Beiträge von prism

    Hallo,


    würde mich freuen, wenn ich hier eine Einschätzung bekommen könnte, wie es wohl weitergehen könnte in einem Fall wie meinem, bei dem ebenfalls Rhein Inkasso und RA Edelmaier vorkommen.


    Nach Abmahnung von FAREDS in 2013 für ein amerikanisches Unternehmen, auf die ich per RA geantwortet hatte (mit UE), hatte ich von Rhein Inkasso Mitte 2018 eine Forderung bekommen, die neben Schadenersatz, Verzugszinsen und Inkassokosten sogar RA Honorar von 2013 aufführte.


    Nach einem Schreiben von mir, in dem ich (naiver weise?) darauf hingewiesen habe, dass der Abmahnende damals auf das Anwaltsschreiben gar nicht reagiert habe, und damit die Sache vom Tisch sein müsste, bekam ich ein Vergleichsangebot ("bei Kostenaufhebung" , "wechselseitige Forderungen erloschen"), was ich ignorierte.


    Vor ca. 1 Monat kam dann ein Mahnbescheid von Rhein Inkasso mit Prozessbevollmächtigten RA O. Edelmaier, nun im wesentlichen über den Betrag der Schadensersatzforderung. Interessant mag dabei der Hinweis zur Hauptforderung sein:


    "Die Forderung ist seit dem [xx.xx].19 an den Antragsteller abgetreten bzw. auf ihn übergegangen.

    Früherer Gläubiger [...]


    Der Antragsteller hat erklärt, dass der Anspruch von einer Gegenleistung abhänge, diese aber erbracht sei."


    Beim letzten Satz kommt man ins Grübeln, wie hoch die Gegenleistung wohl war im Vergleich zum Schadensersatzanspruch, oder?


    Dem Mahnbescheid wurde vollständig widersprochen.


    Nun kam vom RA O. Edelmaier ein Vergleichsangebot mit zu unterschreibendem "Anerkenntnis und Vergleich". Während sich das Anschreiben noch auf Mahnbescheid und Widerspruch bezieht, gibt das eigentliche Vergleichsdokument (wahlweise auch in 2. Version als Ratenzahlung) nur das Aktenzeichen der Rhein Inkasso an, sowie:


    "

    1) Der oben genannte Schuldner verpflichtet sich, auf die obige Forderung einen Betrag in Höhe von [...] bis spätestens [...] vorbehaltlos zu zahlen. Maßgeblich ist der Geldeingang auf dem unten genannten Konto. Mit dieser Zahlung erkennt der oben genannte Schuldner die Forderung an.

    2) Die Parteien sind sich mit Zahlung des in ZIffer 1) genannten Vergleichsbetrages einig, dass sämtliche gegenseitigen Ansprüche aus dem streitgegenständlichen Rechsverhältnis abgegolten und erledigt sind.

    Die außergerichtlichen Kosten, einschließlich der Kosten des Vergleichs, werden gegeneinander aufgehoben, d.h. jede Partei trägt ihre Kosten selbst.

    Dieser Vergleich wird hinfällig, wenn der genannte Vergleichsbetrag nicht fristgerecht eingeht.

    "


    Meine Fragen hierzu:


    - Ist die entgeltliche Abtretung an das Inkassounternehmen nach derzeitigem Stand überhaupt rechtens?


    - Könnte es im späteren Verlauf rechtlich Nachteile wegen der unterschriebenen "Anerkennung" Probleme geben, wenn man diesen Vergleich annehmen würde, um nun endlich Ruhe zu haben. Oder wäre dieser Fall damit tatsächlich erledigt?


    Gruß


    PS: "Sorry" für die Länge des Posts.