Beiträge von WarumFinanzieren

    Der Abmahner hat in seinen Briefen doch bestimmt ein Aktenzeichen, Geschäftszeichen, Referenznummer angegeben? Alles gleich...


    Oben bei 2) ankreuzen, dann unterschreiben

    Ruhe bewahren. Nichts vorschnell unterschreiben und wegschicken. Nur Erklärungen unterschreiben, deren Auswirkungen du verstehst.


    Generell spielen viele Umstände herein: Wie alt ist das Kind, war es Internet-technisch aufgeklärt, hatte es die Erlaubnis online zu sein? Kämen noch andere Personen in Frage?


    Es gibt die Rollen des Anschlussinhabers (AI) und der Nutzer sowie der Störer und Täter. Wenn du als AI nicht heruntergeladen hast (Täter), dann warst du vermutlich Störer - nicht die Tat eines anderen verhindert. Allerdings haften die Störer in den meisten Fällen nicht mehr. Andererseits haften Eltern in einem gewissen Maße für ihre Kinder.


    Die Kunst ist nun für dich (wohl idealerweise per FACHanwalt), da heraus zu navigieren.

    Das Gegenangebot zeigt wieder, wie viele Abmahner arbeiten: Man kann es ja versuchen...


    Ich gehe davon aus, dass dein "wir sperren jetzt" akzeptiert wird. Wollen die vorbeikommen und nachschauen? Das Angebot mit der Sperrung zeigt auch, dass der Wegfall der Störerhaftung in diesem Fall greift - gut für dich.

    Zitat

    Ob schuldig oder nicht, ihr würdet das nicht über einen Anwalt laufen lassen, sondern mod. UE rausschicken und absitzen lassen?

    Die Störerhaftung ist überwiegend abgeschafft. Du als AI haftest also nur als Täter. Abmahner leben vom "einfachen Fang", d.h., wenige Briefe und sie haben das Geld.


    Kannst du dem Druck standhalten, dann reicht die durch dich verschickte mod. UE. Willst du schnell Ruhe, dann zahle an den Abmahner. Willst du es teuer, dann nimm dir einen Anwalt - vielleicht nicht unbedingt WBS.


    Das musst du hier nicht öffentlich beantworten, aber du solltest für dich deine Chancen einer möglichen Verteidigung einschätzen. Warst du es, war es jemand anderes? Wenn du es nicht warst, wieviele andere könnten es belegbar gewesen sein? War der Router abgesichert? War es überhaupt die richtige IP-Adresse? Kennst du die Serie?

    Die Rechtsprechung ändert sich halt ständig, aber Altfälle werden noch anders gehandhabt als neuere. Siehe dazu auch einige BGH-Urteile. Zudem gibt es hier ja keine Rechtsberatung, sondern einen Austausch unter gleichgesinnten Laien - daher ist alles mit Vorsicht zu genießen... .)

    Die Störerhaftung für WLAN-Betrieb ist abgeschafft, das betrifft IMHO auch viele der privaten Szenarien. Ich bin "Kunde" bei WF und habe keine mod. UE abgegeben, aber klar zum Ausdruck gebracht, dass ich weder Täter noch Störer bin. Ohne mod. UE ist die Klagesumme nach meinem Verständnis höher, weil nicht nur auf Schadenersatz, sondern auch auf Unterlassung geklagt werden kann.


    Zum Mahnverfahren wurde hier schon viel geschrieben. Es ist kein Austausch von Fakten, sondern nur von Formschreiben...

    Hallo,

    ich greife diesen Thread mal auf, da ich im Kreise eines Betroffenen, und wir ganz neu in diesem Gebiet sind. Ich habe mich auf diversen Seiten eingelesen, auch unter oben genannten Link. Da ich aber immerzu ältere Fälle lese, und die Rechtslage sich ständig anpasst, hätte ich sehr gerne aktuellen Rat. Außerdem bleiben trotz all dem Gelesenen noch Fragen offen.


    Meine Situation: Beschuldigter Anschlussinhaber ist definitiv nicht Täter. Höchstens eben Störer. Ich habe verstanden, dass eine mod. UE ganz klar abzugeben ist. Kann dies direkt erfolgen, ohne Rat eines Anwaltes einzuholen?

    Und an der Stelle bin ich mir sehr unsicher, wie es weitergeht. Es wurde eine Zahlungsaufforderung (Vergleich) beigefügt, mit ebenfalls kurzer Frist. Sollte man in diesem Fall also erstmal überhaupt nichts tun? (Abgesehen von der mod. UE.) Wie geht es weiter? Was muss geschehen, dass der AI sich rechtfertigt? Solange es bei Abmahnungen bleibt, sollte man da wirklich nichts tun? Wann ist dann der Moment, wann ein Anwalt hinzugezogen werden sollte? Lieber direkt, oder kann man sich diesen soweit sorglos sparen (abgesehen von der mod. UE macht man ja keine Angaben)?

    Es gibt verschiedene Ansätze bei aktueller Lage: Die einen schicken eine mod. UE mit kurzem Anschreiben und warten dann ab. Andere antworten nur kurz und streiten Täter- und Störerschaft ab. In beiden Fällen anschließend abwarten - es wurde alles gesagt.


    Der Abmahner muss nun eine Zivilklage einreichen, meist wird vorher noch ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet. Je nach Abmahner ist bei guter Erstantwort (s.o.) bereits endgültig Schluss.

    Ich denke auch, ich werde einen Anwalt nehmen und das bis zum Ende auskämpfen. Jetzt kam auch der Zweite Brief, also sind wir nun bei 2000€ plus Zinsen, plus Gerichtskosten

    Argument wäre: "Es hatten ständig mehrer Personen Zugang zum Internet, nach 8 Jahren ist nicht mehr Nachvollziehbar wer es war. "

    Hat jemand Erfahrungen damit:

    1. Wie so etwas ausgehen kann, kann es auch gewonnen werden?

    2. Wenn verloren wird, gibt es eine Chance, dass die Summe vom Gericht reduziert wird?

    Kannst du die Personen eindeutig benennen? Können die Personen als Zeugen das bestätigen? Du hattest damals beim Erhalt des ersten Schreibens eine gewisse Nachforschungspflicht wegen der sekundären Darlegungslast. Der Hinweis auf die 8 Jahre interessiert vermutlich nicht.


    Der Schadenersatz ist nur Teil der Gesamtkosten. Du kannst ja mal bei einem Gerichtskostenrechner deinen Streitwert eingeben. Ich will dir damit den Prozess nicht ausreden, würde dich gerne gegen WF siegen sehen.

    Die Verteidigung sollte sich auf die Klageschrift beziehen. Das dir Vorgeworfene solltest du dann Punkt für Punkt zurückweisen und entsprechend (juristisch!) begründen.


    Im Netz findest du durchaus Schriftwechsel. Es scheint aber so, dass du mit einem Anwalt besser dran wärst. Als Laie magst du vielleicht Recht haben, aber wegen Fehlern nicht Recht bekommen. Ein Anwalt lohnt sich aber nur bei einer gewissen Chance. Ansonsten kannst du noch versuchen die zu vergleichen, also mit WF eine Einigung auszuhandeln. Mache das aber dann, bevor Aufwände wie Arbeitszeit oder Reisekosten entstehen.

    Welche Kosten werden eingeklagt? Ist das nur der Schadenersatz?


    Kosten für einen Anwalt kannst du bei Sieg vom Gegner bekommen, je nach Anwalt und Vertrag aber evtl. nicht alle Ausgaben. Eine gute Verteidigung kann den Sieg bringen, muss aber nicht. Sollten WF in letzter Sekunde zurückziehen, müsstest du sogar auf einem Verfahren bestehen.


    Wie schlüssig findest du denn deine Aussagen bzw. deine Verteidigung...?

    Ich vermute eher, dass du in den nächsten Tagen die Klageschrift bekommen wirst. Der Satz oben stammt aus Zivilprozessordnung §697. Er regelt meines Wissens nur, dass im Zweifelsfall das Verfahren eingestellt werden kann. Allerdings haben ja WF schon Geld ausgegeben und die Abgabe an das Gericht beantragt. Daher denke ich, dass du die Klageschrift bekommen wirst.

    damit wollte ich sagen, dass da kaum promovierten Humans mit befasst sind.

    Vom loggen, auswerten, schreiben, versenden, Mahnen alles automatisiert.

    Wenn Güteverhandlung in Hamburg wird eben ein Streber-Trotl aus der näheren Umgebung hingeschickt.

    Eben. Und daher siehe meine Aussage oben.


    Die Umbenennung bzw. Neueintragung der Partnerschaft "Frommer Legal" ist übrigens hier im Registerauszug dokumentiert.

    Der Erfolg einer Kanzlei zeigt sich nicht an der Website oder der Bezeichnung der Mitarbeiter. Ich denke, dass W&F bzw. jetzt Frommer Legal recht erfolgreich waren und einen besseren Ruf als einige andere in der Branche haben.


    Ich habe Respekt vor ihnen als juristischer Gegner in meinem Fall, fürchte sie aber nicht (mehr).


    Bezüglich der erfüllenden Tätigkeit: Über die Jahre hatten sie entsprechende Fluktuation, aber IMHO weniger in der Klageabteilung...

    Hallo, ich wollte hier mal um Rat wegen der Abmahnung bitten.

    Die Abmahnung vom W&F habe ich im März 2020 bekommen. Von meiner ermittelten IP Adresse sollte ein Ausschnitt vom Warner Bros Film Ocean´s 8 über bittorrent angeboten worden sein. Weder ich noch meine Familie haben das getan. Wie es möglich sein sollte, dass hier meine IP Adresse auftauchte, ist uns bis heute nicht klar. Nach einer Recherche im Netz (leider bin ich da nicht auf iggdaw gestoßen) habe ich für 250,- € einen Fachanwalt eingeschaltet. Nach der erfolgten Antwort bis 14. Mai 2021 Ruhe gehabt. Nun flatterte ein gerichtliches MB von einem Amtsgericht aus Berlin (??) bei mir ein. Ich wohne im Süden von Bayern unweit der LH München. Was wäre jetzt die beste Strategie ? Die Forderungen aus der Abmahnung (915,- €) stimmen nun mit der gerichtlichen MB nicht über ein (1107,50 + 134 + 107,5 + 2,52 + 23,46 = 1374,98 €) ? Da kann ich mir gar keinen Reim darauf machen. Die Möglichkeit eines Vergleichs (hier wurde 65% garantiert) für 200,- € stehen als Option, wobei ich es so langsam für ein System halte. Danke für Eure Unterstützung und die Ratschläge. Bin etwas verzweifelt.

    Siehe hier für eine Liste der Mahngerichte. Die Zuständigkeit bezieht sich auf den Sitz des Rechteinhabers, also z.B. Warner Bros.


    Das Mahnverfahren ist nur der Auftakt zu einem möglichen Prozess. Solltest du der Mahnung widersprechen, so könnten WF das Verfahren weiterführen und dich verklagen. Dazu wird dann der Verfahren vom Mahngericht an das zuständige Amtsgericht abgegeben. Das bezieht sich dann auf deinen Wohnsitz.


    Die geforderten Kosten sind für Laien wie uns nur schwer zu verstehen. Sie änder sich auch regelmäßig.

    Bei mir waren es je nach "Tageslaune" zwischen gut 400 EUR und 800 EUR, die in den Briefen gefordert wurden. Seit dem Widerspruch gegen den Mahnbescheid ist Ruhe.


    Du kannst dich bis zu einem Richterspruch vergleichen, also noch während des Zivilverfahrens. Das Mahnverfahren kommt noch vorher und läuft so ab: Du bekommst vom Mahngericht einen Schrieb, dem du widersprichst. Das ist alles.


    Danach erst werden WF die Zivilklage einreichen - oder auch nicht.

    ...

    Weshalb könnte eine neue Brieffreundschaft entwickeln? Wenn ich mich mit WF direkt einigen würde, wäre die Sache doch durch, dachte ich?

    Beim Einigen haben WF das Druckmittel der Klage auf Schadenersatz und entstandene Unkosten. Und welches Druckmittel hast du? Du signalisiert, dass du es nicht abwarten kannst und nicht aussitzen oder sogar ankämpfen möchtest.


    Was passiert, wenn ihr euch nicht einigen könnt? Das wird der Fall sein, wenn du mehr zahlen sollst also von dir geplant. Dann hast du aber schon gezeigt, dass es etwas bei dir zu holen gibt.

    Der Betrag könnte deswegen geringer sein, weil die Anwaltskosten bereits nach 3 Jahren verjährt sind.


    Die einschlägige Meinung ist, so einem Mahnbescheid zu widersprechen - wie von dir bereits erkannt. Welche Chance haben WF ein Verfahren zu gewinnen? Wie lange möchtet ihr das aussitzen? Wenn kaum Chancen für WF und auch noch Geduld bei euch da sind, dann sitzt es weiterhin aus.


    Wenn du / ihr WF kontaktiert, könnte das allerdings der Beginn einer neuen "Brieffreundschaft" sein.

    auf Unterlassung, deshalb die Erklärung um die Wiederholung auszuschließen, dann greift dieser juristisch mögliche Zug nicht mehr, heute würde ich keine mehr Abgeben sondern direkt auf Feststellung klagen, aber wie alle anderen auch hatte ich gehofft das mit der mod. Unterlassungserklärung das irgendwie verschwindet was ja dann nicht so war.

    Ich habe keine modUE hingeschickt. Eine modUE würde ich im Falle einer konkreten Tat bzw. schwachen Verteidigungsaussichten hinschicken.


    In meinem Fall habe ich bestritten, Täter oder Störer zu sein. Daher gab es auch keine modUE. Es liegt dann am Abmahner zu entscheiden, ob er auf Unterlassung und eventuell auch auch Schadenersatz klagen möchte. Aus meiner Sicht sind die Abmahner nur am Schadenersatz interessiert.

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