Beiträge von Werniman

    Umsonst arbeiten die Anwälte mit Sicherheit nicht. Es hat sich lediglich das Verhältnis aus dem verändert, was Anwalt und was Rechteinhaber bekommen. Sie nennen´s halt inzwischen nur anders. Mit anderen Worten: Früher hat der Rechteinhaber 600 und der Anwalt 300€ vom Kuchen abgekriegt...inzwischen ist aber durch die Rechtslage der Kuchen geschrumpft und er wird einfach nur anders geschnitten :-D

    Wenn man sich mal die Urteile der letzten Jahre anschaut, scheint sich Waldi halt relativ sicher zu sein, weiterhin genug weldfremde Depp..äh...Richter zu finden, die auf seine merkwürdige Argumentation des Geschehensablaufes und der Möglichkeiten zur Prüfung seitens des Anschlußinhabers hereinfallen. Wer die Urteile regelmäßig verfolgt, kennt die Argumentation ja sicher:
    a) Zugang zum Internetanschluß hat in der Regel NUR der Anschlußinhaber.
    b) Sollten tatsächlich andere Nutzer Zugang haben, dann ist es der Normalfall,dass der Anschlußinhaber permanent danebensteht und ihn überwacht
    c) Kinder und Frauen haben generell nicht das technische Wissen oder das Interesse, urheberrechtlich geschützte Werke zu konsumieren und anzubieten.
    d) Anschlußinhaber haben jederzeit vollumfänglichen Zugang zu den internetfähigen Geräten der Mitbenutzer. Auch wenn diese inzwischen ausgezogen sind und irgendwo am A... der Welt wohnen.
    e) Auch nach Jahren ist eine Untersuchung der Internetgeräte auf Spuren der Verletzungshandlung auf jeden Fall verfolgversprechend.
    f) Mitnutzer werden die Tat auf jeden Fall eingestehen und nicht lügen.
    g) Anschlußinhaber im Rentenalter konsumieren überdurchschnittlich oft Rapmusik und kommen daher als Anbieter solcher Werke in Frage.
    h) Es entspricht gängigem Verhalten, dass man den Rechner daheim in Deutschland fürs Filesharing laufen lässt, während man selbst gerade in Australien die Kängurus erschreckt.
    Usw,usw.

    Fassen wir mal wieder zusammen:
    Mitnutzer leugnen=>Anschlußinhaber ist Schuld
    Keine Spuren auf dem Rechner des AI=>AI ist Schuld
    Mitnutzer rücken ihre Geräte nicht zur Analyse raus=>AI ist Schuld
    AI gar nicht daheim=>AI ist Schuld
    AI hat gar keinen Rechner=>AI ist Schuld,könnte ja das Handy benutzt haben
    Mittäter geständig,aber nicht greifbar=>AI ist Schuld
    Mittäter mittellos=>AI ist Schuld.

    Ich würde mir mal wünschen, dass endlich mal ein Richter die Eier in der Hose hat, von Waldi eine Begründung zu fordern WELCHE Indizien GEGEN eine Täterschaft des AI sprechen sollen. Bislang hat Waldi ja einfaches Spiel...er muss einfach nur mit dem Finger auf jemanden zeigen und schon springen die Richter.

    Die "Kreativen" sollten aber bedenken,welche Werbewirkung ihnen dadurch entgeht, wenn sie defacto jede Möglichkeit unterbinden, "ungehmigte Veröffentlichungen" zu publizieren. Letztendlich sorgt die Verbreitung von Werken über "ungenehme Wege" auch dafür, dass die Konsumenten das Werk u.U. auch mal auf normalem Wege erwerben.
    Ein Beispiel: 2001 kam "Der Herr der Ringe" in die Kinos, damals hab ich mir den Film in einer Tauschbörse runtergeladen. Klingt erstmal nach "Böser Bursche". Allerdings gefiel mir das Werk so gut, dass ich mir den Film und seine Nachfolger auch nochmal im Kino angekuckt habe. Im Laufe der Jahre kamen erst die Kinofassungen auf DVD in meinen Besitz,danach die Extended-Fassungen, später auch noch die Blurays. Ähnlich war es bei "Der Hobbit" und seinen 2 Nachfolgern. Sprich: ich hab einmal etwas Unerlaubtes getan und dem Produzenten in der Folge 6 Kinobesuche, 6 DVD- und weitere 6 Bluraykäufe später eingebracht. Hab ich dem Produzenten nun Kohle gekostet oder in der Summe eingebracht ?

    Debcon ist ja nun auch schon eine Weile im Abmahnbusiness tätig. Allerdings müsste ich schon sehr lange überlegen, wann zuletzt in Zusammenhang mit dieser Bude mal von einer Klage berichtet wurde. Mit viel Wohlwollen gabs in den letzten Jahren vielleicht 2-3 Klagen und eine ebenfalls kaum nennenswerte Zahl an nichtssagenden Mahnbescheiden als lachhafter Versuch, sich den Touch eines ernsthaften Gegners zu verpassen.

    Letztendlich dreht es WF, wie sie´s gerade brauchen. Wenn man sich mal allein die Urteile der letzten Monate anschaut, hatte wir schon so ziemlich jede Konstellation dabei, in der der Beklagte wegen Nichterfüllung der sek.Darlegungslast verurteilt wurde:
    -AI hat keine Nachforschungen angestellt
    -AI hat Mitbewohner beschuldigt,ohne Namen zu nennen
    -AI hat gezielt Mitbewohner genannt, der hat die Tat aber abgestritten
    -Mitbewohner hat die Tat gestanden, bei ihm ist aber finanziell nix zu holen oder er ist nicht greifbar,da verzogen
    - AI nachweislich ortsabwesend,der einzige Täter mit Möglichkeit zur Tatbegehung streitet es aber ab
    -Nachforschungen angeblich nicht weitreichend genug
    usw usw.

    Kurz gesagt: Waldorf trotz "Beweisen dubioser Herkunft" mit dem Finger auf jemanden und der faktisch keine Möglichkeit der Gegenwehr.
    Ich hab mal die Probe gemacht: allein in den 2min, in denen ich hier diese Zeilen schreibe, hat mein Portscanner im zur Telekom gehörenden IP-Bereich 217.x.x.x 19 IPs mit einem offenen Port 6881 gefunden. Das bedeutet, dass die User dort mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit gerade ein Filesharingprogramm laufen haben. Was hindert mich daran, zu behaupten, dass von dort Filesharing betrieben wurde,wenn kein Richter nach weiteren Beweisen fragt und dem Beklagten keine Möglichkeit bleibt, seine Unschuld zu beweisen ?

    Dann fragen wir unseren Fanboy doch mal ganz direkt: WIE soll der Anschlußinhaber nachweisen, dass es der Gast war ? WF zieht die Nummer mit der Nichterfüllung der sekundären Darlegungslast vor Gericht ja konsequent durch, also sollte man in München auch endlich mal mit Aussagen rausrücken können, WIE denn dieser Nachweis praktisch aussehen soll. Denn um zum Passus "sek.Darlegungslast nicht erfüllt" kommen zu können, müsste ja erstmal irgendein Maßstab existieren, an dem die Erfüllung gemessen wird. Und komm bitte nicht mit "forensischen Untersuchungen" des vermeindlich benutzten Rechners, denn die sind Monate nach der Tat absolut sinnfrei und beweisen genausowenig wie ein Flugticket als Abwesenheitsnachweis.
    Fakt ist, dass es WF offenbar piepegal ist, ob tatsächlich der wirkliche Täter zur Rechenschaft gezogen wird, sondern für die Münchner lediglich zählt, dass überhaupt jemand rechtlich greifbar ist.

    Man stelle sich das mal aufs Strafrecht übertragen vor: der Staatsanwalt weiß, dass der Fahrer eines schwarzen Golfs Unfallflucht begangen hat...aber weil der sich im Ausland aufhält,wird einfach der Verleiher des Autos zur Rechenschaft gezogen,obwohl er Angaben gemacht hat, wo der Täter zu finden ist.

    Ich kann die Empörung von wolf1492 schon verstehen. Gerade bezüglich der Abmahnungen von Werken, für die sich irgendwelche Rechtetrolle (nein..nicht die AfD! :-)) die Vertriebsrechte gesichert haben, aber das Werk weder selbst vertreiben,noch die Absicht dazu haben. Nun, in Sachen Unterlassungsanspruch und Anwaltskosten mag das keinen Unterschied zu "normalen" Abmahnungen machen, in Sachen Schadensersatz hingegen schon.

    "...die Seite in Steffens Sinne weiterführen"...und das von einem Anti-Abmahnantwalt ? Ich glaube, da will sich entweder einer selbst aus dem Business abschießen oder er hat nicht gemerkt, in welche Richtung sich die Seite in den letzten paar Jahren entwickelt hat.

    nun lass es bitte mal gut sein, zu jedem Post Deinen/einen Kommentar dazuzusenfen.

    Wenn Dir langeweilig ist, werfe 1 € in die Parkuhr und erzähle der von Deinen persönlichen Ansichten/Problemen

    Dieses Forum hier ist aus einem Forum in einer Zeit entstanden, wo Du Deinem Geschreibsel nach noch nicht einmal Luft geatmet, sondern nur über die Nabelschnur kennen lernen durftest.

    Also gut jetzt!!1!


    Ach...habe ich den Steffen-Fanboy etwa verärgert ? Von so ´nem Troll wie dir lasse ich mir hier noch lange nicht das Wort verbieten. Wenn ich das Bedürfnis habe, meine Meinung zu sagen, dann tue ich das, auch wenn es dir nicht in den Kram passt. Wenn es dich stört, dann musst du dieses Forum hier ja nicht mehr länger nutzen. Wäre sicher auch im Interesse der meisten anderen User hier.

    Ein Verlust für die Forenwelt ? Jein. Höchstens in der Hinsicht, als dass er in seinem wöchentlichen "Update" von Urteilen berichtete, von denen in anderen Foren nichts zu lesen war. Auch wenn die Art und Weise der "Besprechung" dieser Urteile eines Forums GEGEN den Abmahnwahn eher zuwider war. Auf seine dümmlichen Bildchen und Hetztiraden gegen Ex-User/Kritiker/andere Foren am Schluss jedes Wochenupdates kann man hingegen gerne verzichten.

    Dass Waldi bei Altfällen inzwischen frech die Abmahnkosten als Schadensersatz mit in den MB schreiben lässt, wissen wir ja. Gabs inzwischen eigentlich auch schon Klagen,wo er das gemacht hat und gar damit durchgekommen ist ? Nach meinem Rechtsempfinden würde ich anstelle des Richters so einen Fall allein schon wegen so einer Sache abweisen.

    Ok...es ist noch früh am Morgen und ich habe schlecht geschlafen. Aber wenn ich das richtig verstehe, hat der EuGH der Contentindustrie einen Persilschein ausgestellt, fröhlich weiter abzumahnen und einfach den Anschlußinhaber zur Verantwortung zu ziehen, wenn er den technisch defacto für Privatleute unmöglichen Beweis nicht erbringen kann, dass es ein Dritter war.

    Fassen wir mal die Urteile zusammen, die WF so in den letzten Jahren bezüglich der sekundären Darlegungslast so erwirkt hat:
    1.AI hat Mitnutzer befragt, keiner hats zugegeben=>AI haftet
    2.AI hat Mitnutzer befragt, keiner hats zugegeben, forensische Untersuchung der Rechner nicht erfolgt=>AI haftet
    3. AI hat Mitnutzer befragt, keiner hats zugegeben, forensische Untersuchung erfolglos =>AI haftet

    4. AI hat Mitnutzer befragt, keiner hats zugegeben, forensische Untersuchung nach Waldis Meinung nicht gründlich genug =>AI haftet
    5.Mitnutzer hat Tat eingeräumt, bei ihm ist aber nichts zu holen (da minderjährig oder wohnhaft im Ausland)=>AI haftet
    Das könnte man noch beliebig fortsetzen. Will sagen: Waldi dreht sich alles so, dass letztendlich immer der AI der Dumme ist, sogar wenn ein Dritter die Tat eingeräumt hat. Nur eins hat Waldi bisher nie getan: irgendwann man genau gesagt, WIE die Nachforschungen aussehen sollen, damit sie erfolgversprechend sind. Ich bin selbst in der IT-Branche tätig,aber selbst ich hätte Mühe, Monate nach der Tat noch herauszufinden, ob sich eine bestimmte Datei jemals auf einem Rechner befunden hat. Geschweige denn, ob sie jemals über diesen Rechner verbreitet wurde.

    Das wird bei Sachen wie Einwurfeinschreiben lustig, wenn der Briefträger den Eingang beim vermeindlichen Empfänger bestätigen soll, aber außer der Wohnungsnummer kein Indiz hat,ob da tatsächlich der Empfänger wohnt, für den das Schreiben gedacht ist. Die Wohnungsnummer bleibt immer gleich, der Bewohner nicht unbedingt. Und gerade wenn man Sachen per Einschreiben bekommt (was ja eher negative Sachen sind), ist es oft im Sinne des Empfängers nicht wirklich erreichbar zu sein :-).

    Laut Anwalt verjährt zum 01.01.19 nur die Anwaltskosten, nicht aber die Schadensersatzforderungen :(

    Richtig. Ich weiß nicht, wie Fareds in Sachen Mahnbescheide/Klagen vorgeht, aber zumindest WaldorfFrommer hat keine Scheu, nach Verjährung der Anwaltskosten diese in einem Mahnbescheid einfach trotzdem mit einzufordern. Allerdings werden Forderungen in einem MB vom Gericht nicht geprüft, von daher bleibt abzuwarten, ob Abmahner diese Strategie auch tatsächlich später noch klagen.

    Natürlich hat ein Anwalt "immer" Recht.

    Na...DA kann man wohl auch unterschiedlicher Meinung sein. Gerade in Fällen,wo es um kleinere Beträge geht (gemessen am Einkommen eines Anwaltes :-) ),empfehlen Anwälte fast immer erstmal einen Vergleich,auch wenn die Rechtslage im Einzelfall keinesfalls zugunsten des Gläubigers steht. Sicher, letztendlich entscheidet der Mandant, wie es weitergeht, aber warum wendet man sich denn an einen Anwalt ? Richtig,weil man möglichst kostengünstig aus so einer Sache rausgehen will. Und die ist bei ansich klarer Rechtslage meist nicht unbedingt ein Vergleich,sondern eine Klage.

    Ein Beispiel: Ich habe meinen Handyvertrag zum 31.Dezember gekündigt und eine Kündigungsbestätigung erhalten. Der Anbieter versucht aber fröhlich weiter abzubuchen und ich lasse das jedesmal mit Verweis auf den gekündigten Vertrag zurückbuchen. Rechtlich gesehen habe ich das Recht dazu, weil es keinen Vertrag mehr gibt. Finanziell gesehen habe ich hingegen nach Meinung des Anbieters xx Monatsraten Schulden bei ihm. Warum sollte ich mich also mit denen auf einen Vergleich einigen, nur weil das meinem Anwalt am wenigsten Arbeit macht ? Will sagen: man sollte sich nicht stur auf den Ratschlag eines Anwaltes verlassen.

    Ja, das ist dem sogenannten "Hausrecht" zuzuschreiben, auf welches er sich nur zu gerne berief. Besonders gerne tat er das, wenn ihn jemand auf seine heuchlerische Einstellung zum Abmahnwahn hinwies oder drauf hinwies, dass er sebst vorm LG den Schwanz eingezogen hat,während er von Forenschreibern ein Gang bis vors BGH verlangte. Wer sowas schrieb, was faktisch schon gesperrt. Das ist das, was ich damit meinte, wenn ich sein Forum gelegentlich als One-Man-Show bezeichnete.
    Es dürfte wohl auch dem sprichwörtlichen Blinden mit dem Krückstock aufgefallen sein, dass sich bei S.H. ein Wandel vom Abmahngegner zum Abmahnbefürworter vollzogen hat. Für den Abgemahnten positiv ausgegangene Prozesse wurden kategorisch kaputtgeredet, während vom Abmahner gewonnene Prozesse in den Himmel gelobt wurden, auch wenn die Argumentation der Abmahner zum Himmel stank.
    Na und vom penetranten Gehetze gegen die IGGDAW-User (insbesondere gegen dich, Princess und gegen Shual) wollen wir gar nicht erst anfangen.