Beiträge von Werniman

    So, jetzt haben wir auch ´nen MB auf die Abmahnung von 2014 bekommen. Werden erstmal ohne Angaben von Gründen widersprechen. Interessanterweise haben wir nicht den bei anderen Usern vorgeschalteteten "Zahlungsaufforderung vor Klageerhebung"-Brief bekommen.
    Damals nach der Abmahnung gabs ´ne längere Konversation mit WF (zuletzte 2017), wo die sogar sinngemäß reingeschrieben haben "Uns doch egal, wer das war. Uns interessiert nur der AI, auch wenn der nachweislich nicht mal mehr Zugang zum Anschluß hatte!". Mal wieder ein nettes Beispiel, dass WF NUR an der Kohle interessiert ist, nicht an einer Aufklärung des Sachverhaltes selbst.

    Dieses Münchner Urteil ist mal wieder ein schönes Beispiel dafür, dass es Gerichten und auch WF nicht darum geht, den wahren Täter zur Rechtenschaft ziehen, sondern unter allen Umständen der Anschlußinhaber zur Kasse gebeten werden soll. Offenbar erachtet man die Gefahr als zu hoch für WF, dass der wahre Täter sich als nicht liquid herausstellt. Welcher Gläubiger lässt schon freiwillig einen zahlungskräftigen Schuldner sausen, wenn er nicht weiß, ob der "Ersatzmann" genauso zahlungsfähig ist ? Um das zu gewährleisten, setzt sich das Gericht auch über simpelste logische und technische Aspekte hinweg.
    Die technische Leistungsfähigkeit normaler haushaltstypischer Router ist beschränkt, d.h. der eingebaute Speicher für Logfiles ist üblicherweise nicht übermäßig groß. Insofern ist es Wochen oder Monate nach der Tat ganz einfach unmöglich, noch festzustellen, welches Haushaltsmitglied eingeloggt war. Macht aber auch nix. Denn da sich Handy, Tablet&Co üblicherweise automatisch in WLANs einloggen, ist aus der bloßen Tatsache,dass die Mitbewohner daheim waren, schon faktisch der Beweis erbracht, dass ihre Geräte zumindest online waren. Und da wir alle wissen, dass Gerichte der Meinung sind,dass Internetgeräte ja auch ohne Eingreifen des Nutzers Filesharing betreiben können, ist somit faktisch eine Tatmöglichkeit gegeben. In Krimis würde man das als "Er war am Tatort und hatte die Möglichkeit dazu!" nennen.

    Selbst wenn man tatsächlich einen Anwalt einschaltet, so kratzt eine Krähe der anderen kein Auge aus. Die wenigsten Anwälte versuchen den Mandanten tatsächlich aus der Sache rauszuboxen, sondern raten nur schnell zu einem Vergleich. Passenderweise geht die beim Vergleich gesparte Summe auch gleich wieder für den eigenen Anwalt drauf. Anders gesagt: Wer auf einen Anwalt setzt, verteilt die ursprünglich geforderte Summe letztendlich nur von einer auf zwei Kanzleien, wirklich günstiger wirds aber nicht. Wozu also die Mühe ?

    Letztendlich ist keiner der diversen Verteidigunganwälte auf dem Markt dran interessiert, den Abmahnsumpf trocken zu legen. Auch nicht bekannte Kanzleien wie WBS, die zwar ganz gerne mal Verfahren bis zum BGH bringen, aber dann irgendwie immer kurz vor der Ziellinie den Schwanz einziehen und (absichtlich ?) kleine Rechtsunsicherheiten bestehen lassen, um sich nicht selbst das Wasser abzugraben. Das beste Beispiel ist wohl die sekundäre Darlegungslast, auf deren Nichterfüllung insbesondere die Kanzlei Waldorf-Frommer in so ziemlich jedem gewonnenen Verfahren herumreitet. Da das Thema sekundäre Darlegungslast auch schon beim BGH eine Rolle spielte, muss man sich fragen, warum nicht gleich klipp und klar eine Festlegung getroffen wurde, WIE die nun auszusehen hat.

    Die meiste Lebenszeit in Zusammenhang mit seinem Forum hat man gespart, nachdem man von ihm rausgeschmissen wurde. So wie alle, die nicht seine abmahnerfreundliche Meinung teilten. Das Forum ist schon zu seinen Lebzeiten nicht umsonst weitestgehend zur One-Man-Show und Wachs-Werbeveranstaltung verkommen.

    In gewisser Weise kann ich Zonks Vergleich durchaus verstehen. Was Waldi mit denjenigen macht, deren Fälle bald verjähren, sind tatsächlich Praktiken, wie sie eher von Inkassobüros und weniger von Anwälten angewandt werden.

    Bisher hat Waldi allerdings einfach den AI weiter belästigt, so als ob er solche Mitteilungen erst gar nicht liest, da es ihm bei den tausenden von Fällen eh wurscht ist.


    Wie ich ein paar Postings weiter oben schon schrieb, ist es Waldi tatsächlich egal, wer es nun war, die halten sich im Zweifelsfall lieber an den AI, weil die Rechtslage eine "Rückfalloption" auf diesen als Täter/Störer vorsieht. Warum soll sich Waldi also mit Mitbewohnern usw rumschlagen, wenn er auch einfach behaupten kann, dass er Mitbewohner es sowieso nicht war und dadurch der AI zur Kasse gebeten werden kann ? Davon zeugen auch die vielen vielen Urteile, wo Waldi auf Nichterfüllung der sekundären Darlegungslast plädiert und sogar noch Recht bekommen hat.
    Bei mir haben die damals sogar so direkt geschrieben, dass es sie nicht wirklich interessiert, wer es nun gewesen ist und wir uns jeden weiteren Kommentar dazu ersparen sollen (offenbar haben wir die zuviel Personalkapazität gekostet :-)). So gesehen ist deine Aussage also schon ganz richtig, dass es ihm einfach "wurscht" ist, wer´s nun war.

    Blödsinn....


    Wenn die BGH-Richter sagen dass es so ist, hat sich auch Waldorf daran zu halten. Und hier wird ein Rechtsbeistand auch ermahnend den Finger heben.

    Dann erklär mir mal die vielen Urteile, die hier mit schöner Regelmäßigkeit gepostet werden und in denen es drum geht, dass Gerichte die Verweise auf Mitnutzer nicht akzeptieren. Und ich rede nicht von Fällen,wo der Mitnutzer nur als Alibi vor´s Loch geschoben wird,sondern tatsächlich als etwaiger Täter in Frage kommt oder die Tat gar eingestanden hat.

    Wenn man sich jedoch die BGH-Grundsatzentscheidung vom 6.10.2016 mal zu Gemüte führt hier, sehr schön auch erklärt von Solmecke und Co. hier, dann sehe ich die Chancen von Johnny gar nicht so schlecht und Waldi steht auf dünnem Eis vor Gericht, oder?


    Ist aber nur meine Einschätzung als Laie, lasse mich gern belehren...

    Das ist das Problem...Waldi UND Gerichte legen diese Reichweite der sekundären Darlegungslast sehr individuell aus, obwohl der BGH es ja eigentlich schon ganz gut formuliert hat:

    "Der Anschlussinhaber genügt seiner sekundären Darlegungslast vielmehr dadurch, dass er dazu vorträgt, ob andere Personen und gegebenenfalls welche anderen Personen selbständigen Zugang zu seinem Internetanschluss hatten und als Täter der Rechtsverletzung in Betracht kommen."

    Heißt in der Praxis: Waldi sagt, dass ihm der Hinweis auf die Mitnutzer nicht reicht und daher die sekundäre Darlegungslast nicht erfüllt wurde und genügend unterbelichtete Richter springen anstandslos durch diesen Reifen. Das ist so ´n typischer Fall von "Vor Gericht und auf hoher See ist man n Gottes Hand!".

    Ich würde mir endlich mal wünschen, dass mal ein Richter Waldi fragt, WELCHE Sachen denn seines Erachtens erfüllt werden müssen, damit dieser die sekundäre Darlegungslast als erfüllt sieht. Wenn man sich mal die Urteile zugunsten von Waldi anschaut, liest sich das immer gleich: Darlegungslast nicht erfüllt, Darlegungslast nicht erfüllt, Darlegungslast nicht erfüllt. Der gesunde Menschenverstand sagt einem ja schon ganz von alleine, dass Waldi dann auch sagen können müsste, unter welchen Bedingungen er diese Darlegungslast als erfüllt ansieht.
    Idiotische Methoden wie eine forensische Untersuchung des "Tatrechners" sind in der Regel jedenfalls keinesfalls zielführend.

    Tja...das ist das Problem, Johnny. Denn wenn man die ganzen Urteile von Waldi mal Revue passieren lässt, dann merkt man, dass es denen piepegal ist, wer nun der Täter ist. Es wurden in der Vergangenheit auch schon Anschlußinhaber verurteilt, *obwohl* der wahre Täter sogar geständig war und die Tat eingeräumt hat. Wenn du nun sagt "Es könnte Person B gewesen sein!" wird Waldi wohl einmal mehr auf der Nicht-Erfüllung der sekundären Darlegungslast herumreiten. Will sagen: der Umstand,dass es einen alternativen Geschehensablauf gegeben hat, schreckt Waldi nicht wirklich ab. Und leider finden sie immer wieder bescheuerte Richter, die so einer Argumentation folgen. Oder wie was_ihr_volt so treffend geschrieben hat: "eh wurschd...mochn eh wos wuin".


    Ich kenne aber einen Fall aus dem erweiterten Bekanntenkreis, wo ein stocksauerer AI dem Waldi den Namen des Übeltäters schriftlich mitgeteilt hat, und trotzdem alles weiter nach Schema F ablief. Daher meine Vermutung dass Waldi die Briefe seiner Opfer gar nicht liest, sondern ausschließlich auf die Masse setzt. Das sollte ihn aber vor Gericht dumm ausschauen lassen.

    Oh...das kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Wir haben im 1.Durchgang der Kommunikation (d.h. in der Zeit nach Ergang der Abmahnung) jedesmal die ganzen "Argumente" von Waldi bis ins kleinste Detail auseinandergenommen und mit Urteilen widerlegt. Und das gleich mehrfach. Wir haben sogar den Namen des Täters klipp und klar genannt, aber daran scheint Waldi kein Interesse zu haben. Das hat bei denen offenbar ganz schön Personalresourcen gefressen. Stattdessen schrieb Waldi sinngemäß, dass sie keine weitere Kommunikation mit uns wünschen und es ihnen ziemlich egal ist, ob es der Anschlußinhaber war oder ein Mitbewohner.
    Einen besseren Beweis kann man wohl nicht mehr kriegen, dass Waldi nicht an einer Aufklärung interessiert ist, sondern für die nur zählt, dass überhaupt irgendwer bezahlt. Wenn man das mal auf das Strafrecht überträgt, dann ist das so, als würde der Staatsanwalt sagen, dass ihm die Bestrafung des Täters egal ist und er nur sehen will, dass überhaupt einer in den Knast geht.

    Ich hab jetzt auch wieder ein "Erinnerungsbriefchen" bekommen, werde es aber vorerst ignorieren.Ebenfalls ein Fall, wo der Aufwendungsersatz verjährt ist, der Schadensersatz aber noch nicht.

    Ich muss mal ein paar Fragen stellen,um mich ein wenig auf den aktuellen Stand zu bringen, die vielen Postings hier machen die Sache langsam unübersichtlich:
    Aaktuell scheinen ja vermehrt Mahnbescheide zu ergeben. Aber wie schauts in Sachen Klagen aus...gabs nun schon Klagen in Fällen, wo der Aufwendungsersatz verjährt war,nicht jedoch der Schadensersatz ?


    Wenn ich mir mal die Urteile anschaue, in denen der AI verurteilt wurde, obwohl der wahre Täter genannt wurde, drängt sich ein bestimmter Verdacht auf: WF scheint die Entscheidung, wen sie nun verklagen, davon abhängig zu machen, für wie finanzkräftig sie den präsentierten Täter halten oder ob dieser rechtlich noch greifbar ist. So einen Fall gabs vor einiger Zeit mal, da war der geständige Täter inzwischen im Ausland und WF hat stattdessen den AI verklagt. Insofern halte ich es für keine besonders gute Idee, WF im Vorfeld solche Infos mitzuteilen.

    Wie reagiert Waldi eigentlich, wenn der Täter ein Schuldeingeständnis abgibt ? Zumindest der gesunde Menschenverstand sagt einem ja, dass WF dann sagen sollte "Ok, dann halten wir uns ab nun an den!".

    Einem Mahnbescheidwiderspruch muss keine Begründung beigelegt werden. Welche Gründe man für den Widerspruch hat, kann die Gegenseite in einem Prozess erfahren, so sie wirklich dran interessiert sind. Insofern liegt es nicht im Ermessen von DS, welche Gründe für einen Widerspruch "ausreichend" sind und welche nicht. Und mit dem Kommentar, dass es nun evtl. an ein Inkassounternehmen (!) abgegeben wird, disqualifiziert sich dieser Pausenclown einmal mehr als wirklich ernstzunehmender Gegner.

    Ich denke auch, dass die Zahl derer, die tatsächlich abgemahnt werden, überschaubar sein wird. Schon allein deswegen, weil Waldis Anteil am Kuchen verjährt ist.

    Für den Anfang würde mir persönlich mal ein Urteil genügen, in dem Waldi endlich mal offenlegen muss, WIE denn die sekundäre Darlegungslast detailliert erfüllt werden soll. Denn in den Urteilen der letzten Monate heißt es ja immer nur "sekundäre Darlegungslast nicht erfüllt!". Doch dazu bedarf es erstmal eines technik-affinen Richters, der sich gut genug mit der Materie auskennt, um die klischeehaften Vorstellungen, was technisch machbar ist und was nicht, als Bullshit zu erkennen und von Waldi eine Erkärung fordert, was denn nun zur Erfüllung ausreicht. Es ist nun mal im privaten Bereich nicht möglich, Monate nach der Tat noch nachzuvollziehen, wer wann auf welcher Seite unterwegs war. Da hilft auch keine Inanspruchnahme irgendwelcher Experten, wie Waldi so gerne fordert.

    Auch ein bißchen soziale Kompetenz vom Richter wäre hier nötig, um Waldi endlich mal in seine Schranken zu weisen. Etwa dass die normale Internetnutzung eben NICHT so aussieht, dass der AI beim Surfen im Netz ständig danebensteht und auch unbegrenzt Zugang zu den Rechnern der Mitbenutzer hat.
    Selbst wenn die soziale Kompetenz des Richters nicht allzuweit her ist, würde oft schon ein bißchen Logik helfen, um auf den tatsächlichen Täter zu schließen. Wer konsumiert mit höherer Wahrscheinlichkeit das abgemahnte Bushido-Album....der 57jährige AI oder sein 18jähriger Sohnemann ?

    Das Problem ist aber letztendlich immer wieder das Gleiche: Waldi schafft es immer wieder, die unterbelichteten deutschen Richter vollzutexten, daß sie mit schöner Regelmäßigkeit den AI ersatzweise zu Schuldigen erklären. Besonders dann scheinen sie das gerne zu machen, wenn sie merken, dass bei demjenigen, der ernsthaft als Täter in Frage kommt, finanziell nichts zu holen ist (minderjährige Kinder) oder der Täter nicht mehr greifbar ist (etwa ins Heimatland zurückgekehrte Ausländer). Will sagen: darum, den TÄTER zu belangen, gehts Waldi nicht mal ansatzweise. Hauptsache, es zahlt überhaupt einer.

    Jap, das sehe ich auch so. Das Ganze ist ein riesen Business, an dem auch die "Retter in der Not" bestens mitverdienen, also keinesfalls die barmherzigen Samariter sind, die sie vorgeben zu sein.


    Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Auch die verteidigende Zunft hat nicht wirklich ein Interesse daran, der Abmahnbrut das Handwerk zu legen. Stattdessen wird selbst in Fällen, wo die Sachlage für den Abgemahnten ganz gut steht, lieber vorschnell auf einen Vergleich gedrängt,statt sich für den Mandanten einzusetzen. Und dafür soll man einen Anwalt einschalten ? Einen Vergleich kann man auch selbst aushandeln, da braucht man keinen Anwalt, wenn der sowieso nichts tun will.

    Ich kann nicht pauschal für alle Bundesländer sprechen, aber zumindest hier in Thüringen ist es so, dass solche Urheberrechtssachen auf ein einzelnes Gericht konzentiert werden. Sprich: alle Urheberrechtsfälle werden an das Amtsgericht Erfurt abgegeben. Ich denke, dass in anderen Bundesländern ähnliches praktiziert wird.

    Die passen sich damit wohl eher der gängigen Rechtsprechung an, wonach einige Gerichte ein Aufsplitten der Alben in einzelne Songs als rechtmäßig ansehen. Dieses Spiel kann paranoide Züge annehmen. Wahrscheinlich würden die auf Filme für jeden Darsteller einzeln abmahnen :-D

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