Beiträge von WarumFinanzieren

    Hallo,


    habe im Frühling 2019 eine Abmahnung erhalten, einen Anwalt eingeschaltet der eine modUE abgegeben hat und sonst nichts weiter. Dann kamen einige Schreiben etc.
    Nun habe ich jetzt schon einen Mahnbescheid erhalten.
    Ist das in dieser Frequenz üblich oder deutet das auf eine erhöhte Klagefreudigkeit hin?

    Das kann viele Gründe haben, z.B., dass es einfach nachzuweisen und Einiges zu holen ist, dass du an einem WF genehmen Gerichtsstand bist, dein Anwalt als einfacher Gegner eingestuft wird oder dass WF durch Zufall deinen Fall schnell durchzieht.

    Hallo,

    leider ist bei mir nun ein gerichtlicher Mahnbescheid eingegangen|| Bei Widerspruch hat der Antragsteller die Durchführung des streitigen Verfahrens beantragt. Natürlich werde ich erstmal Widersprechen aber meine Hoffnung schwindet da noch rauszukommen.

    Das ist der Standardtext bei einem MB und bedeutet nicht, dass auch ein Verfahren durchgeführt wird.


    Siehe auch https://www.mahngerichte.de/de/verfahrensueberblick.html

    Guten Tag,


    sind aus dem Urlaub gekommen und es liegt ein Schreiben "schriftliches Vorverfahren" von AG Hannover im Briefkasten. Ich soll innerhalb von 2 Wochen die Stellung dafür nehmen. Wie mache ich es? Ist es schon der Punkt an welchem man einen RA nimmt?

    Das schriftliche Vorverfahren ist schon Teil des Gerichtsprozesses. Es ist wichtig, deine Seite darzustellen und auf die Punkte in der Klage einzugehen. Typischerweise hast du 2 Wochen Zeit zu sagen, ob du reagierst, und dann noch einmal 2 Wochen für die Stellungnahme.


    Beim AG kannst du dich selbst vertreten, allerdings solltest du überdenken, ob nicht ein Anwalt Sinn macht. Jetzt ist auch die (fast) letzte Möglichkeit, sich noch mit der Klägerseite außergerichtlich zu einigen.

    Mal eine Frage, ist die Beantragung des Streitverfahrens nach Widerspruch auch abhängig vom Antragsteller des Mahnbescheids? Also gibts Erfahrungen ob WF bei einigen Antragstellern häufiger Klagen beauftragt als bei anderen?

    Du meinst, ob WF häufiger für Warner Bros als für z.B. Sony vorgehen?


    Wo sind die von dir gezahlten 150 EUR verbucht...?


    Der Schadenersatz ist von 450 auf 1000 EUR angestiegen. Die Anwaltskosten von 506 EUR wurden wegen Verjährung gestrichen.


    Du darfst das selbst entscheiden, aber ich würde nur dem MB widersprechen und nichts tun. Eventuell könntest du dem von dir beauftragten Anwalt etwas Druck machen. Warum hast du 150 EUR bezahlt für nichts? Das sollte noch unter den ehemaligen Auftrag fallen.

    ...

    Heute - am 14.08.20, fast 10 Jahre später kriege ich vom Amtsgericht Coburg ein Mahnbescheid (Prozessbevollmächtigte: WF) mit der Aufforderung den Betrag in Höhe von 1.131,20 € zu bezahlen. Daraufhin habe ich sofort den Anwalt kontaktiert, der mich damals vertreten hat. Seine Antwort per Mail (zusammengefasst von mir): Sie haben sich damals für eine Teilzahlung unter Vorbehalt entschieden, haben sich jedoch nicht verglichen (KA was er damit meint). Er empfiehlt mir eine endgültige Einigung, in dem wir einen Betrag von ca. 60% der Forderung aushandeln, den ich bezahlen soll und die Angelegenheit ist dann endgültig erledigt. Er würde von mir 200 € pauschal kriegen. ...


    Wie soll ich hier handeln? Ehrlich gesagt, habe ich keine Lust wieder Geld auszugeben. ... Irgendwie wollen hier beide Seiten profitieren, hat man so das Gefühl.

    ...

    Der Widerspruch ist schon einmal ein guter Anfang.


    Woraus setzt sich die geforderte Summe zusammen? Die Gegenseite (WF) müssen das ausweisen, sonst ist der MB ungültig. Die Anwaltskosten sollten verjährt und nicht aufgeführt sein.


    Außerdem solltest du überprüfen, für was du 1) den Anwalt und 2) die 150 EUR an WF bezahlt hast. Was sind die vereinbarten Leistungen? Wurden die von der Gegenseite erfüllt?

    Wenn der Bekannte schriftlich festhalten würde, dass er es war, und deine Mutter dieses Schreiben dann aufbewahren würde, könnte sie doch auch etwas ruhiger schlafen, oder?


    Der Vorteil ist, dass deine Mutter etwas in der Hand hat, der Bekannte und du noch keinen Kontakt zu WF brauchen.

    Ich werde erstmal widersprechen und danach versuchen eine Einigung mit WF zu erzielen.


    Edit: Der Anwalt schrieb auch, dass man null Chance hat, den Prozess zu gewinnen. Das klang 2011 aber ganz anders.

    Dem Mahnbescheid zu widersprechen ist eine gute Idee, die Frist läuft. Laut Berichten hier im Forum kannst du dich auch direkt mit WF einigen, dazu brauchst du keinen Anwalt. Allerdings musst du darauf achten, dass du nicht nur zahlst, sondern die Einigung auch rechtlich einwandfrei ist.


    Wäre es für WF so einfach, einen Prozess zu gewinnen, so würden sie regelmäßig klagen.

    Das Risiko einer modUE ist, dass du dich damit bindest. Ich persönlich würde deswegen dem MB nur widersprechen. WF haben von mir auch keine modUE und der MB war deren letzte Aktion.

    Skeezix Ich versuche es noch einmal, weil es für alle interessant ist und auf die Verteidigung Einfluss hat.


    Die §§ 383 und 384 stehen für sich alleine. Es gibt entweder persönliche Gründe (383) oder sachliche Gründe (384) die Aussage zu verweigern. Der Gesetzgeber ist effizient und definiert bestimmte Personenkreise nur einmal. Daher wird in 384 auf 383 Nr. 1-3 Bezug genommen, aber 383 und 384 stehen komplett unabhängig voneinander.


    Auch wer zu dem Anschlussinhaber nicht verwandt oder ähnlich ist, kann die Aussage verweigern. Das können u.a. sachliche Gründe sein (§ 384), weil sich sonst z.B. ein Freund der Anschlussinhaberin selbst der Tat bezichtigen müsste.

    Ich habe heute ErklärBär zum Frühstück gehabt. Daher:

    https://www.haufe.de/recht/wei…-wirkt-es_204_110190.html


    3 Rollen:

    1) Beklagter: Muss sich nicht selbst beschuldigen und tiefer in die Sche... reiten. Klar?


    2) Ehemann von 1). Muss die GG nicht bezichtigen, das wird zuhause geklärt. §383


    3) Zeuge, nicht verwandt zu 1). Muss sich nicht selbst beschuldigen und damit eine finanzielle Last für sich verursachen. Daher Zeugnisverweigerung wegen §384. Muss auch nicht Kinder oder Ehepartner belasten. Schütze deine Sippe.


    Unterm Strich:


    Du als AI musst keine Aussage machen, solltest dies aber wegen sekundärer Darlegungslast. Hattest du mehrere Freunde zum Surfen als Gast, dann war es vielleicht jemand von denen...? Diese werden als Zeuge benannt, müssen Angaben zu ihrer Person und zu ihrem Besuch machen. Wenn es zur Frage kommt, ob sie fragliches Werk via Torrent verteilt haben, dann können und sollten sie nach §384 ZPO die Aussage wegen möglicher finanzieller Nachteile (sachliche Gründe) verweigern. Machen das alle Freunde, dann ist nicht klar, wer es war. Waren es alle drei (Mord im Orientexpress)...? Es bleibt offen, für das Gericht und WF.

    Deinen Einwand schon, aber trotzdem stimme ich nicht zu. Du kennst die Bedeutung von ODER? Die ist auch hier anzuwenden. Entweder selbst schaden oder einer Person von 383 1-3.


    Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/…s_sachlichen_Gr%C3%BCnden

    Du wurdest also für 2009 abgemahnt. PP ist für peer-2-peer. Ich habe Abmahnungen mit 1nnnnn gesehen, meine eigene inklusive. Daher kann ich die These nicht widerlegen. Ich weiß auch nicht, ob Prüfziffern enthalten sind.


    Egal, WF sind Massenabmahner. Und deren +/- 160 Mitarbeiter müssen auch finanziert werden.

    Ich hatte geschrieben "Laut Medienberichten und früheren Diskussionen haben WF mal über 100000 (5 Nullen!) Abmahnungen pro Jahr verschickt."


    Hierzu ein paar Links mit entsprechender Nennung der Zahl:

    Hier heisst es 60-70 Tausend:

    https://www.derwesten.de/leben…en-sollte-id10877112.html


    Ich kann das nicht belegen, aber wird können ja mal ein Experiment machen. Wenn ihr für einen Rechteverstoss im November / Dezember eines Jahres eine Abmahnung erhalten habt und die Zahl xxxxxx aus dem Aktenzeichen der Form JJPPxxxxxx größer als 100000 ist, macht entweder ein Like oder kommentiert.

    Abmahnung wie es WF betreiben ist ein Massengeschäft. Es geht darum, mit möglichst wenig Aufwand, möglichst Viele zur Zahlung zu bewegen. Die Gerichtsverfahren sind nette PR, um im Gedächtnis zu bleiben.


    Jeder muss das für sich selbst entscheiden. WF haben keine modUE von mir bekommen. Deren letztes Schreiben war der gerichtliche MB, dann war Ruhe. Meine Chancen habe ich als recht gut eingeschätzt, da ich weder Täter bin, mich auch nicht als Störer fühle.

    Vielen Dank für diese schnelle Rückmeldung. Mal angenommen ein Gerichtsverfahren kommt für mich nicht in Frage. Dann zahle ich doch also früher oder später. Glaubt ihr nicht als "Frühverhandler" kann man eine bessere Quote erzielen? Ist denn die Wahrscheinlichkeit für "gar nicht Zahlen" ausreichend hoch, als dass es sich lohnen würde es drauf ankommen zu lassen?

    Laut Medienberichten und früheren Diskussionen haben WF mal über 100000 (5 Nullen!) Abmahnungen pro Jahr verschickt.


    Dies ist ein Kuchen, von dem viele Anwälte leben - die von WF und die der "wir machen das für dich". Zudem gibt es jetzt noch Mediatoren: Wir reichen dein Geld an WF weiter und behalten etwas davon.


    Es kostet WF Zeit und Geld, Gerichtsverfahren durchzuziehen. Durch die veränderte Gesetzeslage sind die Erfolgsaussichten nicht (mehr) gut. Für viele Abgemahnte ist daher der gerichtliche Mahnbescheid der letzte Brief. Bis dahin können WF automatisieren, anschließend erfordert es Arbeitskraft und Vorleistungen. Daher kommen nur ganz wenige Verfahren vor Gericht.


    Aussitzen ist daher recht gut. Zur Not später, vor einem Gerichtstermin, kannst du immer noch bezahlen.