Beiträge von WarumFinanzieren

    Willst du bezahlen, u.a. weil du die Schuld anerkennst? Dann kannst du versuchen, über die Auskunft die Kosten zu senken.


    Wenn du sowieso nicht vorhast zu bezahlen, warum dann der Aufwand? Das weckt doch bei WF nur Interesse.

    Du wirst dazu unterschiedliche Meinungen bekommen. Ich habe z.B. keine modUE geschickt, sondern erst einmal so auf das WF-Schreiben geantwortet und eine Täterschaft und Störerhaftung unter Darlegung von Gründen abgestritten.


    Mir ist nicht ganz klar, was du mit nmap gemacht hast. Hast du mal deine regulären dir zugewiesen IP-Adressen überprüft, ob die mit den ermittelten übereinstimmen? Taucht das die unbekannte Gerät irgendwo im Router / Access Point in den Protokollen auf?


    Aus eigener Erfahrung kannst du davon ausgehen, dass dein Schreiben bei WF nicht wirklich gelesen wird. Das wird kurz unter der Art der Reaktion abgelegt, dann geht deren Standardprozess weiter.

    Hallo,

    wie sieht es aus, wenn man dem Gericht, in Bezug auf eine erhaltene Verfügung und dem Hinweis auf ein schriftliches Vorverfahren, mitgeteilt hat, dass man sich selber verteidigen wird und man nun doch noch einen Anwalt einschalten möchte. Geht das dann noch oder nicht mehr?

    Frag doch den Anwalt...! Natürlich geht das noch. Und auf Grund deiner Fragen hier würde ich das auch empfehlen.

    Ja, was mir konkret vorgeworfen wird, habe ich schon mehrfach mitgeteilt bekommen (Illegales Tauschbörsenangebot über Ihren Internetanschluss)...also auch mit Einzelheiten über welche Ip dresse und zu welchem Zeitpunkt usw.

    Ganz konkret: Wurde dir die Klageschrift zugestellt? Klageschrift ist etwas anders als die vielen WF-Briefchen.

    Erstes Mahnschreiben von WF im Sommer 2016 erhalten. Danach folgten ein paar weitere Briefe mit Aufforderung zu zahlen. Ende 2018 dann der Mahnbescheid. Dem habe ich widersprochen. Eine UE oder eine mod. UE habe ich nie abgegeben. Jetzt kam ein Brief per Einschreiben vom Amtsgericht. Es handelt sich um eine Verfügung. "Es wird ein schriftliches Vorverfahren durchgeführt...". Ich hatte eine Notfrist von zwei Wochen um meine Absicht zur Verteidigung anzuzeigen.

    Du schreibst nichts von einer Klageschrift. Wurde dir die Klageschrift mit der Verfügung zugestellt? Hast du schon etwas Konkretes, auf das du inhaltlich reagieren könntest?

    Für WF sind das erst einmal 5 unterschiedliche Fälle. Woher sollten die dies auch wissen.


    Wenn das alles von deiner Seite so klar ist, müsstest du mit deinen Freunden aktiv werden, die Fälle durch entsprechende (rechtlich einwandfreie) Erklärung zusammenführen. Und deine Freunde müssten Täterschaft und Störerhaftung von sich weisen. Ob das so einfach geht, weiss ich nicht.


    Bei Geld hört häufig die Freundschaft auf. In so einem Fall dürfte die Hilfe eines Rechtsanwalts vermutlich Sinn machen - von dir bezahlt.

    Ich hatte den Artikel jetzt so verstanden, dass das Gesetz zwar geändert wurde zugunsten der Bürger, aber dass das Gericht trotzdem zugunsten von WB entschieden hat. Vielleicht habe ich es falsch verstanden?

    Ich gehe davon aus, dass watt_ihr_volt_vol2 hier eine Dosis Sarkasmus und Ironie zugesetzt hatte.


    Gerichte verkünden das Urteil immer im Namen des Volkes (wir sind eine Demokratie), aber leider nicht immer pro-Normalbürger. Auch bei dem Freifunkurteil war das Urteil im Namen des Volkes, aber komplett abwegig von der Meinung der Straße und gar nicht bürgerfreundlich...

    Aha interessant, hab den Widerspruch im Oktober 2019 zurück geschickt und bis jetzt nach 8 Monaten nichts nichts wieder gehört. Mein Ursprungsfall ist von 2010 oder 2011,dh.ab Dezember 2020 oder 2021 sollte ich dann endlich meine Ruhe vor denen haben?

    Genau. Verjährung beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem der Fall "aufgemacht" wurde. Wenn Vorfall (und Kenntnis davon bzw. Abmahnung) in 2010, dann tickt der Zähler ab 2011 und die zehn Jahre sind Ende dieses Jahres rum.

    Es müssen unterschiedliche Fälle beachtet werden:

    • WF beantragt einen MB und du tust nichts, so muss WF innerhalb von 6 Monaten eine Vollstreckung beantragen. Ansonsten ist der Fall abgeschlossen. Siehe https://dejure.org/gesetze/ZPO/701.html
    • WF beantragt einen MB gegen dich und du widersprichst. WF müssen nun Geld vorstrecken und ein streitiges Verfahren beantragen (siehe § 696 ZPO). Sie können sich dafür "beliebig" viel Zeit lassen, allerdings verlängert sich die Verfährung durch das Mahnverfahren nur um 6 Monate. Nach 3 Jahren (+6 Monate) verjähren bereits die Anwaltskosten, nach 10 Jahren (+ 6 Monate) die Urheberrechtssachen.

    Hat also WF gegen dich einen MB beantragt, du widersprichst und hörst über 6 Monate nichts mehr von denen, dann atme etwas leichter. Verjährt dabei auch noch etwas, atme richtig auf.

    Könnte WF einen vollstreckbaren Titel gegen mich erwirken? Der MB ging ungeöffnet zurück. ...

    Wie ging der MB zurück? Als "Empfänger unbekannt"? Was wurde auf den Brief geschrieben bzw. hat ihn der Briefträger direkt wieder mitgenommen oder wurde er anschließend zurückgesandt?

    Es ist was anderes wenn man unrechtmäßig abgemahnt wird, was ja auch häufig passiert - das hätte ich auch nicht gezahlt, aber so...

    Ob die Höhe des Betrags nun angemessen ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Rechtmäßig war die Forderung allerdings.

    Zur Höhe der verlangten Schadenersatzleistungen gibt es unterschiedliche Meinungen, auch bei den Gerichten. Da werden die "üblichen" 1000 EUR durchgewunken oder aber nur ein Bruchteil als angemessen erachtet. Suche mal nach "Überkompensation". Da wird die Meinung vertreten, dass sich die Hochlader / Uploader den Schadenersatz teilen, also für jeden nur ein Anteil der Kosten nach Lizenzanalogie zu tragen sind.

    Es ist so: Jeder, der bezahlt, füllt WFs Kasse und entlastet sie bei der Arbeit.


    Ich bin in der Phase nach dem widersprochenen Mahnbescheid, habe keine modUE abgegeben und bin weder Täter noch Störer. Ich werde aus Prinzip nicht bezahlen, sondern im Zweifelsfall gegen diesen rechtlichen Misstand angehen.

    Danke. Hier die entscheidende Passage:


    Hierbei ist zunächst zu berücksichtigen, dass der Beklagte bereits im Angebot zum Abschluss eines Unterlassungsvertrags bestritten hat, der wahre Täter zu sein (Anlage K7 S. 2). Im Übrigen gab er die Unterlassungserklärung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Schuldeingeständnis ab (Anlage K7 S. 2). Für die Klägerin war daher bei Annahme ersichtlich, dass der Unterlassungsvertrag entsprechende Pflichten nicht umfassen sollte.

    Im Übrigen ergibt sich aus einem derartigen Unterlassungsvertrag, der aus einer unberechtigten Abmahnung entsteht – der also nicht den Täter oder Störer zur Unterlassung verpflichtet – keine Pflicht für den Anschlussinhaber, den wahren Täter zu benennen.


    Es wird gut argumentiert, warum trotz modUE keine vorgerichtliche Verpflichtung besteht.

    Klage ist wohl eingereicht wurde mir gesagt. Das man sich noch einigen kann war mir bewusst. Aber ich will keine Gerichtskosten etc drinhaben, wenn die Anfallen spricht eher was für kämpfen. Würd das gern vom Tisch haben bevor auch nur ein Termin vor Gericht anfällt.

    Was heisst das? Hast du die Klageschrift bekommen und ein Aktenzeichen? Oder ist das ein WF-Drohbrief, dass sie fast soweit sind, die Klage einzureichen?

    Leider hat mir das mein Anwalt beim Mahnbescheid nicht gesagt. Und jetzt hab ich den teuren Salat der nicht mehr von der ursprünglichen Pauschale abgedeckt ist. (ich würde mich gerne vergleichen)


    Hat jemand hier Erfahrung mit dem Vergleich nachdem das Gerichtverfahren eingeleitet ist? Könnte ich da auch anrufen und unverbindlich bitten mir einen Vorschlag zukommen zu lassen? Ich sehs nämlich kommen das ich mit gerichtlichen Vergleich durch Anwalt mit derselben Summe wenn nicht sogar mehr Ende.


    An und für sich sehe ich Chancen das ich Gewinne. Aber die potentiellen Gerichtskosten sind ja echt nicht lustig...

    Du kannst dich bis zu einem Urteil mit der Gegenseite einigen. Das ist bei Zivilprozessen üblich und eigentlich auch von den Richtern gern gesehen (weniger Arbeit).


    In welchem Verfahrensstand bist du denn? Den gerichtlichen Mahnbescheid bekommen viele Forenteilnehmer. Da widersprechen. Ein Gerichtsverfahren, eine Klage, gibt es selten.