Beiträge von princess15114

    "MackDaddy" schrieb:

    Ist die gerichtliche Geltendmachung der [lexicon]Mahnbescheid[/lexicon] des Gerichtes, der kommen wird??


    Nein!
    Das Mahnverfahren ist die letzte außergerichtliche Möglichkeit für den Abmahner an sein Geld zu kommen, wenn der Abgemahnte den Widerspruch "vergisst" oder die Widerspruchszeit versäumt.


    Für den Abmahner hat das zunächst den Vorteil, dass er lediglich ein paar Formulare korrekt (formal richtig) ausfüllen muss. Es wird dabei nicht die Richtigkeit der Höhe der Forderung noch irgendeine Art der Berechtigung geprüft. Je nach EDV-Qualifikation der Abmahner ist so etwas unkompliziert auf elektronischem Weg möglich und die Kosten des Mahnverfahrens bewegen sich im niederen zweistelligen Bereich - bei den bisher vermuteten Einnahmen also zu verschmerzen.


    Nach meiner persönlichen Meinung ist auch beim Ausfüllen des Widerspruchsblattes – eine Begründung des Widerspruchs ist nicht erforderlich - kein eigener RA nötig. Da man die mod. UE erfolgreich ausfüllen konnte, dürfte das Formblatt auch kein Problem werden! (Liegt dem Bescheid bei!)
    M.M.n. geschieht nun folgendes. Nachdem das Schreiben zurück an die zuständige Stelle geschickt wurde, wird der Antragsteller (Abmahner) aufgefordert, seine Forderungen (inhaltlich) vor Gericht schriftlich zu begründen. Dafür gibt es Fristen, die gesetzt werden. Erhebt der Antragsteller Klage auf Zahlung, muss er die Kosten für das Verfahren bei Gericht einzahlen, da sonst nichts losgeht.
    Es gab schon einige Widersprüche in Mahnverfahren, in denen keine Klage erhoben wurde.


    Sollte es jedoch zu einer Vorladung vor Gericht kommen, so ist ein Erscheinen Pflicht, da du sonst fast automatisch verloren hast.


    Soweit die Kurzform. In weiteren Punkten auch hier nachzulesen!

    "Angelspit" schrieb:

    Meine Frage ist nun kann ich dieses 2. Schreiben nun Ignorieren oder sollte ich nochmals eine mod. UE nach Regensburg zu U+C senden?


    Warum solltest du?
    Die mod. UE dient zu Dämmung einer Wiederholungsgefahr. Die hast du - nach eigenen Angaben - für jeden Streifen abgegeben. Damit ist der Fall bezüglich Unterlassung erledigt.
    Nun wollen die Anwälte "nur" noch Geld sehen und versenden daher Briefe (Zahlungserinnerungen), da es ja sein kann, dass du sie bei deinen sonstigen großen Ausgaben (wie Möbelkauf für neue Wohnung) zufällig vergessen haben könntest. Allerdings baut diese Zahlungserinnerung auf einem anderen Wortschatz, als den, den man von Versandhäusern zu lesen bekommt, wenn man wirklich mal vergessen hat zu zahlen.
    Kurz, das scheint ein ganz normales zweites Schreiben zu sein, welches die Meisten mit Ignoranz strafen.

    "Angelspit" schrieb:

    Meine Frage ist nun kann ich dieses 2. Schreiben nun Ignorieren oder sollte ich nochmals eine mod. UE nach Regensburg zu U+C senden?


    Warum solltest du?
    Die mod. UE dient zu Dämmung einer Wiederholungsgefahr. Die hast du - nach eigenen Angaben - für jeden Streifen abgegeben. Damit ist der Fall bezüglich Unterlassung erledigt.
    Nun wollen die Anwälte "nur" noch Geld sehen und versenden daher Briefe (Zahlungserinnerungen), da es ja sein kann, dass du sie bei deinen sonstigen großen Ausgaben (wie Möbelkauf für neue Wohnung) zufällig vergessen haben könntest. Allerdings baut diese Zahlungserinnerung auf einem anderen Wortschatz, als den, den man von Versandhäusern zu lesen bekommt, wenn man wirklich mal vergessen hat zu zahlen.
    Kurz, das scheint ein ganz normales zweites Schreiben zu sein, welches die Meisten mit Ignoranz strafen.

    "loremipsum" schrieb:

    wie ich in einem anderen Forum gefunden habe hat es in A bis jetzt auch nur Kunden der Telekom Austria erwischt und keine Kunden anderer Provider?!


    Nein! Zwar sind Abgemahnte in der Mehrheit Kunden bei AON aber es war bislang auch ein Fall beim Provider Salzburg [lexicon]AG[/lexicon] bekannt.
    Mal sehen, ob ich noch Angaben zur Verteilung von Breitbandanbieter in AT finde, damit man sieht, wieviel Prozent aller Haushalte Kunden bei AON sind und wieviel Prozent auf die übrigen Provider entfallen.
    Um dies mit den Abmahnungen zu referenzieren, bräuchte man jedoch - wie bereits erwähnt - noch eine größere Anzahl von gemeldeten Abmahnfälle.

    "loremipsum" schrieb:

    wie ich in einem anderen Forum gefunden habe hat es in A bis jetzt auch nur Kunden der Telekom Austria erwischt und keine Kunden anderer Provider?!


    Nein! Zwar sind Abgemahnte in der Mehrheit Kunden bei AON aber es war bislang auch ein Fall beim Provider Salzburg [lexicon]AG[/lexicon] bekannt.
    Mal sehen, ob ich noch Angaben zur Verteilung von Breitbandanbieter in AT finde, damit man sieht, wieviel Prozent aller Haushalte Kunden bei AON sind und wieviel Prozent auf die übrigen Provider entfallen.
    Um dies mit den Abmahnungen zu referenzieren, bräuchte man jedoch - wie bereits erwähnt - noch eine größere Anzahl von gemeldeten Abmahnfälle.

    "loremipsum" schrieb:

    kann jemand aus Österreich von einer Kanzlei aus Deutschland abgemahnt werden?

    Theoretisch Ja, da es innerhalb der EU Abkommen gibt. Allerdings dürfte das Eintreiben der Gelder etwas aufwändiger sein und solange jeder in seinem eigenen Land noch über genügend zahlungsbereite Bürger verfügt, auch eher unwahrscheinlich.

    Zitat

    Wem ist das schon passiert bzw. gibts da etwas besonderes zu beachten?

    Meinem Kenntnisstand nicht, da würdest du der Erste Fall sein.

    Zitat

    Wurde schon jemand in D oder Ö wegen XXX aus Amerika (M*kes Apart*ent, ...) abgemahnt oder hat Infos dazu?

    Wenn du dieses Bezahlportal meinst, hat das nichts mit Filesharing zu tun. Man zahlt und erhält eine oder mehrere Episoden aus der Reihe.

    Zitat

    Wie lange zurück kann man abgemahnt werden (3 Jahre?) bzw. wo liegen da die "normalen" Zeiten? (Nachwelcher Zeitspanne wurden/werden die meisten Abmahnungen zugestellt?)

    Dafür gibt es bereits hier Statistiken für den Abmahnwahn in Deutschland. Für AT sind bereits welche in Arbeit aber wegen unzureichender Anzahl von Meldungen, sind signifikante Zahlen nicht vor Ende des nächsten Monats zu erwarten.

    "loremipsum" schrieb:

    kann jemand aus Österreich von einer Kanzlei aus Deutschland abgemahnt werden?

    Theoretisch Ja, da es innerhalb der EU Abkommen gibt. Allerdings dürfte das Eintreiben der Gelder etwas aufwändiger sein und solange jeder in seinem eigenen Land noch über genügend zahlungsbereite Bürger verfügt, auch eher unwahrscheinlich.

    Zitat

    Wem ist das schon passiert bzw. gibts da etwas besonderes zu beachten?

    Meinem Kenntnisstand nicht, da würdest du der Erste Fall sein.

    Zitat

    Wurde schon jemand in D oder Ö wegen XXX aus Amerika (M*kes Apart*ent, ...) abgemahnt oder hat Infos dazu?

    Wenn du dieses Bezahlportal meinst, hat das nichts mit Filesharing zu tun. Man zahlt und erhält eine oder mehrere Episoden aus der Reihe.

    Zitat

    Wie lange zurück kann man abgemahnt werden (3 Jahre?) bzw. wo liegen da die "normalen" Zeiten? (Nachwelcher Zeitspanne wurden/werden die meisten Abmahnungen zugestellt?)

    Dafür gibt es bereits hier Statistiken für den Abmahnwahn in Deutschland. Für AT sind bereits welche in Arbeit aber wegen unzureichender Anzahl von Meldungen, sind signifikante Zahlen nicht vor Ende des nächsten Monats zu erwarten.

    "Manhattan35" schrieb:

    Was ich überhaupt nicht zu lesen bekommt sind die Erfahrungswerte von in 2007 abgemahnten. Was ist bei denen passiert, die entweder überhaupt nicht reagiert haben und aus denen die eine modifizierte UE abgegeben haben?
    Habe die nochmal Post bekommen, ist was vor Gericht gegangen, stand der Gerichtsvollzieher vor der Tür u.s.w.?


    Erst einmal muss man vorweg schicken, dass von dem Kenntnissstand, den wir heute besitzen alle nach 2007 Abgemahnten profitieren können.
    Bis Mitte 2007 war die Empfehlung der ersten Wahl, zu ignorieren. Daraufhin hagelte es im August 2007 Einstweilige Verfügungen. Die sollte man sehr wohl bezahlt haben, da dies, wenn man nicht widerspricht, ein vollstreckbarer Titel darstellt, worauf der Gerichtsvollzieher klingeln wird. Bei den üblichen Streitwerten liegen die Beträge für RA bei ca. 700 EUR und für die Gerichtskasse bei ca. 350 EUR. Verfahren zur EV oder zum Hauptsacheverfahren sind bislang keine bekannt.


    Für die Fälle mit mod. UE und Zahlungsverweigerung gab es bislang nach dem zweiten Brief vereinzelt gerichtliche Mahnbescheide. Wenn man denen nicht widerspricht sind diese Forderungen genauso vollstreckbar. Die wenigen Fälle, die da in Widerspruch gegangen sind, haben aber bislang auch nichts weiter gehört.


    Einzig für Fälle, wo der Abgemahnte irgendeine Schuld eingestanden hat (in direkter Kommunikation mit dem Abmahner oder bei einer Beschuldigtenvernehmung durch die Polizei) sind Gerichtsverfahren bekannt. Wir reden hierbei aber von einer niederen zweistelligen Anzahl bei geschätzten 250.000 Abmahnungen pro Jahr.

    "Manhattan35" schrieb:

    Was ich überhaupt nicht zu lesen bekommt sind die Erfahrungswerte von in 2007 abgemahnten. Was ist bei denen passiert, die entweder überhaupt nicht reagiert haben und aus denen die eine modifizierte UE abgegeben haben?
    Habe die nochmal Post bekommen, ist was vor Gericht gegangen, stand der Gerichtsvollzieher vor der Tür u.s.w.?


    Erst einmal muss man vorweg schicken, dass von dem Kenntnissstand, den wir heute besitzen alle nach 2007 Abgemahnten profitieren können.
    Bis Mitte 2007 war die Empfehlung der ersten Wahl, zu ignorieren. Daraufhin hagelte es im August 2007 Einstweilige Verfügungen. Die sollte man sehr wohl bezahlt haben, da dies, wenn man nicht widerspricht, ein vollstreckbarer Titel darstellt, worauf der Gerichtsvollzieher klingeln wird. Bei den üblichen Streitwerten liegen die Beträge für RA bei ca. 700 EUR und für die Gerichtskasse bei ca. 350 EUR. Verfahren zur EV oder zum Hauptsacheverfahren sind bislang keine bekannt.


    Für die Fälle mit mod. UE und Zahlungsverweigerung gab es bislang nach dem zweiten Brief vereinzelt gerichtliche Mahnbescheide. Wenn man denen nicht widerspricht sind diese Forderungen genauso vollstreckbar. Die wenigen Fälle, die da in Widerspruch gegangen sind, haben aber bislang auch nichts weiter gehört.


    Einzig für Fälle, wo der Abgemahnte irgendeine Schuld eingestanden hat (in direkter Kommunikation mit dem Abmahner oder bei einer Beschuldigtenvernehmung durch die Polizei) sind Gerichtsverfahren bekannt. Wir reden hierbei aber von einer niederen zweistelligen Anzahl bei geschätzten 250.000 Abmahnungen pro Jahr.

    "Manhattan35" schrieb:

    Weietrhin noch die Frage, wass im Ablauf der Abmahnung mit den "unter 100 Tagen" bei Gefahr einer einstweiligen Verfügung gemeint ist? Im vorliegenden Fall könnte zwischen Tat und Eingang der Abmahnung schon 6 Monate vergangen sein!

    Die Zeitangabe bezieht sich auf den zeitlichen Abstand zwischen Log-Datum und Zugangsdatum der Abmahnung. Je kürzer dieser Abstand ist, um so wahrscheinlicher ist es, dass der Begriff der Dringlichkeit von einem Gericht anerkannt wird und bei Nichtreagieren auf die Abmahnung eine Einstweilige Verfügung erlässt.
    Da von dir kein konkreter Fall in der [lexicon]Datenbank[/lexicon] hier eingetragen ist - oder ich habe ihn einfach überlesen - kann man dazu auch keine weiteren Aussagen treffen

    "Manhattan35" schrieb:

    Weietrhin noch die Frage, wass im Ablauf der Abmahnung mit den "unter 100 Tagen" bei Gefahr einer einstweiligen Verfügung gemeint ist? Im vorliegenden Fall könnte zwischen Tat und Eingang der Abmahnung schon 6 Monate vergangen sein!

    Die Zeitangabe bezieht sich auf den zeitlichen Abstand zwischen Log-Datum und Zugangsdatum der Abmahnung. Je kürzer dieser Abstand ist, um so wahrscheinlicher ist es, dass der Begriff der Dringlichkeit von einem Gericht anerkannt wird und bei Nichtreagieren auf die Abmahnung eine Einstweilige Verfügung erlässt.
    Da von dir kein konkreter Fall in der [lexicon]Datenbank[/lexicon] hier eingetragen ist - oder ich habe ihn einfach überlesen - kann man dazu auch keine weiteren Aussagen treffen