Beiträge von Shual

    Wäre es eurer Erfahrung nach schlauer jetzt sofort anzurufen und einen Vergleich auszuhandeln oder sollte ich erstmal Widerspruch einlegen und darauf hoffen, dass das nicht weiter verfolgt wird.

    Das kann hier keiner sagen. Beides ist schon passiert.

    Es gibt allerdings auch keinen großen Unterschied in Sachen Gesamtkosten. Tendenziell wird Warten + Klage kommt teurer. Aber das ist nur die Theorie. Man kann den künftig möglichen Vergleich nicht kennen.

    Hab überlegt, dass man den Brief wieder zuklebt und drauf schreibt, dass hier keine Person mit diesen Namen wohnt.

    Du musst überhaupt nichts unternehmen. Ein Bettelbrief ist unbeachtlich. Egal in welcher Tonne er landet.


    Zu Deiner eigentlichen und wichtigen Frage:

    Wird ein Mahnbescheid bei Deiner Schwester zugestellt - ungeöffnet zurück an das Gericht. Der Adressat wohnt nicht an der angegebenen Adresse. Waldorf-Frommer muss danach nach Deiner richtigen Adresse suchen. Immerhin ist dies Deine Chance darauf, dass die Sache "eingestellt" wird.

    Und wenn geklagt wird, wo denn bitteschön? An meinem Wohnort im Ausland?

    Nein. Wenn Du keinen festen Wohnsitz in Deutschland hast und auch keinen "regelmäßigen Aufenthaltsort" ist das Gericht zuständig, in dessen Bezirk die unerlaubte Handlung begangen wurde (§ 104a UrhG, Abs. 1, Satz 2). Dies nennt man "fliegenden Gerichtsstand". Waldorf-Frommer darf sich das Gericht aussuchen.

    Zunächst muss jedoch erstmal Dein tatsächlicher Wohnsitz ermittelt werden. Steht er fest - kannst Du in Deutschland beklagt und verurteilt werden, egal wo Du Dich befindest.

    Shual?

    ... Der amüsierte sich heute schon über Deine wissenschaftlich fundierte These zu "Vornamen auf Briefkästen in Deutschland".


    Allerdings ist Deine asoziale Inkontinenz, mit der Du zwanghaft Deine "juristische Unzulänglichkeit" garnierst ja bekannt.


    Eine Frage hätte ich da aber noch: Liest Du eigentlich Deinen Schwachsinn nochmal, wenn Du nüchtern bist? Also... falls Du mal ..., versteht sich.

    Also, was muss ich tun, um die Sache zu erledigen? Wichtig wäre mir neben einem etwas reduzierten Betrag, insbesondere dass die Zahlung nicht als Schuldeingeständnis gewertet werden kann.

    Anruf - Vergleich aushandeln.

    Grundsätzlich gilt ein außergerichtlicher Vergleich nicht als "Schuldeingeständnis". Man kann sicherer gehen und fordern, dass im Text des Vergleichs aufgenommen wird, dass die Zahlung ohne "Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage" erfolgt.

    Da hier aber die Möglichkeit besteht dass ihr die "Unterlassungspflicht" sofort anerkennt, hat der Rechteinhaber die Verfahrenskosten zu tragen.

    Das ist natürlich ausgemachter Blödsinn. Zumal damit nur ein Teil der Ansprüche erledigt ist.

    Ausführlich - A. Voraussetzungen und Taktik im Prozess -.


    Das heisst: Der Kläger hat selbstverständlich die Möglichkeit die Kostenlast abzuwälzen. Der Beklagte kann dies (im vorliegenden Fall sowieso) nur dann, wenn er die Klage insgesamt gewinnt.

    Für Klagen wegen Urheberrechtsstreitsachen gegen eine natürliche Person, die nach diesem Gesetz geschützte Werke oder andere nach diesem Gesetz geschützte Schutzgegenstände nicht für ihre gewerbliche oder selbständige berufliche Tätigkeit verwendet, ist das Gericht ausschließlich zuständig, in dessen Bezirk diese Person zur Zeit der Klageerhebung ihren Wohnsitz ... hat. [§ 104a UrhG, Abs. 1 - "Gerichtsstand"]

    Wo findet denn das Gerichtsverfahren statt? In einem Fall ist Meldeadresse Anschlussinhaber eine andere Stadt (Nürnberg) als die Adresse des "Tatorts" (Frankfurt)

    Wäre es dann in Nürnberg oder Frankfurt?

    Wenn eine Datei wie hier ---- bitte selbst mal Datei checken, oder uns einen Link zur Datei zeigen --- schon länger im Netz steht, es aber keine Abmahnungen zu der Datei gibt, dann ist doch eher von einer geringfügigen Gefahr auszugehen, dass sie ausgerechnet jetzt überwacht wird.


    Da finden sich Sampler von 2012, oder 2014. Sechs Jahre nix passiert - aber jetzt? Unwahrscheinlich.

    Dann ist natürlich die Gefahr gegeben.


    Allerdings doch eher geringfügig. Zwar ist richtig, dass die Musikerin beim Abmahner Sony veröffentlicht. Aber von einer 250-Song-Abmahnung hat man nun wirklich nie etwas gehört. Obwohl solche Massensammlungen schon Jahre als torrent verfügbar sind.

    Lässt Du Autofenster offen

    Die Vermischung von (nicht mal) Strafrecht und Zivilrecht ist immer Zeichen von wenig Ahnung, mein Bester.


    Und auch noch falsch: Selbstverständlich ist es nicht so, dass die Person welche einem Dritten den Zugang zum Internet eröffnet für dessen Taten mitverantwortlich wäre.

    Guten Morgen

    Meine Güte.... ist das schwer.


    Du kannst ganz einfach anrufen: "Ich rufe in Vertretung von Herrn X, meinem Vater an. Er möchte zum Fall Nr... ein Vergleichsangebot vorschlagen, damit die Sache vom Tisch kommt. [Angebot]."


    Das wars. Dein "Fall" interessiert nicht.

    Taktik

    Mit Verlaub... Deine "Taktik" ist a) belanglos. Es liegt im Wesen eines Vergleichs, dass keine der beiden Seiten Recht bekommt, sondern der hier drohende Rechtsstreit zur Sache außergerichtlich abgewendet wird. Sie ist b) immer gefährlich. Was passiert, wenn KEIN Vergleich zu Stande kommt? Der Gegner hat dann ein Buch mit Aussagen zu dem Fall. Wie steht man zB dann da, wenn der Vortrag im Verfahren noch geändert wird? Die spezielle "Taktik" ist c) für verschiedene Gerichtsstände tödlich. [Und seit Waldorf-Frommer die Inkasso-Heinzis spielt ... trauen wir der Sache nicht mehr.]


    Und PS: Schon mal was von unerlaubter Rechtsdienstleistung gehört? :-P

    Könnte ich den Werktitel nicht einfach bei W+F erfragen, per Telefon?

    Jain.

    Der richtige Weg wäre, dass Du Dir die alte Abmahnung wegen Verlusts nochmal zuschicken lässt.

    Denn... Wie willst Du kontrollieren, ob das stimmt, was Dir die Dame am Telefon sagt?

    Ist es dafür schon zu spät?

    Zuspät ist es nie. Aber ohne Werktitel? Nicht machbar.

    Sprich ich habe keine Chance mehr einen Vergleich auszuhandeln und warte nun auf die Bestätigung zur Gerichtsverhandlung.


    Für eine UE ist es auch zu spät?


    Es ist doch nicht klar das mein Vater als Anschlussinhaber die Rechtsverletzung begangen hat. Zugang zum Wlan hatten doch mehrere Personen.

    Bei einer Vergleichsverhandlung spielen die Details des Falls keine Rolle. Es geht nur um das Geld und die Zahlungsmodalitäten.

    Du musst dem Gegner keine Fallinformationen bieten.

    Wie kann WF nachweisen, dass der Anschlussinhaber es war?

    Du meinst es interessiert, wenn jemand mit Müll 10-Jahre-Veteranen anmüllt? Hm.....


    Junge - Es wird über den aussergerichtlichen Bereich geredet. Und wieso sollte eine Kanzlei ein tausendmal gelesenes Schreiben vom ominösen Besuch aus Timbuktu aussergerichtlich zur Kenntniss nehmen?


    "Meine Frage zielte darauf ab, ob bei Angaben bzgl. der Personen, die dafür verantwortlich sind, die Sache von W+F nicht mehr verfolgt wird, weil wohnhaft im außereuropäischem Ausland. Kann da jmd was zu sagen?"

    Nein - Wird weiter verfolgt. Wurde die letzten 10 Jahre weiter verfolgt und wird die nächsten 10 Jahre weiter verfolgt.


    PS: Peluyet... Ich habe schon solche Prozesse gewonnen. Da hast du dann mal wieder "recht". Aber aussergerichtlich und schnell? Kannste vergessen.




    Meine Frage zielte darauf ab, ob bei Angaben bzgl. der Personen, die dafür verantwortlich sind, die Sache von W+F nicht mehr verfolgt wird, weil wohnhaft im außereuropäischem Ausland.

    Wieso sollte Dir Waldorf eine solch alberne Geschichte glauben? (Bewußt übertrieben.)
    Du kannst Waldorf gerne vortragen, was Du willst. Aber man wird deswegen nicht von den Forderungen gegenüber DIR abrücken. DU bist weiter Ansprechpartner. Und ganz sicher nicht Herr X. aus U. - nur weil Du ihn als Täter benennst.


    Entweder Du einigst Dich mit Waldorf sofort. Oder Du richtest Dich auf einen Rechststreit mit Waldorf ein.

    Allerdings beantwortet es nicht meine Fragen, die speziell in meiner Situation aufgetreten sind.

    Wenn Dir eine langatmige Geschichte zu "nervig" ist, kannst Du sofort einen Vergleich mit dem Gegner aushandeln. Dazu musst Du KEINE Angaben zur Sache machen. Nur Vergleich aushandeln.

    Potentielle weitere Abmahnungen erfasst das natürlich nicht. Weder positiv, noch negativ.