Beiträge von kirschbluete239

    Habe ich das richtig verstanden, dass der MB vor 7 Jahren ausgestellt wurde und du diesem nie widersprochen hast? Also damals auch zurück mit „Empfänger unbekannt“?

    Nein, da habe ich mich wohl nicht klar ausgedrückt. Der erste MB kam Ende letzten Jahres. Aber ja, da dieser mir nicht zugestellt wurde sah ich bisher keinen Grund dem zu widersprechen. Das mit der Zustellung ist sone Sache da ich auch nicht weiß wie das Mahngericht mit zurückgekommenen, ungeöffneten MBs umgeht. Den Kopf zerbrechen tue ich mir über solche Fragen allerdings nicht, dafür geht es um zu wenig Geld.

    Was passiert eigentlich, wenn der MB zurück ans Gericht geht mit "Empfänger unbekannt"? Gibt es da Erfahrungen? Was macht das Gericht mit dem zurückgekommenen MB? Geht der an WF? Geht WF den Weg und sucht einen übers Meldeamt? Wie weit würden sie gehen, wenn man z.B. in Dtl. abgemeldet ist und im Ausland lebt? Jemand ähnliches durchgemacht?

    Ähnliches bei mir.


    MB wurde an ein Familienmitglied zugestellt das nichtmal in der gleichen Stadt wohnte, nur den gleichen Nachnahmen hatte. Gemeldet war ich da seit 10 Jahren nicht mehr, also gibts auch keine Erklärung so richtig außer Schlampigkeit für die fehlerhafte Zustellung. Der Fall ist ca. 7 Jahre alt. Ging 2x zurück über die Post Anfang des Jahres (aber ohne Rück-einschreiben oder sowas falls es das gibt). Seitdem Ruhe an der MB Front.


    Inzwischen wohne ich in einem anderen Bundesland, anderer Name. Vollstreckt wurde noch nichts, auch ist niemand bei meinem Familienmitglied vorbeigekommen und wollte etwas pfänden. Mein Anwalt hat WF mal ein Brief geschrieben das wir nichts von einem MB wüssten, aber darauf wurde nicht reagiert. Jetzt hat WF meinem Anwalt wieder einen standard Bettelbrief mit neuer Zahlungsaufforderung zukommen lassen. Bin stark geneigt das einfach weiter auszusitzen bis die meine neue Adresse haben und dann geht das Spiel mit MB wieder von vorne los. Bis dahin habe ich keine Lust was zu unternehmen. Mein Anwalt hat vorgeschlagen beim Mahngericht die fehlerhafte Zustellung anzukreiden und diesem dann zu widersprechen. Aber ich streube mich nach wie vor davor deren Hausaufgaben zu machen. Das würde ich auch erst machen wenn die glauben das sie bei meinem Familienmitglied wo ich seit 10 Jahren nicht mehr gemeldet war ernsthaft dort versuchen etwas zu vollstrecken.


    Gruß

    Der Anwalt war schon bezahlt vor x Jahren, waren auch nur 100-200€. Er betreut auch mehrere solcher Fälle.


    Klartext:

    Titel des Schreibens: "Aufforderung zur Zahlung"

    Erster Absatz: "Die gerichtliche Auseinandersetzung wurde zwischenzeitlich abgeschlossen."

    Und direkt weiter: "Im Ergebnis steht somit fest, dass (ich) im Hinblick auf die Hauptforderung einen Betrag i.H.v. 1.xxx € plus Zinsen leisten muss."


    Kann ich es als Standard-Bettelbrief abhaken?

    Den 9-Punkte Plan habe ich mir nochmal genauer angeschaut. Nun bin ich ja theoretisch bei Punkt 8 und ich habe ja neben Option 'Aussitzen' (9) noch nach wie vor die Option mich für etwa 60% zu vergleichen (zu versuchen) sollte es wirklich zu einem tatsächlichen Prozess kommen. Wann hat man so eine Option nicht mehr? Das letzte was ich natürlich haben will für so einen kleinen Betrag ist das ich meinen Anwalt noch bezahlen muss für einen Prozess, das steht natürlich in keinem Verhältnis zur Streitsumme.


    Danke.

    WaldiWurst


    Das aktuelle Schreiben ist eine "Aufforderung zur Zahlung". Soweit so gut. Nun steht im ersten Absatz das die gerichtliche Auseinandersetzung zwischenzeitlich abgeschlossen wurde.


    Von welcher Auseinandersetzung ist hier die Rede?

    Daher die Verwunderung vom Anwalt. Abgesehen von ungeöffneten und zurückgeschickten MBs gab es nichts. :rolleyes: Daher meine Bedenken das gewisse Ereignisse passiert sind von denen ich und mein Anwalt absolut nichts mitbekommen haben.


    Bezüglich MB: woher kommt dann die Notwendigkeit beim MB das richtige Kreuz zu setzen und zurück zu schicken wenn das eh nur heiße Luft ist? Ich weiß ja nicht was drin steht ... ;)


    Danke.

    aha...na dann...

    ein Blick in Dein Hausaufgabenheft bzw. in die ZPO hätte doch genügt um festzustellen, dass ein Vollstreckungsbescheid nicht zwingend ist, um Forderungen beizutreiben.

    Egal ob berechtigt oder nicht. Und eben das, wird in einer Zahlungsklage festgestellt.

    Nun, das gelernte Privatrecht hat wohl nur anekdotischen Wert wenn man unter 'richtigen' Juristen ist. Darauf bilde ich mir nicht zu viel ein, keine Sorge.

    Ich kann dem ersten Teil deiner Ausführungen nur teilweise folgen. Klar ist mir nur das ein (zugestellter) MB nichts über die Berechtigung der Forderung aussagt. Man liest ja nur ständig wie wichtig es ist dem MB zu widersprechen. Die Frage ist ob der MB mir noch zugestellt wird? Oder ob davon ausgegangen wird das ich den MB bekommen, aber ignoriert hätte. Ich kann nur nachweisen das ich dort nicht wohne, reicht das? Oder habe ich hier was versäumt den MB einfach explizit abzulehnen auch wenn er an die falsche Adresse ging?


    Ich entnehme eurer beiden Aussage das es wohl sinnvoll ist es weiter drauf ankommen zu lassen (2.). Warte ich jetzt auf einen neuen MB oder soll der Anwalt das Mahngericht rügen lassen für die falsche Zustellung (was soll das bringen)?


    Danke euch beiden. :thumbup:

    Hallo,


    Meine Historie: 8 Jahre alter Fall. Anwalt mod. UE an WF, sonst keinerlei Kommunikation. Ich bin beim MB angelangt, mit folgender Komplikation:


    - Zwei Mal wurde ein MB meinen Eltern zugestellt wo ich seit über 10 Jahren nicht mehr gemeldet bin (zumindest hoffe ich das ich dort nicht als Karteileiche gemeldet bin, schließlich meldet man sich beim Ummelden ja 'nur' auf die neue Wohnung an und nicht explizit sondern nur implizit von der alten ab). Kann man das telefonisch beim Meldeamt abchecken?

    - Beide male wurde der MB unter Vermerk "Person unter Adresse nicht wohnhaft" ungeöffnet zur Post zurück gebracht. Post nahm unter Murren beide MBs auch wieder entgegen. Getreu des Mottos: Brief geht zurück, ich mach nicht WFs Hausaufgaben meine Adresse raus zu finden. Schließlich hatte ich Privatrecht im Studium.

    - Zusätzlich den Vermerk auf Briefkasten meiner Eltern welche Personen ausschließlich wohnhaft sind angebracht um weitere MBs gar nicht erst in den Briefkasten landen zu lassen.

    - Anwalt hat jetzt überraschenderweise Post zu Abschluss eines Gerichtsverfahrens bekommen. Ein rechtskräftiger Vollstreckungsbescheid lag weder mir persönlich, noch meinen Eltern vor.


    Laut Anwalt gibts nach wie vor die Option die geforderte Summe 1.xk € zu zahlen mit der die Sache umfassend (laut Anwalt) geklärt wäre.


    Mir graust es vor dem Hickhack nachweisen zu müssen das ich die Briefe nie bekommen habe. Dabei kann man quasi nicht gewinnen. In meinen Augen eh ein absolutes Unding das MB Briefe zugestellt werden dürfen ohne das geklingelt wird wie es beim Einschreiben der Fall ist und für das man unterschreiben muss. Dabei ist der MB noch eine Stufe mächtiger als ein Einschreiben. Und die Post die sich zufrieden gibt bei der Zustellung wenn der Nachname übereinstimmt (und der stimmt wegen Heirat auch nicht mehrüberein + anderes Bundesland).


    Natürlich bin ich noch weiter im Austausch mit dem Anwalt über andere Optionen als 'Zahlen'.

    Was empfehlt Ihr mir?


    Gruß,


    Kirschblüte

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