslich Bereitschaft zeigen und "Frieden schliessen", nicht Tür und Tor für eine Abmahnwelle öffnen :-(

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